Der Dom als geiler Bock und seine Subs

Das Bild des Dom als Bock, der quasi dauergeil durch die Gegend läuft und irgendwie ständig bereit ist. Nicht wirklich nymphoman, aber zielgerichtet unterwegs Beute zu erlegen.

Ich gebe zu, da ist etwas dran. Aber im Gegensatz zu den „normal“ Testosteron gesteuerten Artgenossen (jeder Mann denkt am Tag häufiger an Sex, als er tatsächlich kann), meine ich, dass er nicht ziellos durch die Gegend erigiert, sondern er giert nach dem Besonderen. Dem Unsichtbaren und nicht dem Sichtbaren.

Und nur weil er danach giert, und dies auch gerne mehr oder weniger zweideutig kundtut, bedeutet dies jedoch noch lange nicht, dass er jede Frau flachlegen will, die ihm über den Weg läuft und nicht schnell genug wegrennt.

Der Dom ist ein Jäger und keine Sub, jemals, wird ihn davon abhalten, andere Frauen zu begehren. In seiner Phantasie ist das fest verankert Sex nicht nur mit seiner Sub zu haben, sondern eben auch links und rechts des Tellerrandes zu schauen. Er macht aus diesen Gedanken keinen Hehl, er ist seiner Sub gegenüber kein verschlossenes Buch. Ein Fluch und ein Segen zugleich. Welche Sub mag den Mann schon gerne teilen, wenn sie selber nicht links und rechts schauen darf. Ein Dreier mit einer anderen Sub ist das Eine, aber zu wissen, dass der Dom auch noch andere, zumindest Liebschaften, hat, ist „gegen die Norm“ der verbreiteten Monogamie. Und … es ist ja schon ein wenig unfair.

Viele Subs unternehmen quasi alles, damit diese Gedanken auf sie selber fokussiert bleiben, sie füllen jede Minute der freien Zeit des Doms mit ihrer Aufmerksamkeit. Sie fordern keine Aufmerksamkeit, sie schenken. Sie schicken Fotos, versenden Texte, sie sind witzig, intelligent und finden immer wieder neue Wege sich in den Vordergrund zu bringen und sorgen so durchaus unaufdringlich dafür, dass der Dom innerhalb üblicher Parameter funktioniert.

Andere wiederum machen genau das nicht. Sie vertrauen einfach darauf, und wissen vielleicht auch, dass Männer einfach oft „nur“ an andere Frauen denken, sich dort Appetit holen, aber immer wieder nach Hause kommen, um dort zu essen. Nicht wenige Subs akzeptieren andere Sidekicks im Leben des Doms, eben solange sie eine Art „Hauptfrau“ bleiben.

Und die ganz spezielle Variante der „dominanten Alpha-Sub“ geht noch einen entscheidenen Schritt weiter. Sie lässt Dinge zu. Sie bettelt nicht um Alleinstellung. Oftmals redet sie auch gar nicht darüber. Denn eben wie der Dom auch, denkt sie auch fremd, und vielleicht geht sie dies auch. Selbstbewusst und unabhängig. Sie würde jedoch einem anderen Mann niemals die gleiche Submission schenken, die sie ihrem Dom schenkt. Kein anderer Mann kann diesen Platz in ihrem Leben einnehmen. Und ein Dom, der eine solche Frau an seiner Seite weiß, wird dieses Geschenk zu schätzen wissen.

Jede Sub hat auf ihre ganz eigene Art ihren Dom im Griff, und ich finde, das ist auch gut so.

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