Ein kleiner Strauß voll Definition BDSM -… – BDSM – mal nüchtern betrachtet

Ein kleiner Strauß voll Definition
BDSM
– Bondage
– Discipline
– Sadism
– Masochism
– Bondage, die Kunst des Fesselns, heute leider oftmals zu kunstvollem Fesseln verkommen, was zwar gut aussehen mag wenn ein Körper, Knötchen für Knötchen, mit akribisch gleichmäßig gehaltenen Abständen verschnürt wird, aber letztlich, neben der Optik, eher wenig praktischen Nutzen hat.
– Disciplin, in diesem Kontext weniger wörtlich, denn mehr sinnbildlich zu sehen. Steht es doch für den vielerseits schier in den Himmel gehobenen Teil des d/s, Dominanz und Submission, sprich das vom Machtgefälle durchzogene Verhältnis zwischen dem dominanten und dem devot/submssiven Part des Spiels (*lach* an dieser Stelle höre ich förmlich die ersten empörten Aufschreie. „Es ist kein Spiel!“ Nun liebe Aufbegehrenden, lasst euch gesagt sein…ist nicht das ganze Leben ein Spiel?
Spielen wir nicht alle unsere Rolle im großen Spiel, dass sich Leben nennt, sowie in unserem kleinen, selbst kreierten Mikrokosmus? (Nebenbei bemerkt, gewöhnt euch schon mal dran, ihr werdet noch öfter dieses Bedürfnis haben)).
– Sadism, in unserem Kontext muss man wohl, auch wenn das wörtlich noch so unsinnig klingt, von einem „gesunden“ Sadismus reden. Denn anders als bei einem pathologischen Sadisten, zieht der Sadist im SM Kontext, seinen Lustgewinn daraus, dass auch der nehmende Part Lust durch sein Tun empfindet und sich ihm freiwillig „ausliefert“. (Ja, ich weiß, man könnte auch schönere Worte nutzen, wie zum Beispiel hingeben oder schenken, doch momentan verursachen mir diese Worte in diesem Bezug latenten Brechreiz, weshalb man mir meine einfache Ausdrucksweise verzeihen mag).
– Masochism, das perfekte Gegenstück des Sadisten, ist der Masochist, welcher Lust durch das zufügen von Schmerz empfindet. Hierbei zählt nicht allein der körperliche Schmerz, auch wenn Masochismus oft auf diese Körperlichkeit reduziert wird. Doch auch Spiele (upps, da ist das böse Wort ja wieder) mit der Angst und der Psyche können durchaus in den quälenden Bereich fallen.
Nüchtern
– im Sinne von nicht alkoholisiert
– in Bezug auf einen leeren Magen
– schmucklos, zweckmäßig
– sachlich
All diese Bedeutungen kann dieses Adjekiv einnehmen. Wobei das „nüchtern“ im Titel dieser Seite sich auf die beiden letztgenannten Punkte bezieht, wie man sich wohl denken kann und dabei mitnichten ein emotionsloses erklären gemeint ist, sondern vielmehr eine Betrachtung der Thematik, die nicht von Glorifizierungen und der Anbetung persönlicher goldener Kälber (wieso habe ich jetzt einen goldenen Dildo auf einem kerzenbeleuchteten Altar vor meinem inneren Auge? *Himmelhilf*) „verseucht“ ist.
Böse Zungen behaupten allerdings zum Teil, dass man BDSMler, die sich im Internet in diversen sozialen Netzwerken bewegen, nüchtern nicht ertragen kann.
Es gibt zuweilen Tage, da kann ich dies nur bestätigen. Dieses sind die schlechten Tage. Der gnadenlose Optimist in mir ist dankbar, dass diese die Seltenheit sind, denn wieviel Spaß würde einem entgehen an den guten Tagen, an denen man so wundervoll herzhaft lachen kann über das, was sich so tummelt in den schier unendlichen Tiefen des Internets.
Den gut gemeinten Rat, es „einfach“ zu halten, wenn man auf Facebook Texte verfasst, habe ich wohl grad zum ersten Mal völlig in den Sand gesetzt.
*Achselzuck* Mir gefällt das Ergebnis nichtsdestotrotz.
In diesem Sinne, lasset die Spiele (Huch! ….oder doch nicht? Anderer Kontext, gell. Erwischt lieber Leser!) beginnen.
~D~

Quelle: Ein kleiner Strauß voll Definition BDSM -… – BDSM – mal nüchtern betrachtet

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