The Training of O – Eine Illusion?

Kommt man zunächst mit dem Begriff „The Training of O“ in Berührung, dann ist man sicherlich auf die Webseiten der geschätzten Kollegen von http://www.kink.com/ oder genauer http://www.thetrainingofo.com/ gestoßen.

Irgendwie hat man es geschafft im Internet Bilder oder Videos zu finden, die einem ein gewisses Gefühl geben, wie eine „O“ sexuell zu betrachten ist. Und ist davon extremst angetan oder extremst angewidert. Wie in allen Bereichen der Sexualität gibt es Dinge, die man mag und Dinge, die man nicht mag.

Was jedoch beim Betrachten von derlei Material zu beachten ist, dass dieses „The Training of O“ eine Vision ist, die die ursprüngliche Geschichte „The Story of O“ aufgreift und visuell zu Teilen recht extrem, so gar für mich, pervertiert.

Die Pornoindustrie ist eindeutig davon abhängig sich zu entwickeln. Genauso wie jede Industrie lebt sie von Innovationen, damit das Geschäft am Laufen bleibt. Neue visuelle Reize sind erforderlich, um den Massen „Brot und Spiele“ zu liefern. Das ist in vielen Bereichen recht attraktiv, in anderen zum schreiend Davonlaufen.

Ich persönlich bin mit 18 zur Pornografie gekommen, als Konsument, und habe selber in einem Streifen mitgemacht, mit 22. Mein Erfolg war mehr als unterirdisch, also habe ich es gelassen. Ich war einfach nur neugierig, wie das wohl so läuft und ich denke, dass diese kleine Produktionsfirma, die ausschließlich „Private Videos“ drehte zu den eher guten Firmen gehörte. Leider existiert sie heute nicht mehr, weil den Streifen würde ich schon gerne mal wieder sehen.

Wenn sich diese Webseite also unter dem Blickwinkel „The Training of O“ darstellt, sieht sie sich in keinem Fall als Konkurrenzprodukt zu den amerikanischen Kolleginnen und Kollegen. Schließlich produzieren wir keine Pornos, sondern versuchen Aufklärung zum Thema BDSM zu betreiben, damit Interessierte mal ein wenig blättern können. Aus unserem Blickwinkel, weil einen anderen zu vermitteln ist schwierig.

Man hat sich also nun durch unzählige Bilder und Videos gekämpft und gehört nun zu denjenigen, die sagen: „Yes, Sir! Genau mein Ding!“ – Herzlich Willkommen. Man geht dann hin und kauft sich das Buch und liest es zwei oder fünfmal durch und denkt sich immer noch: „Yes, Sir! Genau mein Ding!“ – Herzlich Willkommen.

Tatsächlich ist die „O“ auch heutzutage präsent im BDSM. Es gibt wohl nicht wenige, die diese Form der Submissivität als Königsdisziplin kennzeichnen. Persönlich betrachte ich die „O“ jedoch als eine weitere Disziplin, wenn auch eine besondere.

Wer sich die Filme der Amerikaner anschaut, wird eine Art Setup feststellen. Es gibt ein Vorgespräch, in welchem die Frauen nach sexuellen Vorlieben befragt werden, nach Dingen, die sie bereits gemacht haben oder die noch auf der Liste stehen. Vor allem auch nach Dingen, die sie auf keinen Fall wollen. Danach folgt der eigentliche Dreh und hinterher werden die Damen befragt, was ihnen gefallen hat und was nicht.
In Summe handelt es sich dabei nicht ausschließlich um professionelle Pornodarstellerinnen, sondern auch um das Mädchen aus Iowa, welches in ihrer Submissivität sich beworben hat, für die Erfüllung ihrer Wünsche vor die Kamera zu treten. Natürlich macht sie das auch zu einer Pornodarstellerin, aber die meisten fahren nach diesem Erlebnis wieder zurück und leben normal weiter.
Die Amerikaner sind sehr darauf bedacht, dass die Frauen authentisch sind und eben nicht, wie in vielen Hochglanzpornos auf die Kamera achten. Aber noch viel wichtiger ist, dass die Frauen zu 99% eine sehr ausgeprägte submissive, wenn nicht sogar devote Ausrichtung in der Sexualität für sich gefunden haben und diese bereits leben (können).

Nicht jeder Dom taugt dazu eine „O“ zu führen und nicht jede Sub eignet sich dazu eine „O“ zu werden. Das hängt vielfach damit zusammen, dass man als Mann vielleicht einfach nicht zu extremen Dingen neigt. Ich gehöre zu denjenigen, die keine ausgeprägte sadistische Ader haben, welches es mir persönlich schwer macht eine Frau nur aus Lustgewinn zu peinigen. Deswegen wird eine stark masochistisch ausgeprägte Sub mit mir nicht wirklich Freude haben.

Medulla und ich sind sehr stark im D/s verbunden, auch wenn sich sadistische Dinge bei mir und masochistische Dinge bei ihr immer mehr Raum greifen, so sind wir keine reinen SMer. Und werden dies wahrscheinlich auch nicht werden. Der erotische Anteil, das Spiel mit dem Lustschmerz, der Sex ist uns viel wichtiger als der SM.

Ob wir irgendwann dereinst als „Sir“ und „O“ durch die Welt laufen halte ich nicht für unmöglich, da ich denke, dass Medulla stark genug dafür ist und diese Stärke kann ich spiegeln. Wenn es dazu kommen sollte, dann werden wir uns gegenseitig hochschaukeln und dann wird es sehr gut werden. Aber wir lassen uns Zeit mit dieser möglichen Entwicklung. Sie wird dann einfach da sein und wir werden uns überrascht anschauen und sagen: „Yes! Genau unser Ding!“

Persönlich denke ich, dass man die Beziehung, wie sie im Buch beschrieben ist, nicht wirklich 24/7 ausleben kann. Die Zeiten haben sich geändert. Frauen und Männer gehen arbeiten, müssen beide Geld verdienen, Kinder werden geboren, Eltern werden krank. Es gibt viele Dinge, die es den „Normalos“ unmöglich macht 24/7 so extrem auszuleben.

Okay, wenn ich nun im Lotto gewinnen würde, dann würden sich sicherlich ein paar Damen einfinden, die nach meiner Pfeife tanzen würden (um es salopp zu formulieren), aber dies wäre keine wahre Submission, sondern nur versteckte Prostitution. Muss mal gesagt werden.

Allerdings habe ich persönliches Interesse daran eine Art „Parcours“ zu legen. Ein Spiel, welches ähnlich der amerikanischen Vorlage läuft und über ein ganzes Wochenende gehen wird.

Freitags: Kennenlernen und Reden.
Samstag: Spieltag
Sonntag: Manöverkritik

Es ist uns beiden durchaus bewusst, dass dies ein sehr ambitioniertes Ziel ist.

Es wird eine Art Bewerbungszeit geben, die online verbraucht wird. Dort kann man sich schon mal beschnüffeln. Zu einem Termin kommt es dann recht zügig und dann gilt es einfach.

Die Bewerberin muss sich bewusst sein, dass die einzige Sicherheit am Setup ist, dass ich kein Axtmörder bin und das alles nur geschieht, um die Frau zu „bedienen“. Jede Frage nach „Was passiert denn da?“ kann nicht beantwortet werden, weil es im Wesentlichen ein Mix aus dem ist, was sie gerne macht, was sie gerne machen will und was sie auf keinen Fall machen möchte. Sie muss sich bewusst sein, dass ich bereit bin mich vollständig auf sie einzulassen und dieses dankbar annehmen. Ebenfalls muss ihr klar werden, dass ich mich in ihren Grenzen frei bewegen werde und es am Spieltag selber nur an wenigen Stellen die Möglichkeit zum Ausstieg geben wird.

Die weitere Sicherheit ist, dass ich auch meine eigenen Grenzen habe, die ich niemals überschreiten werde. Spiele mit Blut, Nadeln, Age Play, Pet Play sind Dinge, die mich überhaupt nicht anmachen. Dieses wirklich „extreme SM“ eben ist etwas, was ich wohl nie können werde. Wie ich sagte, nicht jeder Dom kann eine „O“ führen, wenn die Spielarten nicht zusammen passen wollen.

Die Frau sagt zum Beispiel, dass Sex mit fremden Männern sie anmacht. Dazu habe ich dann eine Idee, aber ich werde diese nicht verraten. Oder sie denkt einfach daran ausgepeitscht zu werden, also werde ich sie an einem Ort meiner Wahl mit meinem Handwerkszeug vertraut machen.

Das alles ist noch nicht „O“, ganz bestimmt nicht. Aber wenn man harmoniert, dann kann daraus eine Bindung bestehen, in welcher man sich weiter entwickeln kann. Hier seien einfach mal die Stichworte „#Fuffzig“ und „#CircleOfFalbalus“ erwähnt. So würde ich gerne Frauen antrainieren, die beispielsweise an meinem 50. Geburtstag vorgeführt werden möchten (der ist 2020!).

Aber der Parcours hat auch feste Größen, wo ich mir das abhole, was ich brauche und möchte. Darüber werde ich zu keinem Zeitpunkt ein Wort verlieren. Die wichtigste Lektion, die eine angehende „O“ lernen muss ist zu gehorchen und bei Ungehorsam diszipliniert zu werden. Und darauf zu vertrauen, dass ich nichts zu werde, was sie überfordert oder was einfach nicht geht.

Wer sich zu diesem Zeitpunkt schon dafür interessiert, der schicke Medulla einfach eine eMail und „bewerbe“ sich vorab. Nennt dazu Euren Namen, Euren Wohnort und schickt dazu ein Bild von euch. Vor allem aber auch den Beweggrund, warum ihr euch hierfür interessiert. Intelligenz, einwandfreies Deutsch und Phantasie ist sexy. Wenn Du ungeduldig bist (soll es ja auch geben), dann nehmen wir Dich gegen einen entsprechenden Tribut schneller an.

Zu einem späteren Zeitpunkt wird es als festen Bestandteil dieses Blogs eine Bewerbungsseite geben, die ich allerdings noch genau so backen muss, wie den grundlegenden Parcours.

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