Von der Frau, die genommen wurde (Teil Vier)

Eine Wächterin hakte sich unter und begleitete sie aus dem ersten Raum. Dort legte sie sich auf ein Bett und fühlte im Stillen mit einem Lächeln ihren Striemen, Schmerzen und dem Bolero nach.

————- Ende Teil 3 ————-

Sie döste vor sich hin. Ihr Zustand schrie nach einem langen, tiefen Schlaf. Ihre Libido jedoch war angefacht und mahnte zum Wachbleiben. Eingekuschelt in die Decke in einem Raum, der nur von ein paar Kerzen erleuchtet war hatte die Wache sie auf ein Sofa gelegt. Breit genug für mindestens vier Menschen. So viel Platz. Und doch lag sie dort, wo sie immer lag – ganz links mit einem Bein fast auf dem Fußboden.

Sie vermutete, dass sie in einer Art Zwischenraum lag. Es gab ganz genau ein Fenster, wo sich bereits ein Hauch von Dunkelheit gepaart mit dem Licht des Vollmondes mit wohl auch ganz genau einem Strahl den Weg in einen zimmerhohen Spiegel suchte, ihn fand und von dort zusammen mit den Kerzen ein sehr schaurig-schönes Licht verteilte. Ihr war nicht kalt. Langsam fühlte sie ihrem Körper hinterher und tastete nach neuen Erinnerungen. Sie fühlte neue Führungswege für ihre Finger, vor allem an der Seite unter den Armen und den Hintern entlang, die sich mit etwas älteren Narben vermischt hatten. Ihr Herr hatte ihr immer wieder gesagt, dass er sie regelmäßig zeichnen werde. Sie strich über die frischen Pfade und kostete ab und an an ihren Fingern.

Ihr war ganz bestimmt nicht nach Spielen mit Blut als sie ihn kennen lernte. Er war auch sicher kein ausgewiesener Sadist, doch so wie sie sich an ihm orientierte und seine Lust zu der ihren machte, so erforschte er auch ihre Gelüste und ließ sich auf das ein oder andere Neue ein. Sie verfiel ihm recht schnell. Weniger romantische Liebe, sondern einfach das tiefe Gefühl von Vertrauen und Respekt, welches man einem sehr guten Freund entgegenbringt. Sie schmunzelte bei dem Gedanken, dass wenn jemand sie fragen würde, wer „Er“ sei, sie sagen müsste, dass es sich um eine „Freundschaft plus mit gewissen Extras“ handelte. Er war niemals richtig brutal gewesen, aber sie hatte tief in ihr bereits schon lange den Wunsch danach mehr zu sein, als nur Trägerin von Halsband und „O“-Ring. Er meinte, dass ein Tattoo vielleicht ganz nett wäre, aber eine Narbe vielleicht etwas sei, was man im Zweifel umdeuten könne. Falls es nicht mehr funktionieren sollte.

Und nun fühlte sie gerade neuen Orden und Ehrenzeichen hinterher. Sie war stolz und grinste breit und schaute sich im Spiegel an. Und war unglaublich nass.

Sie horchte auf, als sich eine Türe öffnete. Eine Wächterin kam herein mit einem Stuhl.

„Steh‘ bitte auf!“

Sie tat es.

Auf dem Stuhl war ein Dildo fest fixiert. Im dunklen Schein erkannte sie, dass es sich um eine Penisreplik aus Latex handelte. Die Wächterin rückte den Stuhl zurecht.

„Du wirst Dir diesen Dildo nun beim Hinsetzen vollständig in den Anus einführen!“, sagte die Wächterin und drückte ihr eine Tube mit Gleitgel in die Finger. Schnell nahm sie es und quetschte eine nicht unerhebliche Menge aus. Damit massierte sie den Gummidildo und anschließend ihren Anus ein. Die Wächterin beobachtete das ganz genau. „Das ist hier kein Tanztee, dass geht schneller!“, betonte die Wächterin und sie bemühte sich den Gummipenis fast ohne Ansatz in den Anus aufzunehmen. Mit zwei, drei Fickbewegungen gelang ihr dies und die Wächterin fuhrt fort:

„Nimm‘ nun die Hände hinter den Stuhl!“

Sie tat es.

Mit einem kalten Gefühl und etwas ruppig fixierte die Wächterin sie mit Seilen am Stuhl fest. Zuerst die Arme, dann die Hände explizit. Die Beine spreizte sie so weit auseinander, dass sie nun ganz entblößt auf dem Stuhl zu genießen wäre. Dabei fesselte sie ihr die Beine ebenfalls am Stuhl fest und die Knöchel extra. Zufrieden mit ihrem Werk fuhr die Wächterin fort:

„Ich werde nun gehen! Sei brav!“

„Ja, das werde ich!“

Die Wächterin ließ die Türe laut zuknallen. Fast so als wollte sie dem Herrn ein Zeichen geben. Und so war es auch.

Im Zimmer ging eine zusätzliche Lichtquelle an und ihr wurde offenbar, dass der zimmerhohe Spiegel in Wahrheit eine Wand des Zimmers gewesen ist. Und zwar genau zu dem Raum, aus dem sie geschunden zuvor in diesen geführt wurde. Sie sah, dass dort die Herren mit den Damen an einer Tafel zusammensaßen und ihren Herrn nun langsam auf den Spiegel zukommen. Einige Damen waren bereits intensiv oral beschäftigt. Die ganze Szenerie, dass sie alle wahrscheinlich dabei zugeschaut haben könnten, wie sie auf diesem Stuhl fixiert wurde und bereits um den Dildo in ihrem Hintern wussten.

„Kannst Du mich hören, Liebes?“, krächzte seine Stimme über eine Gegensprechanlage. Sie nickt ihm zu.
„Erkennst Du dieses Gerät?“. Wieder nickte sie ihm zu. Es handelte sich um eine Fernbedienung … ein Gimmick, welches er ihr mal zeigte. Er hatte doch nicht … „Ahhhhhh!“ … er hatte.

„Ich habe mir erlaubt den Gummidildo, ein wenig zu pimpen. So hat er nun eine Verbindung zu einer leichten Stromquelle und wenn ich hier …“ – „Ahhhhh!“ – „… drauf drücke, aber Du merkst es ja gerade selber. Aufregend, nicht wahr?“
„Ja, mein Herr!“
„Ich kann Dich nicht ….“
„Ahhhhh! JA, MEIN HERR!“
“ … ah, jetzt kann ich Dich auch hören.“

Die Türe öffnete sich erneut und eine andere Wächterin kam mit einer Apparatur herein, die ähnlich einem Mikrofonständer zu bedienen war. An diesem befestigte sie einen Magic Wand und wieder krächzte es durch die Gegensprechanlage:
„Wie Du siehst, sollst Du ja nicht um Deinen Spaß kommen. Und … Du musst auch nicht fragen, ob Du kommen darfst. Komme einfach. Die Wächterin wird Dir nun den Magic Wand direkt auf die Klitoris setzen. Du bist zwar schon ein wenig fixiert, aber … nun …“
„Ahhhhh!“
„… wenn Du Dich zu sehr bewegst, dann wirst Du nicht mehr kommen können. Hast Du das verstanden?“
„JA, MEIN HERR!“
„Dann ist ja alles okay und wir können hier weitermachen, Liebes.“

Sie sah, wie er die Fernbedienung für den Dildo einem anderen Herrn zuwarf. Und genau zu diesem Zeitpunkt spürte sie die erste Welle auf sich zurollen.

————- Ende Teil 4 ————-

 

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