Das Erste Mal … ohne Medulla … mit einer Freundin.

Werte Gemeinde,

es geschieht nicht häufig, es ist ziemlich selten, aber ab und an wird eine Grenze überschritten und alle finden es gut so. Diese wahre Geschichte ist nun etwas mehr als vier Monate alt.

Ich kenne S schon ein wenig länger. Dabei bin ich mir nicht mal so sehr sicher, ob S und ich uns schon kannten, als Medulla noch nicht in meinem Leben war.
Aber das tut auch nichts zur Sache. Denn es geht eher um die Umstände, wie es zu diesem Date kam, als um die Inhalte des Dates selber. Diese bleiben gerne in eurem Kopfkino verborgen und die Details gehen nur Medulla, S und mich was an.

Mich kann man treffen. Man kann mich zum Spielen daten. Ist ganz einfach.
Frau nimmt Kontakt zu mir auf, geht auf Fühlung, schaut, ob es passt und dann stellt die Frau einfach eine Anfrage bei Medulla, und wenn es ihr auch gut dabei geht, dann können wir spielen.
Vielleicht ist Medulla gerne dabei, vielleicht auch nicht, aber sie ist immer informiert. Und die Inhalte dieser Information sind nicht verhandelbar. Alles bestens.

Ich hatte eine Woche Urlaub und hatte schon lange geplant durch das Twitterland zu reisen. Ein Besuch bei S war so und so eingeplant, weil wir beim letzten Treffen unsere Smartphone-Ohrstöpsel vertauscht hatten. Was jedoch völlig überraschend war, dass S sich nicht nur „einfach so“ treffen wollte. Irgendwie war da ein Fingerschnipps. Ein umgelegter Schalter … und irgendwie war da ein Draht zum Spiel in der Luft. S und ich sind Freunde. „Wildern“ auch nicht im gleichen Revier. Hatten bei einem früheren Treffen uns schon mal abgeklopft, ob wir für einander in Frage kommen würden und dies recht zügig verworfen.

Auch Medulla und S kennen sich schon länger und S hatte bereits mein Sofa in Beschlag genommen auf diversen Twittertreffen, und das auch während Medulla nicht bei mir war.
Alles kein Problem.

Bereits am Sonntag vor meiner Abreise schilderte ich Medulla, dass Spielgedanken in der Luft liegen würden, ich würde S jedoch nur über den offiziellen Weg treffen.
Am Montag lag die Anfrage bei Medulla vor und die positive Zustimmung kam postwendend. Medulla meinte, es sei einfach ein Bauchgefühl und es wäre völlig okay, wenn S und ich spielen würden. Nur GV sollten wir außen vor lassen.
Und so stand fest, dass S und ich uns nicht nur wegen der Kopfhörer treffen würden. Ich buchte ein Hotel und S und ich trafen uns zum Essen.

Für S und mich war völlig klar, dass der Abend vollkommen offen sein würde. Entweder wird machen Bla Bla bis tief in die Nacht (so wie immer), gehen auf Stube und verbringen die Nacht nebeneinander liegend wie Freunde oder es würde klick machen und wir würden spielen und dann mit einander schlafen (nur eben ohne GV).
Da ich einen Fototermin geplant hatte, war mein Koffer soundso mit Leckereien gefüllt. Die hätte ich dabei gehabt, selbst wenn S und ich nicht gespielt hätten.

Aber … wir haben gespielt. Und es war toll!

S meinte, es wäre für mich ziemlich wohl ziemlich „Lulu“ gewesen. Der Schmerz würde sie nicht so sehr locken, sondern eher das Machtspiel.
Ich denke, dass sie sich dafür ganz extrem gut geschlagen und sich „durchgebissen“ hat.

Ob es eine Fortsetzung gibt, ist zu diesem Zeitpunkt nicht wichtig. Weder für S noch für mich. Wir sind Freunde und haben uns so auch verabschiedet.

Secret Night 06.01.2017 – Meet The Dominant – Master’s Birthday

Fazit: Es war ein sehr schöner Abend und wir haben uns königlich amüsiert.

Was unter dem Motto „Meet the Dominant – Master’s Birthday“ stand und auch so beworben wurde hat insgesamt etwas mehr als 30 Teilnehmer gehabt und darunter 6 Twitterer aus meiner TL, von denen ich zwei zum ersten Mal gesehen habe und so auch persönlich kennen lernen durfte. Leider musste Tara absagen, aber es hätte ihr ebenfalls sehr gefallen.

Die Dynamik des Abend war geprägt von unwahrscheinlich vielen Premieren für Medulla, die geplant und ungeplant waren, und mich immer wieder in Erstaunen versetzen und mich sehr glücklich und stolz machen, dass sie (zu) mir gehört. Ohne in die verdorbenen Details zu gehen darf ich anmerken, dass sie nicht nur als Sub unterwegs war. Absolute Premiere war ihr Auftritt als Dommse und sie hat auf diese Weise gleich zwei Jungs vernascht. Interessant war, dass einer dieser Jungs ein geplantes Date gewesen ist und sie diesem Menschen gerade erst als Sub einen geblasen hatte. Ebenfalls ungeplant war die Gegenüberstellung einer knienden Medulla mit drei Penissen vor Augen. Ich habe mich irgendwann körperlich zurück gezogen und sie einfach machen lassen und bin als Voyeur meiner Frau gestern voll auf die Kosten gekommen.

Letztlich zeigt sich, dass die Secret Night kein klassisches SM-Event ist, sondern ein Misch Masch an möglicher Erotika. MaleDom, FemDom, es könnten aber auch schwule Pärchen erscheinen. Nur … es ist kein Swingerclub. Und das ist auch gut so 🙂

Einwurf: Der Autor stellt sich gerade vor im November mit seiner Medulla und den drei Subs des #CircleOfFalbalus dort zu erscheinen. So quasi Weihnachtsfeier 😉

Intimere Details erfahrt ihr im persönlichen Gespräch. Es lohnt sich immer wieder und es würde mich sehr freuen den einen oder die andere aus Twitter/Tumblr/Google+ oder WordPress dort kennen zu lernen.

… und das nächste Mal ist definitiv Fotosession angesagt! Was man alles so vergisst, wenn der Abend läuft 😉

Der neue Termin ist hier:  http://www.training-of-o.de/blog/event/secret-night-sm-erotic-bizarr-event/ -> 03.03.2017

Der erste Kontakt … oder: Was ziehe ich nur an? Oder auch nicht?

Ich könnte es einfach kurz machen und meine Frau zitieren. Auch wenn es dieses Gespräch so nicht in voller Länge gegeben hat, so kommt der Sinn deutlich rüber.
Es darf Popcorn gereicht werden.

Medulla (M):
„Ein Dom, welcher von mir verlangen würde dass ich mich ihm gleich völlig nackt zeige, sobald ich seine Wohnung betrete und das noch vor dem ersten gemeinsamen Kaffee überhaupt. Der würde ganz sicher nicht mein Dom. Punkt.“

Falbalus (F):
„Und was wäre, wenn die Frau dies aber ganz genau so möchte oder sogar will? Es könnte ihr ureigenes Selbstverständnis als Frau sein, dem anwesendem Dom ihren Respekt zu zollen, damit er sich die Ware auch anschauen kann?“

M:
„Nein. Mit mir würde das keiner machen!“

F:
„Das war nicht die Frage, Werteste. Bist Du tolerant genug zuzulassen, dass es für andere Frauen, die nicht Medulla Oblongata heißen, ganz genau so völlig normal wäre?“

M:
„Ich finde, es wäre nicht richtig, wenn ein Dom sowas gleich beim Ersten Date verlangen würde.“

F:
„Ja, da pflichte ich Dir bei.“

M:
„Wie würden Sie das denn handhaben?“

F:
„Das ist eine gute Frage. Hmm … ich glaube, dass ich schon Wert darauf lege, dass die Frau sich ‚präsentiert‘. Ich mache das ja auch, in dem ich einen Anzug trage. Da würde ich mir schon wünschen, dass auf der anderen Seite nicht Jeans/Turnschuhe/Pulli sitzt, sondern eher dieses ‚Kleine Schwarze‘ mit hohen Schuhen. Also eine Bewerbung in Arbeitskleidung.“

M:
„Das ist ganz schön sexistisch, mein Herr!“

F:
„Nun … hust … es geht ja auch irgendwie um Sex, Medulla. Und will sich eine Sub nicht von ihrer besten Seite zeigen?“

M:
„Sie meinen auch nackt?“

F:
„Unbestimmt. Vielleicht würde ich es testen?“

M:
„Wie bitte ?!“

F:
„Ich lasse die Frau im Wohnzimmer sich neben den Stuhl stellen und setze mich aufs Sofa. Lehne mich entspannt zurück und beobachte sie eine Weile. Dann würde ich beginnen ihr die Grundregeln zu erläutern und es ihr frei stellen, ob sie die Regeln per sofort zur Übung befolgen mag oder nicht. Damit wäre es ihre Entscheidung, ob sie sich vollständig entkleiden muss. Oder etwa nicht?“

M:
„Hmm, irgendwie nicht. Sie will ja was von Ihnen und es würde ein wenig Druck aufgebaut. Würde sie es nicht machen, wäre sie draußen, macht sie es, wäre sie eine Schlampe. Oder so?“

F:
„Also kommt es darauf an mir zu vertrauen, wenn ich sage, dass die Entscheidung zur Aufnahme in den #CircleOfFalbalus nicht vom ersten Date abhängt, selbst wenn sie mir einen blasen würde wollen und sich regelrecht dazu aufdrängen?“

M:
„Vertrauen ist schon wichtig. Da haben Sie recht. Aber dann könnten Sie ja auch gleich vollständig davon absehen und es von vorne herein ausschließen. Das wäre das Sauberste.“

F:
„Für Dich als meine Frau oder für Dich als meine Sub?“

M:
„Gewissensfrage … orrrr. Als Frau würde ich beim ersten Date gerne Mäusschen spielen. Als Sub aber vertraue ich Ihnen blind, dass Sie nichts tun, was die Dame nicht will.“

F:
„Wir verstehen uns.“

 

Die Sub – Ein Definitionsversuch

Basierend auf eigenen Erlebnissen (selbst Sub gewesen) und aufgrund eigener Erfahrungen (als Dom) versuche ich einfach mal die weitere Quadratur des Kreises.

„Was oder Wer oder Wie ist eine Sub?“

Bereits in http://www.training-of-o.de/blog/2016/05/23/wie-wird-man-ein-dom-erklaerungsversuch/ deutete ich an, dass der Dom bestimmte Dinge einfach im Blut haben muss. Er muss bestimmte Dinge wollen und am Ende einfach mal machen. Für die submissive Fachkraft stellt sich die Frage ein wenig anders.

Zwei Varianten möchte ich herausstellen: Einmal die Frau, die naturdevot und unterwürfigen Gemütes ist und zum anderen die dominante Lebens-Alpha, die halt nur im Schlafzimmer die Kontrolle abgeben möchte. Beide Rollen kann man schlecht spielen, weswegen es zu unterschiedlichen Verwerfungen kommen kann und diese Verwerfungen möchte ich gerne auseinander schieben und vielleicht wird sogar ein Bild draus. Naturdevote Frau vs Lebens-Alpha-Frau – beide können ganz hervorragende Subs sein. Wenn wir sie verstehen.

Naturdevot:

Ich bin unterwürfig eingestellt. Dazu muss ich mich nicht sonderlich verbiegen. Dem Mann, dem ich verfalle, dem gebe ich gerne alles. Sowohl am Tisch als auch im Bett. Alles was ich brauche ist gebraucht zu werden um glücklich zu sein. Ist der Mann glücklich, dann bin ich es auch. Mehr benötige ich nicht. Ich stelle meine eigene Libido gerne voll und ganz in Deinen Dienst. Aber nicht nur das. Solange Du mich beachtest und achtest organisiere ich alles andere in Deinem Leben ebenso gerne und zuverlässig. Haushalt, Kinder – solange Du mich von ganzem Herzen liebst und mir dies auch zeigst. Solange Du mich Wert schätzt und für mich da bist wenn es mir nicht so gut geht, solange Du mich annimmst und mich nicht verheimlichst, nehme ich ohne groß zu überlegen jede Rolle an, die Du für mich als richtig erachtest.
Im absoluten Extremfall darfst Du mich auch dann schlagen, wenn ich nichts falsch gemacht habe, weil ich spüre dass Du Deine Aggression ableiten musst. Meine Liebe und Zuneigung zu Dir steht über allem und ich gebe Dir das, was Du brauchst. Ich blase Dir regelmäßig den Schwanz einfach so, weil ich weiß, dass Du das magst. Auch während Du gerade an ganz was anderes denkst, telefonierst oder sonstwie abwesend bist. Ich funktioniere auf Knopfdruck und Zuruf, gebe niemals Widerworte und nehme alles von Dir widerspruchslos an.
Bitte sorge dafür, dass es mir gut geht und nutze mich nicht aus. Mehr brauche ich nicht, um mir Dir glücklich zu sein.

Lebens-Alpha-Frau:

Ich brauche keinen Mann, um im Leben klar zu kommen. Ich sorge selber für mich und meine Kinder. Notfalls auch alleine. So stehe ich mit beiden Beinen fest im Leben, organisiere ohne weitere Rückfragen auch gerne mal was für Dich. Du kannst Dich auf mich verlassen, aber ich erwarte das gleiche auch von Dir. Ich bin jedoch nicht Dein Püppchen und äußere mich klar und deutlich, wenn mir etwas nicht passt. Eigentlich brauche ich Dich nur dann, wenn mir nach Zweisamkeit ist. Wenn ich einen Mann brauche, der meine Alpha einfach nimmt und nicht fragt, ob er das darf. Du sollst mich feste anpacken, damit ich mich Dir ergeben kann. Denn das mache ich nicht einfach so. Erobere mich und nimm‘ mich in Besitz. Sei mutig und kein Angsthase. So schnell gehe ich nicht kaputt. Stark bin ich selber, Du musst stärker sein als ich. Nicht unbedingt physisch, aber in jedem Fall mental. Du weist mich mit ein paar Worten in meine Schranken. Ich habe Respekt vor Dir und Deinem Willen, weil ich gegen diesen Willen nicht ausrichten kann.
Deswegen diene ich Dir. Weil Du mir ganz klar zeigst, wer das Sagen hat. Du führst Gespräche und bist nicht nur daran beteiligt. Du scheust den Konflikt nicht und gehst auch in den offenen Streit. Weil Du eben auch ganz genau weist, dass Loyalität und Zuverlässigkeit wesentlich wichtiger sind, als „Ja, Schatz“. Du bist ein Gentleman und führst immer was im Schilde. Du ziehst mich aus der Deckung und gibst mit mir an. Neben Dir bin ich klein, auch wenn ich körperlich größer sein kann. Ich fühle mich aber nicht klein, denn Du hebst mich auf den Thron, der mir zusteht. Du gibst mir Augenhöhe, wenn ich diese brauche und legst mich aber auch öffentlich übers Knie.
Im absoluten Extremfall würde ich mich von Dir ohrfeigen lassen, auch öffentlich. Weil alles, was Du für mich willst immer Hand und Fuß hat. Ich kann Dir bei den Dingen, die Dir wichtig sind, nicht das Wasser reichen. Deswegen akzeptiere ich in jedem Fall Deine sexuelle Dominanz uneingeschränkt. Als Zeichen meiner Liebe zu Dir. Und als Ausgleich für die Alpha.

Die Wahrheit liegt sicherlich irgendwo zwischen diesen beiden Damen.

Beide Extreme haben in ihrer Submissivität jedoch völlig unterschiedliche Ansätze diese auszuleben. Während die Naturdevote nicht viel braucht, um folgsam zu sein, möchte die Alpha erobert werden, gewisse Dinge zu leisten. Der Dom muss bei der Alpha im Idealfall so passen, dass er die Devote aus der Alpha hervorholt und das ist nicht jedem Dom (und ganz sicher auch diesem nicht) gegeben. Wo Folgsamkeit für die Naturdevote nicht unbedingt einen Sinn in den sexuellen Handlungen sucht („Wenn er das will, dann mache ich das. Ganz einfach. Für Ihn. Ende der Geschichte.“) ist die Besprechung der Metaebene für die Alpha fast schon unbedingt erforderlich. Sie möchte wissen, warum der Dom das eine oder andere machen möchte und wo und wie. Die Alpha hat Probleme damit Kontrolle abzugeben, weswegen ein Dom bei der Alpha besser schweigt und sie den entsprechenden Situationen einfach aussetzt. Die Naturdevote stellt diese Fragen zwar auch, macht aber vieles mit sich selber aus und belästigt ihren Dom nicht damit.

Klarheiten beseitigt?