Welche Erfahrungen sollte ein Dom haben? oder: Was in keiner Session fehlen darf (Aktion/Spielzeug)?

„This is a little bit tricky, but not completely impossible“

Eine generelle Antwort auf diese Frage erscheint mir wirklich nicht möglich. Zumindest, was den zweiten Teil angeht. Deswegen fange ich dort einfach mal an.

Was in keiner Session fehlen darf ist Phantasie.

Es ist so gut wie niemals möglich als Dom alles durchzuplanen von vorne bis hinten. Es ist oft genug vorgekommen, dass ich meinen neuen Flogger mal so richtig einspielen wollte, aber die Dynamik hat es einfach nicht hergegeben. Die Sub war nicht gut drauf irgendwie oder es war irgendwas anderes in der Luft. Das ist jetzt nicht mal negativ gemeint. Doms sollten ein Gespür dafür haben, was die Sub gerade im Augenblick benötig. Natürlich würde sie hinhalten, sie ist Sub und will den Dom glücklich machen. Aber ein wenig Demut steht einem Dom immer gut, also kann er sich auch mal zurück nehmen, wenn die Situation es benötigt. Und einfach seine Phantasie einsetzen und was anderes machen. Also vielleicht „nur“ übers Knie legen, Spanking, Fingering … irgendwie „lieb haben“.

S meinte mal, dass Doms immer ihre Spielkoffer mitnähmen, und es extrem wichtig wäre, dass diese dabei sind. Ja, das sehe ich auch so. Ich benutze ungern fremde Flogger oder Geräte. Das hat nichts mit Hygiene zu tun (wenn man auf einer SM-Party ist), sondern ich benutze eben gerne „meine“ Sachen, also auch meinen Flogger, meinen MagicWand und meine Sub. Medulla weiß aber auch, dass ich nicht wirklich mit einem Konzept auf so eine Party fahre, aber ich phantasiere mich durch meinen Spielkoffer hindurch. Und nutze das, wonach mir gerade ist. Und das sind meistens Flogger, Peitschen, Nervenräder, Wäscheklammern, Fesseln, Augenbinde und Wachs. Da ist zwar noch mehr im Koffer, aber das sind so die Standards. Ach ja … und DEO ist drin, weil ich stark schwitze und so mal eine Dusche aus der Dose nehmen kann. Und Kondome sind immer dabei. Nicht unbedingt für mein Stangenhirn, sondern für Dildos. Für den Fall. Meine Subs lernen übrigens ein Kondom mit dem Mund über zu ziehen … OH 😉

Desweiteren unterscheide ich zwischen Spielen in der Homebase, wo es wesentlich gelassener zugeht, experimentierfreudiger und den Spielen außerhalb der Homebase, da bin ich strenger und durchgreifender. Das ist mir emotional sehr wichtig, da auch ein Dom nicht immer gleich sein kann. Deswegen mal „Guter Dom“, mal „Böser Dom“. Quasi. Ich glaube, dass Tara davon demnächst erstmals profitieren wird. Aber dies nur am Rande. (Worüber ich bloggen werde … jahaaa!)

Welche Erfahrungen sollte ein Dom haben?

Basierend auf meinen eigenen Erfahrungen (und nur auf diesen!) sollte ein Dom mal Sub gewesen sein. Er sollte sich aktiv und bewusst in die Rolle des Empfängers begeben, wenn auch nur für eine gewisse Zeit und erfahren, was es bedeutet dominiert zu werden und was da im Kopf eines submissiven Menschen vorgeht. Ich war 1,5 Jahre Sklave eines Herrn und dies völlig bewusst. Beileibe nicht bisexuell angehaucht, eher bi-passiv. Also ich blase gerne Männer, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass ein Mann mir einen bläst – gleiches mit Analverkehr. Kuscheln und knutschen mit einem Mann – geht gar nicht! Dazu muss ich aber auch wirklich im absolut devoten Modus laufen, was mittlerweile sehr selten ist. Und es müsste wirklich ein Mann sein, denn keine Frau hat es jemals geschafft mich so zu packen, dass ich freiwillig niederknien wollte. Aber … ich schweife ab 😉

Was ich von damals mitgenommen habe, waren vor allem die psychologischen Aspekte der Demut. Nackthaltung. Halsband. Das „Nicht-Wissen“, was passiert. Das absolute ausgeliefert sein. Ich war eine männliche „O“ und ich habe das sehr genossen. Habe auf Kommando reagiert, auch im „üblichen“ Leben und mich völlig dem Wesen meines Herren untergeordnet. Ich war nicht sonderlich masochistisch (was übrigens beachtet wurde), aber ich habe mich halt dazu entschlossen es zu wollen und habe diese Erfahrung niemals bereut. Bis heute nicht. Diese Zeit hat mich emotional sehr geprägt und mir gezeigt, dass man als Sub nur einem Herrn wirklich und wahrhaftig dienen kann. Alles andere ist wertlos.

Jedoch ist es wohl so, dass männliche Submissivität anders ist, als weibliche in einigen Punkten. Männer neigen in der Regel nicht zum „Mimimi“. Jedenfalls thematisieren männliche Subs dies nicht so häufig. Auf das weibliche „Mimimi“ ist man jedoch als Hetero-Mann durch seine Beziehungen im „üblichen“ Leben vorbereitet, um es mal forsch zu formulieren.

Ich denke, dass es auch nicht verkehrt ist, wenn ein „Junior-Dom“ sich mal mit einer „Senior-Sub“ und ihrem Herrn trifft. Die Sub ist erfahren genug auch Fehlschläge in Kauf zu nehmen, während ihr Herr dem Junior ein paar technische Kniffe zeigen kann. (Hint! Hint! Hint! –> Unser Dienstleistungsangebot!).

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