„Die gute Sub“ oder: „Worauf ein Dom achten sollte.“

Habe ich gestern etwas darüber geschrieben, worauf eine Sub bei der Dom-Wahl achten sollte, so ist es nur logisch den Spieß auch umzudrehen. Aus mir unerfindlichen Gründen 😉 fällt mir das sogar ziemlich leicht. Denn ich kann es einfach aus meiner Sicht der Dinge schildern und ich denke, dass daraus auch generische Konzepte ersichtlich sein sollten.

Wer sich nur finden lässt, wird nicht gefunden.

Liebe Subs, es ist relativ selten, dass ein Dom euch findet, wenn ihr nicht als Sub sichtbar seid. Also, wenn ihr schon hinter dem Berg haltet, dann müsst ihr auch aktiv werden und einen Dom irgendwie „antriggern“.

Bleibt „verfügbar“.

Hat ein Dom nun einen Narren an Euch gefressen, und wir schreiben ja nur, dann legt bitte bitte keine tagelangen Pausen zwischen den Antworten ein. Es sei denn, ihr habt einen wirklich guten Grund dafür. Vielleicht erwähnt ihr dies bereits in den ersten Nachrichten, dass ihr erst dann schreiben könnt, wenn die Kinder zu Bett sind oder der Mann aus dem Haus. Setzt dem Dom einen Rahmen, in welchem ihr „verfügbar“ seid. Das ist vor allem beim Chatten wichtig.

Nicht das Medium wechseln.

Wenn ihr eine DM auf Twitter erhalten habt, dann antwortet auch dort. Und wenn ihr dort nicht antworten wollt, dann sagt, dass ihr es in eine eMail schreibt. Und eine eMail ist eine eMail und keine WhatsApp-Nachricht 😉 oder der Facebook Messenger oder oder oder. Nichts ist schlimmer als Medienbruch, denn dabei verliert man sehr schnell den Überblick über das Geschriebene. Und das hat nichts damit zu tun, ob ihr neben „Dem Einen“ noch 20 andere im Kontakt habt.

Fotos – ja oder nein.

Bitte versendet Aktfotos nur dann, wenn ihr explizit dazu aufgefordert werdet und es wirklich wirklich wollt. Aber gegen ein hübsches Portrait ist nun wirklich nichts einzuwenden. Seid zu Anfang nicht wirklich eine Datenschleuder (also nicht so wie ich!) und verweist nicht gleich auf euren Instagram- oder Facebook-Account. Und wenn, dann nur, wenn das wirklich wirklich für euch okay ist. Allerdings, wenn der Dom ein Bild von sich schickt, dann schickt ihr eines zurück. Also Portrait.

Realnamen – ja oder nein.

Denkt euch gerne auch einen „Spitznamen“ aus. Es ist keine Schande sich über einen gewissen Zeitraum mit „Mrs. Steele / Mr. Grey“, „Hirnventrikel / Falbalus“ anzusprechen. Der Realname ist nicht wichtig. Der ist erst dann wirklich wichtig, wenn man sich im „üblichen“ Leben mal kennen lernen möchte. Vor allem dann, wenn der Dom keine Skrupel hat seinen Namen zu nennen, dann bitte … am echten Vornamen alleine ist garantiert noch keine Frau gestalkt worden.

Sagt die Wahrheit

BDSM baut auf Vertrauen auf und nicht auf Lügen. Wenn ihr also noch Jungfrau seid, dann tut nicht so als wärt ihr die Internetbitch par Excellance. Wenn ihr von was keinen Plan habt, dann stellt euch nicht als Architekten dieses Hauses dar. Genauso wie eine erfahrene Sub in 3,2,1 einen Dummschwätzer-Dom entlarven kann, kann dies auch ein erfahrener Dom mit einer Dummschwätzer-Sub machen.

Dieses Mimimi

Bitte nach Möglichkeit lassen, oder wenigstens nicht damit nerven. Wir hören zu und beraten euch in dem ein oder anderen, aber wenn wir ständig hören, dass ihr Angst habt oder dies und dies nicht wollt, dann ist das nicht sexy. Also gar nicht. Eine Sub tut eben Dinge und ihr wolltet das. Wenn ihr es nicht wollt, dann lasst es. Wir verstehen, dass ihr Angst vor der eigenen Courage habt, das ist keine Frage, aber wir verstehen nicht, wenn ihr uns deswegen herunter zieht. Jedenfalls nicht immer. Wir möchten euch nicht umbringen, sondern euch zu dem Spaß verhelfen, den ihr euch selbst ausgesucht habt.

Stuck to „No Go’s“

Benutze das Safeword! Benutze das Safeword! Benutze das Safeword!
Wenn wir irgendetwas machen, was ihr nicht wollt oder eine Grenze überschreiten und nicht bemerken, dass es euch dabei nicht gut geht (Doms sind auch nur Menschen), dann nicht durchbeißen, sondern das Safeword benutzen! Unbedingt! Dringend! (Übrigens: Ein Dom, der eine Beziehung beendet, weil Du das Safeword benutzt hast, ist kein Dom, sondern ein ignorantes Arschloch, der Deine Submissivität nicht verdient! Kann ich gar nicht genug betonen!)

Setze Dir Grenzen

Aber nicht zu viele. Verwirre den Dom nicht mit Auflagen. Sage ihm was geht und nicht das, was nicht geht. Denn viele Dinge, die eigentlich nicht gehen, die gehen, wenn man länger miteinander spielt und ein erfahrener Dom wird Dich niemals überfordern, sondern dahingehend fördern, dass Du Deine eigenen Grenzen verschiebst. Und … Du wirst es im Idealfall nicht dabei, sondern erst hinterher merken und unglaublich stolz auf Dich sein. Believe me 🙂

Salvatorische Klausel 😉

Andere Doms achten auf andere Sachen. Zum Beispiel, dass Du immer HighHeels trägst, oder dass Du jeden Tag Fotos von Dir versenden musst, oder nicht das Haus verlassen darfst oder weiß der Schinder was noch so. Das ist in meinen Augen hier nicht von Relevanz, weil jede BDSM-Beziehung andere Regeln und Grenzen hat und wenn eine Sub sich wirklich und wahrhaftig als Sklavin 24/7 unterordnen will, dann ist es völlig okay, wenn der Dom verlangt, dass sie daheim nackt mit Halsband rumläuft und dies dokumentiert. Zum Beispiel. Was ich meine sind Grundregeln in der Anbahnung von Geschichten und nicht die Ausarbeitung einer expliziten Beziehung.

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