#TheTrainingOfO – Und was macht die so?

Heute auf Twitter: „Darf sich eine „O“ auf eine ArmlĂ€nge Abstand berufen? đŸ€”“

Nie hĂ€tte ich gedacht, dass diese Frage nicht als rhetorische Frage erkannt werden wĂŒrde.

Und so einfach diese Frage prinzipiell auch zu beantworten ist, so schwer ist es eine allgemein gĂŒltige Definition hinzubekommen.

Jeder, der irgendwann mal „Die Geschichte der O“ gelesen hat, hat irgendwie einen Begriff davon, dass „O“ eine Frau ist, die sich einem Mann vollstĂ€ndig unterwirft. „O“ ist eine selbstbewusste Frau, die einem Beruf nachgeht, richtet jedoch ihre komplette SexualitĂ€t nach ihrem Herrn aus, welcher sie nach Belieben formt, fĂŒhrt, verfĂŒhrt, verleiht, ĂŒberlĂ€sst, sogar verschenkt und und und. FĂŒr „O“ geschieht dies alles aus einem einzigen Grund: Aus Liebe zu ihrem Herrn. Nicht mehr und nicht weniger.

Man kann nun darĂŒber unken so viel man will, doch steht im Buch auch geschrieben, dass „O“ einen Ring trĂ€gt, der jedem der sie als „O“ erkennt, signalisiert, dass sie sich diesem Mann hinzugeben habe. Und eine „O“ wĂŒrde das doch machen, oder? Kann sie sich wirklich auf eine ArmlĂ€nge Abstand berufen, wenn sie als „O“ erkannt wird? Oder ginge das gegen den Codex? Gegen die Selbstbestimmung der Frau oder gar gegen die ganze Emanzipation ĂŒberhaupt? Dabei ist doch die Entscheidung eine „O“ sein zu wollen eine höchst emanzipatorische Entscheidung, nur eben mit der Konsequenz („Metakonsens“) keine Mitsprache zu haben, alles zu tun was dem Herrn gefĂ€llt und nur das Recht hat zu gehen. Dann aber fĂŒr immer?

Wenn ich mich dieser Frage nĂ€here, dann ist es durchaus möglich auch in der heutigen Zeit eine „O“ zu sein.
Denn eine „O“ sein zu wollen (oder werden zu wollen) ist erst mal eine Entscheidung. Nicht die Entscheidung des Herrn, sondern die der Sub.
Dabei kann sich die Sub dazu verpflichten einfach alles zu tun und keine Fragen zu stellen und sich dem Willen des Herrn zu unterwerfen.
Das ist ganz einfach. Theoretisch.

Ist die „O“ fĂŒr den Herrn einfach nur eine Sub, die seine persönliche Sklavin sein soll oder schickt er sie zum Anschaffen auf den Strich?
Kann ein Herr, der seine „O“ nicht mit anderen MĂ€nnern teilen will ĂŒberhaupt einer „O“ gerecht werden?
Und darf die „O“ sich ĂŒberhaupt Gedanken darĂŒber machen, welche Inhalte sich ihr Herr fĂŒr sie ausdenkt?

Fragen ĂŒber Fragen und man kann damit vortrefflich unterschiedlichste Wirkungen erzielen.

Ich probiere dies mal von meiner Warte aus, denn es ist eher schlecht objektiv einzukreisen. Und damit komme ich zu „meinem“ #TheTrainingOfO und Deines kann eventuell ganz anders aussehen.

  • ZunĂ€chst einmal ist „O“ ganz alleine mir dienlich. Sie dient keinem anderen Herrn. Ende der Geschichte.
  • Alles, was ich von „O“ erwarte ist, dass sie alles tut, was ich ihr sage, keine Fragen stellt und ihre emotionalen Dinge, die mit dem Dienst verbunden sind, fĂŒr sich unter Verschluss hĂ€lt.
  • NatĂŒrlich kĂŒmmere ich mich um „O“ und bin Berater und Freund, aber eben nicht HĂ€ndchenhalter und Vater.
  • „O“ ist meine Sexsklavin, weil sie meine Sexsklavin sein möchte. DafĂŒr ist sie zu mir gekommen und wegen nichts anderem.
  • Ich werde „O“ schlagen wenn ich das möchte und werde sie fĂŒr Ungehorsam empfindlich bestrafen.
  • Im Gegenzug werde ich sie fĂŒr besondere Folgsamkeit in komplexen Situationen belohnen.
  • „O“ denkt nicht, sondern sie handelt. Und zwar nach bestem Wissen und Gewissen.
  • Ihre eigene Befriedigung steht der des Herrn vollkommen hinten an. Die Befriedigung des Herrn befriedigt sie.
  • Wenn ich „O“ mit anderen teile, dann ist es ihr egal, ob ich anwesend bin oder nicht.

Das sind so im Wesentlichen die Punkte, und ich glaube, dass eine Sub sich sehr wohl ĂŒberlegen wird, ob sie „O“ werden möchte.
„O“ ist Eigentum, ĂŒber welches ich verfĂŒge und nach Maßgabe, die alleine ich aufgebe, andere auch verfĂŒgen dĂŒrfen.

Das #TheTrainingOfO soll dazu dienen, diese Dinge zu verinnerlichen, um sich auf das Ritual vorzubereiten, in welchem meine Sub mich darum bittet meine „O“ werden zu wollen.
Aber … ich zwinge keine Sub dazu meine „O“ werden zu mĂŒssen. Niemals. Aber wenn es geschieht, dann gilt es. Die Zeit als Sub vorher soll eben trainieren.

Und ja, es gibt fein granulierte Unterschiede in Regelwerken zwischen den Subs und auch zwischen den „O“s. Diese sind nach körperlichen Möglichkeiten der Damen ausgerichtet, nach realisitischer VerfĂŒgbarkeit und und und. DafĂŒr gibt es die sog. „Business Meetings“. Aber … das ist intern 😉

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