„Die gute Sub“ oder: „Worauf ein Dom achten sollte.“

Habe ich gestern etwas darüber geschrieben, worauf eine Sub bei der Dom-Wahl achten sollte, so ist es nur logisch den Spieß auch umzudrehen. Aus mir unerfindlichen Gründen 😉 fällt mir das sogar ziemlich leicht. Denn ich kann es einfach aus meiner Sicht der Dinge schildern und ich denke, dass daraus auch generische Konzepte ersichtlich sein sollten.

Wer sich nur finden lässt, wird nicht gefunden.

Liebe Subs, es ist relativ selten, dass ein Dom euch findet, wenn ihr nicht als Sub sichtbar seid. Also, wenn ihr schon hinter dem Berg haltet, dann müsst ihr auch aktiv werden und einen Dom irgendwie „antriggern“.

Bleibt „verfügbar“.

Hat ein Dom nun einen Narren an Euch gefressen, und wir schreiben ja nur, dann legt bitte bitte keine tagelangen Pausen zwischen den Antworten ein. Es sei denn, ihr habt einen wirklich guten Grund dafür. Vielleicht erwähnt ihr dies bereits in den ersten Nachrichten, dass ihr erst dann schreiben könnt, wenn die Kinder zu Bett sind oder der Mann aus dem Haus. Setzt dem Dom einen Rahmen, in welchem ihr „verfügbar“ seid. Das ist vor allem beim Chatten wichtig.

Nicht das Medium wechseln.

Wenn ihr eine DM auf Twitter erhalten habt, dann antwortet auch dort. Und wenn ihr dort nicht antworten wollt, dann sagt, dass ihr es in eine eMail schreibt. Und eine eMail ist eine eMail und keine WhatsApp-Nachricht 😉 oder der Facebook Messenger oder oder oder. Nichts ist schlimmer als Medienbruch, denn dabei verliert man sehr schnell den Überblick über das Geschriebene. Und das hat nichts damit zu tun, ob ihr neben „Dem Einen“ noch 20 andere im Kontakt habt.

Fotos – ja oder nein.

Bitte versendet Aktfotos nur dann, wenn ihr explizit dazu aufgefordert werdet und es wirklich wirklich wollt. Aber gegen ein hübsches Portrait ist nun wirklich nichts einzuwenden. Seid zu Anfang nicht wirklich eine Datenschleuder (also nicht so wie ich!) und verweist nicht gleich auf euren Instagram- oder Facebook-Account. Und wenn, dann nur, wenn das wirklich wirklich für euch okay ist. Allerdings, wenn der Dom ein Bild von sich schickt, dann schickt ihr eines zurück. Also Portrait.

Realnamen – ja oder nein.

Denkt euch gerne auch einen „Spitznamen“ aus. Es ist keine Schande sich über einen gewissen Zeitraum mit „Mrs. Steele / Mr. Grey“, „Hirnventrikel / Falbalus“ anzusprechen. Der Realname ist nicht wichtig. Der ist erst dann wirklich wichtig, wenn man sich im „üblichen“ Leben mal kennen lernen möchte. Vor allem dann, wenn der Dom keine Skrupel hat seinen Namen zu nennen, dann bitte … am echten Vornamen alleine ist garantiert noch keine Frau gestalkt worden.

Sagt die Wahrheit

BDSM baut auf Vertrauen auf und nicht auf Lügen. Wenn ihr also noch Jungfrau seid, dann tut nicht so als wärt ihr die Internetbitch par Excellance. Wenn ihr von was keinen Plan habt, dann stellt euch nicht als Architekten dieses Hauses dar. Genauso wie eine erfahrene Sub in 3,2,1 einen Dummschwätzer-Dom entlarven kann, kann dies auch ein erfahrener Dom mit einer Dummschwätzer-Sub machen.

Dieses Mimimi

Bitte nach Möglichkeit lassen, oder wenigstens nicht damit nerven. Wir hören zu und beraten euch in dem ein oder anderen, aber wenn wir ständig hören, dass ihr Angst habt oder dies und dies nicht wollt, dann ist das nicht sexy. Also gar nicht. Eine Sub tut eben Dinge und ihr wolltet das. Wenn ihr es nicht wollt, dann lasst es. Wir verstehen, dass ihr Angst vor der eigenen Courage habt, das ist keine Frage, aber wir verstehen nicht, wenn ihr uns deswegen herunter zieht. Jedenfalls nicht immer. Wir möchten euch nicht umbringen, sondern euch zu dem Spaß verhelfen, den ihr euch selbst ausgesucht habt.

Stuck to „No Go’s“

Benutze das Safeword! Benutze das Safeword! Benutze das Safeword!
Wenn wir irgendetwas machen, was ihr nicht wollt oder eine Grenze überschreiten und nicht bemerken, dass es euch dabei nicht gut geht (Doms sind auch nur Menschen), dann nicht durchbeißen, sondern das Safeword benutzen! Unbedingt! Dringend! (Übrigens: Ein Dom, der eine Beziehung beendet, weil Du das Safeword benutzt hast, ist kein Dom, sondern ein ignorantes Arschloch, der Deine Submissivität nicht verdient! Kann ich gar nicht genug betonen!)

Setze Dir Grenzen

Aber nicht zu viele. Verwirre den Dom nicht mit Auflagen. Sage ihm was geht und nicht das, was nicht geht. Denn viele Dinge, die eigentlich nicht gehen, die gehen, wenn man länger miteinander spielt und ein erfahrener Dom wird Dich niemals überfordern, sondern dahingehend fördern, dass Du Deine eigenen Grenzen verschiebst. Und … Du wirst es im Idealfall nicht dabei, sondern erst hinterher merken und unglaublich stolz auf Dich sein. Believe me 🙂

Salvatorische Klausel 😉

Andere Doms achten auf andere Sachen. Zum Beispiel, dass Du immer HighHeels trägst, oder dass Du jeden Tag Fotos von Dir versenden musst, oder nicht das Haus verlassen darfst oder weiß der Schinder was noch so. Das ist in meinen Augen hier nicht von Relevanz, weil jede BDSM-Beziehung andere Regeln und Grenzen hat und wenn eine Sub sich wirklich und wahrhaftig als Sklavin 24/7 unterordnen will, dann ist es völlig okay, wenn der Dom verlangt, dass sie daheim nackt mit Halsband rumläuft und dies dokumentiert. Zum Beispiel. Was ich meine sind Grundregeln in der Anbahnung von Geschichten und nicht die Ausarbeitung einer expliziten Beziehung.

Welche Erfahrungen sollte ein Dom haben? oder: Was in keiner Session fehlen darf (Aktion/Spielzeug)?

„This is a little bit tricky, but not completely impossible“

Eine generelle Antwort auf diese Frage erscheint mir wirklich nicht möglich. Zumindest, was den zweiten Teil angeht. Deswegen fange ich dort einfach mal an.

Was in keiner Session fehlen darf ist Phantasie.

Es ist so gut wie niemals möglich als Dom alles durchzuplanen von vorne bis hinten. Es ist oft genug vorgekommen, dass ich meinen neuen Flogger mal so richtig einspielen wollte, aber die Dynamik hat es einfach nicht hergegeben. Die Sub war nicht gut drauf irgendwie oder es war irgendwas anderes in der Luft. Das ist jetzt nicht mal negativ gemeint. Doms sollten ein Gespür dafür haben, was die Sub gerade im Augenblick benötig. Natürlich würde sie hinhalten, sie ist Sub und will den Dom glücklich machen. Aber ein wenig Demut steht einem Dom immer gut, also kann er sich auch mal zurück nehmen, wenn die Situation es benötigt. Und einfach seine Phantasie einsetzen und was anderes machen. Also vielleicht „nur“ übers Knie legen, Spanking, Fingering … irgendwie „lieb haben“.

S meinte mal, dass Doms immer ihre Spielkoffer mitnähmen, und es extrem wichtig wäre, dass diese dabei sind. Ja, das sehe ich auch so. Ich benutze ungern fremde Flogger oder Geräte. Das hat nichts mit Hygiene zu tun (wenn man auf einer SM-Party ist), sondern ich benutze eben gerne „meine“ Sachen, also auch meinen Flogger, meinen MagicWand und meine Sub. Medulla weiß aber auch, dass ich nicht wirklich mit einem Konzept auf so eine Party fahre, aber ich phantasiere mich durch meinen Spielkoffer hindurch. Und nutze das, wonach mir gerade ist. Und das sind meistens Flogger, Peitschen, Nervenräder, Wäscheklammern, Fesseln, Augenbinde und Wachs. Da ist zwar noch mehr im Koffer, aber das sind so die Standards. Ach ja … und DEO ist drin, weil ich stark schwitze und so mal eine Dusche aus der Dose nehmen kann. Und Kondome sind immer dabei. Nicht unbedingt für mein Stangenhirn, sondern für Dildos. Für den Fall. Meine Subs lernen übrigens ein Kondom mit dem Mund über zu ziehen … OH 😉

Desweiteren unterscheide ich zwischen Spielen in der Homebase, wo es wesentlich gelassener zugeht, experimentierfreudiger und den Spielen außerhalb der Homebase, da bin ich strenger und durchgreifender. Das ist mir emotional sehr wichtig, da auch ein Dom nicht immer gleich sein kann. Deswegen mal „Guter Dom“, mal „Böser Dom“. Quasi. Ich glaube, dass Tara davon demnächst erstmals profitieren wird. Aber dies nur am Rande. (Worüber ich bloggen werde … jahaaa!)

Welche Erfahrungen sollte ein Dom haben?

Basierend auf meinen eigenen Erfahrungen (und nur auf diesen!) sollte ein Dom mal Sub gewesen sein. Er sollte sich aktiv und bewusst in die Rolle des Empfängers begeben, wenn auch nur für eine gewisse Zeit und erfahren, was es bedeutet dominiert zu werden und was da im Kopf eines submissiven Menschen vorgeht. Ich war 1,5 Jahre Sklave eines Herrn und dies völlig bewusst. Beileibe nicht bisexuell angehaucht, eher bi-passiv. Also ich blase gerne Männer, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass ein Mann mir einen bläst – gleiches mit Analverkehr. Kuscheln und knutschen mit einem Mann – geht gar nicht! Dazu muss ich aber auch wirklich im absolut devoten Modus laufen, was mittlerweile sehr selten ist. Und es müsste wirklich ein Mann sein, denn keine Frau hat es jemals geschafft mich so zu packen, dass ich freiwillig niederknien wollte. Aber … ich schweife ab 😉

Was ich von damals mitgenommen habe, waren vor allem die psychologischen Aspekte der Demut. Nackthaltung. Halsband. Das „Nicht-Wissen“, was passiert. Das absolute ausgeliefert sein. Ich war eine männliche „O“ und ich habe das sehr genossen. Habe auf Kommando reagiert, auch im „üblichen“ Leben und mich völlig dem Wesen meines Herren untergeordnet. Ich war nicht sonderlich masochistisch (was übrigens beachtet wurde), aber ich habe mich halt dazu entschlossen es zu wollen und habe diese Erfahrung niemals bereut. Bis heute nicht. Diese Zeit hat mich emotional sehr geprägt und mir gezeigt, dass man als Sub nur einem Herrn wirklich und wahrhaftig dienen kann. Alles andere ist wertlos.

Jedoch ist es wohl so, dass männliche Submissivität anders ist, als weibliche in einigen Punkten. Männer neigen in der Regel nicht zum „Mimimi“. Jedenfalls thematisieren männliche Subs dies nicht so häufig. Auf das weibliche „Mimimi“ ist man jedoch als Hetero-Mann durch seine Beziehungen im „üblichen“ Leben vorbereitet, um es mal forsch zu formulieren.

Ich denke, dass es auch nicht verkehrt ist, wenn ein „Junior-Dom“ sich mal mit einer „Senior-Sub“ und ihrem Herrn trifft. Die Sub ist erfahren genug auch Fehlschläge in Kauf zu nehmen, während ihr Herr dem Junior ein paar technische Kniffe zeigen kann. (Hint! Hint! Hint! –> Unser Dienstleistungsangebot!).

„Der gute Dom“ … auf was Sub so achten sollte.

In Schreiblaune verfallen ein weiterer Eintrag (neben drölfzigtausend anderen im Internet) zum Thema: „Worauf muss ich bei der Dom-Wahl achten?“

Tatsächlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Es gibt Menschen, die erzählen viel und bieten am Ende wenig. Doms, die unsicher sind, und nicht abliefern gibt es genau so, wie Subs, die gerne möchten, dann aber doch nicht können. Es besteht der Verdacht diese gleich „DummDoms“ oder „DummSubs“ zu nennen, aber davon möchte ich mal ganz weit weg gehen.

Jeder Dom und jede Sub hat mal ganz klein angefangen. Waren also quasi BDSM-Amateure. Und das muss auch so sein und auch dieser schreibende Dom wurde nicht so geboren, wie er heute ist. Meine Qualitäten und Möglichkeiten sind die Summe meiner Erfahrung im Bereich BDSM. Hätte ich diese nicht gemacht, dann wäre ich vielleicht auch ein DummDom oder wäre gar keiner. -> Siehe dazu auch: http://www.training-of-o.de/blog/2016/05/23/wie-wird-man-ein-dom-erklaerungsversuch/

Liebe Subs, es ist nicht schlimm, wenn ein Dom von Beginn an gesiezt werden möchte. Selbst wenn ihr euch noch nie gesehen habt. Es bricht euch keinen Zacken aus der Krone, denn sowas ist völlig harmlos und es ist gar nicht so unverbreitet. Subs siezen die Herrschaften in aller Regel – gewöhnt euch daran. Außerdem wahrt es eine gewisse Distanz zwischen oben und unten. Falls es im „üblichen“ Leben hinhaut, könnt ihr euch dort immer noch Duzen. Es geht jedoch nichts über die subtile Erotik des Siezens. Weswegen ich Medulla ab und an auch sieze.

Ein Dom, der was auf sich hält, erzählt erstmal sehr viel über sich und seine Motivation. Seine Offenheit soll Dir dienen, dass Du Dich angesprochen fühlst. Dein Kopfkino soll ja zu seinem passen. Und wenn dem so ist, dann sei genau so offen zu ihm. Er wird Dich nicht gleich auffordern Deine intimsten Dinge preis zu geben.

Ein Dom, der sich für Dich wirklich interessiert, hat Zeit für Dich. Damit ist auch gemeint, dass er es nicht eilig hat, Dich zu treffen. Gute Geschichten haben einen langen Vorlauf und sind zwar durch aufblühende Leidenschaft gezeichnet, aber auch von Geduld „aufeinander“ geprägt. Für Dich als Sub gilt, je eiliger Du es hast, desto bedürftiger wirkst Du. Damit bist Du für einen „DummDom“, der nur Ex und Hopp will, leichtes Spiel. Liebe Sub … lass das bitte. Halte Dich wertvoll.

Der Dom bezahlt die Rechnung. Wie ein Gentlemen wird ein Dom die Kosten für das erste Date übernehmen. Daran gibt es gar keinen Zweifel. Essen gehen, Hotelzimmer, sowas. Er wird alles organisieren und nichts dem Zufall überlassen. Alles, was die Sub tun muss, ist nett aussehen und lächeln. Du als Sub wirst einen Dom bitte niemals daheim aufsuchen, sondern an einem neutralem Ort. Wenn es dann später gut funktioniert, dann ist das was anderes. Im Idealfall findet soundso alles beim Dom statt. Oder sonstwo, aber nicht in Deiner Schutzzone daheim. Ist der Dom nicht besuchbar -> Finger weg. Es sei denn, Du möchtest Dich mit einem gebundenen Mann treffen.

Der Dom ist niemals anonym. Er wird sich Dir gegenüber vollständig zu erkennen geben. Eine Sub, die sich mit mir treffen will, weiß ganz genau, wo ich wohne, wie ich heiße, wann ich geboren wurde und hat eine Kopie meines Personalausweises von Vorder- und Rückseite, wenn sie dies verlangt. Ein Dom wird diese Informationen liefern. Denn Du als Sub wirst Dich covern lassen. Du wirst irgendjemandem sagen, wo Du mit wem zugange bist. Das nützt vielleicht nicht viel, wenn Du ans Bett gefesselt bist, aber immerhin kommt Dir jemand zu Hilfe, wenn Du Dich nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt bei jemandem meldest.

Und nun habe ich sogar eine weitere Idee …. „Die gute Sub“ … demnächst hier im Blog 🙂

Schwierigkeiten die Rolle der O in einer 24/7 Beziehung zu leben … oder: Das liebe Mimimi.

Als ich mir zu diesem Thema Gedanken machte, dachte ich zunächst: Warum soll ICH mir dazu Gedanken machen?

Ist das nicht eher auf einem Subbie-Stammtisch besser angebracht, wo Subs sich Tipps und Tricks untereinander hin- und herschieben können und sich so gegenseitig helfen, bessere Subs für die jeweilige Herrschaft zu werden?

Bis ich verstand, dass so etwas auf Subbie-Stammtischen in der Regel auch nicht detailliert besprochen wird, jedenfalls wurde mir dies so zugetragen. Derlei Gespräche fänden eher unter den Subs statt, die sich persönlich gut verstehen und damit auch vertrauen. Da sieht man mal, wo domliche Gedanken sich hin verirren können, wenn er nicht fragt. Von wegen Subbie-Gewerkschaft 😉

Am Ende ist es aber doch auch der Dom, der die Fragen (s)einer Sub zunächst beantworten muss, bevor sie sich überhaupt für ihn in Dienst stellen kann. Schließlich ist gerade die Rolle der „O“ und dazu auch noch innerhalb von 24/7 (das eine bedingt für mich nicht zwangsläufig das andere) nichts für Weicheier. Weder für die Sub, noch für den Dom. Es ist eben deutlich mehr als „Du tust was, wann, mit wem und wo ich es sage, stellst keine Fragen und Dein einziges Recht ist es zu gehen“.

Klären wir an dieser Stelle zunächst einmal die Bedeutung von 24/7.

Beide Parteien sind sich der gegenseitigen Verantwortung bewusst. Der Dom, der über eine Sub herrscht und die Sub, die weiß, wer über sie herrscht. Sie haben sich zu einer Gemeinschaft zusammen getan, die einander Respekt und Vertrauen abverlangt und dies eben zu jeder Tages- und Nachtzeit. 24/7 bedeutet noch lange nicht, dass die Sub jeden Schritt ihres Lebens nun vom Dom diktiert bekommt. 24/7 ist ein Gefühl zueinander in meinen Augen. Würde Tara bspw. gefragt werden, wer ihr Herr sei, so würde sie sagen, dass ich dies bin. Jederzeit auch nachts um drei. Und ich würde jederzeit darstellen, dass Tara meine Sub ist. Es gibt darüber einfach keine Diskussion. Es ist beiden völlig logisch und Ende. „In dubeo pro isso“.

24/7 kann bedeuten, dass der Dom seiner Sub in der Zeit, wo man sich nicht sehen kann, kleinere Aufgaben gibt (Plugtragen, Fotos machen, Ab- und Anmelden oder sowas). Es kann, aber es muss nicht. Schließlich hat der Dom die Verantwortung, dass sie Sub in ihrem „üblichen Leben“ (Kinder, Haushalt, Ehemann(?), Arbeit oder oder oder) nicht mehr gestört wird, als vereinbart. Und wenn die Sub eben keine Aufgaben daheim erledigen kann, dann nicht, weil sie nicht will, sondern weil es einfach nicht geht. Es gibt darüber einfach keine Diskussion. Es ist beiden völlig logisch und Ende. „In dubeo pro isso“.

Anmerkung: 24/7 definieren einige Herren als „solange ich nicht da bin verlässt du nicht das Haus bzw. tust ausschließlich zuvor genehmigte Dinge. Quasi die Sklavin par excellence.

Dennoch sehe ich für die Sub innerhalb einer 24/7-Bindung eine Verpflichtung zum Dienst, auch wenn es mal nicht passt. Und hier beginnt das liebe „Mimimi“.

Wenn ich Sub bin, dann habe ich einen Entschluss getroffen. Ich habe mir einen Herrn gewählt und möchte mein Subsein ausleben. (Liebe Doms, die Dame wählt immer noch selbst aus, auch im BDSM – Doms machen Angebote, die von Subs angenommen werden. Nicht mehr und nicht weniger.) Und zu diesem Subsein gehört, dass ich dann glücklich bin, wenn mein Herr es ist. Und wenn mein Herr etwas braucht, dann gebe ich es ihm, weil mich das glücklich macht. Und nun geht es mir heute nicht so gut, ich habe Kopfschmerzen, bin nicht wirklich auf der Höhe, habe Stress auf der Arbeit und andere 1000 Gründe, warum ich gerade heute nicht wirklich geil sein kann/will/darf oder soll. Ich bin emotional angeschlagen, depressiv vielleicht – oder eben einfach nur ein unidentifizierbares Mimimi. Selbst für mich. Bitte heute nicht, ja?
Klare Antwort: Nein … so einfach kannst Du es Dir nicht machen. Natürlich nehme ich Rücksicht darauf, wenn es Dir nicht gut geht. Aber ich könnte auch formulieren, dass Du mich ja erwählt hast, damit es Dir gut geht, weil BDSM einfach Deine Sache ist und ich Dinge mit Dir mache, die niemand anderes machen soll. Und dann jammerst Du lieber über Dein Mimimi, als Dich einfach ein wenig von mir lieb ficken zu lassen? Das verstehe ich nicht. Und … ich muss es auch nicht. Wenn Du andere Möglichkeiten findest, in Deinem Mimimi zu versinken, dann bitte … aber nerve mich nicht damit. Denn das Einzige, was eine Zusammenkunft unmöglich macht wäre der eigene Tod, eine Grippe, eine Verletzung Deinerseits oder ein Schicksalsschlag in der Familie, dringende private Termine. Irgendetwas, was auch für mich Relevanz hätte. Wir müssen da auf einer Wellenlänge sein.

Wenn Du Sub sein willst, dann gilt das auch in (für Dich) schlechten Zeiten. Jedenfalls, wenn Du es 24/7 fühlen willst. Ansonsten haben wir nur ab und an ein belangloses Date für ein bisschen Popohauen. „In dubeo pro isso“.

Und nun, was ist mit der „O“ in diesem Kontext?

Die Frau, die sich als „O“ sieht, und dies Leben will, muss ihr Leben weitestgehend danach ausrichten können. Sie hat sich meiner Definition nach dazu entschlossen sich jederzeit und vollkommen willkürlich der Herrschaft zur Verfügung zu stellen (auch mit Beruf, Kindern, Familie dabei/daneben! – „O“ ist „O“!) und vertraut eben darauf, dass die Herrschaft sich ihrer nur in Grenzen bedient, während sie im „üblichen“ Leben ist. Die Herrschaften von „O“’s geben darauf auch acht, aber sie nutzen Schwächen gerne auch mal aus. „Mach‘ jetzt ein Nacktselfie von Dir!“ während die „O“ beruflichen Dingen nachgeht, und sie somit nicht erfüllen kann und es als Strafe zu ihr zurück kommt. Aber … die „O“ akzeptiert diese Strafen ohne Murren und Knurren. Zur Demut einer Sub, gehört halt auch die Demütigung dazu. Unfaire Behandlung. Das nicht immer „sicher“ sein, welches Verhalten nun gut oder schlecht ist.

Fazit:

„O“’s beginnen dort, wo Subs, die sich „immer“ sicher fühlen wollen (im Rahmen eines Regelwerkes zB) aufhören.
Die einzige Sicherheit, die „O“s wirklich haben ist das Vertrauen zur Herrschaft. Mehr brauchen sie auch nicht.

 

#CircleOfFalbalus – Der Herr straft. Oder?

Der Zirkel ist eine Möglichkeit für die Damen, die sich uns anschließen, zu lernen.
Und wo gelehrt wird, gibt es Aufgaben und Prüfungen. Und diese werden ab und an sogar bewertet.

Das geht vom Küssen zwischen den Beinen im positiven Sinne, über das harmlose Streicheln über den Kopf bis hin  … tja: Zur Ohrfeige?

Ich meine, wenn es gute Noten gibt und Belohnungen, dann muss es auch Bestrafungen geben. Der Zirkel ist schließlich nur im begrenztem Rahmen ein Wunschkonzert für Subs.

Jede Sub geht anders mit Bestrafungen um. Für einen Dom ist es wichtig, dass er die Nemesis der Sub kennt. Ihre Ängste.
Diese kann er gezielt für Strafen nutzen. Und in aller Regel wird die Sub diese Strafen akzeptieren. Schließlich erkläre ich ihr, was sie falsch gemacht hat und warum sie so empfindlich bestraft wurde.

Ohrfeigen gibt es für mich in zweierlei Form. Einmal als sexueller Beipack zum Anspucken beim Mundfick, aber eben auch als rituelle Strafe für schlimmste Vergehen.
Natursekt gibt es ebenfalls in zweierlei Form. Einmal als erotische Variante nach dem Blowjob zum Beispiel, aber eben auch das Anpissen von oben bis unten wegen sonstwas.

Es gibt viele Möglichkeiten. Eine Masochistin würde ich eventuell nicht extra schlagen, sondern eine demütigende Aufgabe geben.
Und einer devote Frau, die nicht zum Masochismus neigt, der würde eine schallende Ohrfeige schon ausreichen.

Tatsache ist, dass Bestrafungen bei mir so gar nichts Liebevolles haben und eben nicht gestreichelt daher kommen.
Jede Sub bekommt ihre eigene zugeteilt und hat diese zu akzeptieren. Deswegen kann ich an dieser Stelle gar nicht sagen, welche Strafe ich generell für jede Sub „vorhalte“. Das wäre für mich einfach Unsinn.

Natürlich kommt nun die Frage auf, ob eine Sub die Bestrafung nicht genau so genießen wird, wie die Belobigung. Und wenn wir uns auf die Metaebene begeben und uns das alles von oben anschauen, dann ist das sicher so. Wahrscheinlich würde ich nur eine „O“ auf eine Art strafen, die ihr garantiert nicht gefällt. Die unfair ist und unangemessen. Aber eben auch nur vielleicht.

Das einzige was sicher ist … ist die Bestrafung. Diese kommt rituell (nach Strafbuch) oder spontan (wenn es sofort sein muss).

Ende der Geschichte.