13.10.2019 // Dacryphilia // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Es handelt sich um die Lust, jemanden zum Schluchzen oder Weinen zu bringen und ich bin da mit mir selbst uneins.

Auf der einen Seite würde ich niemandem Schmerzen zufügen mit dem Ziel einen schluchzenden oder weinenden Menschen zu erhalten, also ist das nicht mein Fetisch. Auf der anderen Seite habe ich aber keine Angst davor, wenn ich unbeabsichtigt ein Überlaufventil für jemanden öffnen konnte.

Schluchzen und Weinen sind nicht nur romantisch betrachtet das außere Zeichen des Loslassen. Sie sind es tatsächlich. Oftmals fühlen sich Menschen nach dem Weinen besser, weil eben Druck, der innerlich auf etwas lag, in einer geschützten und sicheren Umgebung gelöst wurde.

Wenn sich eine Sub bei mir dafür bedankt, dass sie bei mir weinen darf, dann bedeutet mit das was. Ich würde es aber niemals absichtlich hervorrrufen.

 

12.10.2019 // Prostitution // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Ist Prostitution ein Spiel? Kann man das wirklich wollen?

Ja. Kann man. Und frau auch.

In einigen Gesprächen habe ich heraus gefunden, dass sich dieser Gedanke durchaus in Frauenköpfen befindet. Wie das wohl ist, wenn ein Mann mir Geld dafür gibt, dass ich mit ihm schlafe.

Dabei geht es nicht darum, wirklich in die #Sexarbeit einzusteigen, sondern es geht eher um ein Rollenspiel „Für jemanden“ („Die Herrschaft als Lude“ … Anm. des Red.) anzuschaffen. Und ich habe dies bereits so erlebt.

Es ist ein langer Kommunikationsprozess um die Regeln für dieses Spiel festzulegen. Dabei ist es mir wichtig, dass die Sub sich nur eigenen Regeln unterwirft und eben auch die Grenzen ihres Tuns festlegt. Ich werde an jedem Schritt beteiligt, kann also die Anzeigen ansehen, sehe die Feedbacks und die Sub meldet sich zu Dates ab und wieder an und gibt Erfahrungsbericht ab. Je nach Geschmack „fordere“ ich Teile ihres Erlöses ein.

Auch wenn sich das von außen betrachtet anfühlt, als wäre ich der Treiber, so ist das nicht korrekt. Wenn die Sub sich entscheidet, dass es jetzt nun genug ist, dann ist das so. Da kann und werde ich niemals Druck ausüben. Und auch wenn ich meinen „Anteil“ ihres Erwerbes erhalte, so fließt dies unmittelbar an sie zurück (Geschenke, Kleidung, etcpp.) Es ist eher als „Linke Tasche, Rechte Tasche“ zu sehen und es geht nicht um Ausbeutung.

Zu wissen, dass eine Sub die Grenzen ihrer Sexualität erfahren will und mir das anvertraut, kann ich gut leiden.

Natürlich könnte man das auch auf Sklavenmärkten erledigen, wo die Verfügbarkeit ebenfalls ausgelebt werden kann, aber wenn es in das echte Leben geht, dann ist das gleich nochmal eine ganz andere Baustelle.

Im #TheTrainingOfO ist das keine Pflichtübung und im #CircleOfFalbalus gleich gar nicht. Aber ich bin für diese Gedanken immer offen, da ich ja selbst Sexarbeiter bin und da keine Grenze im Kopf existiert.

11.10.2019 // Anonymous Sex // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Sexualität mit fremden Menschen ist kein Mythos. Er geschieht täglich überall auf der Welt. Ich kenne das unter dem Begriff „One Night Stand“ und nur, weil ein paar wenige Fakten über den Mann/die Frau für die Nacht bekannt sind ist dieser Sexualpartner immer noch weitestgehend unbekannt.

Jedoch ist dieser Mensch nicht mehr anonym. Schließlich ist ein Name bekannt. Wenn der Name falsch ist, dann ist es pseudonymer Sex. Soviel zur Besserwisserei 😉

Wirklich anonymer Sex ist also etwas völlig anderes. Er geschieht aus einer Situation heraus, in welche man sich begibt. Er wird herausgefordert.

Wenn eine Sub sich also in einem Glory Hole in die Kabine setzt und ein Penis durch das Loch kommt, dann kennt sie nur dieses eine Körperteil. Es findet kein Angraben statt, kein Flirten, man muss sich nichts vorlügen, um sich attraktiv zu machen. Sitzt fSub oder mSub in einem Glory Hole, dann wissen andere, warum sie/er dort sitzt. Mehr Konversation ist nicht notwendig.

Wenn eine Sub sich auf einem Parkplatz bäuchlings über einen Tisch legt und den Hintern in die Sonne hält, dann geht es nicht darum den Partner fürs Leben zu finden, sondern, dass jemand kommt und seinen Penis in eine dafür vorgesehene Öffnung schiebt und nach ein paar Minuten fertig ist.

Das ist anonymer Sex.

Tatsächlich ist das Teilen der Sub für mich eine recht essentielle Sache. Aber es ist auch nicht für jede Sub eine essentielle Sache. Für manche ist es Strafe, für manche Belohnung und für manche nur irgendsowas, was der alte Mann mag. Es ist das sich darauf Einlassen wirklich zu gehorchen und sich, obgleich einer Göttin gleich, ein Stück weit objektifizieren zu lassen. Keine Mitsprache, keine Auswahl – einfach machen. Das muss schon im Kopfkino verankert sein.

Es ist schwierig sowas mit jemandem zu leben, der das nicht wirklich auch erleben möchte. Daher bleibt diese Szenario wenigen Subs vorbehalten.

10.10.2019 // Cock Worship // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Es gibt Blowjobs und es gibt DeepThroats. Das ist das eine und das hatten wir gestern.

Cock Worship geht jedoch noch eine Stufe weiter. Jemand, der den Penis eines Mannes als Körperteil an sich liebt, wird sich gerne dem Cock Worship hingeben.

Dabei geht nicht darum in kurzer Zeit dem Herren einen Abspritzvorgang zu schenken, sondern es geht darum, dass der Penis des Herrn der zentrale Dreh- und Angelpunkt des Gegenübers ist.

Vielleicht eine sanfte Handmassage während man ineinander gekuschelt auf dem Sofa liegt und fern sieht?

Es geht um Anfassen, Streicheln, Anregen, Erregen, Schmecken, Lecken, Blasen. Diese Person kann sich ziemlich lange Zeit mit dem Penis an und für sich beschäftigen ohne „was zu wollen“.

Cock Worship ist sicherlich auch der Wunsch sich so intensiv mit dem Penis von sich aus zu beschäftigen, dass man in die Lage versetzt wird, innerhalb weniger Minuten eine Fontäne zu erhalten.

Und ja: Mag ich. Sehr sogar.

Das Problem ist jedoch auch immer, dass einige submissive Fachkräfte denken, dass Cock Worship ihr Ding ist oder schlimmer noch … sein muss. Das kann jedoch nicht angeordnet werden. Wenn es nicht aus dem Gegenüber kommt oder man gar Angst vor Sperma hat, dann wird das nichts.

09.10.2019 // Face-Fucking/Deep Throat // #bdsm #kinktober #kinktober2019 #Kinktober2k19

Ich mag Blowjobs.
Und im Rahmen des #BDSM mag ich das sogar mehr als den Beischlaf.

Ich mag es, wenn jemand meinen Penis von sich aus tief aufnehmen kann.
Das ist ein DeepThroat und kein Face-Fuck … Anm. des Red.

Wobei ich, wie die meisten Männer, keinen 20×5-Penis zu bieten habe. Ich müsste mal nachmessen („hint, hint“), aber irgendwie habe ich 14,5×3,5 im Kopf. Somit erreiche ich, wie die meisten Männer dann wohl auch, nicht mal den Gaumen in meinem Gegenüber. Geschweige denn kann ich einen Kehlenfick hinlegen.

Ich drücke gerne meinen Penis bis zum Anschlag in den Mund meines Gegenübers und starte den Face-Fuck. Und das gerne mit denen, die auch DeepThroat machen.

Nur, wenn ich merke, dass mehr gewürgt wird als genossen, dann mag ich das nicht.