Meine „O“ // #TheTrainingOfO

Wenn ich in der Vergangenheit nach dem Thema „O“ blättere, so komme ich auf so einige Gedanken, Anschauungen und Ideen: // Die Alphafrau als “O” #TheTrainingOfODas Kleid der “O”DER WUNSCHZETTEL UND DIE LIEBE “O”#gedankenverloren – Wie real ist “O” möglich?Die “O”: Eine Gedankenreise ins reale Leben. … und Was ist eine “O” …? Definitionsgedanken // Was aber irgendwie fehlt, wie mir angetragen wurde, ist … „Wie muss sich eine Sub als ihre ‚O‘ verhalten? Was ist dazu nötig? Was ist unnötig? Auf was muss ich mich einstellen, um in Ihren Augen überhaupt in Erwägung zu kommen? Welches Mindset setzen Sie vorraus für den gemeinsamen Weg?“ – Nun, bitte …


  1. Meine „O“ ist sich ihrem besonderen Status als meine „O“ bewusst. Sie kann und darf stolz darauf sein, aber sie prahlt nicht wie ein Gockel herum, dass sie es ist. Arroganz und Narzissmus passen nicht zum Wesen meiner „O“. Denn ich bin es auch nicht. Als auf Ausgleich bedachter Mensch ist das ein grobes Sandkorn, welches das Getriebe stört.

  2. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie nicht die einzige in meinem Leben ist und respektiert die anderen „O“’s in meinem Leben ohne Murren und Knurren. Es ist ihr in einem weiten Maße erlaubt sich selbst sexuell aktiv zu betätigen, jedoch in ganz bestimmten, definierten Teilmengen des Lebens hat sie exklusiv zu sein, auch wenn ich es nicht bin. Vor allem, wenn es um Beziehungen zu anderen Herren oder Damen geht (Lebens- und Ehepartner haben immer Vorrang vor dem „O“-Sein zB), aber eine zusätzliche SM-Beziehung zu jemandem außerhalb dieser definierten Beziehungen kann und ich will ich nicht akzeptieren.

  3. Meine „O“ ist leise und still. Sie wird nicht laut. Betteln und Jammern ist ihr fremd. Diese Charakterzüge müssen vorhanden sein. Denn niemand kann auf lange Sicht nur „so tun als ob“.

  4. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie ihren Weg in einer Demokratur geht, in welcher ich am Ende des Tages entscheide. Sie dient ohne zu zögern und zu hinterfragen. Sie hat sich in dieses Schicksal freiwillig begeben und der einzige Ausgang ist die Türe, welche sich hinter ihr schließt. Ihre Anregungen werden zur Kenntnis genommen, aber eine echte Mitbestimmung existiert nicht.

  5. Meine „O“ kann und darf Ziele für ihren Weg definieren, also durchaus eine Art Wunschzettel mitbringen. Ich entscheide alleine über Art und Umfang der Abarbeitung. Wünsche und Ziele, die mit Nadeln, Blut, Kaviar, Seilbondage, Piercings, Tattoos und extremen, bleibenden körperlichen Schäden zu tun haben, werden grundlegend meinerseits abgelehnt. In allem, was geschieht ist die körperliche Unversehrtheit die wichtigste Grundlage.

  6. Meine „O“ ist grundsätzlich bereit in ihrem Alltag eine gewisse Form der Fremdbestimmung zuzulassen und zu ermöglichen (Thema Hausaufgaben). Wer sich für den Weg der „O“ entscheidet muss sich auch überlegen, wie das persönliche eigene Leben umstrukturiert werden kann, um mir Raum zu geben. Mein Versprechen ist, dass ich nur punktuell und ab und an in das Leben eingreifen werde und keine Dinge als „von heute auf morgen“ sehe. Das Tragen meines Halsbandes ist keine Pflicht, aber meine „O“ wird von mir ein Schmuckstück erhalten, welches sie stets bei sich führt. Meine „O“ muss also stark genug sein, dieses offene Zeichen (Halskette, Ring, Ohrschmuck zB) zu tragen, welches sie den Kennern als „O“ ausweist.

  7. Meine „O“ ist bereit gewisse Demutsbezeugungen auch in der Öffentlichkeit zu tätigen. Dazu gehört möglicherweise ein Kniefall zur Begrüßung mit dem Küssen meines Ringes. Diese Bezeugungen (Rituale) werden besprochen, trainiert und dann durchgeführt. Ziel ist es, dass meine „O“ auch in der Öffentlichkeit bereit ist zu „leben“ und eben nicht nur hinter verschlossenen Türen. Meine „O“ ist sich darüber bewusst, dass sie dieses Leben will, dass sie geführt werden will und eben auch bereit ist, meine Dominanz („Die ‚O‘ sucht sich ihre Herrschaft“) entsprechend anzuerkennen. In wiefern diese Rituale stattfinden ist meine Auslegung, welche innerhalb der Demokratur einzeln zu besprechen sind.

  8. Meine „O“ lebt und atmet und verfolgt keine Ziele in Richtung Erlebnissexualität. Die Tatsache, dass sie als „O“ leben darf und ich ihr das ermögliche, ist ihr größter Gewinn aus unserer Bindung. Sie ist sich dessen bewusst, dass ihr Leben als „O“ nicht in Roissy stattfindet. Als Königsdisziplin zwischen der (Eigendefinition!) erotisch geführten Sub („EPE“ im Extrem) und sadistisch geführten Sklavin („TPE“ im Extrem) vereint sie beide Merkmale in einer Person und nimmt jedwede Wünsche, Anweisungen und Aufträge meinserseits dankbar an, um sich selbst stets aufs neue beweisen zu können.

  9. Meine „O“ folgt dem Plan, dass das stete Bestreben der Perfektionierung von Ritualen deutlichen Vorrang vor dem Erlernen neuer Kompetenzen hat. Das #TheTrainingOfO ist zwar auf sie persönlich zugeschnitten mit dem Ziel die „O“ sich selbst finden und als „O“ leben zu lassen. Teile des #TheTrainingOfO haben jedoch nichts mit ihren eigenen Wünschen und Zielen zu tun, welche sie dennoch dankbar ausführt um auch an jenen zu wachsen.

  10. Meine „O“ wird anderen Menschen zu deren Vergnügen vorgeführt, zugeführt, eventuell auch auf bestimmte Zeit überlassen, vermietet, „verkauft“ oder „übereignet“. Basis hierfür sind die Gespräche innerhalb der Demokratur. In ihrem Mantra ist sie sich bewusst, dass sie jedwede Aktion in meinem Auftrag und ausschließlich für mich tätigt. Beteiligte Dritte sind stets „nur“ Spielzeug in der Beziehung meiner „O“ zu mir. Die Rücknahme nach „Verkauf“ oder „Übereignung“ ist ihr garantiert.


Ich denke, dass diese Grundregeln meinerseits genügend Möglichkeiten bieten, sich darüber bewusst zu sein, was es bedeutet sich als „O“ in meine Hände zu begeben. Dabei liest es sich vielleicht schlimmer, als es es tatsächlich ist. Die Frau, für welche eine so tiefe Übereignung ihrer Seele an meine Wenigkeit (oder überhaupt an jemanden) nicht in frage kommt, wird sich schaudernd abwenden. Nur ist das auch ganz exakt das Ziel dieses Aufsatzes. Meine „O“ will das und ihre Kopfkinogedanken drehen sich um kaum einen anderen Punkt in ihrem Leben, weil nur dieses Leben ihr wirkliche Freiheit bietet. Deswegen schreckt sie dies auch nicht ab, sondern fordert sie heraus.

„O“ sein ist nicht für jede Sub oder Sklavin was, aber … ich wurde explizit gefragt. Hier ist meine Antwort.


Schlussakkord: Da steht irgendwie so gar nichts von sexuellen Aktivitäten, das Wort #DreiLochStute fällt nicht oder „Jeden Morgen und Abend der obligatorische Blowjob“. Eine Frau, welche „O“ sein will, fragt nicht danach. Weil das eigene Mindset diese Dinge grundlegend beinhaltet, aber sie weiß, dass „O“ viel viel mehr ist, als nur das devote Bückstück zu sein. Deswegen gehe ich da auch gar nicht drauf ein.

Die Sub im Alltag // #TheTrainingOfO

Sicherheitshinweis: Dies ist meine Sicht auf die Dinge. Was nicht bedeutet, dass andere Sichtweisen besser oder schlechter sind. Sie sind nur anders. Danke.


Das wohl schwierigste Thema ist es, eine Möglichkeit zu ersinnen die Sub im Alltag zu leben. Wobei sich ja dann auch immer die Frage stellt, was „Sub“ denn nun eigentlich ist. Und wie, meiner Definition nach, die erotisch geführte Frau in einem ansonsten unerotischem Alltag ihrer Rolle gerecht wird.

Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage nicht nur Subs beschäftigt, sondern ebenso die Doms. Wenn „D/s“ als erotische Dominierung verstanden wird, wie schaffen beide es ihren besonderen Kink im Alltag aufrecht zu erhalten, wenn die Omma zu Besuch ist, die Kinder einen umwuseln, die Arbeit stresst, die beste Freundin plötzlich was will und und und. So viele Dinge brechen im Alltag auf uns ein und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erscheint mir die grundlegende Frage wichtig: „Wie kommen wir als sexuelles Paar miteinander klar, wenn die Sexualität fehlt, weil andere Dinge uns beeinflussen?“

So habe ich wirklich keinen klugen Tipp oder Rat bei der Hand, was garantiert zum Erfolg gereicht. Ich maße mir das auch gar nicht an. Aber erlaubt mir bitte ein paar Hinweise.


Submissives Verhalten besteht nicht darin, sich auf alle Viere zu begeben, um dem dominanten Partner bei Heimkommen gleich den Arsch für Analverkehr hinzuhalten. Vergesst bitte die ganze Pornographie und hebt euch diesen Moment als besonderen Moment im Leben auf. Nämlich dann, wenn ihr euch zum Sex verabredet zum Beispiel. Datet euch wie früher in einem Lokal und verbingt die Nacht in einem Hotel. Nehmt euch aus dem Alltag raus, aber gestaltet diesen Miteinander. Klingt leichter gesagt als getan, aber es wäre eine Idee.

Rettet eure Zuwendung zueinander, küsst euch, wann immer es geht, kuschelt nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa bei schlechtem TV und billigem Bier. Aber macht es gemeinsam, und man weiß nie, welche Perversitäten aus solchen Momenten entstehen können. Klingt leicher gesagt als getan, aber es wäre eine Idee.

Nehmt Rücksicht aufeinander und lasst den anderen auch mal undommig sein. Das muss der Submissivität keinen Abbruch tun. Bleibt anschmiegsam und fordert die Dominanz nicht ein. Nichts ist unerotischer als Dominanz zu erwarten, denn dann könnte auch Dominanz stets und ständig Submissivität erwarten. Lustig finde ich nämlich bei einigen submissiven Menschen, dass sie für sich herausnehmen, dass man auch mal unsubbig ist. Aber vom anderen stets dominantes Verhalten zu erwarten pflegen. Im Alltag hat sich das Leben geändert und submissive und dominante Masken fallen ab und man sieht sich so, wie man wirklich ist. Lasst das zu und stellt euch drauf ein.

Vergesst die ganzen Regeln und Gebräuche, weil sich diese im Alltag selten aufrecht erhalten lassen. Die Vorstellung stetigen „D/s“ erfüllt sich nicht dadurch, dass der Herr immer dauergeil ist, sondern dass er sich dann was nimmt, wenn er es braucht und submissives Verhalten wird durch solche Momente bestätigt. Durch Sponanität. Und wenn dieser Moment auch nur ein paar 5 Minuten dauert. Es zeigt, dass die Flamme immer noch an ist. Veränderungen in langlebigen Beziehungen sind normal und damit ändert sich auch das wechelseitige Verhalten. Verändert euch gemeinsam und es wird was Gutes draus.

Vielleicht ist es aber auch notwendig darüber nachzudenken, dass Submissivität nicht immer nur „passiv sein“ ist. Sondern aus der Submissivität kann auch viel Aktivität entstehen. In der Bedeutung des „unterwürfig sein“ steckt meiner Meinung nach eben nicht „absolut passiv sein und lass den Dom mal machen“. Submissivität bedeutet auch „Unterstützung“. Solche Dinge wie „Rücken frei halten“ können geschehen, um dem Herrn Luft zu perversem Nachdenken zu schenken. Die Frage ist nicht immer „Was kann mein Dom für mich tun?“, sondern „Was kann ich für meinen Dom machen, um es ihm einfacher zu gestalten“.

Das bedeutet ja noch lange nicht, das Heimchen am Herd zu sein. Kann es aber sein, wenn es der Beziehung hilft.


Natürlich kommen nun die Stimmen auf, dass Alltag eine Sache ist, die beide Seiten der Leine angeht. Und das ist auch völlig richtig. Aber der Artikel bezieht sich ja auch auf die Sub im Alltag und nicht auf „D/s“ im Alltag, obgleich der obige Absatz ja beide Beteiligten im Blick hat. Man könnte fast meinen, dass D/s-Paare nur dann am Besten funktionieren, wenn sie nicht zusammen leben, aber wenn, dann bitte ohne Kinder etcpp. Ich sehe viele Spielbeziehungen da draußen, die halt genau auf dieser These beruhen, weil man sich nur die positiven Momente des Lebens schenkt und auf den Alltag eben verzichten will. Respektive ist dieser „Alltag“ davon geprägt Entscheidungen für die positiven, gemeinsamen Dinge zu treffen. Und ich kenne auch ein paar Spielbeziehungen, die sich dazu entschieden haben, zusammen zu leben, und wenige Monate später war alles vorbei.

Es gibt einfach kein Patentrezept. Das Wichtigste ist stete Kommunikation und aus dieser Kommunikation etwas gemeinsam zu verändern. Manchmal kommt man an den Punkt im gemeinsamen Leben, wo es nicht möglich ist sich gemeinsam zu verändern. Vielleicht ist dann eine Öffnung des Beziehung möglich, oder aber, zuletzt, ist eine Trennung erforderlich, weil es keine wirkliche gemeinsame Basis mehr gibt.

Dominus -> #Sexwork

Das wesentliche Merkmal eines Dominus ist, dass er ein Mann ist, der BDSM gegen finanziellen Ausgleich betreibt.


Dabei reichen die Facetten des BDSM wahrhaftig von links nach rechts kreuz und quer durch den Gemüsegarten. Vom Kuscheldom mit ein bisschen Aua hin zum Richter und Henker in einer Person mit ganz bösem Aua. Die Frage, die ich mir gestellt habe ist, welcher Dominus will ich nun sein?

Auf meiner statischen Seite -> https://training-of-o.de/blog/sexworking/ <- habe ich ja nun einen Abriss gegeben. Ebenso wird von dort auch nach -> https://training-of-o.de/blog/2018/12/29/was-war-was-wird-was-soll-was-ist-thetrainingofo-aber-auch-sexwork/ <- verlinkt. Was aber alles nur die halbe Miete ist.

Denn neben den persönlichen Neigungen gilt es zuvorderst den Wünschen des Gastes zu entsprechen. Wohlgemerkt, in meinem Fall, dem weiblichen Gast, respektive dem Paar. Nicht dem Einzelherren. Gewisse Fertigkeiten kann ich sicherlich auch Einzelmännern angedeihen lassen, wo ich selbst über eine Grenze für mich gehe. Denn Hetero-Escort allein wird mir nicht die Butter auf das Brot bringen. Was ich nach wie vor bleiben möchte ist … ein Mensch. Mit Achtung vor den Gefühlen anderer Menschen und gerade das scheint mir wichtig zu sein.


Haben Männer in aller Regel ziemlich schnell Lust, weil die Wegstrecke zwischen Kopfkino und Penis inklusive Umsetzung ziemlich kurze Lunte hat, ist dies bei der holden Weiblichkeit eher nicht gegeben. Kopfkino ist das eine, aber muss ich das umsetzen, will ich das, und wenn ja wie und natürlich auch mit wem? Frauen sind keine Kurzentschlossenen, die mal eben „auf dem Heimweg“ einen Dominus to Go mitnehmen. Meiner Erfahrung nach müssen nicht nur Ort und Zeit stimmen, sondern eben auch die Stimmung passen. Bei Männern ist das mit der Rattigkeit ziemlich schnell erledigt. Das Sexbusiness ist eben vornehmlich auf männliche Klientel und weibliche Anbieter ausgerichtet.

Ein Schelm, wer sich dabei nicht denkt, wer hier nun wen in der Hand hat 😉


In Ermangelung eines eigenen Folterkellers oder einer entsprechenden regelmäßigen Residierung in einem Domina-Studio, wie zum Beispiel der Kollege -> http://www.dominus.berlin/ <- bin ich wohl ganz exakt der Typ, mit welchem sich extravagante Dinge nur mit entsprechendem Vorlauf erledigen lassen. Und ich glaube, dass dies vor allem für weibliche Subs der korrekte Weg ist. Denn ich muss nicht „heute“ ran, sondern es kann durchaus ein Termin für in Wochen anberaumt werden. Frauen haben Zeit. Natürlich haben Sie auch Zeit zum Überlegen und das Date dann abzusagen, aber am Ende tragen sie die Kosten auch für das Extravagante und eine Frau wird es sich von ihrer Natur aus schon dreimal überlegen.


Womit wir dann zum reellen Knackpunkt kommen. Würden Frauen für Dominierung bezahlen? Wäre das nicht gleich zu setzen mit „OMG, ich habe es so nötig, dass ich mir einen Mann kaufe, der Dinge mit mir tut, die ich vielleicht auch mit anderen so ganz ohne Kosten machen kann?“ Tatsächlich ist da was dran. Frauen sind in aller Regel einfach nicht notgeil genug, im Gegensatz zu Männern. Letztere wollen wahrscheinlich öfter, als sie tatsächlich können. Frauen hingegen können öfter, wollen aber eben nur dann, wenn sie es wirklich brauchen.


(BDSM-) Hetero-Escort hat so seine Eigenheiten und genau das finde ich so faszinierend dran. Die Wunschzettel bedienen und dabei dennoch sich selbst bleiben. Und zwar bei allem benötigen Respekt. Viele Seiten von Kollegen sind darauf ausgerichtet, dass ein Dominus eine ziemlich dunkle Gestalt ist. Das kann ich zwar auch, aber finde das in der Werbung für meine Klientel ziemlich ungeeignet. Meine Persönlichkeit ist ziemlich heiter und dennoch ernsthaft. Es gibt Damen, die dies bezeugen können. Es leben halt der Unterschied zwischen „Darf ich Dir weh tun?“ und dem tiefen und ernsten Blick „Ich werde Dir jetzt weh tun!“.

So wird es mich genau als den Menschen geben, der ich bin. Spielereien mit durchaus ernsthaftem Hintergrund, um Sehnsüchte zu erfüllen, mit der nötigen Portion Heiterkeit, Anständigkeit und Respekt.

 

Was Du über Dominanz wissen solltest …

Natürlich, und es ist schon oft geschrieben worden, Du kannst es überall im Internet lesen, hast sogar Bücher daheim, bist neugierig und vielfach interessiert. Hast Meinungen und Ratschläge verinnerlicht und bist bereit dazu. Bereit für den ersten Dom in Deinem Leben. Er soll alles verändern. Dir Höhepunkte ungeahnter Größe und Tiefe bereiten. Und Du willst das alles. Weil es Dich kickt. Diese Bilder und Videos, die ein Zucken zwischen Deinen Beinen verursachen. Die Dir nicht mehr aus dem Kopf gehen. Du bist bereit. Jetzt oder Nie.

Wirklich?

Was glaubst Du, was Dominanz ist? Hast Du Dir nur die sexuell orientierten Bilder angeschaut? Ist es das?


Trenne Dich einfach mal von all diesen Dingen. Nur für einen Moment. Auch wenn sexuelle Hingabe Dich bewegt. Lege Dich mal kurz trocken. Danke.


Dominanz ist für mich ein Entscheidungsträger. Nicht unbedingt in Allem. Aber in Vielem. Dominanz bestimmt. Submission folgt. Das ist der Deal. Es ist mehr als der morgendliche und/oder abendliche Blowjob. Dominanz entscheidet, ob es Sex haben will oder nicht. Dominanz entscheidet, was Du tust und nicht tun darfst. Setzt Grenzen, Regeln, in denen Du Dich einfindest. Fordert Dinge ein, zu jenen Du Dich vielleicht überwinden musst. Beispiele?

Die Sub als Frau im Rollengefüge der 50er Jahre.
Die Sub als Hure, welche anschaffen geht.
Die Sub als visuelle Wichsvorlage, die im Internet gezeigt wird.
Die Sub als nackt gehaltene Frau.

… und und und

Es gibt unzählige Phantasien der Männer, die sich sexuell anfühlen, aber es nicht sind.

Vielleicht wird Dein zukünftiger Dom niemals mit Dir schlafen, sondern Dich stets beschlafen lassen, während er dazu masturbiert?
Vielleicht wird er Dich aber auch daheim „einschließen“ und somit vor den Augen der Welt geheim halten?


Es ist völlig egal, was in einem Schädel einer dominanten Fachkraft so vor sich geht. Aber sobald Du es weißt, besiegelt sich damit auch Dein Schicksal. Natürlich erst in dem Moment, wo Du ihm Deine Treue schwörst und ihn somit als Deinen Dom anerkennst.

Hier mal eine Checkliste auf die Schnelle:

  1. Wenn Dir (bei der Kontaktaufnahme schon!) etwas Spanisch vorkommt, dann frage nach. Wenn er nicht antworten will, dann lass es.
  2. Wenn er nur von Dir Offenheit einfordert, aber selbst nichts preisgeben will, dann lass es.
  3. Wenn sein Kopfkino von Dingen schwärmt, die Dich nicht kicken, dann lass es.
  4. Wenn er mit Deinem Kopfkino nichts anfangen kann, dann lass es.
  5. Wenn Du das Gefühl hast, dass er Dich nicht wirklich versteht, dann erkläre Dich erneut. Wenn ihn das nicht interessiert, dann lass es.

Kurz: Du hast das Recht von ihm Dinge zu erfahren, da er sich das Recht nimmt von Dir Dinge wissen zu wollen.


D/s ist extrem vielschichtig und ein Dom wird Dir sicher nicht immer alles bis in die letzte Ecke erklären. Das sollte meiner Meinung nach jedoch nicht für seinen Charakter gelten. Von seinem Charakter ausgehend, lassen sich Rückschlüsse auf sein D/s-Verhalten ziehen.

Brauchen wir ein #BDSMetoo? // Eine offene Antwort statt eines Kommentares

Lieber Tomasz,

ich habe heute Deinen Artikel durch meine sozialen Medien geschoben und mache mir dabei selbst Gedanken. Dabei möchte ich keinen Bezug auf den gesamten Artikel nehmen, aber mich ernsthaft mit diesem Thema hier beschäftigen.

Mir stellt sich eine ganz andere und sehr persönliche Frage, die spezifisch mit der Szene zu tun hat: Hat es in meiner Vergangenheit Situationen gegeben, in denen ich mich nach meinen heutigen Maßstäben anders hätte verhalten können (müssen)? Gab es vielleicht Gelegenheiten, wo ich mich kopfschüttelnd abgewendet habe, Situationen, in denen ich Zeuge dessen wurde, was Dr. Lister in ihrem Artikel beschreibt: Missbrauch unter dem Deckmantel von SM?

Wenn ich mich also im „An die eigene Nase packen“-Modus befinde, dann denke ich vor allem an mein AlterEgo #DomYoda und in wie fern ich mir selber zu einem früheren, aber auch späteren Zeitpunkt nicht selbst an meine eigenen Regeln gehalten, nicht zugehört, nicht aufgepasst, nicht gelesen oder nicht sonstwie habe.

Und ich muss gestehen, dass dem so gewesen ist.

Bereits in Blogbeiträgen habe ich mich bewusst dahingehend geoutet. Zum Beispiel, dass ich meiner Frau im (seltenen aber so geschehen) Suff Ohrfeigen verpasst oder es mit dem Rohrstock übertrieben habe. Das hat durchaus zu Verwerfungen in der Macht geführt. Einmal zum Abbruch der Session mit der finalen Erkenntnis, dass ich mich grundlegend dahingehend entwickelt habe Sex und Alkohol in Kombination zu unterlassen. Was dazu führte, dass ich kaum bis nie wieder Alkohol angerührt habe, wenn der Ausgang des Abends bezüglich Kopulation ungewiss sei. Andermal wurde die Session nur pausiert und der Rohrstock verschwand

Aber beide male kam eben das Safeword und ich habe mich dran gehalten. Es hat mich wachgerüttelt und mich entsprechend verändert. Insofern würde ich davon ausgehen, auch in der kompletten Retrospektive als dominante Fachkraft, dass ich für diesen Hashtag in Frage käme.

Letztlich komme ich aber auch zu der Erkenntnis, dass nur die Submissivität mir und auch generell der Dominanz ein entsprechendes Zeugnis ausstellen kann. Ich bin selber auch nie Zeuge von echten Übergriffen geworden, welcher sich für diesen Hashtag qualifizieren könnte. Daher mutmaße ich, dass die meisten echten Übergriffe im BDSM ähnlich wie auch im „üblichen“ Leben im Verborgenen stattfinden.

Ich stehe dieser Hashtaggerei jedoch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Wenn ich auf der einen Seite keinen Zweifel daran habe, wenn Menschen sich bekennen Opfer gewesen zu sein, so bleibt mir ab und an eben der Jurist in mir nicht verborgen, welcher auch die andere Seite hören möchte um ein Gesamtbild zu erhalten. Außerdem besteht auch, und vielleicht gerade auch im BDSM, das „Victimshaming“ auf der Türschwelle, weil schließlich wollen die Subs ja „so“ behandelt werden und wer ein Safeword hat und dieses nicht nutzt sei ja selber schuld.

Manchmal habe ich auch die Befürchtung, dass Hashtaggerei dazu genutzt wird, um sich zu rächen, obgleich eventuell gar nichts passiert ist. Einfach nur, um dem anderen aus verletzten Gefühlen heraus einen rein zu würgen.

Lieber Tomasz,

Eines sei Dir jedoch versichert: Wenn es Bedarf an diesem Hashtag gibt, dann wird und soll er leben dürfen. Da bin ich ganz und gerne dabei und stelle mein Blog gerne für anonyme Blogger*innen zur Verfügung, die sich was von der Seele schreiben wollen.

Mit bloggerfreundlichen Grüßen

Martin


Kontext:
https://www.tbordeme.de/bdsmetoo/

#TheTrainingOfO – Drum prüfe, wer …

… sich ewig schindet.


Die Kinks der Menschen sind so unterschiedlich, wie es Kinks gibt. Und bestimmte Kinks lassen sich nur alleine, nur zu zweit oder nur Gruppen ab Drei leben. Das potentiert das Ganze noch mal um ein drölfzigfaches.

Zusätzlich hat da jeder Dom, Sub, Master, Sir, Meister, $whatever seine Lieblingsdinge und dann hat jede Sub, Sklavin, „O“, Novizin, $whatever entsprechende Gedanken.

Im Idealfall stimmen die Kinks sehr gut überein und es gibt kaum Differenzen. Das sollte tendentiell für eine sehr langlebige (Spiel-)Beziehung reichen. In den hoffentlich vielen Gesprächen hat sich das einfach so ergeben und in den hoffentlich vielen Gesprächen weiterhin wird das alles noch so vertieft.

Was auch immer als „richtige“ (Spiel-)Beziehung erachtet wird, sie ist stimmig, richtig und gut, wenn sie sich weiter entwickelt. Es können gemeinsam Grenzen verschoben werden und jeder kleine gemeinsam gefundene Trampelpfad wird ausgiebigst breit getreten. Schließlich ist das immer auch eine Art Varianz in den Dingen, so links und rechts.

Und … natürlich … werden mit den Grenzen vielleicht auch eigene „NoGos“, die zu Anfang existierten, über Bord geworfen, weil das Vertrauen ineinander groß genug ist, um ein paar Extrameilen zu laufen und man findet Gefallen an Dingen, von denen man nie geglaubt hat, dass man diese täte, geschweige denn, dass diese existieren würden.

Ich persönlich habe überhaupt kein Faible für Bondage. Eisenfesseln reichen mir völlig aus. Sie sind praktisch und effizient. Obgleich ich sehr gut verstehen kann, welch ein erotisches Erlebnis es sein kann von jemandem, der das kann, verschnürt zu werden.

So sehr ich auch Natursekt propagiere, so überhaupt nicht lege ich Wert auf Kaviar. Also niemals. Never, nicht … hartes Limit. Aber ich verstehe diejenigen, die das mögen und die sollen es dann auch gerne miteinander machen.

Als Expressionist bin ich sehr gerne „draußen“ unterwegs. Auch mit meinen Subs. Ich zeige vor, führe vor und überlasse sie in diversen Szenerien und ergötze mich an dem Bild, was ich sehe. Aber ich flüstere es auch gerne daheim in ein Ohr, während ich mit meinen Fingern durch eine Spalte gleite.

Früher oder später wird also jede Sub sich damit auseinander setzen müssen, wie es ist, vorgezeigt, vorgeführt und vergeben zu werden. Dabei spiele ich durchaus mit dem Gedanken sie auch mal gegen Geld zu verkaufen. Schließlich dürfen sich Männer gerne an Unkosten beteiligen, wenn ich mal ein größeres Hotelzimmer buchen sollte.

Ich versuche den Subs klar zu machen, dass ich das nicht losgelöst von ihrem eigenen Kopfkino mache. Mit dem, was sie gerne mal erleben möchten. Sie wissen ja – Zacken, Krone.

Pornokinos, GloryHoles, Parkplätze sind sehr erregende Orte für mich. Prinzipiell, weil es dort einfach Männer gibt, die man nicht organisieren muss. Dort geht es um Sex, um den nächsten Schwanz, die nächste Ladung Sperma, die es zu schlucken gilt. Subs können als Frau hier erleben, wie es ist Königin zu sein und begehrt zu werden. Stramme Ständer, die ihre Ladungen nur zu gerne in einem von mir kontrolliertem Umfeld abfeuern.

Wenn das also das in Deinem Kopfkino nicht vorkommt, dann kann ich nicht Dein Dom sein.


Playpartys, wie zB die #SecretNight sind vortrefflich für SM geeignet, denn weil ich meine Subs ausnahmslos sehr liebe, so muss ich ihnen sehr weh tun. Das geht natürlich auch schön daheim bei mir, aber es ist dann doch etwas anderes die Intimität der eigenen Wohnung zu verlassen und die Subs auch hier vorzuzeigen, damit andere sehen, was sie für mich zu ertragen bereit sind.

Allerdings bin ich wirklich kein ausgewiesener Sadist. Ich tendiere tatsächlich, auch wenn ich eine Sub nicht unbedingt ficken muss, mehr zum D/s als zum SM. Allerdings 2 denke ich gerade darüber nach, ob es sich nicht lohnt, ein wenig härter zu werden. Jedoch immer nur im Bezug zur Sub. Niemals werden alle über einen Kamm geschoren.

Wenn das also das in Deinem Kopfkino auch nicht vorkommt, dann kann ich nicht Dein Dom sein.


Was sich verfestigt hat ist, auf der einen Seite, dass ich wohl ein guter Dom für absolute Anfänger bin. Darauf bin ich schon ein wenig Stolz. Kritiker könnten sagen, dass man den ersten Dom eh nicht vergisst und es nur natürlich ist, dass diese Subs länger bleiben als später, wenn sie wirklich wissen, was sie wollen und auch das, was sie nicht wollen.

Offensichtlich ist es mir jedoch möglich die wunderbare Beziehung zu Hirnventrikel als exakt diese zu halten, und doch meinen Subs ähnliche Emotionen zu schenken. Und zwar ohne, dass ich sie anlügen muss. Meine Frau sagt immer, wenn ich nicht so eine Engelsgeduld hätte, dann wäre sie schreiend weggelaufen. Also scheint Druck in meinen D/s-Beziehungen keine Rolle zu spielen. Vor allem weil die Subs sich diesen schon zur genüge selber machen.

Ich habe einfach Zeit und bin völlig entspannt. Was aber auch die Garantie ist, dass Dinge nicht übereilt werden. Auch und wegen der mir vertrauenden Sub nicht. Glauben Sie mir, innerlich sieht das bei fast jedem Dom ab und an schon mal ein klein wenig anders aus. Nur merkt man uns das nicht an. Und mir gleich gar nicht.

Selbstklebend habe ich ein Bild im Kopf (ich erwähnte dies an anderer Stelle bereits) und würde gerne mal wieder FFM machen. Nicht nur im Sinne des BDSM 😉 Aber ich hetze einfach nicht, weil es mir nicht wichtig genug ist. Aber ich weiß auch, dass meine Subs davon wissen und ich erinnere mich an ein tolles Erlebnis mit Hirnventrikel und „M“ auf der #SecretNight in diesem Jahr 🙂


Es ist also sehr wichtig insgesamt zu wissen, auf wen man sich so einlässt. Eine Sub sollte sich selber Zeit nehmen, den Dom, dem sie sich anvertrauen mag so gut es geht zu kennen. Aber irgendwann muss halt auch mal das Halsband oder die Handschellen klicken, denn irgendwie ist ja auch ohne Dings, kein Bumms.

Ich mag Frauen, die sich Gedanken um sich selber machen. Im Idealfall sind sie sogar des Schreibens mächtig. Was ich nicht leiden kann ist das Klammern. Eine Sub, die jede freie Minute meines Lebens in Anspruch nehmen … muss, kann bei mir oder im Zirkel keinen Platz finden. Meine Subs sind selbstbestimmt und frei. Sie regeln ihre Dinge, gehen arbeiten, haben Kinder etcpp. Ich schätze, dass sie sich bei mir ihre Seele massieren lassen möchten mit allem, was dazu nötig und geboten ist.

In diesen Augenblicken verschmelze ich meine Seele mit der meiner Sub und wir energetisieren uns gegenseitig.

Your Dominant’s Responsibilities To His Submissive – #TheTrainingOfO

Quelle:
http://onceuponsirsstarrynight.tumblr.com/post/162402224638/your-dominants-responsibilities-to-his-submissive


Ich poste das mal „as is“, weil es einfach mal die Wahrheit ist, so grundsätzlich.


In the interest of trying to help those new to dominance better understand the core concepts that I try to convey with what it means to be an Ethical Dominance, I thought I would share with my readers Section One, Article One of every D/s agreement I’ve ever written:

  • Your Dominant’s Responsibilities to His Submissive: The essential responsibility of the dominant to always do that which is in the best interest of his submissive. He is therefor ultimately responsible for being attentive to every aspect of his submissive’s happiness, safety, and growth, both as a submissive, and as a person. It is the submissive’s right to expect that her dominant will always do so. He is to earn, maintain, and grow his submissive’s level of trust and respect for him by being attentive to her every need. He is responsible for being stern in his enforcement of the pre-agreed upon rules, and when necessary, the application of punishment. Your dominant may not arbitrarily inflict punishment; there must be pre-agreed upon, established cause. Your dominant may not, under any circumstance, inflict injury of any kind; physical, mental, or emotional. Your dominant is required to consistently reward good behavior with positive verbal and physical affirmation.

And that’s it. It’s not about sex. It’s not about degradation. IT’S NOT ABOUT ME. It’s not about anything other than providing.

Now listen, I screw up. Usually in really small ways, but sometimes in big ways too. I’m human, it happens. But I would never deny that humanity, and I’ve never been too big to be the first to apologize, and take responsibility, and I’ve always sought to demonstrate that I’ve grown by consistently displaying a better model.

So guys, if you’re aspiring to dominance, understand that you can’t make it about you. It’s got to be about her. And when you’re considering a submissive, make sure that you choose one who will make it about you.

#TheTrainingOfO – Workshop – Die Suche

Um die Idee von Workshops im Sinne des „The Training of O“ auszuloten suche ich nach geeigneten Locations, die sich irgendwie um Köln zirkeln sollten. Hierzu gehören verlassene Fabrikgelände, schicke Villen oder Privatwohnungen, leere Kellerräume, Lagerhallen und weiß der Schinder was euch so einfällt.

Ich habe da schon eine kleine Liste von BDSM-Ferienwohnungen, die nutzbar sind. Es macht aber nichts, wenn ich doppelt und dreifache Vorschläge bekomme.

Wer also jemanden kennt, der jemanden kennt oder selbst über entsprechende Locations verfügt, der ist herzlich willkommen mir Informationen hierüber zukommen zu lassen.

Gerne möchte ich in 2018 damit beginnen in regelmäßigen Abständen Workshops abzuhalten, bei denen neugierige Menschen, die im „O“-Segment blutige Anfänger sind, sich live und in Farbe mit dem Thema auseinander setzen können.

Kontakt: 0172-9032419 (WhatsApp möglich) oder er@ttoo.blog