#CircleOfFalbalus // Willkommen @LiRaDeVeMs :-)

Klingonisch, ist aber so.


Für die Meute sicherlich überraschend, so von innen her jedoch noch von Zeiten mit Dala bekannt, wollen wir nun @LiRaDeVeMs im #CircleOfFalbalus begrüßen. In den kommenden Tagen werde ich ihre eMail-Adresse einrichten und auch mein JC-Profil auktualisieren.

Trivia: Als ich im JC angefangen habe vor ein paar Jahren, habe ich mal die Suchfunktion ausprobiert. Einfach mal so die „Traumfrau“ zusammen gedichtet. Im Ergebnis war auch @LiRaDeVeMs schon damals dabei. Aber aufgrund der Entfernung und auch aufgrund der Tatsache, dass ich ja nicht wirklich suchte, habe ich sie damals „verworfen“.

Es war noch zu der Zeit als Tara im #CircleOfFalbalus war, als sie mich zaghaft im JC anschrieb und ich erinnerte mich sofort an ihr Bild. Kurz darauf ging Tara von Bord. Wir schrieben weiter und ein paar Wochen später war dann auch klar, dass wir uns mal treffen wollten. Ich informierte den #CircleOfFalbalus darüber und es wurde #SecretNight im Mai und @LiRaDeVeMs bekam auch mit, als Dala von Bord ging.

So mag es sich also so anlesen, als sei @LiRaDeVeMs „schneller Ersatz“, aber dem ist nicht so. Ich wollte das mal so klar stellen. Sicher ist sicher. Sie sollte quasi als „Dritte“ Sub in den #CircleOfFalbalus kommen. Nun ist sie neben der Senior-Sub (@Hirnventrikel) die „Erste“.


@LiRaDeVeMs ist nun nach Tara „The First Avengress“, M „The Second Avengress“, Dala „The Third Avengress“ mit dem Titel „The Fourth Avengress“ Mitglied im #CircleOfFalbalus. Dies ist aber nur der Hinweis für diejenigen von Euch, die Statistiken führen möchten ;-)*

*Ich habe mir das nun einfach mal so ausgedacht 🙂

Die Zofe im #CircleOfFalbalus // #Reprise

„Es ist schon erstaunlich.“ – „Findest Du?“ – „Ja.“ – „Warum?“ – „Weil sich irgendwie nur Männer melden?“ – „Ist es nicht egal, wer bei Dir sauber macht?“ – „Nein.“ – „Warum?“ – „Ich bin auch im SM hetero.“

Grillenzirpen


Irgendwie ist das ja schon eine Daueranzeige
French Maid -> Zofe im #CircleOfFalbalus

Und ja, die Stelle ist noch vakant. Doch es scheint tatsächlich keine Erfüllung zu sein, ganz exakt dieses Leben zu leben. Meine innere Stimme sagt mir da, dass dies auch wirklich Sinn macht. Denn welche Frau macht das schon gerne mit. Also neben dem eigenen Haushalt noch den eines anderen zu versorgen, bei miesen Arbeitszeiten (Wenn ich das will!), schlechter Bezahlung (Keine!) und unfairer Behandlung (Kleinigkeiten werden hart geahndet!).

Auf der anderen Seite sind es Männer, die nach Demütigung in dieser Form suchen. Und ich sage regelmäßig ab. Ich habe das, wie mal gebloggt, tatsächlich mal ausprobiert und einen Mann aufräumen lassen und ihn dabei mit dem Flogger streng bearbeitet. Für ihn war das Erfüllung, für mich war das langweilig am Ende.

Da stellt sich mir die Frage, warum ein Mann auf dem Weg nach Hause nach Erniedrigung sucht, die er daheim nicht findet. Und im gleichen Atemzug fällt mir auf, warum eine Frau eben nicht nach dieser Form der Erniedrigung sucht. Denn sie hat diese ja bereits daheim.

Vor allem, denke ich mir, sind es die gebundenen/alleinerziehenden/$whatever Frauen, die daheim schon der ganzen Familie und/oder beruflich als Reinigungskraft jemandem alles hinterherräumen müssen und deswegen in dieser Art und Weise keine zusätzliche Demütigung brauchen. Und weswegen sie, wenn sie schon aus dem „üblichen“ Leben ausscheren und fremd gehen, eben nicht das bekommen wollen, was sie daheim schon haben.

Damit ist die Position als Zofe wohl tatsächlich nur für jemanden geeignet, dem diese Form der Demütigung im Alltag nicht zuteil wird und das eigene Kopfkino frei genug ist, in diese Richtung zu denken. Nur, welche Frau ist frei von diesen Dingen im Alltag? Schließlich gibt es genügend Sekretärinnen, die nur wegen ihres Aussehens und ihrer Fähigkeit dem Chef Kaffee zu zu bereiten beschäftigt sind. Um es mal ganz politisch inkorrekt zu formulieren.

Zusätzlich ist es ja auch ein Problem der Nähe zu meinem Wohnort Köln. Die Zofe muss aus Köln (+/- 50km) kommen und nicht aus dem Brandenburger Buschland. Noch mehr als eine Sub im #CircleOfFalbalus ist ihre Verfügbarkeit für die Tätigkeit absolut maßgeblich, denn alle drei Wochen mal antanzen ist für ihre Arbeit garantiert nicht zielführend.

Sie muss das zusätzlich wollen und nicht nur so tun als ob. Sie muss Erniedrigung im Alltag suchen, denn Zofe kann man nicht spielen. Zofe ist man (in diesem Falle frau).


„Du gibst also die Hoffnung nicht auf?“ – „Nein, denn diese stirbt zuletzt.“ – „Und bis dahin?“ – „Muss ich es mir selbst machen.“ – „Ferkel!“

Grillenzirpen

Submission vs Selbstaufgabe

„Wo endet Submission und wo beginnt die Selbstaufgabe?“ — Ein schmaler Grad


Wenn man sich so durch die Literatur schlängelt, bekommt man ab und an den Eindruck, dass es nur „Alles oder Nichts“ zu geben scheint. Wenn schon submissionieren, dann aber komplett mit Haus, Hof und Hund. Und von dieser Seite der Leine nimmt man(n) sich gefälligst alles. Schließlich willst Du Doch eine gute Sub sein, oder?


Da reibe ich mir meine Augen und frage mich, welche Szenarien sowas überhaupt möglich machen könnten. Meine Frau hat mir mal gesagt, dass wenn ich nur reich und eventuell dazu auch noch berühmt wäre, dann würde sich eine gewisse Klientel an Frauen bei mir melden, die nur zu gerne bereit sind mit mir ins Bett zu gehen, um sich in diesem Glanz zu sonnen und zu weiden.

Ich würde sagen, dass wäre dann eine Form von Prostitution, denn diese Hingabeform würde enden, wenn ich mein Geld ausgegeben habe und niemand mehr was von mir wissen will.


Diese komplette „Selbstaufgabe“ -> „Total Power Exchange“ <- erscheint mir von seiten der Sub als die letzte eigene Entscheidung, bevor sie sich selbst auflöst und von der Idee des TPE kann nur der eigene Tod oder der Tod des Eigentümers befreien. Jedenfalls wenn man das buchstäblich ernst nimmt. Denn nimmt diese Selbstaufgabe nicht auch das Recht, dass Sub sich vom Dom trennen kann?

Vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich dazu soundso nicht tauge (schon mal gebloggt), weil ich vom inneren her keinerlei Voraussetzungen in mir trage einen Menschen besitzen zu wollen und komplett über ihn bestimmen zu müssen. Also nicht nur sexuell, sondern auch mit Beruf/Freunde/Familie/Geld/Wohnort/Kleidung/Internetnutzung/etcpp.

Obwohl ich mir da auch nicht sicher bin. Manchmal glaube ich schon, dass das geht, wenn eine D/s-Bindung nur tief genug geht und so ein Angebot seitens der Sub um die Ecke kommen würde. Aber wahrscheinlich wäre ich mit dieser Sub dann auch verheiratet und nicht „einfach so“ zusammen. Glaube ich. Keine Ahnung.


Was ich mir jedoch vorstellen kann ist die absolute -> „Erotic Power Exchange“ <-. Also diesbezüglich habe ich durchaus Motivation eine Frau in sexuellen Dingen zu besitzen. Und zwar komplett. Damit der Leser das richtig einordnen kann, so beschreibt EPE nicht „per se“ eine D/s-Beziehung als solche. D/s ist ziemlich weit gefasst und beide Parteien bewegen sich in den Grenzen, die sie sich gemeinsam geschaffen haben.

EPE geht jedoch den Schritt weiter, dass die Sub, die sich im Sinne des EPE anbietet, auf jedwede sexuelle Selbstbestimmung verzichtet und alles alleine dem Dom überlässt. Allerdings muss auch hier das Angebot zur Aufnahme einer EPE-Bindung von der Sub kommen in meinen Augen. Eben auch als letzte selbstbewusste Entscheidung, wenn es um ihre Sexualität geht.

Und weil es eben nicht TPE ist, könnte sie sich auf dieser Ebene ziemlich einfach vom Dom trennen und für sich die komplette Selbstaufgabe ausschließen. So würde ich das verstehen.


Nur, wenn wir von EPE sprechen, wo endet die Submission und wo beginnt dann doch Selbstaufgabe? Ich habe durchaus Bilder im Kopf eine Frau auch gegen Geld auszuleihen. Wäre das dann schon TPE? Oder Mißbrauch? Oder gehört es zu den sexuellen Pflichten der Sub, die sich als EPE-Sub angeboten hat?

Oder andersherum gefragt, ist sich eine EPE-Sub darüber im Klaren, welchen totalen Rahmen sie ohne jedwede Mitbestimmung an den Herrn übergibt? Billigt sie damit auch sexuellen Mißbrauch zur eigenen Lustgewinnung? Oder eben auch ohne eigene Befriedigung?

Kann eine moderne Frau von heute sich sowas überhaupt leisten?


Wenn man sich als Frau dem EPE nähert, dann ist das wahrscheinlich eine ziemlich fließende Sache, die sich aus dem normalen D/s heraus ergibt oder zumindest abzeichnet. Sie wird für sich selber bereits jeden anderen sexuellen Kontakt als zu ihrem Herrn für sich ausgeschlossen haben. Sie wird bereits von sich aus jede sexuelle Annäherung an ihre Person komplett abblocken. Sie braucht keinen Herrn, der ihr etwas erlaubt oder verbietet, weil sie sich sexuelle Kontakte mit anderen selbst verbietet.

Sie macht die Bindung an ihren Herrn sichtbar und der macht seine Bindung an sie sichtbar. Sie stehen zueinander und füreinander. Sie folgt ihm bedenkenlos überall hin und würde im Traum niemals auf die Idee kommen an seiner sexuellen Kompetenz über sie zu zweifeln.


Der Unterschied zwischen „üblichem“ D/s und EPE ist in meinen Augen keine wirkliche Selbstaufgabe erotischer Natur, sondern Ausdruck eines tiefen Vertrauens in die Herrschaft. Und auch in die eigenen Möglichkeiten. Aber vor allem, weil Sub und Dom das gleiche Kopfkino haben.

Eben nur mit dem feinen Unterschied, dass die Sub gar nichts mehr entscheiden möchte, sondern der Dom am Ende alles über sie (auch über ihren Kopf hinweg) entscheiden soll.

 

Kleiderordnung und andere Vorschriften

In der unzähligen Möglichkeit von Definitionen diverser Wahrscheinlichkeiten sticht eine Art von Fragen immer mal wieder heraus: Wie fremdbestimmt darf es denn sein, liebe Sub?


„Mein Herr, ja ich möchte fremdbestimmt werden. Sie sind mein Herr und Sie sollen über mich bestimmen. Sie müssen es auch, da ich Sie sonst nicht als meinen Herrn wahrnehmen kann. Bitte verfügen Sie über mich, wie Sie es wünschen, damit ich Ihre Dominanz immer spüren kann. Vor allem dann, wenn wir eben nicht direkt zusammen sind, sondern über die lästigen Kilometer getrennt ist Fremdbestimmung, in welche ich mich freiwillig hineinbegebe, für mich Zeichen unserer gemeinsamen Bindung.“

„Das klingt sehr verlockend, liebe Sub und ich werde gerne darauf zurück kommen.“


‚Hach‘, denkt sich der Dom, ‚was fange ich nun mit all dieser Macht so an?‘

„Nicht zögerlich sein, mein Freund!“, höre ich mich raten, „volles Pfund, damit sie auch merkt, was sie sich da wünscht <3“


„Liebe Sub, ich wünsche mir, dass Du mir täglich Fotos von Dir in demütiger Haltung schickst, einmal liegend, einmal kniend, einmal stehend. Mindestens. Zusätzlich darfst Du nur mit meiner Zustimmung masturbieren und wenn, dann auch nur mit meiner Erlaubnis zum Orgasmus kommen. Außerdem ist Dir das Tragen von Unterwäsche ab sofort nicht mehr gestattet und Deine Fotos sind Beweis, dass Du meiner Anordnung auch Folge leistest!“

„Mein Herr, wie gerne würde ich das alles für sie tun, aber ich habe zwei kleine Kinder, die ständig um mich herumwuseln, außerdem habe ich einen Freund, der es merkwürdig finden würde, wenn ich meine sexy Unterwäsche, die er so geil findet, nicht mehr tragen würde. Darf ich auch keinen Orgasmus mehr haben, wenn er mit mir schläft?“


‚Orrrrr‘

„Na, merkste selber?“


Das ist jetzt einfach mal eine beispielhafte Situation, wie diese wahrscheinlich nicht mal soooo selten vorkommt. Zwei Menschen, die irgendwie nicht darüber nachdenken, welche Folgen Nicht-Kommunikation hat.

Völlig verträumt in den Dingen, die sie sich voneinander wünschen wurde beiderseits der Realitätscheck, mit deutlichem Pendel zum Dom!, vergessen und nun beginnt der Frust.

Oder … doch nicht?


Wenn der Wunsch nach Fremdbestimmung (inklusive Kleiderordnung) seitens der Sub doch so groß war, warum kommt nun seitens der Sub dieses dicke, fette „Aber“? Schließlich hat sie sich ja soweit geöffnet, dass der Dom wirklich in die Vollen greifen kann. Also ist doch die Sub an diesem Frust schuld, oder?

Ja … und Nein.

Ja, weil sie dem Dom keine Alternativen mit auf den Weg gegeben hat. Sie hat lediglich festgestellt, was NICHT geht, statt darüber nachzudenken, was sie tun könnte. Und ich denke, das ist die Schuld der Sub alleine.

Nein, weil ein Dom sich ein konkretes Bild vom „üblichen“ Leben der Sub machen muss, damit er einen Sinn dafür bekommen kann, wie der Eingriff in das Leben der Sub realistisch machbar ist. Und Kommunikation gehört zum Geschäft. Für beide Seiten, aber alle mal für den Dom.


Ich sage aber auch, dass es für eine allein stehende Frau ohne jedwede Verpflichtungen gegenüber Kindern und Partner vor Ort überhaupt gar keinen Grund geben kann (wenn nicht sogar darf) diesen Wünschen nicht nachzukommen. Hier ist es nur der innere Schweinehund, den sie überwinden muss. Und da sage ich dann ehrlich: Selbst gewähltes Schicksal.

Sich auf irgendeine Individualität zu berufen, wenn man fremdbestimmt werden möchte, ist im D/s barer Unsinn und absolut widersprüchlich. Dabei geht es ja nicht darum keinen geliebten Hobbys mehr nachgehen zu dürfen oder in Vereinen tätig zu sein. All das kann man auch mit einem Plug im Hintern machen. Darüber muss gar nicht gesprochen werden. Und … ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen einen Plug im Hintern haben und niemand weiß das. Bitte keine Kommentare über den „Stock im Arsch“. Das ist was anderes 😉


Fremdbestimmung im D/s ist etwas, welches in der aller Regel niemandem weh tut. Auf der einen Seite muss ein Dom eben prüfen, wie weit er gehen will (und auch kann) und die Sub muss prüfen, welches „Aber“ noch gerechtfertigt ist, aber eben auch was sie für ihn zu leisten bereit ist.

Ich sehe es beispielsweise nicht als Problem für die Sub an beispielsweise von Strumpfhosen auf Halterlose umzusteigen und diese täglich zu tragen. Das geht auch unter einer Hose und fällt niemandem weiter auf. Tatsächlich habe ich erlebt, dass alleine dieser Wechsel einigen Damen ein anderes, und positives dazu, Gefühl gegeben hat. Es ist nichts Demütigendes dabei, sondern nur eine kleine Änderung in ihrem Leben.

Es geht mir beispielsweise darum einen Schritt weit Feminität zu fordern. Und auch über den praktischen Sinn von Halterlosen zu sprechen, da diese beim Kacken nicht so hinderlich sind, wenn es schnell gehen muss.


Natürlich kann ich meine 3H-Regel nicht im Alltag einfordern, aber wer für mich auf High Heels laufen will, der sollte das nicht nur dann tun, wenn frau sich mit mir trifft live und in Farbe. Frau kann sich diese High Heels auch statt den Hauspantoffeln unterschnallen, wenn sie heim kommt und einfach in der Wohnung darauf rumlaufen für erst 10, dann 20 und dann vielleicht 30 Minuten am Tag.

Und dann mit Stolz dem Dom zeigen, dass sie das alles gerne für ihn getan hat und die Heels nicht nur beim Sex angezogen sind. Ich denke, dass kommt besser an, als jede gequälte Aktion, die widerum zu Frust führt.


Unter dem Strich ist Fremdbestimmung nur etwas für Frauen, die dies auch wirklich wollen. Die sich diesen Dingen stellen wollen und nicht beim kleinsten „Huch“ gleich kontern. Wer also zum persönlichen Sub-Sein Fremdbestimmung in der Form nicht gebrauchen kann, der muss dies klar kommunizieren.

Ein Dom sollte sich viel Zeit dafür nehmen heraus zu finden, was der Sub liegt und wenn er unbedingt fremdbestimmen will und sie das partout nicht möchte, dann muss er es im Zweifel bleiben lassen. Schließlich teilt sie seinen Kink nicht und sie seinen nicht.

Sie wissen ja: Topf … Deckel 😉

Orrr, mein Herr twittert und ich denke, ich bin gemeint

Wie schaffe ich es Tweets meines Herrn, die an die Allgemeinheit gerichtet sind und ohne ihn zu fragen nicht auf sich selbst zu beziehen? – Langtext


Es ist ganz einfach (und auch im Blog bereits mehrfach erwähnt): Wenn es ein Problem gibt, welches wir gemeinsam lösen müssen, dann bespreche ich das mit Dir und zwar direkt. Und nur diese verbalen Tweets darfst Du direkt auf Dich beziehen.

Alles andere geht nicht in Deine Richtung. Und diese Ansage darfst Du Dir bitte hinter Deine Ohren schreiben.

— eot

Natürlicher Umgang mit dem Machtgefälle.

Immer wieder gerne genommen: BDSM im Alltag


Zunächst einmal muss man unterstellen, dass sich zwei Menschen gefunden haben. Die submissive Fachkraft hat jemanden gefunden, den sie als Dominanz anerkennen mag. Die Frage ist, wo ist da eine Grenze? Ist das nun 24/7, also immer? Oder nur, wenn der Herr der Dame ein Halsband anlegt? Oder nur, wenn beide physikalisch beisammen sind und ansonsten ist Funkstille?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Kommt drauf an? Mitnichten würde ich sagen.

Wie kann es sein, dass eine Frau sich einen Mann sucht, dessen Dominanz sie zwar sexuell anerkennen mag, aber im Alltag eben nicht? Ist das nicht ein wenig halbherzig? Zu kurz gesprungen?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Zugegeben: Nicht jede Frau braucht das. Also das mit Dominanz im Alltag. Es sind gerade ziemlich selbstbewusste Frauen, die im Alltag ihre Frau stehen, welche aber im Bett den Macher wünschen und nicht den weichen Kerl. Also irgendwie so, wie der Manager, der eine Domina hat.

Wenigstens eben in sexueller Hinsicht keine Entscheidungen treffen „müssen“, wohl aber können. Ich finde, damit kann man was anfangen, oder?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Ernsthaft:

Der natürliche Umgang mit der Dominanz ist ebenso wichtig, wie der natürliche Umgang mit Submission. Ein Dom sollte sich dankbar zeigen, dass er das Geschenk der Submission erhält. Eine emanzipierte Frau macht das eben nicht für jeden. Auf der anderen Seite gebietet der natürliche Umgang mit der Dominanz auch, dass die Frau für sich entschieden hat einen Mann zu daten, im Mindesten, welcher bei ihr gerne auch mal übergriffig sein kann.


Zum Beispiel wird er ihr gerne einfach mal so, egal wo, an die Brüste fassen oder an den Nippeln zwirbeln und ihr ins Ohr flüstern, dass sie eine geile Fotze ist. Und sie wird exakt diese Übergriffe als Kompliment auffassen, weil sie es ist, die dieser Mann leidenschaftlich begehrt. Es macht der Ton halt die Musik, wenn er ihr Dinge per Sprachnachricht schickt und sie spontan feucht wird, auch wenn sie das vielleicht gerade nicht gebrauchen kann.

Allerdings ist es eben auch genau das, was den natürlichen Umgang mit der Dominanz für mich ausmacht, nämlich die geschenkte Macht auch zu nutzen und eben nicht nur dann, wenn für die Frau Ort und Zeit stimmt. Ich mache das versteckt, leise, heimlich – schließlich muss die Frau meine Nachrichten ja nicht lesen. Und es muss auch niemand direkt mitbekommen. Ein Dom sollte es stets unterlassen die Frau bloß zu stellen …


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


… jahaaaa, es sei denn es ist ihr Kick, dass sie zu Dingen aufgefordert wird, die sie sichtbar für die Öffentlichkeit machen soll. Den knielangen, engen Rock hochkrempeln, um sich mit dem nackten Hintern auf einen Stuhl zu setzen. In einem Cafe. Am Sonntag nachmittag. Zum Beispiel.

Ich denke, dass es gerade so kleine Neckereien sind, die eine Sub gerne über sich ergehen lässt, weil es ihr ganz eindeutig zeigt, dass es um sie alleine geht. Jetzt und in diesem Moment der Herr an sie denkt und sich daran erfreut, wenn sie im Cafe nun die Schamlippenklemmen entfernen darf. Während sie auf dem Stuhl sitzt und diese dem Herrn auf den Tisch legt.


Das kann bis zu Blowjobs im Auto gehen auf dem Parkplatz eines Markendiscounters, versteckt oder offen. Egal, was den natürlichen Umgang mit der Dominanz ausmacht: Es kommt eben darauf an, ob der Kink der Sub dem Herren gefällt und ob die Sub auch wirklich bereit dafür ist, mal eine Grenze zu (ihrem oder nur seinem Vergnügen) zu übertreten.


Submission stellt keine Frage an Ort und Zeit. Der Dom kümmert sich um Anstand und Moral.

Angemessene Nicht-Beachtung der Sub.

Wenn ich das manchmal so lese, dann frage ich mich immer, ob es noch ein Leben neben dem Leben gibt.


Sub und Dom bedingen einander. Nicht nur weil der eine ohne den anderen lediglich Autoerotik betreiben würde, sondern weil weil beide das Gefühl benötigen, welches sie vom anderen erhalten. Die Sub benötigt die Macht des Dom und der Dom die Hingabe der Sub.

Beides hat nicht mal direkt was mit Regeln oder sexuellen Anliegen zu tun, obgleich dies vielfach vermutet wird. Man muss sich einfach mal die Frage stellen, ob ein Dom noch ein Dom sein mag, wenn es keinerlei sexuelle Aktivitäten in seiner Beziehung gäbe. Gleiches gilt auch für die Sub. Hat ein Dom also grundsätzlich in sich das Gefühl führen zu wollen und die Sub generell einen Hang zu bestimmenden Menschen?

In der heutigen Zeit scheint dieser Basiskonstrukt nicht mehr sehr bekannt zu sein. #50SOG, den ich als alter Romantiker ob der Liebesgeschichte einfach schön (<3) finde, hat eine Welle der BDSM-Begeisterung hervorgerufen und nun tummeln sich Menschen in der Welt auf der Suche nach Erlebnis-Sexualität.

Manche Doms sind nunmehr der Meinung, dass sie grundsätzlich sexuellen Zugriff auf eine Sub haben und manche Subs glauben, dass der Dom jederzeit ihren Seelenfrieden zu organisieren habe. Liebe Menschen … so funktioniert das nicht, jedenfalls nicht immer.


Ich möchte niemandem auf den Fuß treten, aber wenn ich so ins Netz reinhorche, dann sehe ich Frauen, die oftmals eine Art Nicht-Selbstbewusstsein für sich pflegen und sich ziemlich schnell an einen Dom binden, ohne wirklich zu prüfen, ob dessen Kink zu ihrem passt. Irgendwie scheint es einen Sicherheitsmechanismus seitens der Frau nicht zu geben, und der Dom greift nur willig zu, da er sich ja nun vollkommen selbst verwirklichen kann. Frei nach dem Motto: „Ich mache alles für Sie, mein Herr!“ – „Dann knie nieder und bete mich an!“

Es tut mir leid zu postulieren, dass es sich hierbei nicht um eine Sub und einen Dom im Sinne meines gefühlten BDSM handelt, sondern um Menschen, die irgendwie herumstochern um mal zu schauen, was passiert. Der Dom wendet sich irgendwann gelangweilt ab, sucht sich ein neues „Opfer“ und die Sub bleibt womöglich gebrochen zurück und nimmt den Rucksack schlechter Erfahrungen mit zum nächsten Dom, der nicht lange auf sich warten lässt. Ein Teufelskreis.


In meinen Augen sind Sub und Dom auf Augenhöhe und nur so können sie in eine tiefere Bindung eintreten. Verständnis füreinander, für die Lebenssituation, für den gemeinsamen Kink müssen Leitbilder sein. Auch wenn es heißt, dass man verheiratet, aber nicht miteinander verheiratet ist. Was dann aber auch bedeutet, dass man eben nicht jeden Tag intensiv schreibt oder gar telefoniert.

Die Frage lautet: Komme ich als Dom damit klar, wenn meine Sub familiären Verpflichtungen nachgeht und eventuell zwei Wochen gar kein Kontakt möglich ist? Und wenn ein Dom eben beruflich mal stark eingespannt ist, kann eine Sub es ertragen, wenn er mal nicht reagiert? Und wenn ja, wie lange?


Wichtig ist mir in solchen Fällen immer, dass man sich abmeldet. Mit Begründung, wenn möglich. Das man dem anderen sagt, dass es im Zeitraum XYZ eben nur zu eingeschränkter bis Null Kommunikation kommen kann. Ich finde, dass ist das Mindeste.

Alles andere würde nur dazu führen, dass man sich Sorgen um den Anderen macht. Klingt irgendwie nach 0815-Beziehungspärchenkackscheißkram, richtig? Ist es aber auch. Es ist einfach guter Umgang miteinander.


Nachdem ich nun für mich mal das Grundlegende aufgedröselt habe, kommt es nun tatsächlich auch zum Thema 😉 Gibt es eine Grundlage dafür, dass man den anderen bewusst ignoriert?

Ja … die gibt es. Wenn man ein Problem zu bewältigen hat, so muss man sich immer vor Augen führen, dass man gemeinsam arbeitet gegen das Problem. Und eben nicht gegeneinander. Und doch ist der Zeitpunkt ab und an völlig unangemessen Probleme, Sorgen und Nöte zu wälzen. Ich selber sage meinen Subs, dass sie mir immer schreiben können, dass ich die Nachrichten sogar lese, aber halt nicht immer sofort reagieren kann. Und andersherum gebe ich meinen Subs den gleichen Tipp mit auf den Weg.

Die einzige Echtzeitkommunikation ist das reale Aufeinandertreffen oder das Telefonat. Weswegen beide vielleicht versuchen sollten „Dinge“ nicht durch Schreiben zu erledigen, sondern sich auf einen Tag und eine Uhrzeit verständigen, wo man mindestens darüber telefonieren kann.

#SecretNight goes „O“ – Regelwerk // 04.05.2018

Neues Spiel – Neues Glück


Auf Basis des vorhandenen Regelwerkes von der letzten Veranstaltung kommt es nun zu einer etwas angepassteren Variante der grundlegenden Regeln für die Spielrunden.

Der Zeremonienmeister:

  1. Der Zeremonienmeister (/me) führt durch das Programm. Anwesende Herren werden gebeten ihre „O“’s dahingehend zu verpflichten, seinen Anordnungen folge zu leisten.
  2. Der Zeremonienmeister ist unberührbar, kann jedoch zu Handlungen seitens der anwesenden Herren explizit eingeladen werden.
  3. Der Zeremonienmeister ist von den anwesenden „O“’s zu siezen.

Die Spielregeln:

  1. Es gibt insgesamt drei Spielrunden. Jede Spielrunde besteht aus zwei bis drei Durchgängen. Im Sinne einer Einsteigerveranstaltung wählt die „O“ selber die Farbe ihres Armbandes. Dieses gilt für die komplette Spielrunde und für alle Durchgänge. Anwesende Herren werden ersucht die einmal gewählte Farbe entsprechend durchzusetzen.
  2. Unabhängig von der Farbe des Armbandes haben die „O“’s entsprechende Kleidung zu tragen, die es anwesenden Herren erlaubt sich ein Bild von ihnen zu machen. Das Tragen von Büstenhaltern und Slips ist für die „O“’s strengstens untersagt. Den anwesenden Herren wird vorgeschlagen, die „O“’s bereits bei der ersten Präsentation vollständig bis auf Halterlose, Halsband und High Heels zu entkleiden.
  3. Es wird darum gebeten, dass das Machtgefälle sichtbar wird. Die Herren sitzen auf den Möbeln, die „O“’s knien oder sitzen zu ihren Füßen.
  4. Alle Herren werden von den „O“’s ausnahmslos gesiezt, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt. Die „O“’s werden entsprechend geduzt.

Die Farbregeln:

  1. Rotes Armband – Nur Schauen, nicht anfassen.
    Für die letzte Spielrunde: Nur Handjobs.
  2. Gelbes Armband – Anfassen ohne Eindringen.
    Für die letzte Spielrunde: Nur Handjobs und Blowjobs.
  3. Grünes Armband: Anfassen und Eindringen.
    Für die letzte Spielrunde: Handjobs, Blowjobs, Verkehr.

Sicherheitshinweis:

SM-Anteil:
Während der Spielrunden entscheidet der jeweilige Herr einer „O“, ob ein Fremdbespielen stattfinden darf oder nicht. Die „O“ hat hierüber über Art und Umfang keine Mitbestimmung.

Letzte Spielrunde:
Die Nutzung von Kondomen ist selbstverständlich! Im Sinne dieser Veranstaltung liegt die Entscheidung jedoch formal beim jeweiligen Herren.

Safeword:
Das Safeword lautet „MayDay“.

Ersuchen um Aufmerksamkeit.

Einhergehend mit „Ständige Rückversicherung ist aller Ende Anfang.“ komme ich nun zu den weiteren Gedanken über das „Submissive Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“: Dem Ersuchen um Aufmerksamkeit.


Meiner Erfahrung nach haben oftmals den Wunsch nicht nur nach dem omnipotenten, sondern auch nach dem omnipräsenten Herrn, der prinzipiell auf Knopfdruck (zumindest geistig) parat zu stehen hat. Meistens dann, wenn es gerade irgendwo kneift. Man wird überschüttet mit Nachrichten und wenn nicht in einem von der Sub definierten Rahmen (gefühlt 5 Sekunden) reagiert wird, dann hat der Herr im schlimmsten Falle ganz plötzlich gar kein Interesse mehr an ihr.

Da dies ein absoluter Trugschluss ist, möchte ich dazu einfach mal Stellung beziehen.


„Ich vermisse Dich auch, mein Herz!“


Vielleicht ist es Dir entgangen, aber ich habe tatsächlich ein Leben. Also irgendwie ein doofes, aber es existiert noch. Also irgendwas mit Arbeit oder Haushalt oder Kinder oder Eltern oder Hobbys oder … halt sowas. Erinnerst Du Dich, dass auch Du gewisse Dinge hast, bei denen Du nicht gestört werden möchtest/kannst/darfst/sollst und die ich respektiere? Warum funktioniert das anders herum von Dir zu mir nicht?

Natürlich kannst Du mir immer schreiben, aber nur das Telefonat ist ebenso ein Echtzeitmedium, wie das persönliche Treffen. Alles andere kann doch bitte mal ein wenig warten, oder?

Natürlich schmeichelt es mir, wenn Du an mich denkst und mir kleine Botschaften schickst, aber ich kann nun mal schlecht ernsthafte und tiefe Gespräche tagsüber führen, wenn ich mein Geld verdienen muss.

Ja, ich erinnere mich daran, dass ich Dir tagsüber ab und an mal kleinere Anweisungen zusende, die Du sofort zu erledigen hast. Fremdbestimmung direkt ausüben. Aber würde ich stündlich auf Dich zugreifen, dann würdest Du auch irgendwann mal rebellieren. Nicht weil Du das nicht alles machen willst, sondern weil es einfach nicht geht. Schließlich leidet darunter die Konzentration am Arbeitsplatz und am Ende wackelt vielleicht Dein Job. Und daran möchte ich nicht schuld sein, so sehr Du das alles gerne machen würdest.

Je mehr Botschaften Du also am Tag an mich sendest, umso eher stelle ich Dich auf lautlos. Und das ist garantiert nicht das, was Du willst.


Das Mindeste, was ich von Dir erwarte (und Du auch von mir) ist, dass es überhaupt zu einer Reaktion in einem angemessenen Zeitraum kommt. Und das können tagsüber durchaus mal 2-3 Stunden sein. Darüber hinaus gibt es Zeiten, da ist gar keine Kommunikation gewünscht oder möglich, da meldet man sich einfach ab und gut ist.

 

Ständige Rückversicherung ist aller Ende Anfang.

„Ich habe keine Angst davor, dass man mich für emphatielos hält. Wer mich nicht kennt, der muss so denken.“


Das ist schon eine krasse Aussage. Für sich alleine betrachtet klingt das ziemlich böse und gemein. Darf ich mal bitte den Kontext herstellen? Danke.

Wo eine Sub zu Beginn einer Beziehung selbstverständlich unsicher ist, ob sie alles richtig und zur genüge macht, ist Rückversicherung meinerseits eine absolute Pflicht. Ich denke jedoch, dass irgendwann der Punkt erreicht sein muss, dass eine Einforderung der Rückversicherung einfach enden muss.

Schließlich bin ich dann schon länger mit einer Frau beisammen und wenn irgendwo der Schuh drücken würde, dann würde ich das ganz bestimmt auch sagen. Das klingt nun nach „Nicht geschimpft, ist genug gelobt“ und ich stelle für mich die These auf, dass das auch stimmt.

„Übliche“ Erledigungen werden „Normalität“ und darin entwickelt sich mit der Zeit, und unter meiner Führung und Anleitung, eine gewisse Qualität, die mich zufrieden stellt. Es entwickelt sich also ein Status Quo, der seitens meiner Sub zu halten ist, weil ich ihr bei Erreichen dieses Status und auch danach immer wieder mitgeteilt habe, dass sie einfach nur toll ist, dass sie das für mich leisten mag und kann. Ergo werde ich neue Ziele finden, die das Erreichte erweitern und das Spiel mit der Suche nach der Qualität geht von vorne los.


Was mich also nervt ist die (ständige) Fragerei, ob mit dem Status Quo alles in Ordnung ist. Das klingt in meinen Ohren irgendwie nach Qualitätskontrolle und ist nicht Deine Aufgabe, sondern meine. Wenn also sich irgendwie etwas positiv oder negativ am Status Quo ändert, dann werde ich das sicher kundgeben und Dir das Feedback geben, was Du benötigst.

Das Ganze hat aber auch einen anderen Haken. Denn es fühlt sich dann für mich an, als ob in unserer Beziehung etwas nicht stimmt. Du hast Zweifel an Dir, die Du dadurch auf mich projezierst. Und das obgleich ich Dir zu keinem Zeitpunkt einen Grund dafür geliefert (aka „nichts Negatives gesagt“) habe. Es vermittelt mir das Gefühl, dass ich es nicht schaffe, Dir Deine Selbstzweifel zu nehmen.

Und somit ist für mich irgendwann der Punkt da, an welchem (ständige) Rückversicherung der Anfang vom Ende ist.


Natürlich ist es wichtig mit Dir unsere Beziehung generell ab und an mal zu durchleuchten, ob noch alles mit uns okay ist. Und das mache ich auch, weil es mir auch sehr wichtig ist nicht nur zu fühlen wo wir stehen, sondern auch von Dir ein ehrliches Feedback zu bekommen. Aber … bitte … nicht wöchentlich oder gar täglich.