#Fuffzig — The Casting Show

Nun aber mal ernsthaft. Wir haben 2018 und uns fehlt Personal. Und es ist so schwer gutes Personal zu finden. Für den 50. Geburtstag in 2020 kann man gar nicht früh genug anfangen.


Du bist frivol, lustvoll und neuen Dingen aufgeschlossen? Du möchtest Teil einer BDSM-nahen Veranstaltung sein und/oder sogar „Center of the Stage“? Dann bewerbe Dich jetzt und Du bist im Casting. (Nein, das ist nicht die Suche nach Deutschlands Next Super Sub!)


Mitte des Jahres 2020 feiere ich mit einer ausgewählten Anzahl Menschen, die ziemlich nah am BDSM gebaut sind, meinen 50. Geburtstag. Im Rahmen der #SecretNight werde ich eine Art Casting veranstalten und fünf bis sechs Menschen die Möglichkeit geben (natürlich im Beisein ihrer Herrschaft!) zur Freude der Anwesenden aktiv zu werden.


Ja, das klingt durchaus früh, weil Mitte 2019 oder sogar Anfang 2020 sollte doch ausreichen, aber das Casting soll sich auch über mehrere #SecretNights erstrecken, so dass wir Anfang 2020 wirklich eine stabile Anzahl an Servicekräften haben.


Stellenbeschreibung:

Du bedienst die Gäste am Tisch mit Speisen und Getränken und wir erwarten von Dir sowohl ein freundliches Auftreten und tatsächlich auch Erfahrung im Service. Dein Geschlecht spielt keine Rolle und auch Dein Alter und Aussehen nicht. Jedoch werden wir auf eine ausgewogene Anzahl an passenden Frauen und Männern im Service achten.

Kinky Stuff:

Die Arbeitskleidung wird vorgegeben. Die Damen tragen High Heels, Halterlose und ein kleines Schwarzes über dem ansonst nacktem Körper. Die Herren tragen schwarze Lederschuhe, eine Anzughose und sind oberkörperfrei. Ein passendes Halsband wird von mir gestellt.

Very Kinky Stuff:

Über ein Armband, welches alle Servicekräfte zu tragen haben, signalisiert die Servicekraft weitere Services. Art und Umfang der weiteren Services sind vorgegeben, jedoch entscheidet die Servicekraft alleine (oder ihre Herrschaft), welches sie trägt.


Darüber kann man nun vortrefflich viel schreiben, aber der direkte Gedankenaustausch ist dafür einfach besser geeignet, wenn man sich persönlich kennen lernt.

Für das Casting selber ist der Eintritt in die #SecretNight natürlich frei. Alle Castings finden daher in Dortmund statt. Reisekosten werden nicht übernommen. Die Anzahl der Casting-Teilnehmer ist auf zwei Personen pro #SecretNight begrenzt. Wer sich also zuerst mit dem Stichwort „‚Casting“ anmeldet, der hat gewonnen.

Dieser Blogbeitrag darf gerne in den verschiedenen Erotikportalen oder WhatsApp-Gruppen oder sonstwie verteilt / verlinkt werden. Jedoch achtet bitte darauf, dass es sich um BDSM-nahe Portale handelt und nicht um Swinger-Portale. So ersparen wir uns alle merkwürdige Replies aus der Hölle.


Casting-Termine:

07.09.2018 // 02.11.2018 // 01.03.2019 // 03.05.2019 // 01.11.2019


#Fuffzig #Casting
NOTE : 5 MByte insgesamt (Nur *.png oder *.jpg)

Herzblut, Sinnesüberreizung und Perfektion // @bloodconcupisce // 3-Wort-Geschichte

„Das Licht am Ende des Tunnels ist eine Panoramatapete“ – Wolfgang Niedecken


„Nie wieder werde ich das tun. Nie, nie, niemals nicht.“, höre ich sie noch heute reden: „Sie haben da eine Grenze überschritten und mich für ihre Idee geopfert! Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?! Glauben Sie, dass Sie nur mit dem Finger schnippsen müssen und eine Frau fängt spontan an geil zu werden und sich nichts anderes wünscht als von Ihnen derartig erniedrigt zu werden?! Sind Sie etwa Gott?! MEIN HERR!?“

Jetzt ist das schon fast drei Jahre her und sie ist immer noch mit mir zusammen. Also scheine ich offensichtlich vielleicht nicht Gott, aber zumindest ein passender Umgang für sie zu sein. Wo sie sich übrigens noch ziemlich an jedes Detail von damals erinnert und es mir immer und immer wieder gerne bei passenden Gelegenheiten aufs Brot schmiert, erinnere ich mich nur an das Gefühl, was ich damals hatte.

Sie hatte sich in ihrer unnachahmlichen Perfektion, welche ihr mehr als einmal bis heute als persönlicher Stolperstein dienlich ist, auf unser Date vorbereitet. Vor meinen Augen stand eine Frau mit gepflegten, lockigen, schulterlangen, roten Haaren. Dazu dezent bis, glaube ich, gar nicht geschminkt, mit Halsband und dem kleinen Schwarzen, mit diesem raffiniertem Ausschnitt, der mich immer wieder zu einer von ihr sehr geschätzten Form der Übergiffigkeit animierte.

So konnte ich ihr mit einem Ruck das Kleid von Leib reißen, ohne dass es dabei kaputt ging, und mir bei meiner persönlichen Überprüfung der Ware ein umfassendes Bild dieser knapp einen Kopf kleineren Göttin machen. Ihre Brüste hüpften bei diesem Vorgang sehr geschmeidig hervor. Nicht mehr die straffesten, aber das war mir schon immer egal gewesen. Kräftig mit einer Hand an eine Brust gefasst und mit der anderen in ihren Schritt zog ich sie an mich und drückte ihr meinen Kuss auf die Lippen.

Ich mag diese Gleichzeitigkeiten. Der zarte Kuss zum einen, aber der harte Zugriff zum Anderen, welches sie bis heute nicht wirklich sicher macht, in welche Richtung die Reise gehen würde. Auch damals hatte ich nicht wirklich einen Plan, was ich mit ihr machen wollte. Respektive schaffte sie es immer wieder mich von meinen Plänen abzubringen. Das Herzblut, welches sie in ihre Präsentation mir gegenüber legte, stachelte mich immer wieder an, einfach los zu marschieren.

Ihre Scham war wie immer frisch rasiert und ihre Haare dufteten so einzigartig nach Geilheit, dass mein Abstandshalter weiter unten automatisch signalisierte, dass es heute durchaus Sex geben könnte. Ihre Atmung setze aus, als sie die Schmerzen an ihren Nippeln während des Kusses wegdachte. Und intensiver ich sie küsste, desto größer wurden ihre Augen und je fester wurde mein Druck auf ihren Nippeln.

Sie jappste nach Luft, als ich von ihr ließ, aber sie stand aufrecht mit ihren Armen hinter ihrem Rücken, die Beine gespreizt umfasst von schwarzen, glatten, blickdichten halterlosen Strümpfen mit ihren Füßen in den schwarzen High Heels, die ich an ihr so mochte. „Du bekommst nun meine volle Aufmerksamkeit. Ist das Dein Wunsch?“ – „Ja, mein Herr!“ – „Wie lautet Dein Safeword?“ – „Ich sage ‚Stopp‘, wenn ich es sagen kann oder schüttele den Kopf, wenn ich es nicht sagen kann, mein Herr!“

Ich ließ Sie nun vor mein mobiles Andreaskreuz treten. Rücken an die Wand und band ihre Arme und Beine aus dem Weg. „Du wirst heute für mich kommen und ich garantiere Dir, dass Du für mich kommen wirst, Lady“. Sie sagte nichts, sondern schaute mich nur an. „Du wirst Dich nicht zurück halten, sondern mir immer sagen, wenn Du kommst. Das ist kein Wettbewerb, ich will Dich sehen. Hast Du das verstanden?“ – „Ja, mein Herr!“ antwortete sie zögerlich, aber dennoch fest genug, dass ich wusste, dass sie mich verstand.

So betrachtete ich sie noch eine ganze Weile. Sie zog an ihren Befestigungen. Wollte wohl auch, dass das was auch passieren möge nun endlich los ginge. ‚Sie sind immer so ungeduldig.‘, lachte ich in mich hinein und setze ihr eine Augenbinde auf. Ich hatte mir zudem eine kleine Apparatur gebastelt, die es mir ermöglichte zwei Gegenstände daran zu befestigen. Einmal einen Vibrator für innen und einmal einen Wand für außen.

Zunächst führte ich den Vibrator in sie ein und positionierte diesen so, dass er nicht bis zum Anschlag in ihr verschwand. Er war mit rotierenden Kugeln versehen, vielleicht 15cm lang. Bereits beim Einführen ohne Stromzufuhr hörte ich einen kleinen Seufzer von oben auf mich heruntersäuseln. Als zweites stellte ich den Wand auf ihre Klit ein und sie wusste instinktiv, das es ihr Lieblingswand gewesen ist.

„Ich werde Dir nun zusehen und ich werde es genießen. Die heutige Lektion: Sinnesüberreizung. Aber ich weiß genau, dass Du meine Orgasmen magst. Also wehre Dich nicht, sonst dauert alles länger.“ Sie schluckte.

Ich betätigte den Schalter am Vibrator und die Kugeln begannen sanft, sie von innen zu massieren. Auf diese Weise drückte ihre Klit sich regelmäßig quasi von innen her gegen den Wand, den ich noch nicht eingeschaltet hatte. Sie entspannte sichtlich und ließ sich treiben und es dauerte nicht lange, bis auch der Vibrator feucht wurde. Nun stellte ich den Wand auf eine sanfte Stufe ein, setze mich auf einen Stuhl und, ließ sie kommen.

Ein ums andere mal. Ein Genuß für mich. Und dazu ihre zitternde Stimme, die gegen den Rausch versuchte mitzuzählen. Manchmal gelang es ihr, manchmal verzählte sie sich und ich korrigierte, aber das Bild ihres Leibes, der durch mich so in Verzückung geriet, befriedigte mich mehr als Sex es jemals wird tun können.

Tatsächlich erinnere ich mich nicht mehr an die Anzahl der Orgasmen. Aber sie schaut mich heute noch an und strahlt dabei. „15, mein Herr! Sie Arschloch! Ich liebe Sie, mein Herr!“


Herzblut, Sinnesüberreizung und Perfektion.
courtesy by @bloodconcupisce

Die 3-Wort-Geschichte ist die Herausforderung aus dem Gegebenen eine sinnliche, erotische Geschichte zu formen. Die Geschichte wird „ad hoc“ geschrieben und „as is“ veröffentlicht und darf nicht ewig und drei Tage in den Entwürfen liegen. Die Worte müssen keinen Zusammenhang ergeben, aber sie müssen a) vorkommen, also nicht umschrieben werden und b) sie müssen Sinn ergeben.

Vielen Dank für diese Challenge.


 

Die Zofe im #CircleOfFalbalus // #Reprise

„Es ist schon erstaunlich.“ – „Findest Du?“ – „Ja.“ – „Warum?“ – „Weil sich irgendwie nur Männer melden?“ – „Ist es nicht egal, wer bei Dir sauber macht?“ – „Nein.“ – „Warum?“ – „Ich bin auch im SM hetero.“

Grillenzirpen


Irgendwie ist das ja schon eine Daueranzeige
French Maid -> Zofe im #CircleOfFalbalus

Und ja, die Stelle ist noch vakant. Doch es scheint tatsächlich keine Erfüllung zu sein, ganz exakt dieses Leben zu leben. Meine innere Stimme sagt mir da, dass dies auch wirklich Sinn macht. Denn welche Frau macht das schon gerne mit. Also neben dem eigenen Haushalt noch den eines anderen zu versorgen, bei miesen Arbeitszeiten (Wenn ich das will!), schlechter Bezahlung (Keine!) und unfairer Behandlung (Kleinigkeiten werden hart geahndet!).

Auf der anderen Seite sind es Männer, die nach Demütigung in dieser Form suchen. Und ich sage regelmäßig ab. Ich habe das, wie mal gebloggt, tatsächlich mal ausprobiert und einen Mann aufräumen lassen und ihn dabei mit dem Flogger streng bearbeitet. Für ihn war das Erfüllung, für mich war das langweilig am Ende.

Da stellt sich mir die Frage, warum ein Mann auf dem Weg nach Hause nach Erniedrigung sucht, die er daheim nicht findet. Und im gleichen Atemzug fällt mir auf, warum eine Frau eben nicht nach dieser Form der Erniedrigung sucht. Denn sie hat diese ja bereits daheim.

Vor allem, denke ich mir, sind es die gebundenen/alleinerziehenden/$whatever Frauen, die daheim schon der ganzen Familie und/oder beruflich als Reinigungskraft jemandem alles hinterherräumen müssen und deswegen in dieser Art und Weise keine zusätzliche Demütigung brauchen. Und weswegen sie, wenn sie schon aus dem „üblichen“ Leben ausscheren und fremd gehen, eben nicht das bekommen wollen, was sie daheim schon haben.

Damit ist die Position als Zofe wohl tatsächlich nur für jemanden geeignet, dem diese Form der Demütigung im Alltag nicht zuteil wird und das eigene Kopfkino frei genug ist, in diese Richtung zu denken. Nur, welche Frau ist frei von diesen Dingen im Alltag? Schließlich gibt es genügend Sekretärinnen, die nur wegen ihres Aussehens und ihrer Fähigkeit dem Chef Kaffee zu zu bereiten beschäftigt sind. Um es mal ganz politisch inkorrekt zu formulieren.

Zusätzlich ist es ja auch ein Problem der Nähe zu meinem Wohnort Köln. Die Zofe muss aus Köln (+/- 50km) kommen und nicht aus dem Brandenburger Buschland. Noch mehr als eine Sub im #CircleOfFalbalus ist ihre Verfügbarkeit für die Tätigkeit absolut maßgeblich, denn alle drei Wochen mal antanzen ist für ihre Arbeit garantiert nicht zielführend.

Sie muss das zusätzlich wollen und nicht nur so tun als ob. Sie muss Erniedrigung im Alltag suchen, denn Zofe kann man nicht spielen. Zofe ist man (in diesem Falle frau).


„Du gibst also die Hoffnung nicht auf?“ – „Nein, denn diese stirbt zuletzt.“ – „Und bis dahin?“ – „Muss ich es mir selbst machen.“ – „Ferkel!“

Grillenzirpen

Submission vs Selbstaufgabe

„Wo endet Submission und wo beginnt die Selbstaufgabe?“ — Ein schmaler Grad


Wenn man sich so durch die Literatur schlängelt, bekommt man ab und an den Eindruck, dass es nur „Alles oder Nichts“ zu geben scheint. Wenn schon submissionieren, dann aber komplett mit Haus, Hof und Hund. Und von dieser Seite der Leine nimmt man(n) sich gefälligst alles. Schließlich willst Du Doch eine gute Sub sein, oder?


Da reibe ich mir meine Augen und frage mich, welche Szenarien sowas überhaupt möglich machen könnten. Meine Frau hat mir mal gesagt, dass wenn ich nur reich und eventuell dazu auch noch berühmt wäre, dann würde sich eine gewisse Klientel an Frauen bei mir melden, die nur zu gerne bereit sind mit mir ins Bett zu gehen, um sich in diesem Glanz zu sonnen und zu weiden.

Ich würde sagen, dass wäre dann eine Form von Prostitution, denn diese Hingabeform würde enden, wenn ich mein Geld ausgegeben habe und niemand mehr was von mir wissen will.


Diese komplette „Selbstaufgabe“ -> „Total Power Exchange“ <- erscheint mir von seiten der Sub als die letzte eigene Entscheidung, bevor sie sich selbst auflöst und von der Idee des TPE kann nur der eigene Tod oder der Tod des Eigentümers befreien. Jedenfalls wenn man das buchstäblich ernst nimmt. Denn nimmt diese Selbstaufgabe nicht auch das Recht, dass Sub sich vom Dom trennen kann?

Vom Gefühl her würde ich sagen, dass ich dazu soundso nicht tauge (schon mal gebloggt), weil ich vom inneren her keinerlei Voraussetzungen in mir trage einen Menschen besitzen zu wollen und komplett über ihn bestimmen zu müssen. Also nicht nur sexuell, sondern auch mit Beruf/Freunde/Familie/Geld/Wohnort/Kleidung/Internetnutzung/etcpp.

Obwohl ich mir da auch nicht sicher bin. Manchmal glaube ich schon, dass das geht, wenn eine D/s-Bindung nur tief genug geht und so ein Angebot seitens der Sub um die Ecke kommen würde. Aber wahrscheinlich wäre ich mit dieser Sub dann auch verheiratet und nicht „einfach so“ zusammen. Glaube ich. Keine Ahnung.


Was ich mir jedoch vorstellen kann ist die absolute -> „Erotic Power Exchange“ <-. Also diesbezüglich habe ich durchaus Motivation eine Frau in sexuellen Dingen zu besitzen. Und zwar komplett. Damit der Leser das richtig einordnen kann, so beschreibt EPE nicht „per se“ eine D/s-Beziehung als solche. D/s ist ziemlich weit gefasst und beide Parteien bewegen sich in den Grenzen, die sie sich gemeinsam geschaffen haben.

EPE geht jedoch den Schritt weiter, dass die Sub, die sich im Sinne des EPE anbietet, auf jedwede sexuelle Selbstbestimmung verzichtet und alles alleine dem Dom überlässt. Allerdings muss auch hier das Angebot zur Aufnahme einer EPE-Bindung von der Sub kommen in meinen Augen. Eben auch als letzte selbstbewusste Entscheidung, wenn es um ihre Sexualität geht.

Und weil es eben nicht TPE ist, könnte sie sich auf dieser Ebene ziemlich einfach vom Dom trennen und für sich die komplette Selbstaufgabe ausschließen. So würde ich das verstehen.


Nur, wenn wir von EPE sprechen, wo endet die Submission und wo beginnt dann doch Selbstaufgabe? Ich habe durchaus Bilder im Kopf eine Frau auch gegen Geld auszuleihen. Wäre das dann schon TPE? Oder Mißbrauch? Oder gehört es zu den sexuellen Pflichten der Sub, die sich als EPE-Sub angeboten hat?

Oder andersherum gefragt, ist sich eine EPE-Sub darüber im Klaren, welchen totalen Rahmen sie ohne jedwede Mitbestimmung an den Herrn übergibt? Billigt sie damit auch sexuellen Mißbrauch zur eigenen Lustgewinnung? Oder eben auch ohne eigene Befriedigung?

Kann eine moderne Frau von heute sich sowas überhaupt leisten?


Wenn man sich als Frau dem EPE nähert, dann ist das wahrscheinlich eine ziemlich fließende Sache, die sich aus dem normalen D/s heraus ergibt oder zumindest abzeichnet. Sie wird für sich selber bereits jeden anderen sexuellen Kontakt als zu ihrem Herrn für sich ausgeschlossen haben. Sie wird bereits von sich aus jede sexuelle Annäherung an ihre Person komplett abblocken. Sie braucht keinen Herrn, der ihr etwas erlaubt oder verbietet, weil sie sich sexuelle Kontakte mit anderen selbst verbietet.

Sie macht die Bindung an ihren Herrn sichtbar und der macht seine Bindung an sie sichtbar. Sie stehen zueinander und füreinander. Sie folgt ihm bedenkenlos überall hin und würde im Traum niemals auf die Idee kommen an seiner sexuellen Kompetenz über sie zu zweifeln.


Der Unterschied zwischen „üblichem“ D/s und EPE ist in meinen Augen keine wirkliche Selbstaufgabe erotischer Natur, sondern Ausdruck eines tiefen Vertrauens in die Herrschaft. Und auch in die eigenen Möglichkeiten. Aber vor allem, weil Sub und Dom das gleiche Kopfkino haben.

Eben nur mit dem feinen Unterschied, dass die Sub gar nichts mehr entscheiden möchte, sondern der Dom am Ende alles über sie (auch über ihren Kopf hinweg) entscheiden soll.

 

Kleiderordnung und andere Vorschriften

In der unzähligen Möglichkeit von Definitionen diverser Wahrscheinlichkeiten sticht eine Art von Fragen immer mal wieder heraus: Wie fremdbestimmt darf es denn sein, liebe Sub?


„Mein Herr, ja ich möchte fremdbestimmt werden. Sie sind mein Herr und Sie sollen über mich bestimmen. Sie müssen es auch, da ich Sie sonst nicht als meinen Herrn wahrnehmen kann. Bitte verfügen Sie über mich, wie Sie es wünschen, damit ich Ihre Dominanz immer spüren kann. Vor allem dann, wenn wir eben nicht direkt zusammen sind, sondern über die lästigen Kilometer getrennt ist Fremdbestimmung, in welche ich mich freiwillig hineinbegebe, für mich Zeichen unserer gemeinsamen Bindung.“

„Das klingt sehr verlockend, liebe Sub und ich werde gerne darauf zurück kommen.“


‚Hach‘, denkt sich der Dom, ‚was fange ich nun mit all dieser Macht so an?‘

„Nicht zögerlich sein, mein Freund!“, höre ich mich raten, „volles Pfund, damit sie auch merkt, was sie sich da wünscht <3“


„Liebe Sub, ich wünsche mir, dass Du mir täglich Fotos von Dir in demütiger Haltung schickst, einmal liegend, einmal kniend, einmal stehend. Mindestens. Zusätzlich darfst Du nur mit meiner Zustimmung masturbieren und wenn, dann auch nur mit meiner Erlaubnis zum Orgasmus kommen. Außerdem ist Dir das Tragen von Unterwäsche ab sofort nicht mehr gestattet und Deine Fotos sind Beweis, dass Du meiner Anordnung auch Folge leistest!“

„Mein Herr, wie gerne würde ich das alles für sie tun, aber ich habe zwei kleine Kinder, die ständig um mich herumwuseln, außerdem habe ich einen Freund, der es merkwürdig finden würde, wenn ich meine sexy Unterwäsche, die er so geil findet, nicht mehr tragen würde. Darf ich auch keinen Orgasmus mehr haben, wenn er mit mir schläft?“


‚Orrrrr‘

„Na, merkste selber?“


Das ist jetzt einfach mal eine beispielhafte Situation, wie diese wahrscheinlich nicht mal soooo selten vorkommt. Zwei Menschen, die irgendwie nicht darüber nachdenken, welche Folgen Nicht-Kommunikation hat.

Völlig verträumt in den Dingen, die sie sich voneinander wünschen wurde beiderseits der Realitätscheck, mit deutlichem Pendel zum Dom!, vergessen und nun beginnt der Frust.

Oder … doch nicht?


Wenn der Wunsch nach Fremdbestimmung (inklusive Kleiderordnung) seitens der Sub doch so groß war, warum kommt nun seitens der Sub dieses dicke, fette „Aber“? Schließlich hat sie sich ja soweit geöffnet, dass der Dom wirklich in die Vollen greifen kann. Also ist doch die Sub an diesem Frust schuld, oder?

Ja … und Nein.

Ja, weil sie dem Dom keine Alternativen mit auf den Weg gegeben hat. Sie hat lediglich festgestellt, was NICHT geht, statt darüber nachzudenken, was sie tun könnte. Und ich denke, das ist die Schuld der Sub alleine.

Nein, weil ein Dom sich ein konkretes Bild vom „üblichen“ Leben der Sub machen muss, damit er einen Sinn dafür bekommen kann, wie der Eingriff in das Leben der Sub realistisch machbar ist. Und Kommunikation gehört zum Geschäft. Für beide Seiten, aber alle mal für den Dom.


Ich sage aber auch, dass es für eine allein stehende Frau ohne jedwede Verpflichtungen gegenüber Kindern und Partner vor Ort überhaupt gar keinen Grund geben kann (wenn nicht sogar darf) diesen Wünschen nicht nachzukommen. Hier ist es nur der innere Schweinehund, den sie überwinden muss. Und da sage ich dann ehrlich: Selbst gewähltes Schicksal.

Sich auf irgendeine Individualität zu berufen, wenn man fremdbestimmt werden möchte, ist im D/s barer Unsinn und absolut widersprüchlich. Dabei geht es ja nicht darum keinen geliebten Hobbys mehr nachgehen zu dürfen oder in Vereinen tätig zu sein. All das kann man auch mit einem Plug im Hintern machen. Darüber muss gar nicht gesprochen werden. Und … ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen einen Plug im Hintern haben und niemand weiß das. Bitte keine Kommentare über den „Stock im Arsch“. Das ist was anderes 😉


Fremdbestimmung im D/s ist etwas, welches in der aller Regel niemandem weh tut. Auf der einen Seite muss ein Dom eben prüfen, wie weit er gehen will (und auch kann) und die Sub muss prüfen, welches „Aber“ noch gerechtfertigt ist, aber eben auch was sie für ihn zu leisten bereit ist.

Ich sehe es beispielsweise nicht als Problem für die Sub an beispielsweise von Strumpfhosen auf Halterlose umzusteigen und diese täglich zu tragen. Das geht auch unter einer Hose und fällt niemandem weiter auf. Tatsächlich habe ich erlebt, dass alleine dieser Wechsel einigen Damen ein anderes, und positives dazu, Gefühl gegeben hat. Es ist nichts Demütigendes dabei, sondern nur eine kleine Änderung in ihrem Leben.

Es geht mir beispielsweise darum einen Schritt weit Feminität zu fordern. Und auch über den praktischen Sinn von Halterlosen zu sprechen, da diese beim Kacken nicht so hinderlich sind, wenn es schnell gehen muss.


Natürlich kann ich meine 3H-Regel nicht im Alltag einfordern, aber wer für mich auf High Heels laufen will, der sollte das nicht nur dann tun, wenn frau sich mit mir trifft live und in Farbe. Frau kann sich diese High Heels auch statt den Hauspantoffeln unterschnallen, wenn sie heim kommt und einfach in der Wohnung darauf rumlaufen für erst 10, dann 20 und dann vielleicht 30 Minuten am Tag.

Und dann mit Stolz dem Dom zeigen, dass sie das alles gerne für ihn getan hat und die Heels nicht nur beim Sex angezogen sind. Ich denke, dass kommt besser an, als jede gequälte Aktion, die widerum zu Frust führt.


Unter dem Strich ist Fremdbestimmung nur etwas für Frauen, die dies auch wirklich wollen. Die sich diesen Dingen stellen wollen und nicht beim kleinsten „Huch“ gleich kontern. Wer also zum persönlichen Sub-Sein Fremdbestimmung in der Form nicht gebrauchen kann, der muss dies klar kommunizieren.

Ein Dom sollte sich viel Zeit dafür nehmen heraus zu finden, was der Sub liegt und wenn er unbedingt fremdbestimmen will und sie das partout nicht möchte, dann muss er es im Zweifel bleiben lassen. Schließlich teilt sie seinen Kink nicht und sie seinen nicht.

Sie wissen ja: Topf … Deckel 😉

Natürlicher Umgang mit dem Machtgefälle.

Immer wieder gerne genommen: BDSM im Alltag


Zunächst einmal muss man unterstellen, dass sich zwei Menschen gefunden haben. Die submissive Fachkraft hat jemanden gefunden, den sie als Dominanz anerkennen mag. Die Frage ist, wo ist da eine Grenze? Ist das nun 24/7, also immer? Oder nur, wenn der Herr der Dame ein Halsband anlegt? Oder nur, wenn beide physikalisch beisammen sind und ansonsten ist Funkstille?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Kommt drauf an? Mitnichten würde ich sagen.

Wie kann es sein, dass eine Frau sich einen Mann sucht, dessen Dominanz sie zwar sexuell anerkennen mag, aber im Alltag eben nicht? Ist das nicht ein wenig halbherzig? Zu kurz gesprungen?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Zugegeben: Nicht jede Frau braucht das. Also das mit Dominanz im Alltag. Es sind gerade ziemlich selbstbewusste Frauen, die im Alltag ihre Frau stehen, welche aber im Bett den Macher wünschen und nicht den weichen Kerl. Also irgendwie so, wie der Manager, der eine Domina hat.

Wenigstens eben in sexueller Hinsicht keine Entscheidungen treffen „müssen“, wohl aber können. Ich finde, damit kann man was anfangen, oder?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Ernsthaft:

Der natürliche Umgang mit der Dominanz ist ebenso wichtig, wie der natürliche Umgang mit Submission. Ein Dom sollte sich dankbar zeigen, dass er das Geschenk der Submission erhält. Eine emanzipierte Frau macht das eben nicht für jeden. Auf der anderen Seite gebietet der natürliche Umgang mit der Dominanz auch, dass die Frau für sich entschieden hat einen Mann zu daten, im Mindesten, welcher bei ihr gerne auch mal übergriffig sein kann.


Zum Beispiel wird er ihr gerne einfach mal so, egal wo, an die Brüste fassen oder an den Nippeln zwirbeln und ihr ins Ohr flüstern, dass sie eine geile Fotze ist. Und sie wird exakt diese Übergriffe als Kompliment auffassen, weil sie es ist, die dieser Mann leidenschaftlich begehrt. Es macht der Ton halt die Musik, wenn er ihr Dinge per Sprachnachricht schickt und sie spontan feucht wird, auch wenn sie das vielleicht gerade nicht gebrauchen kann.

Allerdings ist es eben auch genau das, was den natürlichen Umgang mit der Dominanz für mich ausmacht, nämlich die geschenkte Macht auch zu nutzen und eben nicht nur dann, wenn für die Frau Ort und Zeit stimmt. Ich mache das versteckt, leise, heimlich – schließlich muss die Frau meine Nachrichten ja nicht lesen. Und es muss auch niemand direkt mitbekommen. Ein Dom sollte es stets unterlassen die Frau bloß zu stellen …


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


… jahaaaa, es sei denn es ist ihr Kick, dass sie zu Dingen aufgefordert wird, die sie sichtbar für die Öffentlichkeit machen soll. Den knielangen, engen Rock hochkrempeln, um sich mit dem nackten Hintern auf einen Stuhl zu setzen. In einem Cafe. Am Sonntag nachmittag. Zum Beispiel.

Ich denke, dass es gerade so kleine Neckereien sind, die eine Sub gerne über sich ergehen lässt, weil es ihr ganz eindeutig zeigt, dass es um sie alleine geht. Jetzt und in diesem Moment der Herr an sie denkt und sich daran erfreut, wenn sie im Cafe nun die Schamlippenklemmen entfernen darf. Während sie auf dem Stuhl sitzt und diese dem Herrn auf den Tisch legt.


Das kann bis zu Blowjobs im Auto gehen auf dem Parkplatz eines Markendiscounters, versteckt oder offen. Egal, was den natürlichen Umgang mit der Dominanz ausmacht: Es kommt eben darauf an, ob der Kink der Sub dem Herren gefällt und ob die Sub auch wirklich bereit dafür ist, mal eine Grenze zu (ihrem oder nur seinem Vergnügen) zu übertreten.


Submission stellt keine Frage an Ort und Zeit. Der Dom kümmert sich um Anstand und Moral.

#SecretNight goes „O“ – Regelwerk // 04.05.2018

Neues Spiel – Neues Glück


Auf Basis des vorhandenen Regelwerkes von der letzten Veranstaltung kommt es nun zu einer etwas angepassteren Variante der grundlegenden Regeln für die Spielrunden.

Der Zeremonienmeister:

  1. Der Zeremonienmeister (/me) führt durch das Programm. Anwesende Herren werden gebeten ihre „O“’s dahingehend zu verpflichten, seinen Anordnungen folge zu leisten.
  2. Der Zeremonienmeister ist unberührbar, kann jedoch zu Handlungen seitens der anwesenden Herren explizit eingeladen werden.
  3. Der Zeremonienmeister ist von den anwesenden „O“’s zu siezen.

Die Spielregeln:

  1. Es gibt insgesamt drei Spielrunden. Jede Spielrunde besteht aus zwei bis drei Durchgängen. Im Sinne einer Einsteigerveranstaltung wählt die „O“ selber die Farbe ihres Armbandes. Dieses gilt für die komplette Spielrunde und für alle Durchgänge. Anwesende Herren werden ersucht die einmal gewählte Farbe entsprechend durchzusetzen.
  2. Unabhängig von der Farbe des Armbandes haben die „O“’s entsprechende Kleidung zu tragen, die es anwesenden Herren erlaubt sich ein Bild von ihnen zu machen. Das Tragen von Büstenhaltern und Slips ist für die „O“’s strengstens untersagt. Den anwesenden Herren wird vorgeschlagen, die „O“’s bereits bei der ersten Präsentation vollständig bis auf Halterlose, Halsband und High Heels zu entkleiden.
  3. Es wird darum gebeten, dass das Machtgefälle sichtbar wird. Die Herren sitzen auf den Möbeln, die „O“’s knien oder sitzen zu ihren Füßen.
  4. Alle Herren werden von den „O“’s ausnahmslos gesiezt, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt. Die „O“’s werden entsprechend geduzt.

Die Farbregeln:

  1. Rotes Armband – Nur Schauen, nicht anfassen.
    Für die letzte Spielrunde: Nur Handjobs.
  2. Gelbes Armband – Anfassen ohne Eindringen.
    Für die letzte Spielrunde: Nur Handjobs und Blowjobs.
  3. Grünes Armband: Anfassen und Eindringen.
    Für die letzte Spielrunde: Handjobs, Blowjobs, Verkehr.

Sicherheitshinweis:

SM-Anteil:
Während der Spielrunden entscheidet der jeweilige Herr einer „O“, ob ein Fremdbespielen stattfinden darf oder nicht. Die „O“ hat hierüber über Art und Umfang keine Mitbestimmung.

Letzte Spielrunde:
Die Nutzung von Kondomen ist selbstverständlich! Im Sinne dieser Veranstaltung liegt die Entscheidung jedoch formal beim jeweiligen Herren.

Safeword:
Das Safeword lautet „MayDay“.

Wann ist mann ein Hurenbock?

Bevor ich mich nun mit dem Thema „Wann ist frau eine Schlampe?“ beschäftige, beschäftige ich mich doch mal mit meinem Geschlechtsgenossen.


Tatsächlich ist mir zunächst kein besseres Wort als „Hurenbock“ eingefallen, zumal das Wort an und für sich (auch) politisch eventuell nicht ganz korrekt sein mag. Während die „Schlampe“ eine Frau bezeichnet, die augenscheinlich unzählige sexuelle Kontakte mit Männern hat und dabei völlig wahllos vorgeht, ist der „Hurenbock“ in zweierlei Hinsicht nicht ganz richtig. Denn er verunglimpft die Frau und nicht den Mann. „Schlamperich“ oder „Schlamper“ klingt wie gewollt und nicht gekonnt. „Frauenheld“, „Casanova“, „Womanizer“, „Playboy“ sind eventuell weitere Synonyme, aber auch diese verherrlichen den Mann, der viel Sex mit wahllosen Partnern (hier ist die Mehrzahl gemeint) hat und machen die Frau zum Opfer.

Irgendwie scheint es sich durchgesetzt zu haben, dass es völlig okay ist, wenn ein Mann sich austobt und einfach Spaß hat. Tut dies jedoch eine Frau, ist sie eine „Schlampe“. Eine gute Entsprechung scheint mir jedoch der „Stricher“ zu sein. In meinen Recherchen zu diesem Artikel taucht er öfters auf, auch wenn die tatsächliche Wortbedeutung den Typ Mann an und für sich nicht korrekt bezeichnet. Ein „Stricher“ ist mann ja eher, wenn man auf den Strich geht und seinen Körper gegen Geld anbietet. Aber um die Demütigung für den Mann als männliche „Schlampe“ zu repräsentieren, scheint es mir einerlei und den Geldfaktor kann man hier wohl vernachlässigen.


Was macht also einen Mann zu einem „Stricher“?


Wie bereits erwähnt handelt es sich um einen Mann, der zahllose sexuelle Kontakte zu unterschiedlichsten und sich stetig ändernden Partnerinnen/Partnern (so ist besser) hat. Er nimmt jede Gelegenheit zur Kopulation wahr und bietet sich im Rahmen seiner sexuellen Ausrichtung (hetero/homo/bi) oftmals sogar an, wenn er sich nicht sogar aufdrängt. Um den negativen Beigeschmack zu behalten ist der „Stricher“ wenig dominant ausgeprägt. Seine Zielrichtung ist es vielmehr durch Unterwürfigkeit zum Zug zu kommen, auch wenn er selbst der Meinung ist dominant aufzutreten. Er ist eher ein Toyboy und lebt gut damit.

Auch das Alter der Partnerinnen/Partnern spielt eher eine untergeordnete Rolle. Wenn jemand auf ihn anspringt, dann wird er rollig und gibt ganz exakt die Rolle, die von ihm erwartet wird.

Der „Stricher“ bindet sich nicht an eine Person, sondern bleibt meiner Meinung nach Zeit seines Lebens polygam veranlagt, auch wenn er heiratet und Frau, Haus, Hof und Kinder hat. Selbst wenn er so gebunden ist, und daher weniger Möglichkeiten zum Sex mit anderen hat, wird er wahrscheinlich nach Möglichkeit fremdgehen oder mit seinem Geld die örtliche Prostitution befeuern.


Unter dem Strich (ähm … ja) ist „Stricher“ zu sein garantiert nicht einfach. Ich vermute ihn eher in der Ecke „Resterampe“, einem bösen Wort, aber im Kontext passt es. Er mag einen ausgewiesenen Charme besitzen, aber er hat wenig Schneid. Wie gut, dass ein „Stricher“ nicht weiß, dass er einer ist. Er ist von sich und seinem Erfolg überzeugt und alle, die ihn so beschimpfen sind nur neidisch, dass er viel Sex hat und die, die ihn beschimpfen, haben wohl wenig bis keinen. Wenn er überhaupt über sein Tun nachdenkt.

Voyeurismus / Exhibitionismus -> #TheTrainingOfO

Musst Du denn eigentlich immer diesen Kontext haben? – Nicht immer, aber es geht um mich und nicht um alle. Da darf ich ruhig mal differenzieren.


Es gibt den Voyeur. Und der bin ich. Vornehmlich. Okay, andere schauen auch gerne hin, aber hier geht es um mich. Um das, was ich gerne sehen möchte. Und das, was ich gerne sehen möchte, dass sage ich Dir.

Es gibt den Exhibitionisten. Und der bist Du. Vornehmlich. Okay, andere zeigen sich auch gerne, aber hier geht es um Dich. Und um das, was Du gerne zeigen möchtest. Und das was Du gerne zeigst, dass denkst Du Dir aus.


Aber … Moment mal. Ist das nicht so eine Idealvorstellung? Aber natürlich ist es das. Denn idealerweise treffen Voyeur und Exhibitionist zusammen und bilden ein Team. Der eine kann sich zeigen und der andere genießt einfach die Show. Was aber hat das nun mit dem #TheTrainingOfO zu tun?


Neben der 3H-Regel ist das „Sich mir zeigen“ im Programm inbegriffen. Es soll nicht bedeuten, dass ich eine Frau demütigen will, sich in Pose zu werfen. Ich schaue sie halt gerne an. Irgendwie „Ware betrachten“. Da ist sicher was dran. Und ich möchte erreichen, dass sich die Frau dessen einfach bewusst wird, dass es auf mich, den Betrachter, ankommt.


Der werte Leser dieses Blogs meint vielleicht, dass ich deswegen dauer-masturbierend durch die Wohnung laufe. Das ist nicht immer der Fall, aber bei längeren Zeiten ohne physikalischen Kontakt kann das ab und an vorkommen. Zum einen sehe ich die Frau beim #TheTrainingOfO im wahrsten Sinne des Wortes, weil mir diese Positionen eben wichtig sind und zum anderen lächele ich jedes mal, wenn mir die Frau unverhofft und ungebeten etwas zusendet. Dann wird mir einfach warm ums Herz. Denn es sagt mir, dass sich die Frau auch mir gerne zeigt, weil sie sich bewusst ist, dass ich sie gerne betrachte. Und mal unter uns: Wenn eine Frau nicht gerne ab und an vollkommen lasterhaft wahrgenommen werden will, also, dann stimmt irgendwas nicht.


In diesem Sinne einfach mal auf Twitter nach #Hausaufgabe und #Wochenaufgabe in Verbindung mit @EmEmBDSM schauen, wenn Du gerade nichts mit Deiner Zeit anzufangen weißt. Die #Hausaufgabe kommt Sonntag am Vormittag und ist der Hashtag für erledigte Dinge und die #Wochenaufgabe kommt Sonntag am Nachmittag und gilt dann von Sonntag bis Samstag.

Natürlich sind diese Dinge recht oberflächlich und gehen nicht wirklich in die Tiefe. Aber für die eine oder andere ist selbst dies eine Hürde und ich ich schaue Dir gerne zu, wie Du diese meisterst.

Die Alphafrau als „O“ #TheTrainingOfO

Auch wenn es mir gesundheitlich derzeit nicht ganz so gut geht (Grippewelleopfer), so höre ich ja nicht mit dem Denken auf. Und so habe ich mich mich mal durch mein Sammelsurium an Internetdevotionalien geschunden und bin auf dieses Bild „The Alpha Female“ gestoßen.

Und ich fange mal wieder meine Suche nach den Definitionen der „O“ in der Moderne an und ob und wie das überhaupt gehen kann.


Um es gleich vorweg zu nehmen. Nicht jede Frau kann „O“. Und das ist auch völlig okay so. Und auch nicht jeder Mann kann „O“-führen. Was ebenso völlig in Ordnung ist. Menschen haben unterschiedliche Talente im Bereich des BDSM und manchmal treffen Paarungen aufeinander, welche unterschiedliches wollen und daraus werden dann Unpaarungen, die es besser bleiben lassen sollten.

Die Frage, die ich mir diesmal stelle, ist welchen Charakter eine Frau haben muss, um eine „O“ wirklich sein zu können. Schließlich geht es ja nicht alleine nur um das Wollen oder das Wünschen. Und natürlich auch gepaart mit der Frage, ob man eine Frau wirklich in diese Richtung „trainieren“ kann, wie die Domain dieses Blogs es so treffend zu suggerieren scheint.


In der Abgrenzung von der Sub und der Sklavin habe ich für mich selbst festgelegt, dass eine „O“ die Königsdisziplin darstellt und alle Arten von Submission in einem Wesen vereinigt. Die erotische Variante der Sub und die masochistiche der Sklavin. Diese Sichtweise unterscheidet sich übrigens ganz wesentlich von der Romanvorlage, in welcher „O“ fast ausnahmslos nur den sadistischen Neigungen der Männerwelt heimfällt und kaum, vordergründig, erotisch, im Sinne von „Sex haben“, mit Männern in Erscheinung tritt.

In meiner kleinen Welt reicht mir das nicht aus. Und deswegen setze ich meine Definition einfach voraus.


Wenn es also im #TheTrainingOfO darum geht eine Frau auszubilden, dann verbinde ich damit nicht unbedingt meinen persönlichen Wunsch ganz exakt diese Frau dominant zu beschlafen. Irgendwie ist das nicht das Maß welches ich ansetze. Ich möchte meinen Voyeurismus bedienen (lassen) und teile die Sub als Dominanter Wifesharer. Ich setze meinen Willen bei der Partnerwahl über den natürlichen Wunsch der Selbstbestimmung der Sub und fordere von ihr nach meinem Sinne, dass sie sich jedem hinzugeben hat, den ich auswähle.

Im anderen Teil erwarte ich von der Sklavin, dass sie sich auf eine gewisse Art ausbeuten lässt und für Fehlverhalten empfindlich bestraft wird. Sie wird vielleicht unfair behandelt und bekommt Aufgaben, welche sie nicht oder nur schwer erfüllen kann, sie muss im #TheTrainingOfO an der einen oder anderen Aufgabe scheitern, um durch eigene Disziplin besser zu werden, um es dann eben doch hinzubekommen.

Auf diesem Weg wird dann immer mal wieder reflektiert, ob es ein Zusammenführen beider Wege geben kann. Ja, oder eben nicht. Ich sehe das ziemlich locker, weil ich zwar gerne eine „O“ führen möchte, aber es taugt eben nicht jede dazu. Ich sehe das auch vor dem Hintergrund, dass auch ich vielleicht nicht der Richtige sein muss und ein anderer würde es ganz einfach hinbekommen. Wie heißt es so schön? Es muss eben passen.


Ich denke, dass der Charakter einer „O“ dem Schaubild ziemlich nahe kommt. Und irgendwie erinnert mich dies an die Charaktereigenschaften eines Mannes, der zum Dom taugt.

Eine Frau, die „O“ sein will kann durch das #TheTrainingOfO durchaus zur „O“ gemacht werden. Da bin ich mir ziemlich sicher. Jedoch muss die charakterliche Stärke in ihr selber deutlich weit weg von „Ich probiere das mal und dann sehen wir weiter!“ liegen.

Als ich Sub war hatte ich zu Beginn null Ahnung, von dem was ich wollte. Ich hatte zwar Bilder im Kopf, aber mein Weg hin zur männlichen „O“ war gepflastert von Erfolg und Scheitern. Und irgendwie mehr Scheitern als Erfolg. Es hat mehr als ein paar Monate gedauert, bis ich mir bewusst wurde, dass ich nicht nur Sub war, sondern auch Sklave. Und das ich vollumfänglich bereit bin Körper und Seele für welche sachdienlichen Zwecke auch immer diesem einen Menschen zur Verfügung zu stellen.

Jedoch war ich nie davon abhängig, dass mein Herr mich lobte oder auffing. Ich empfand dies zwar als nett, aber ich war mir meiner sehr selbst und sicher und bewusst. Es kam aus mir heraus und mein Herr war für mich eine Art Geleitschutz auf diesem Weg zur Findung. Er hat mich gefordert und gefördert, geschunden und bestraft, aber stets (aus seiner Sicht) als Mentor und Betreuer, denn als Herr. Zum Herrn habe ich ihn gemacht und nicht er sich.


Und ich glaube, dass nur eine Frau, die aus sich heraus Scheitern nur als kleine Hürde annimmt, um erneut Anlauf zu nehmen um den Erfolg für sich selbst zu leisten charakterlich in der Lage ist „O“ leben zu können. Sie darf nicht wegen jedem Mimimi gleich verzweifeln, sondern päppelt sich unter dem Geleitschutz des Mentors, welche nur sie selbst zu ihrem Herrn erhebt, selbst wieder auf.

Eine „O“ ist somit ihrem Herrn in den Charakterzügen völlig ähnlich. Sie kann durch das #TheTrainingOfO durchaus auf den Weg gebracht werden, dass sie diesen Charakterzügen in sich und aus sich selber heraus vertraut und sich so findet. Aber sie müssen eben bereits angelegt sein. Sie kann alles selbst erreichen, sie ist aber dankbar dafür, dass ihr jemand zur Seite steht, wenn sie Hilfe braucht.

Somit muss eine „O“ auch nicht unbedingt submissiv sein, um Sub zu sein. Und nicht masochistisch, um Sklavin zu sein. Sie genießt die Zuwendung eines starken Partners, weil sie selber stark ist. Und weil sie sich dazu entschieden hat, ihren Körper und ihre Seele ganz genau diesem einen Menschen in die Hand zu geben, weil sie eben bei ihm „schwach“ wird.