Die submissive Fachkraft // #RomanLeaks

Persönliche Assistentin, weiblich, ledig, jung, gesucht. Miese Bezahlung. Schlechte Arbeitszeiten. Den Launen des Chefs stets umfassend zu Willen. Bei ehrlichem Interesse senden Sie Ihre Bewerbung an.


„Mein Herr, ich finde, dass können Sie so nicht schreiben.“ – „Warum?“, entgegne ich. „Nun, welche klar denkende Frau würde sich auf sowas einlassen? Vor allem, wie definieren Sie bitte ‚jung‘? 18-25 laut Ausweis oder ’nur‘ im Kopf?“ – „Was glaubst Du, wo ich das veröffentlichen werde?“ – „Sicherlich nicht im lokalen Käseblatt, mein Herr. Soviel steht fest.“ – „Ganz exakt. Und ich denke, Dir wird schon was einfallen.“

Ich sah ganz deutlich, dass ihr das nicht so recht schmeckte. Auf der einen Seite stolz wie Oskar, dass sie im Rang höher gestiegen war, aber auf der anderen Seite in meinem Namen eine Nachfolgerin für sich selbst suchen. Ganz ehrlich? Mir egal.

In der Retrospektive habe ich nie großartig darüber nachgedacht, ob sowas richtig oder gut war. Ob es sie überfordern würde, also von den Emotionen her. Auch wenn sie meine Sub ist, und das immer mit Leib und Seele, so ist sie ja auch immer noch eine Frau in der Ebene über der Sub. Und ich habe ihr immer eingebleut, dass wenn sie ein Problem mit was hat, dann soll sie einfach die Fresse aufmachen und sich erklären.

Wenn sie dies also nicht tat/tut, dann denke ich, dass alles in Ordnung ist und was auch immer unterschwellig in ihr brodelt – nicht mein Problem. Als Dom habe ich mich nicht großartig mit dem Seelenleben meines Gegenübers ausgesetzt. Weil eben nur sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Meine Güte, was habe ich mich früher zurück genommen und wollte immer ein Mitmensch sein und habe alles immer in mundgerechte Happen serviert. Und am Ende bekam ich nie eine Sub in meinem Sinne, sondern eine immer wieder nachfragende, vielleicht angstvolle, mit sich hadernde. Ich habe mir angewöhnt, dass all dieses PiPaPo um das „Das macht Frau doch nicht“ nicht mein Thema ist. Wer meine Sub sein will, muss sich selbst mit seinen Dämonen beschäftigen. Alles viel zu anstrengend für mich.

Grundsätzlich bin ich eh der Meinung, dass ein Dom kaum der korrekte Ansprechpartner für eine Sub ist, wenn es um innere Dämonen der Sub geht. Als Dom mache ich Dinge einfach und als Sub hat sie mir zu folgen. Ende. Aus. Und wenn sie das nicht will, nun ich wiederhole mich sogar in meinen Gedanken.

„Kann ich Dir dabei irgendwie helfen?“, höre ich mich sagen. Als Eröffnung dafür, dass sie ihre Gedanken mit mir teilt. „Nein, mein Herr. Ich weiß, dass ich nun im Rang höher gestiegen bin und ich wusste, dass es meine Aufgabe ist eine Novizin zu finden, die mich auf dieser Position ersetzt. Diese Aufgabe ist nicht leicht, weil ich die Novizin ja zwangsläufig mit mir vergleichen werde. Aber nur so kann ich ihnen meine Hingabe in dieser Aufgabe darlegen. Danke, dass Sie mir vertrauen, mein Herr.“

‚Alles richtig gemacht, Junge‘

„Braves Mädchen. Komm‘ her zu mir und blas‘ mir den Schwanz. Hast Du Dir verdient.“

Was Pornografie mit uns macht

Sei doch nicht immer so allgemein. Das will doch keiner hören. – Innere Stimme


Ich habe recht früh angefangen Pornos zu konsumieren. Da muss ich wohl um die 16/17 gewesen sein. Die Filme habe ich noch als VHS sehen dürfen und fand diese in einem sicheren Versteck meines damaligen zukünftigen Schwiegervaters, als ich in deren Urlaub Blumen gießen sollte.

Als Pubertier war das ein Geschenk des Himmels, schließlich war meine Freundin ja auch mit ihren Eltern weg und so konnte ich mein Testosteron anderweitig verschleudern. Damals in den mittigen 80ern waren alle noch behaart unten rum, so wie ich auch. Erst als mir legal erlaubt war Pornos zu konsumieren, bemerkte ich eine Kehrtwende in Richtung Stutzung bis hin zu haarfrei und ich glaube, dass ich mich diesem „Trend“ tatsächlich angeschlossen habe.

Auch wenn ich wusste, dass die Pornos nicht das wahre Leben spiegelten, auch wenn es mein Sexualleben damals infiltrierte (Analverkehr und Natursekt, erste 3er und Pornokinobesuche mit 18! dank meiner damaligen Freundin, nach ihrem 18ten im gleichen Jahr) so rasierte ich mich erst so mit 22/23 Jahren erstmals komplett. Und fand das richtig so.

Meine damalige Freundin war eine zeigegeile „Schlampe“ und so passten wir ziemlich gut zueinander. Ein echter Volltreffer. Wie in den Filmen gezeigt, probierten wir ziemlich viel aus und hatten so ziemlich an jedem noch so katholischen Ort Sex. Auto, Treppenhaus, Schlafzimmer der Eltern, Familienfeiern. Auf der einen Seite waren wir brav und anständig, aber die dunkle Macht war schon sehr stark in uns.

25 Jahre später blicke ich auf mein jüngeres ich und frage mich, was ich wohl ohne all diese frühen Erfahrungen mit meinem Sexualleben angefangen hätte. Und komme zum Schluss, dass es uninteressant ist. Denn ich habe all diese Dinge gemacht und würde mit dem Wissen von heute sicherlich noch viel mehr machen und ausprobieren.


Pornografie hat mein Sexualleben geprägt. Ganz deutlich. Ich erinnere mich, dass die Pornodarstellerin Sarah Young meine Wichsvorlage gewesen ist. Die „Queen of Facials“ machte den Facial-Cumshot modern und salonfähig. Und mich machte das einfach an. Aber ich merkte auch, dass je mehr Pornos ich konsumierte, desto weniger war ich wirklich noch geil darauf Filme zu sehen.

Schließlich brachte es mir nichts, dass ich bereits nach der ersten Szene fertig war. Dafür waren die Filme im Verleih dann doch zu teuer. So begann ich nach guten Pornos zu suchen, die nicht vordergründig zum Wichsen einluden. Eine Art Sexfilm mit Handlung war gefragt. Und ja, diese gab es. Vereinzelt gab es Produktionen, in welchen eine gute Handlung feilgeboten wurde und man zum Happy-End nicht ausblendete.

Aber auch diese waren dann irgendwann langweilig.


Pornografie war durchaus eine Droge und wie jeder Süchtige brauchte ich neues Material um, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Schuss zu kommen. Doch mit dem Aufkommen des Internet wurde die Qualität der Filme deutlich schlechter. Ich fand nichts mehr, was mich wirklich noch befriedigen konnte. Was eventuell auch damit zu tun hatte, dass ich in der Lage war, mein Kopfkino mit echten Partnerinnen umzusetzen.

In dieser Zeit war ich so ein richtiger Hurenbock und investierte sehr viel Zeit und Geld in gefällige Frauen aus jeder Ecke der Prostitution, um am Ende festzustellen, dass eine Hure für 250 DM die Stunde nicht zwangsläufig besser bläst, als die Frau im Auto für 30 DM. Ich bin mir nicht sicher, ob ich stolz auf mein jüngeres Ich (so Mitte bis Ende 20) bin, aber seine Erfahrungen haben mich sicher beeinflusst.

Vor allem fand ich nun auch wieder Gefallen an Pornografie, denn das POV-Genre wurde geboren. Aus der Sicht (Point of View) des Mannes gefilmte sexuelle Handlungen waren mein Renner. Und ich entwickelte dadurch eine heiße Liebe zu Blowjobs, denn die meisten POVs handelten ganz exakt davon. So hatte ich denn auch kaum Sex mit Prostituierten, sondern ließ mir immer „nur“ einen blasen. Und wenn sich die Dame dann auf mich setzte, weil sie Maulsperre bekam, dann ging das aufs Haus oder ich stieg aus.


Der werte Leser mag sich erinnern, dass ich mein jüngeres Ich mal als Arschloch betitelte. Hier ist der Hauptgrund dafür.


Zurückblickend stelle ich also fest, dass der Konsum von Pornografie sich direkt in mein eigenes Sexleben einklinkte. Das was ich dort sah, wollte ich auch erleben, und ich suchte mir dafür die passenden Frauen. Nutzte sie für meine Zwecke aus. Nicht wählerisch. Jede, die wollte wurde genommen für diesen einen Zweck.

Mir war nicht danach der Frau zu gefallen und sie zum Orgasmus zu bringen. Völlige Nebensache und unwichtig. Ich nahm mir immer das vom dem ich glaubte, dass es mir (als Mann) zusteht.


Und heute? Ich konsumiere nach wie vor Pornografie. POVs machen mich nicht mehr an. Und auch wenn ich selber BDSM aktiv betreibe, so habe ich kein besonderes Verlangen nach harter SM-Pornografie. Mir geht es vor allem um Filme, die mit dominantem Wifesharing zu tun haben und Blowjobs in anonymen Glory-Holes. Große Altersunterschiede zwischen Mann und Frau gefallen mir sehr (Also ER 50 und sie 18). Natursekt. Outdoor. Öffentlichkeit. Generell jedoch Filme, bei denen ich das Gefühl habe als Zeuge dabei zu sein. Nicht selbst aktiv.

Einiges von diesen Dingen habe ich für mich erleben dürfen. Jedoch nicht mehr wahllos und einem Trieb folgend, den Pornokosum 1:1 umzusetzen. Nach meiner Arschlochphase wurde ich durch meine zweite Frau gezähmt. Ja, so kann man das sagen. Mit ihr konnte ich jede Phantasie offen ansprechen und ich entwickelte ein Gefühl dafür, dass manche Dinge eben nur dann funktionieren, wenn man darüber spricht. Und ich fand meine Erfüllung darin. Die Frau ohrfeigen zu dürfen, die einen liebt und sich nicht abwendet.

Sie hat mir gezeigt, dass es Frauen gibt, die all das für einen Mann machen, der sie aufrichtig liebt. Quasi meine erste Sub.

Die Grundlagen (Rituale des #CircleOfFalbalus)

Jede Frau ist einzigartig. Sie hat einen eigenen Verstand und eine eigene Seele. Eigene Bedürfnisse, Wünsche und Interessen. Deswegen kann ich nicht einfach hingehen und jeder Dame im #CircleOfFalbalus einfach die gleichen Dinge aufbürden. Und doch gibt es Dinge, welche sich nicht unterscheiden.

Es handelt sich hierbei um ritualisierte Abläufe, die nicht ständig Teil unserer Begegnungen sein müssen. Ein entsprechender Hinweis im gemeinsamen Kalender deutet der Dame jedoch an, wann an den Ritualen geübt wird.


Das Begrüßungsritual:

Die Dame betritt das Haus und küsst zunächst den Ring des Herrn. Danach kann eine herzliche Umarmung folgen. Sie gibt ihm alles lose Material (Jacke, Taschen, Handy etcpp) in die Hand und geht eventuell mit einem Umweg über die Toilette in das Wohnzimmer.

Dort ist ihr Platz eingerichtet auf welchem sie sich noch vollständig bekleidet hinkniet und entweder auf einem Zettel weitere Anweisungen stehen oder ich direkt mit ihr spreche. Sie teilt mir mit, auf welche körperlichen Nicklichkeiten ich bei ihr zu achten habe. Im Gegenzug kommuniziere ich unter Umständen (je nach Trainingseinheit) Art und Umfang des Abends.

Danach entfernt sich die Dame, entkleidet sich, tut eventuell Dinge, die auf dem Zettel stehen und kommt mit 2H (Halterlose und HighHeels) zurück. Sie kniet sich auf ihren Platz und legt das Halsband vor sich auf den Boden und mit der Bitte es anzulegen, beginnt das Spiel. Es dauert dann solange an, bis ich es wieder von ihr abnehme.


Das Baderitual:

Der #CircleOfFalbalus hat nicht immer was mit Hauen und Stechen zu tun. Er ist meistens in den Ritualen sogar ziemlich sanft und soll eine enge Bindung erzeugen. Es soll neben der körperlichen Nähe auch eine geistige Nähe geschaffen werden, in welcher ich nicht wirklich dominant bin, aber in welcher die Dame sich ihrer Submissivität bewusst werden soll. Sie soll sich reflektieren können, ob der Status als Sub in Ordnung ist.

Ich nehme auf dem Sofa Platz und die Dame bewegt sich in 3H ins Schlafzimmer, legt dort selber die 3H vollständig ab und holt Handtücher. Diese trägt sie ins Badezimmer. Danach nimmt sie den Herrn an der Hand und führt ihn ins Bad. Dort entkleidet sie zunächst den Oberkörper des Herrn und küsst jeweils sanft seine Brustwarzen. Danach kniet sich die Dame hin und entkleidet den Unterkörper des Herrn. Sie küsst nun sanft die Eichel des Herrn und anschließend seine beiden Füße.

Sie erhebt sich und hilft zunächst dem Herrn in die Badewanne und steigt dann selber dazu. Die Dusche wird angestellt und die Dame beginnt den Herrn nun zu waschen. Es geht darum nicht einfach nur wisch-wasch zu machen, sondern ihm durch ihre Berührungen zu signalisieren, dass alles was sie tut den Wunsch ausdrückt mit dem Herrn Sex haben zu wollen. Es geht um eine geistige Verbindung zusätzlich zu den körperlichen Berührung.

Nach dem Duschen steigt die Dame zunächst aus der Wanne und hilft dann dem Herrn hinaus. Sie trocknet ihn ab, umwickelt ihn mit einem Handtuch und geleitet ihn wieder ins Wohnzimmer. Dort nimmt der Herr wieder auf dem Sofa Platz, die Dame bringt kurz das Bad in Ordnung, legt wieder 3H an und kehrt zum Herrn zurück.

Sie befindet sich wieder in der Ausgangsposition und wartet auf weitere Anweisung.


Grundsätzlich achtet die Dame immer darauf, dass sie, natürlich nur wenn möglich,  „zwischen den Beinen“ des Herrn kniet. Sie richtet sich also immer für die Grundposition nach seinen Knien aus und verbleibt dann dort. Die Entfernung zum Herrn spielt dabei keine Rolle.

Eine Sub muss tun, was eine Sub tun muss …

Wie in jeder Beziehung kommt es an irgendeinem Punkt zu genau dem Punkt, an welchem gewisse Punkte besprochen werden sollten. Haben Sub und Dom sich gefunden, und darüber hinaus auch schätzen gelernt, so werden beide sich irgendwie bewegen müssen, um die Beziehung am Leben zu halten.

Klingonisch … ist aber so. Und hört sich so schrecklich „vanilla“ an, oder?

Doch wie jede Beziehung braucht es nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern eben auch gemeinsames Denken und Handeln, wenn es um eine gemeinsame Zukunft gehen soll. An vielen Stellen wird gerne behauptet, dass BDSM-Beziehungen besonders langlebig sind. Schließlich kann man sich im Gegensatz zu den Vanillas ja alles offen und ehrlich auf den Tisch legen. Und genau das unterscheidet BDSM-Bindungen von Vanilla-Beziehungen, die gerne hinterm Berg halten und sich vorurteilsweise niemand traut dem anderen offen zu sagen, was sie/er im Bett will, richtig?

Ja, aber …

Ein Dom hat es einfach, prinzipiell, denn er kann ja eh tun und machen, was er gerne möchte. Vorzugsweise mit seiner Sub oder mit einer anderen. Er darf Dinge tun, und er darf diese Dinge seiner Sub untersagen. Und nimmt die Sub dies so an, dann darf sie eben nicht mehr „einfach so“, sondern muss fragen. Niemand hat behauptet, dass BDSM einfach ist oder leicht.

Hat eine Sub sich ins Machtgefälle begeben, dann steht es ihr nicht zu, einfach so andere Männer zu daten und mit ihnen Sex zu haben. Jedenfalls dann nicht, wenn es ihr a) vom Dom verboten wurde und sie das so akzeptiert hat, b) sie die BDSM-Beziehung ernst nimmt und c) nicht nur eine „Teilzeit“-Sub ist, die nur dann Sub ist, wenn sie spielen will.

Im Idealfall benötigt eine Sub auch gar niemand anderen, da sie hoffentlich vom Dom genügend Aufmerksamkeit bekommt oder es ist ihr instinktiv klar, dass sie unter Umständen wochenlang nicht bespielt werden kann, weil die Dinge nun mal so sind, wie sie eben sind.

Da kann Sub dann jammern, sehnsüchteln, stalken – wenn die Umstände kein „mehr“ zulassen, dann wird das „mehr“ wollen eher als negativ angesehen, es führt bei beiden zu Frust.

Wir gehen aber nun davon aus, dass Dom und Sub Kommunikation betreiben und beide auf Augenhöhe befindlich, dem anderen etwas sagen wollen oder müssen. Ein Dom hat es immer einfach, er kann einfach anweisen und die Sub hat es zu nehmen. Aber wie formuliert eine Sub, dass sie gerne etwas anders haben möchte?

Wenn der Herr eher im D/s daheim ist, die Sub aber mehr SM braucht. Zum Beispiel.

Wenn der Herr für ganz bestimmte Dinge eben ganz genau nicht steht und nicht zu haben ist, die Sub aber fühlt, dass wenn sie das unterdrückt, ihr etwas fehlt?

Es wird auch im BDSM einige Paarungen geben, die an diesem Punkt scheitern, denn es schwebt die Angst der Sub mit, dass der Herr sich abwendet oder sie muss sich selber abwenden oder den Vorschlag machen zu genau diesem Zweck einen anderen Herrn zu finden, was auf Ablehnung stößt oder oder oder.

Meine eiserne Devise ist, dass manche Entscheidungen eben auch zu Konsequenzen führen. Deswegen sollte eine Sub jedoch niemals hinter dem Berg halten, wenn für sie etwas nicht stimmig ist oder eben etwas fehlt. Persönlich betrachtet lasse ich meinen Subs außerhalb der BDSM-Beziehung einen maximalen Spielraum an freier Entfaltung. Sie dürfen alle und jeden frei vögeln, solange es keinen BDSM-Kontext gibt. Denn das würde mich sehr verletzen, da ich der festen Ansicht bin (aus eigener Erfahrung), dass man keinen zwei Herren dienen kann. Denn jeder Herr möchte in seiner Gesamtheit wahrgenommen werden und eben nicht nur in Teilaspekten und damit partieller Wunscherfüller.

Einschub: Was übrigens auch für eine „O“ gilt, die den einen Herren hat und zu Ausbildungszwecken an einen anderen Herren gegeben wird. Sie dient dann zwar dem anderen Herren, aber im Hintergrund tut sie dies eben alles für diesen einen Herren, welcher sie weiter gegeben hat. Dieser eine Herr beginnt und beendet die Zeit mit dem anderen Herren, so dass der andere Herr tendentiell nur ein Spielzeug der grundlegenden BDSM-Beziehung ist.

 

Bedürfnisse, Wünsche, Träume und die Realität

Wer auf Twitter (aber auch sicher in anderen sozialen Medien) unterwegs ist und diese durchaus zum Kennenlernen in Sachen #BDSM nutzt, der stößt als Dom immer wieder mal auf eine ganz besondere Gattung Frau.

Diese ist meist in der Beziehung frustriert, vielleicht sogar in der Überlegung die Trennung vom Partner einzuleiten oder gar zu vollziehen. Diese Gattung Frau ist höchst sensibel und Lust stillende Worte fallen zumeist auf sehr fruchtbaren Boden.

Es gibt Frauen, die diesem Ruf nach Submission gerne nachkommen (und fremd gehen) und es gibt andere, die diesem Ruf nicht nachkommen (und treu bleiben). Andere wiederum geben ein Versprechen ab, dass sie darüber ernsthaft nachdenken sich zu treffen, andere wiederum wollen erst den Beziehungsstatus klären, bevor sie sich überhaupt überlegen sich zu treffen.

Mein moralischer Standpunkt hierbei ist wohl klar: Ich dränge niemals – kein Dom sollte das jemals tun. Frauen lassen sich nicht bedrängen, denn eher wenden sie sich völlig ab als das sie auch nur die Spur von Komfortzone verlassen. In aller Regel sind sie „Keeper“ und überlegen sich Dinge sehr gut, bevor sie auch nur einen winzigen Schritt machen.

Und ganz ehrlich: Mir sind das auch die liebsten Gesprächspartner. Denn Submission taugt nur dann etwas und kann auch von der Frau richtig gelebt werden, wenn ihr Kopf frei von Grenzen ist. Und eine ungeklärte Beziehungsfrage ist kein guter Ratgeber.

Mir geht es jedoch nicht um die Beziehungsfrage an und für sich, sondern ab und an auch um die Umstände dessen. Sehr häufig bekomme ich mit, dass Frauen sich in einer Beziehung befinden (Männer aber auch!), die sie nicht nur sexuell nicht mehr erfüllt. Und trotzdem tun sie nichts, damit sich das ändert.

Frauen werden in der Regel alles dafür tun, um eine Beziehung zu halten. Sie werden versuchen mit dem Partner Kontakt aufzunehmen. Leider erlebe ich auch, dass zu softe Worte in der Beziehung nicht weiterhelfen und aus Angst vor Zurückweisung verebben solche Gespräche immer.

Mir geht vor allem dieses „Ich besitze Dich“-Gedönse von Männern auf den Keks, die eine Frau negativ kontrollieren und ihr ständig misstrauen. Das Traurige daran ist, dass sie so nur die eigene Unsicherheit kaschieren und selber nicht mitbekommen, dass eine Frau darunter leidet, wenn nicht sogar daran kaputt geht.

Menschen ändern sich. Jeden Tag tun sie das. Die Frau, die man mit 21 geheiratet hat, ist eine andere als die, die nun 45 ist. Eine Frau bekommt diese Veränderung beim Mann durchaus mit. Männer sind dafür meistens blind. Und ich rede nicht von Äußerlichkeiten. Wenn ich meiner Frau sage, dass ich sie liebe, dann beinhaltet das den ganzen Weg, den wir gemeinsam gegangen sind. Ich akzeptiere und respektiere damit jede Veränderung und nicke diese mit ab.

Im Übrigen ist das auch die Bestätigung, dass ich sie immer noch so sehe wie am ersten Tag und nichts mir ferner liegt als sie regelmäßig durch die Wohnung zu vögeln. Frauen, lasst euch das einfach mal gesagt sein. So am Rande. Eine handfeste Erektion ist auch ein Kompliment.

Ich bin nicht monogam im Sinne der Monogamität. Ich bin anders monogam mit Blick Richtung Polygamie, wenn nicht sogar Polyamorität. Ich suche da noch nach einer Definition. Deswegen fällt es mir leicht meiner Frau den Freiraum zu geben, den sie benötigt um glücklich zu sein. Und vor drei Jahren hätte sie wohl auch noch auf alle Vorzüge der Monogamie geschworen.

Daher kann ich natürlich leicht reden, dass Männer ihren Frauen auch mal einen Dom gönnen sollen. Denn wir sind keine Gefahr für die Beziehung. Eine Frau, deren Mann tolerant und respektvoll mit ihren Wünschen umgeht, den wird keine Frau verlassen. Jedenfalls ist das nicht meine Kenntnis. Diese Frau wird immer wieder gerne nach Hause kommen, weil sie dort mehr findet als bei einem Dom.

Liebe.