#Hausaufgabe … by @AmygDalaEscape

Das erste Mal

Da war sie wieder: die unbekannte Aufregung und Nervosität. Auf dem Weg zu Ihm musste ich mich erst mal mit Musik beruhigen. Verkehrslage früh genug abgecheckt- langes Wochenende und viel Stau unterwegs. Einen Puffer eingebaut. Es stresst mich unglaublich wenn ich zu spät komme. Und auch da wieder die Nachricht: ‚ich laufe nicht weg‘

Ich entschied mich, einfach das kurze Schwarze anzuziehen. Heels dazu. Mantel für die Öffentlichkeit drüber. Sonst nichts drunter. Ich bin noch nicht Seine Sub. Ich kann für mich entscheiden ob ich 3 Hs oder nur 2 Hs schenke. Mit dem dritten H fühle ich mich unwohl. Ich habe noch nichts passendes für mich gefunden. Und die Devise heißt: Wohlfühlen, wohlfühlen, wohlfühlen!

Ich bin froh über den Mantel. NATÜRLICH begegnet mir ausgerechnet in DIESEM Aufzug eine Nachbarin. Sie grinst irritiert und wünscht mir viel Spaß. Na, nett ist sie jedenfalls. Wenn die wüsste…

Die Fahrt ist entspannt. Ich habe genug Zeit eingeplant. Der angekündigte Stau war nicht da und so konnte ich gemütlich auf der Bahn tuckern und mich von der Musik ablenken lassen. Und komme pünktlich an.

Es ist ein angenehmes Wohnviertel. Ich muss gar nicht erst lange suchen, sondern finde direkt vor der Türe einen Parkplatz. Sehr gut. Denn auf den Heels laufen ist schon eine Herausforderung. Zu Hause ein paar Meter bis zum Bett bin ich das mit den Dingern ja gewohnt. Aber draußen auf der Straße?! Erfreulicherweise habe ich mir nicht die Haxen gebrochen- aber ich habe jetzt eine Hausaufgabe für mich entdeckt.

Vor der Türe angekommen, brauche ich nicht einmal klingeln. Ich werde erwartet. Ein Kuss zur Begrüßung. Er nimmt galant meinen Koffer und lässt mich vor sich die Treppe hochlaufen. Oben angekommen, nimmt Er mir den Mantel ab. Er schiebt mich, Seine Hand in meinem Rücken, ins Wohnzimmer. Die erste prüfende Handbewegung. Er hat registriert, dass ich nichts drunter trage. Sehr gut 😏

Meine Vorfreude steigt. Wo mich anfangs die Unsicherheit beherrschte, bin ich nun umso sicherer in dem Wissen was ich will. Und immer Seine Frage an mich: Geht es Dir gut? Ja, es geht mir gut.

Er lässt mich mitten im Raum auf dem Klavierhocker Platz nehmen. Dieser ist gepolstert und bequem. Hat eine vernünftige Höhe zum sitzen. Ich bin aufgeregt. Gespannt auf das, was wohl auf mich zukommen mag. Er hat Verständnis und keine Scheu, dieses auch zu vermitteln. Er erklärt mir viel. Einiges konnte ich behalten, manches wird hoffentlich ein anderes Mal wiederholt. Was ich mir eingeprägt habe, ist Sein Ritual: Seine Hand nehmen und den Ring küssen. Freiwillig. Von mir ausgehend. Gestern war ich noch nicht so weit. Es ist Ihm wichtig, dass man es FÜHLT. Nicht nur so tut als ob. Irgendwann legt er mir mein Halsband an. Es liegt eng am Hals an. Es ist wider Erwarten tatsächlich angenehm zu tragen. Es prickelt.

Er verbindet mir die Augen mit einem Seidentuch. Und immer dabei Seine Erklärungen, um mir Sicherheit zu geben. Das Tuch fühlt sich großartig an. Es wird hoffentlich noch sehr oft eine Rolle spielen. Es schützt mich. Beim normalen Sex habe ich meine Augen zwar auch meist geschlossen, denn so kann ich besser und intensiver fühlen. Aber mit dem Tuch ist es noch einmal eine ganz andere Liga. Und wieder Seine Frage an mich: Geht es Dir gut? Oh ja! Es geht mir gut!

Er gibt mir verschiedene Sachen in die Hände. Damit wir etwas vorsortieren können. Es stellt sich heraus: wir liegen bei vielen Dingen auf einer Wellenlänge. Die verschiedenen Flogger gefallen mir. Das Nadelrad hat es mir ebenfalls besonders angetan. Vielleicht spielt es ja auch noch ein anderes Mal eine besondere Rolle.

Er erklärt. Streift mich. Mit Seinen Händen. Mit Seinen Floggern. Probiert das eine oder andere an mir aus. Ich weiß gar nicht mehr so genau wann ich mein Kleid losgeworden bin. Er erklärt mir eindrucksvoll die Grundhaltungen. Ich nehme sie mit Genuss ein. Manchmal muss ich grinsen wenn Er mich trifft. Vorsichtig. Ich spüre wie Er mich beobachtet. Im Blick behält ob es okay ist oder ob da auch noch mehr geht. Er umstreift mich, berührt mich, begutachtet mich wie eine Ware. Tut mir weh. Und es gefällt mir! Und wie es mir gefällt! Seine Finger gehen auf Wanderschaft. Prüfen mich. Er lässt mich mich schmecken. Streichelt mich. Schlägt mich. Drückt sich an mich. Ich spüre Ihn. Sehr genau. Präsent. Möchte zupacken. Mich hinknien. Traue mich aber nicht so recht. Er führt mich vor Seinen Spiegel. Ich schaue mir das Halsband an. Und zum ersten Mal in meinem Leben bin ich vollkommen zufrieden mit mir selbst. Mit mir im Reinen. Oh verdammt! Und wie es mir gut geht!

Ich lasse mich fallen. Er führt mich. Und scheint ganz genau zu wissen, was ich wann brauche. Er sagt mir sogar, dass ich nicht mehr denken brauche. Dass Er das für mich übernimmt. Und das tut Er! Das tut Er verdammt noch mal ausgezeichnet!

Ich befolge Seine Anweisungen ohne nachzudenken, ohne zu zögern. Fühle Ihn. Rieche Ihn. Schmecke Ihn. Genieße Ihn. Egal was ich mache, egal was ich machen soll: es ist stimmig. Genau richtig so wie es ist.

Er zieht mich an den Haaren und führt mich auf allen Vieren durch die Räume. Was mir auf Fotos lächerlich erscheint, fühlt sich erlebt doch so richtig an! Und doch: es liegt einzig und allein an Ihm! Ihm vertraue ich. Warum? Ich weiß es nicht. Kann es nicht erklären. Habe keine Begründung dafür. Nur mein Gefühl. Dass es richtig ist. Gut ist.

Ich bin mit mir im Reinen.

Ich habe meine Bestimmung gefunden!

#Hausaufgabe … by @Mrs_SAM_O

Genieß es wenn Du kannst …

Das waren die Worte, die ich nie im Leben wieder vergessen werde und mit denen mein erstes Erlebnis in Richtung BDSM begonnen hat.


Im Netz hatten wir uns über ein Forum kennen gelernt. Ich war mal wieder auf der Suche nach Gleichgesinnten und weiteren Infos zum Thema. Der einzige der kein Vorzeigbares Profilbild hatte, hatte es mir schon nach den ersten Nachrichten angetan. Ich musste diesen Dom einfach Treffen und so fand sich auch ziemich schnell ein geeigneter Termin.
Am Bahnhof trafen wir uns etwa einen Monat nach unserem ersten Chat und tranken erstmal zusammen einen Kaffee. Es war Sommer und ich hatte mich mit einem weißes Seidenkleid und hohen weißen durchsichtigen Plateaustiefeln bekleidet. Nach allem was ich von ihm gelesen hatte, war mir klar wie scharf ihn das machen würde.
Schon im Kaffee hatte er sich mit einem breiten Grinsen meinen Slip aushändigen lassen und obwohl es das erste Mal war, hat es mich unwahrscheinlich geil gemacht. Da war dieses knistern in der Kombi mit den Gedanken wenn das jetzt jemand merkt, was wird wohl als nächstes passieren, wie weit werden wir gehen und will ich das eigentlich alles?
Mein Kopf sagt oft etwas ganz anderes als meine Lust und so war es nur eine Frage der Zeit bis meine Lust siegte und wir uns wieder in Richtung Auto auf den Weg machten.
Ich war unglaublich nervös als wir das Cafe verließen. Zu meinem Glück mussten wir aber erst noch das Auto suchen und ich wurde dadurch etwas abgelenkt. Auch zu gute kam mir sicher, dass dieser von mir gewählte Dom sowohl sehr einfühlsam war als auch das er wusste es würde mein erstes Mal sein & meine Vergangenheit kannte. Wir fanden das Auto ca. eine halbe Stunde später in der er natürlich nicht die Finger von mir lassen konnte und er hielt mir ganz Gentleman Light die Tür auf.
Die Fahrt zum Hotel war ziemlich unspektakulär. Hin und wieder legte er mir seine Hand auf den Oberschenkel, was in dieser Situation schon reichte um mich noch feuchter werden zu lassen.


Vor dem Hotel angekommen stieg meine Nervosität ins unermessliche und meine Gedankenwelt fuhr mit mir Achterbahn. Warum hatte ich mich nicht abgesichert, was wenn er doch ein Böser ist und mein Bauchgefühl mich trügt. Diese ganzen wirren Gedanken wurden unterbrochen als er mir die Tür öffnete und mich mit einem Lächeln aufforderte auszusteigen. Liebevoll nahm er mich in den Arm und küsste mich, bevor er mit mir zum Kofferraum ging um seine Tasche raus zu holen. Mit einem durchdringenden Blick fragte er mich dann ob ich bereit sei ihm zu vertrauen und ihm ins Mysteryland zu folgen. Ich schluckte, atmete tief durch und bestätigte dies dann mit einem leisen ja Sir und einem Nicken, was wohl eher für mich selbst eine Bestätigung sein sollte.
Im Hotelzimmer angekommen verließ mich schnell der Mut als ich sah wie er die Peitsche, Gerte und die Fesseln auspackte und ich floh erstmal mit den Worten „es ist so warm ich geh erstmal Duschen“ ins Bad.


Heute bin ich sehr froh damals an genau diesen Dom geraten zu sein. Er folgte mir ohne ein Wort unter die Dusche und nahm mir so die Angst vor allem was noch kommen sollte. Gemeinsam duschten wir also, bevor er mich irgendwann an die Hand nahm und mich wieder ins Zimmer führte. Behutsam legte er mir die Fesseln an und befestigte diese so das ich nach vorn gebeugt mit leicht gespreizten Beinen mitten im Zimmer stand. Immer wieder streichelten seine Hände dabei über meinen Körper ohne das er auch nur annähernd eine meiner Empfindlichsten Stellen berührte. Ich wurde fast wahnsinnig und atmete immer schneller obwohl ja noch nix passiert war und dann kam der Moment …


Er beugte sich zu mir, sah mir in die Augen und flüsterte „Genieß es wenn Du kannst“

Ich sah wie er die Peitsche in die Hand nahm und auf mich zu kam, versuchte ruhig zu atmen …
Er schlug nicht zu, nicht in diesem Moment …
Langsam ließ er die Peitsche über meine Haut gleiten, als er mit der Peitsche über mein Gesicht streichelte nahm ich den Geruch vom Leder intensiv wie nie zuvor wahr und wurde immer ruhiger. Wie lange es bis zum ersten Schlag dauerte kann ich gar nicht mehr sagen. Irgendwann kam er dann der erste Schlag mit der Peitsche, noch heute mein absolutes Lieblingswerkzeug in den Händen eines Doms der sie zu führen weiß. Er traf mich unverhofft und so zuckte ich auch dementsprechend zusammen und brauchte auch einen Moment zum Luft holen. Die ganze Zeit hatte er seinen Blick auf mich gerichtet und nahm jede Regung meinerseits wahr. Nachdem ich wieder etwas ruhiger atmete traf mich der zweite und direkt auch der dritte Schlag. Es war unglaublich, mit jedem Schlag trat ich mehr in diese Welt, in der ich einfach nur sein konnte, der Schmerz war wie eine Erlösung und löschte für kurze Zeit alles was ich sonst immer im Kopf hatte. Nach dem zehnten Schlag streichelte er sanft über die gerade von ihm gezeichnete Haut und meinte schelmisch, dann wollen wir doch mal sehen ob dir das gefällt. Nur Sekunden später hielt er mir mit einem Grinsen seinen nassen Finger der gerade noch in mir gesteckt hatte vor die Augen und leckte ihn dann genüsslich ab. Ich wunderte mich nicht, ich hatte viel dazu gelesen und schon das hat meine Lust immer ins unermessliche gesteigert.


Die Peitsche kam noch eine ganze Weile zum Einsatz bevor er auf die Gerte wechselte. Bei der Gerte merkte er jedoch schnell, dass diese eher eine Strafe für mich war und beließ es an diesem Tag bei 10 Schlägen. Er wechselte nochmal zu der von mir so geliebten Peitsche wohl auch in der Hoffnung, dass ich irgendwann um Gnade betteln würde, aber das kam für mich gar nicht in Frage. Ich bitten? Niemals …
Mein Rücken, meine Oberschenkel und mein Arsch, alles brannte als er mich wieder los machte und mich vor den Spiegel führte. Ich mochte mich nie gern ansehen, aber von all diesen wunderbaren Striemen konnte ich meinen Blick dann auch nicht abwenden. Er hatte mich tatsächlich gezeichnet und als ich das dann so realisierte musste ich ihm einfach um den Hals fallen und losheulen. Es gab noch Klammern, Vibratoren, viele andere Spielzeuge und auch Sex, der das ganze dann gekrönt hat, aber seine Worte und seine Hand mit der er die Peitsche geführt hat waren es die mir den Weg in die BDSM Welt gezeigt haben und mich gelehrt haben diese so sehr zu lieben …

Der Gürtel

Als sie nach einem langen Arbeitstag im auswärtigen Nirgendwo zwischen Osnabrück und Bremen zurück ins Hotel kam, völlig zugequatscht von all diesen Managern, die wahrscheinlich alle ihre Stammdomina haben, aber nicht die Eier in der Hose für die wesentlichen Dinge, freute sie sich darauf ihren Herrn zu sehen.

Er konnte es einrichten, dass er ebenfalls in der gleichen Stadt war und hatte das gleiche Hotel gebucht. Normalerweise waren Momente intimer Zweisamkeit eher selten unter der Woche. Beide voll eingespannt in ihren Berufen und meistens immer „Das andere Ende der Republik“ voneinander entfernt, verheiratet, aber nicht miteinander, verausgabten sie sich meistens daran ihre Terminkalender aneinander statt ihre Körper aneinander zu reiben.

Umso schöner, dass sie sich nach diesem Tag, einfach in seine Arme gleiten lassen konnte, weil nicht nur miteinander schlafen, sondern auch mit ihm einschlafen, aber vor allem auch neben ihm aufwachen für sie heute vollkommen reichen würde. Eventuell ein Absacker in der Hotelbar, aber mehr auch irgendwie nicht.

Sie zückte ihre Zimmerkarte, sperrte die Türe zu ihrem Zimmer auf und ließ ihre High Heels erst mal quer durch das Zimmer fliegen. Rein ins Badezimmer, Klamotten vom Körper und ab unter die Dusche. Sie hatte sich mittlerweile Vieles von ihm angewöhnt und sie genoss bereits 30 Sekunden nach dem Zimmereintritt die ersten heißen Strahlen der Regenwalddusche und furzte sich den Zustand noch schöner.

Völlig Zeit vergessen dachte sie über Leben, Tod und Leben nach, bevor sich die ersten Anzeichen der gesättigten Froschfinger meldeten. Sie schmunzelte. Irgendwie sah ihr Daumen wie ein schrumpeliger Penis aus. Genauer, wie sein Penis, wenn er sich entladen hatte und abschwoll. So entstieg sie der Dusche, umwickelte sich mit einem übergroßen Handtuch und ging in Richtung KingSizeSuperQueenDoubleBed. Als sie es das erste Mal sah, hatte sie das Gefühl, dass man hier auch völlig bequem mit fünf Männern Sex haben könnte. Gleichzeitig. Und keiner würde vom Bett fallen.

Ach, sie fühlte sich einfach herrlich und würde am Liebsten so in die Lobby gehen, ihn dort abholen, ihn in ihr Bett zerren, sich ankuscheln und einfach einschlafen. Doch ihr Blick … wie … ähm. Da lag ein Gürtel auf dem Bett. Und sie war sich sicher, dass der … Mooooment. Wie hat der Mann das nun wieder … sie seufzte. Offensichtlich konnte er sowas.

Und es war ein vereinbartes Zeichen und sie konnte einfach nicht anders. Auch wenn ihre Stimmungslage bis zuletzt nicht wirklich sexuell bestimmt war, so änderte sich dies von Sekunde zu Sekunde. Sie würde sich nun des Handtuches entledigen und ihre High Heels wieder anziehen. Dann würde sie sich den Gürtel nehmen, um den Hals legen, das Leder durch die Schnalle führen, das Licht bis auf eine kleine Lampe löschen und sich mit dem Rücken zur Türe hinknien.

Es würde aussehen, als würde sie ein Halsband mit Leine tragen.

Als sie hörte, wie sich die Türe hinter ihr öffnete, war sie mehr als bereit.

 

Der Voyeur

Ich schaue gerne hin.

Wenn es irgendwo etwas (Sexuelles vor allem) zu sehen gibt, dann werde ich es betrachten.

Dabei spielt es keine Rolle, was genau das ist.

Schließlich muss ich erst hinsehen, um es zu identifizieren.


Ich mag zum Beispiel den Ausschnitt meiner Frau.

Oder den göttlichen Hintern von Tara.

Da muss ich hinsehen.

Geht nicht anders.


Aber … das ist noch nicht mal voyeuristisch im pathologischen Sinn.

Diese Form von Hinschauen, sich einen geliebten Menschen betrachten wollen.

Das ist völlig normal.

Macht jeder.

Jeder, der jemanden mag, der schaut ihn auch an.

Ist ganz einfach.

Oder?


Ich bin aber auch ein Spanner.

Ich betrachte (manchmal auch heimlich, meistens jedoch nicht) andere Frauen.

Ihre Brüste, ihre Hintern, ihre Beine, ihre Füße, ihre Haare, ihre Augen, ihre Münder.

Nicht zwangsläufig in der Reihenfolge.

Komme ich an einem Punkt an, den ich nicht mag, breche ich ab und schaue nicht mehr hin.

Und ehrlich, machen andere auch.

Dieses Abchecken.

Diese 0,76 Sekunden Jagd.


Jeder checkt ständig andere ab.

Begegnet uns ein Mensch, dann checken wir ihn ab.

Glaubt mir, jeder macht das.

Egal wer.

Auch Du machst das.

Du betrachtest mich.

Checkst, ob ich eine Möglichkeit wäre.

0,76 Sekunden Geilheit.

Immerhin.


Und haben wir beide uns länger als 0,76 Sekunden betrachtet, dann setzt die Prüfung ein.

Willst Du … mich?

Will ich … Dich?

Wollen wir … uns?

Dürfen wir?

Ist das erlaubt?

Gibt es Bedingungen?

Was kommt danach?


Das ist vollkommen normal.

Du kriegst das nicht mit, wenn ich Dich anschaue.

Ich bekomme es nicht mit, wenn Du mich anschaust.

One Night Stands entscheiden sich innerhalb von 0,76 Sekunden.

Ob sie wirklich stattfinden, kommt danach.

Niemand zieht beleidigt seines Weges, weil er nicht gewählt wurde.

Weil man es nicht merkt.


Wenn ich Dich anschaue, dann habe ich keinen Plan für uns.

Das ist pure Gier nach Dir.

Ich schaue Deine Beine entlang und frage mich, ob Du kein Höschen trägst.

Ich schaue in Deinen Ausschnitt und frage mich, wie es sich anfühlt, wenn ich Deine Brüste anfasse.

Ich schaue auf Deinen Hintern und stelle mir vor, wie Du Dich vorbeugst und ich Dir einfach den Arsch versohle.


0,76 Sekunden

Mehr braucht es nicht.

Aus meiner Subzeit (Teil Zwei)

Irgendwie wollte ich zwar, dass einer der Kumpels mir seinen Riemen in den Hals drückte, aber ich war froh darüber, dass es so langsam anlief, wenig Alkohol konsumiert wurde und mein Herr mir so, ob bewusst oder unbewusst, Zeit zum „Warm werden“ gab.

cont: http://training-of-o.de/blog/2017/12/11/aus-meiner-subzeit-teil-eins/


Also versah ich meinen Dienst still, leise und andächtig. Immer auf dem Sprung und ohne schuldhaftes Zögern. Wenn ich bei meinem Herrn war, legte er mir etwas von seinem Teller auf meinen. Bereits fertig geschnitten und während ich so auf dem Steak herumkaute, bekam ich den Nacken gekrault und wurde liebevoll getätschelt. Niemand sprach wirklich mit mir, aber ich wurde auch nicht als Möbelstück behandelt.

Man redete über mich als sei ich ein Tier. Es wurde davon gesprochen, ob ich wohl Flöhe hätte, was die einen veranlasste mein Brustfell in die Hand zu nehmen und daran zu ziehen, oder ob ich gesunde Zähne hätte, was jene dazu verführte meinen Mund zu öffnen und mit den Fingern drin zu wühlen oder ob ich auch kastriert sei, was andere dazu brachte meinen Schwanz und meine Eier in die Hand zu nehmen und zu begutachten.

Was mir übrigens nie gelungen ist, ist während eines solchen Schauspieles (eigentlich niemals als Sub überhaupt) einen Ständer zu bekommen. Ich war durchaus erregt und es gefiel mir sehr, aber das war äußerlich nicht zu sehen. Was dramatischerweise auch nie dazu führte, dass ich eine andere Sub beglücken dürfte, wenn es mir mal erlaubt wurde. Also in diesem speziellen Kontext war ich wohl nie ein Rassehund, den man zur Züchtung einsetzen konnte. Eher ein Wachhund, der sich in Feinde verbiss 😉

So langsam lehrte sich der Grill und die Herren wirkten satt und satter. Streichelten sich ihre Bäuche und verlangten nach dem üblichen Schnaps danach. Es war eine sehr heitere und friedliche Stimmung. Es wurde gelacht und gescherzt, ja auch über mich (siehe oben), aber Demütigung gehört für mich einfach zu Demut dazu. Alle waren anständig, keiner stank so vor sich hin.

„Horch mal auf!“, hörte ich meinen Herrn und ich schaute nach oben. Er zeigte mir ein Halsband, so ähnlich wie im Beitragsbild. „Du wirst Dir dieses Halsband heute redlich verdienen.“ Ich spürte wie es plötzlich ziemlich noch leiser wurde. Augenpaare fixierten mich und ich hörte am Rande wie sich Reißverschlüsse öffneten. „Dies ist der ‚Black Belt for Cock Suckers‘ und damit Du ihn auch bekommst: Blas‘ Schwänzchen!“

Ich musste mein Grinsen sehr deutlich unterdrücken. Da er mit mir redete wie mit einem Hund auf der einen Seite machte das Kommando Sinn, aber der Mensch in mir auf der anderen Seite: Verdammt! Jetzt bloß nicht laut loslachen. Mein Herr wedelte mit dem Halsband und die anderen Männer erhoben sich von ihren Sitzen. im Augenwinkel bekam ich mit, dass sie selbst sehr amüsiert über den Terminus Technikus waren.

Die Herren stellten sich nebeneinander auf, jeweils nur den Penis aus den Hosen schauend, mein Herr griff mir in die Haare (die damals noch etwas voller waren) und führte mich zum ersten Mann. Mein Herr hob meinen Kopf an, so dass mein offener Mund vor dem halbsteifen Glied war. Der Mann nahm dann meinen Kopf in die Hand und stopfte mir sein Glied in den Mund.

Ich mochte das sehr, wenn ein Penis in meinem Mund und durch meinen Mund steif wurde. Jedoch war diesem Mann nicht nach Zärtlichkeiten. Als er merkte, dass ich seinen Knochen – gnihihi – steif gemacht hatte, begann er meinen Mund zu ficken. Er kam ziemlich schnell und ich hatte wegen der Menge an Sperma sehr viel Mühe zu schlucken, aber irgendwie habe ich es hinbekommen. Jedenfalls wurde ich nicht getadelt.

Erinnern kann ich mich nicht so sehr an die Anzahl der Männer. Meiner Zählung von vorher nach waren es aber bestimmt so 13 Stück und jeder von ihnen spritzte seine Ladung mir entweder auf die Zunge oder in meinen Rachen. Bei einigen hatte ich das Gefühl, dass die Eichel bereits beim Magenpförtner anklopfte. Aber der Rausch insgesamt beseelte mich, es befriedigte mich ungemein, dass sich andere, mir bis auf zwei oder drei völlig Fremde, mit mir befriedigten. Ich war als „O“ in meinem Element, auch wenn ich heute ein Hund war.

Nach einer kleinen Ewigkeit ließ man von mir ab und erschöpft rollte ich mich auf dem Boden zusammen und schaute meinen Herrn von unten an. Er lächelte zufrieden und breit. Er erhob sich aus einem Stuhl und ließ mich für eine letzte Aufgabe Männchen machen. War das Sperma der Männer nur Mittel zum Zweck, so bekam ich nun meine Belohnung und mein Herr pisste mir fröhlich seinen Urin in den Hals. Es lief warm meinen Körper herunter und ich ich fing an ihn dabei anzulächeln. Wir wurden einig und eins in diesem Augenblick.

Ein paar der Herren hatten in der Zwischenzeit einen Bottich bereit gestellt und mein Herr wies mich an, dass ich da rein steigen sollte. Das Wasser war warm. Ich war ein wenig am Ende und mein Herr begann mich zu waschen und zu reinigen. Streichelte über meinen Kopf und brachte mich so wieder ein wenig in die reale Welt zurück.

Als ich aus dem Bottich heraus kroch nahmen mich ein paar der Männer und hoben mich auf den Tisch. Ich war ein wenig verdutzt darüber, aber mein Gefühl sagte mir, dass die Sitzung nun zum Finale kam. Mein Herr legte ein Handtuch um mich und rubbelte mich ab. Und legte mir mein Halsband um. Diesen „Black Belt for Cock Suckers“.

Nachdem ich mich dann anziehen durfte und wieder gen Heimat fuhr, dachte ich noch eine ganze Weile über das Hundesein nach. Insgesamt war es nicht verkehrt und wirklich gedemütigt fühlte ich mich dadurch auch nicht. Aber ich weiß, dass ich meinen Herrn später darum bat nicht mehr Tier sein zu müssen. Die Vorstellung vielleicht irgendwann mal Gassi gehen zu müssen gefiel mir nicht.

Von ihm habe ich so viel über diese weiche Dominanz erfahren und gelernt. Das es wichtig ist, nicht im Vorfeld eine Liste zu machen mit dem, was man nicht will. Sich nicht zu sehr einzugrenzen. Sondern darauf zu vertrauen, dass der Herr es nicht übertreibt und gefühlvoll vor neue Aufgaben stellt. Und das ein Veto hinterher immer noch geht, ohne gleich alles kaputt zu machen.

Das Kommunikation das absolute A und O ist. Aber auch, dass während eines Spieles ich als „O“ das zu tun habe, was von mir verlangt wird. Egal was und in welcher Stimmung ich gerade bin. Dorthin zu gehen, wo andere furchtsam weichen, auch wenn es nicht nett ist und wirklich demütigend und mit echten Schmerzen behaftet ist. Wenn es kein „gutes“ Aua ist.

Ohne schuldhaftes Zögern.

Aus meiner Subzeit (Teil Eins)

Nicht wirklich eine Story (weil nicht frei erfunden), aber auch nicht wirklich unerotisch genug für „Das wahre Leben“ kommt nun mal ein Einblick auf eine Session, die mir als Sub so geschehen ist und an welche ich mich immer noch recht gerne erinnere.

Wer es aus dem Blog nicht erlesen hat, ich hatte einen Mann als Herrn.


Es war einer dieser Tage an denen es nicht so richtig lief. Job doof, Auto doof und dann auch noch die Verpflichtung am Abend oder durch die Nacht sogar den braven und folgsamen Sklaven des Herrn zu mimen. So richtig subbig war ich nicht drauf, aber absagen wollte ich nicht. Appetit kommt bekanntlich beim Essen.

Als es an der Zeit war sendete ich eine SMS an meinen Herrn, dass ich mich nun auf den Weg machen würde und ob ich eventuell schon erste Anweisungen kriegen könnte. Er möge mir verzeihen, aber mein Gemütszustand als „O“ reiche heute nicht aus um ins kalte Wasser zu springen. Er antwortete prompt mit dem Hinweis, dass es erstmal einen Haufen Fleisch zu verspeisen gäbe und wir es uns dann gemütlich machen würden.

Immerhin bekam ich was zu essen und musste nicht gleich herhalten. Mein Herr hatte in seinem Garten einen schönen und großen Grill, und soweit ich mich erinnere lag da nie Salat drauf. Er hatte gerne seine Kumpels bei sich und feierte kleinere Feste und mein Kopfkino lief langsam in Richtung „Nackt sein, am Tisch und als Dessert unter dem Tisch bedienen“ los. Auch wenn meine Stimmung nicht sofort ins Sexuelle umschlug, konnte ich mir die folgenden 45 Minuten Fahrzeit ein paar Dinge ausmalen, knetete dabei meinen Schwanz und versuchte den Tag los zu werden.

Mein Herr öffnete mir die Türe und ich entledigte mich wie immer meiner Kleidung in dem kleinen Vorraum und legte diese auf einen Stuhl. So kniete ich mich vor ihn hin und küsste seine schwarzen, ledernen Stiefel und blieb mit meinen Armen auf dem Boden, die ich zwischen seine Beine legte und dem Hintern in der Höhe vor ihm liegen. Ich mochte diese Position sehr. Er so über mir. Es hatte etwas Beschützendes. Wohliges und Warmes.

Wie ich es mir gedacht hatte, war ich für heute als Nacktbedienung vorgesehen und seine Jungs durften meiner habhaft werden. Ich würde von jedem nach Belieben abgegriffen werden, heute sei ich einfach mal Freiwild ohne besonderen Schutz. So lange die Nacht eben dauern würde. Zusätzlich fragte er mich jedoch, ob das ein Problem für mich sei, weil es mir nicht so gut gehen würde. Tatsächlich hätte ich ehrlich antworten können. Es wäre dann wohl nichts passiert, aber meine innere Überzeugung war, dass ich dann gar nicht erst hätte anmarschieren müssen.

Also verneinte ich, bat aber darum mich für Analverkehr nicht an jeden zu geben, wenn dies möglich wäre. Einige seine Freunde hatten, gefühlt, wirklich große Erektionen und ich fühlte mich heute eher der EU-Standardnorm gewachsen. Ansonsten könne er sich vollkommen auf mich verlassen.

„Ich bin Ihre ‚O‘. Ich diene Ihnen auf die Art, die Sie für mich als richtig erachten. Ohne es schuldhaft zu verzögern.“ – „Gut, dann werde ich Dich heute vom Analdienst befreien. Aber Du hast Glück. Ich hatte diesen soundso nicht für Dich vorgesehen.“

Ein wenig enttäuscht war ich ja schon. Weil gerade wenn es mir nicht so gut ging, so hatte ich doch den Wunsch, ab und an, dass er meine Wünsche auch mal überging. Heute war aber nicht so ein Tag, es ging wirklich nicht, aber ich hätte es sicherlich zugelassen, wenn er meine Worte übergangen hätte. Oder so. Schließlich war ich seine „O“ und da macht man auch mal was, wenn es überhaupt nicht passt, wenn der Herr es dennoch für passend hält.

Heute bekam ich kein Halsband an. Was mich wunderte. Er legte immer viel wert darauf, dass ich zumindest ein Halsband trug. Stattdessen sollte ich auf allen Vieren einfach hinter ihm her krabbeln und dicht bei seinen Beinen bleiben. Wenn er stehen bliebe, dann sollte ich die Ausgangsposition einnehmen, ansonsten hinterher.

Es war in meiner Erinnerung zunächst gar nicht soooo spannend. Ich wackelte halt nackt wie ein Hündchen zu seinen Füßen durch die Gegend. Durfte zum Bedienen an den Grill und dann jeden Teller einzeln mit einer Hand in die Höhe halten und zum Tisch bringen. Ab und an steckte jemand einen Finger in meinen Arsch oder fuchtelte mit seinem Penis, wie eine Art Stöckchen, vor meinem Gesicht herum, nach welchem ich artig „schnappte“. Heute war ich wohl irgendwie eine Art Haustier, ich machte mir darüber aber keine großen Gedanken.

Irgendwie wollte ich zwar, dass einer der Kumpels mir seinen Riemen in den Hals drückte, aber ich war froh darüber, dass es so langsam anlief, wenig Alkohol konsumiert wurde und mein Herr mir so, ob bewusst oder unbewusst, Zeit zum „Warm werden“ gab.

 

… to be continued

Unverlangt Eingesandt – #FromBottomToTop

Eine andere Welt …

 


Eine andere Welt, sie besteht aus Dir und mir,
mach‘ mit mir was Du willst, jetzt und hier,
Ich bin Deine Sklavin und gehöre Dir,
bestraf‘ mich für Fehltritte von mir.

 

Du trittst herein in meine Tür,
jetzt beginnt die Welt zwischen Dir und mir.
Ich gehorche, auf das was Du mir sagst,
und Du machst mit mir was immer Du magst.

 

Die Verantwortung übergebe ich in Deine Hand,
mit Deinen Berührungen bringst Du mich um den Verstand.
Meinen Blick halte ich stets gesenkt,
denn ich muss nichts wissen, ich werde ja von Dir gelenkt.

 

Deine Stimme ist ruhig und Deine Blicke haften an mir,
ich erwarte sehnsüchtig Schläge von Dir.
Du kommst langsam auf mich zu und bleibst vor mir stehen.
Ich verspüre die Angst, dass kannst Du seh’n.

 

Ich höre Deine Stimme, wie sie sich erhebt,
und gleichzeitig  spüre ich, wie mein Körper bebt.
Die Bestrafung von Dir nehme ich nun hin,
mit Stolz, weil ich ja Deine Sklavin bin.

 

Es ist so befreiend, ein einziger Genuss,
ich möchte Schmerzen und Erniedrigung spüren, das ist ein Muss.
Ich knie nun vor Dir, mit verweintem Blick und Händen auf dem Rücken.
Du streichelst meine Wange mit Deiner Hand,
an die ich mich reinschmiege und drücke.

 

Langsam werde ich von Dir wieder in die Realität zurückgebracht,
das ist sehr schwer, nach all dem was Du mit mir gemacht.
Eine andere Welt, sie besteht aus Dir und mir,
ist nun vorbei, die Tür fällt nun ins Schloss hinter Dir.


 

Business Meeting

Ihr Bildschirm zeigte eine Benachrichtigung: Termin, Morgen.
Der Kunde wünschte ausdrücklich sie zum Termin.
Sie googlete, frug… niemand wusste von diesem speziellen Kunden.

Am nächsten Tag bereitete sie sich gut vor.

Kostüm an, Notizblock dabei. Und betrat pünktlich den vorbereiteten Besprechungsraum.

Kaum lag die Tür im Schloss…wohliger Schauer….über ihrem Rücken …

Er.

Sie blieb stehen.
Spürte die Lust im Schritt aufsteigen.

Sie zog sich Slip und Strumpfhosen aus.

Kniete sich auf den Boden.

Flüsterte:

„Ich Ich bin bereit.
Herr.“

Userstory: Das Hotel …

Selbstbewusst durchschreitet Sie die Lobby. Ihre hohen Schuhe hinterlassen klare akustische Signale. Ihr schwarzes Kleid endet kurz über den Knien. Gewinnendes Lächeln. Smalltalk mit dem Rezeptionisten. Das Wetter. Baldige Events. Der Fahrstuhl.

Sie verabschiedet sich mit einem Lächeln und schreitet zum Lift. Die Tür schließt sich. Prüfender Griff der Finger unter das Kleid. Kein Höschen. Warme, feuchte Haut. Sie kostet Ihre Lust. Grinst in die Kamera.

Schritt wird wackliger. Atem hörbar. Endlich die Nummer des Zimmers vor ihrer Nase. Ihr Puls in den Ohren parallel zum Klopfen an der Tür. Durchatmen.

Klopfen.

Die Tür öffnet sich.

Er: „Knie‘ Dich hin!“

Ihr ganzer Körper schreit: <<endlich>>

Ihre Augen fixieren ihn als sie auf die Knie geht.

Als die Hose sich öffnet…

Vor ihren erwartungsvollen Lippen …

… fällt die Tür hinter ihr ins Schloss.


Rubrik: Unverlangt eingesandt. Auf Wunsch ohne Nennung des Autors.

Come here and kneel down …

Er hatte sie einbestellt.

Das Ritual war wie immer gleich. Und es war gut so.

Den Ring küssen, auf die Knie gehen und seine Füße küssen und dann auf allen Vieren die Treppe rauf. Tasche im Flur stehen lassen. Rein ins Wohnzimmer. Grundhaltung. Wortlos.

Kniend. Rock hoch. Mit dem nacktem Hintern auf die Fersen. Blick nach unten. Hände auf die Knie. Handflächen nach oben. Wortlos.

Sie musste ganz dringend auf die Toilette. Sie hätte fragen können, ob sie vorher noch darf. Er hätte sicherlich nicht nein gesagt. Aber sie wollte nicht.

Nicht das Ritual kaputt machen. Niemals. Es war ihr heilig, weil es ihm heilig war.

Sie trug ihr Halsband bereits auf dem Weg zu ihm. Das war nicht gefordert. Aber es war ihr Ritual sich auf ihn einzustimmen. Sich zur Sub zu machen. Konzentrieren. Vom Alltag Abstand nehmen und rein in den Urlaub. Das eigentliche „Ich“. Seine Hure. Sein Sexobjekt. Seine Sklavin. Sein braves Mädchen. Sein böses Mädchen. Was auch immer. Sein.

Sie hörte ihn mit der Leine ins Wohnzimmer kommen und es machte „Klick“ an ihrem Halsband. Endlich zuhause. Er stellte sich ganz dicht vor sie hin und sie nahm seinen Geruch wahr. Sie spürte den Stoff seiner Hose in ihrem Gesicht. Sie bewegte sich nicht. Obwohl sie seine Beine so sehr umarmen wollte.

Nicht das Ritual kaputt machen. Niemals. Es war ihr heilig, weil es ihm heilig war.

Er ließ die Leine durch seine Finger gleiten bis er am Ende ankam. Mittlerweile konnte sie leise mitzählen. Eine Gliederkette aus Eisen. Sie fühlte sich wohl dabei dieses Geräusch zu hören. Ihm zu gehören. Ihr wurde wärmer ums Herz.

Mit der Leine zog er sie hinter sich her. Sie ließ sich auf alle Viere fallen und krabbelte in seine Richtung. Er saß mittlerweile auf dem Sofa. Breitbeinig. Sie blickte ihn nicht an. Sie schaute nach unten. Zu seinen Schuhen.

Sie merkte, dass er seine Hand geöffnet vor sich hielt. Sie küsste beide Füße und legte sich mit einer Wange in seine Hand. Er streichelte sie mit seinem Daumen. Keine hektischen Bewegungen. Und führte so ihren Kopf auf sich, dass er genau zwischen seinen Beinen zur Ruhe kam.

Nicht das Ritual kaputt machen. Niemals. Es war ihr heilig, weil es ihm heilig war.

Er begann ihren Kopf zu streicheln. Beugte sich zu ihr und küsste ihr Haar. Flüsterte ihr ins Ohr, dass er sich freue sie hier zu sehen. Ob es irgendetwas gäbe, was er wissen müsse. Sie schüttelte den Kopf in seinem Schritt. Und spürte an ihrer Wange ganz genau das. So freundschaftlich auch alles zwischen ihnen war, so spürte sie noch eine ganz andere Freude bei ihm. Und das freute sie.

Er griff sanft in ihr Haar und verfestigte sich dort. Bewegte ihren Kopf in seinem Schritt und sie versuchte wie eine Katze an ihm geschmiegt zu bleiben. Es gelang ihr nur mäßig. Zu sehr folgte sie seiner Hand. Nicht weil es weh tat. Sondern weil sie diese Führung so liebte. Bewegt zu werden. Nichts anderes tun zu müssen. Gar nichts müssen. Sie empfand es als dürfen.

Nicht das Ritual kaputt machen. Niemals. Es war ihr heilig, weil es ihm heilig war.

Er hob ihren Kopf an, so dass er in ihre Augen schauen konnte. Ein wohliger Schauer glitt ihren Rücken entlang. Sie zitterte ein wenig. Ihre Knie fingen an zu schmerzen. Ihre Blase drückte immer noch. Wenn nicht sogar mehr als vorher. Er schaute sie an. Wortlos. Sie schloss die Augen. Sie hielt seinem Blick nicht stand. Sie wollte nicht stark sein. Und sie wusste auch nicht wie sie in diese Augen schauen könnte. So voller Güte. Begierde.

Sie wollte jetzt und in diesem Moment schwach sein. Sich hingeben. Ihm gefallen. In jedweder Hinsicht. Auf jede Art. Auf jede Weise.

Er stand auf und zog sie hinter sich her. Langsam. Mit Bedacht. Er wollte sie auf den Knien. Auf allen Vieren an ihrem Platz wissen. Im Flur hielt er an. Sie solle sich vollständig entkleiden. Er ließ die Leine los. So schnell es ging entledigte sie sich ihres Kleides. Halsband und Halterlose sollten anbleiben. Nur noch die Schuhe weglegen. Sie tat es.

Ob sie bereit sei für ein Experiment. Sie nickte stumm. Sie vertraute ihm. Grenzenlos. Unbedingt. Er war ihr Herr. Er griff in ihr Haare und zog sie hinter sich ins Badezimmer. Sie wusste, was nun geschehen würde. Initiation. Ein „Erstes Mal“. Sie wusste, dass es geschehen würde eines Tages. Er hatte es ihr versprochen, nicht angedroht.

Nicht das Ritual kaputt machen. Niemals. Es war ihr heilig, weil es ihm heilig war.

Sie solle in die Badewanne steigen. Sie tat es. Wortlos. Sie solle seinen Schwanz aus der Hose holen. Sie tat es. Wortlos. Sie solle sanft seine Eichel mit der Zunge liebkosen. Sie tat es. Wortlos. Saugte sanft. Sie schloss die Augen.

Und zum allerersten Mal spürte sie seinen warmen Urin. Er öffnete sich in ihrem Mund und es lief über ihren Körper hinab. Sie hatte seinen Schwanz in der Hand und alle Möglichkeiten den Strahl weg zu bewegen. Aber. Sie tat es nicht.

Nicht das Ritual kaputt machen. Niemals. Es war ihr heilig, weil es ihm heilig war.