#SecretNight vom 05.01.2018 – Reprise

In der rückwärtigen Fleischbeschau bin ich sehr froh und glücklich über die #SecretNight. Als „Abend der ‚O'“ im Sinne der #SecretNight konzipiert war es für einige Mitmenschen vielleicht nicht das, was erwartet wurde. Aber im Sinne der Neueinsteiger in diese Art von Dasein (wo wurde es mir bestätigt), war die Reise eine sehr angenehme und dennoch herausfordernde Sache.

Meine Frau hat mir zugesprochen, dass ich vielleicht ein wenig strikter und konsequenter im Umgang mit den Farben Grün, Geld und Rot sein muss, aber ich bin da durchaus lernfähig und -willig.


Zunächst führte ich ein Briefing durch, nur mit den „O“’s alleine. Ich deutete an, welche Spiele auf sie zukommen würden. Dabei machte ich auch klar, dass wenn es sich um eine korrekte „O“-Veranstaltung handeln würde ich dieses Briefing nur mit den Herren machen würde. Aber im Stile der #SecretNight als Einsteiger-Party wäre dies sicherlich weder PublicDisgrace oder UpperFloor.


Die erste Runde

Zunächst ließ ich die Herren ein Spalier bilden. Die „O“’s wurden von den jeweiligen Herren vorgestellt. Dabei war die Farbgebung dergestalt, dass ein rotes Armband nur Anschauen, ein gelbes Anfassen und ein grünes Anfassen und Eindringen bedeutete. Mir war wichtig, dass sich die „O“’s mit ihren Herren jeweils beraten konnten und dass die Herren so auch im Zwiegespräch entweder die Wahl der „O“ annahmen oder eben als Herr der „O“ überstimmen konnten.

In jeder Spielrunde konnte die Farbe gewechselt werden oder die „O“ auch aussetzen. Beide Dinge wurden von den Gästen gerne in Anspruch genommen.


Da ich die Ehre hatte mit drei „O“’s aufzufahren bin ich stolz darauf, dass meine Frau und auch Tara das grüne Armband trugen und Dala als absoluter Neuling sich für das gelbe entschied.

Anlässlich dieser Gelegenheit sagte mir meine Frau, dass sie den Start als holprig empfand. Weswegen sie auch den Eisbrecher machte, um es den anderen „O“’s zu erleichtern. Dabei wurde der Begriff „TwoFace“ entdeckt. Die anwesenden Herren ließen ihre eigenen „O“’s entweder mit gelb oder rot antreten, aber selber griffen sie gerne bei den grünen Armbändern zu.


Die zweite Runde

Ich erweiterte spontan das Szenario um Schmerz. Die Damen sollten also erneut durch das Spalier. Das grüne Armband erlaubten nach Maßgabe des eigenen Herren auch von einem fremden Herren Schläge auf Brust und Po, das gelbe nur auf die Brust auch von einem fremden Herren und rot keine Schläge durch einen fremden Herren.


Die dritte Runde

In dieser Erweiterung ging es gezielt um das Andreaskreuz. Die „O“’s traten vor und ans Andreaskreuz. Rotes Armband 5 Schläge, gelbes 10 und grünes 15 Schläge. Die Herren konnten jeweils entscheiden, ob die „O“’s von ihnen selbst oder von einem anderen Herren geschlagen wurden.


Ich selber entschied mich dafür Tara (grün) und Dala (rot) selber zu bearbeiten. Meine Frau  (grün) teilte ich einem anderen Herrn zu.


Die vierte Runde

Eine kleine Abwandlung der „Reise nach Jerusalem“. Die „O“’s liefen im Kreis und die Herren standen drum herum. Dabei tippte ich einem der Herren auf die Schulter und nahm ihn aus dem Spiel. Mit dem Kommando „Stopp“, welches ich willkürlich auch auf Zuschauer übertrug, mussten die „O“’s stehen bleiben. Die „herrenlose“ „O“ wurde nun von ihrem Herren eine Strafe zuteil, die er selber ausüben konnte oder auf einen anderen Herrn übertragen konnte.

Die meisten Herren entschieden sich dafür, die Strafe selbst auszuführen.


Mein Denkfehler: Wenn ich den Herren aus dem Spiel nehme, ergibt sich eine „herrenlose“ „O“. Nach der Bestrafung geht die „O“ ebenfalls aus dem Spiel. Irgendwie habe ich es jedoch geschafft, dass mehr als eine „O“ keinen Herren hatte und wir korrigierten das gemeinsam während des Spiels. Wird nicht mehr so vorkommen 😉


 

 

Wer nun denkt, dass man als Zeremonienmeister den meisten Spaß hat und alles und jede „O“ berühren darf, der denkt falsch. Ich selber habe mich als unberührbar dargestellt, respektive nur meine eigenen Subs bespielt oder bespielen lassen. Nicht aus Aufregung heraus, sondern um meine Aufsichtspflicht nicht zu verletzen.


Meine Frau und ich unterhielten uns bei einem Blowjob über den Abend an und für sich. Tatsächlich war ich so eingegraben in die Situation, dass ich mich dieser Liebkosung nicht wirklich vollkommen hingeben konnte. Aber ich empfand es als sehr angenehm, dass sie mir so beim Runterkommen half.

Danach stellte ich sowohl Dala, als auch Tara ans Kreuz und zwar gleichzeitig, jeweils auf einer Seite des Kreuzes. Beginnend mit dem Gesicht einander zugewandt versetzte ich ihnen circa 15 Minuten Schläge auf Po und Rücken, ließ sie sich dann umdrehen und machte mit Brust und Scham weiter. Mit zweitweilig zwei Floggern gleichzeitig bedankte ich mich für ihre Teilnahme an dieser Runde und widmete mich ihnen voll und ganz.

Danach ließ ich Dala meine Frau zum Kreuz bringen. Wir banden sie dort fest und über eine gefühlte Ewigkeit hin verneigte ich mich vor ihr schmerzzuführend für diese Erfahrung mit ihr. Wenn schon Tara und Dala ein Geschenk für mich sind, so ist meine Frau die absolute Krönung mit Schleifchen und dem Extradip frischer Sahne. Und mit einem Orgasmus der Extrasorte für sie fand dann diese kleine, private Spielrunde ihr Ende.


Sicherlich werde ich erneut einen solchen Abend veranstalten 🙂

Gerne auch … für wen und wo anders 😀

Gedanken zur #SecretNight

In ein paar wenigen Stunden ist es soweit und die erste #SecretNight des Jahres 2018 geht über die Bühne.

War ich am Anfang irgendwie „nur“ der Koch auf der Veranstaltung und habe TK-Ware erhitzt, so bin ich nun der Veranstalter „himself“ und Master of Desaster Darth @Falbalus.

Oder so.

Wurde ich nach meiner Karriere als Koch zunächst Stammgast mit besonderen Aufgaben ergab sich irgendwann die Position des Social Media Menschen und ich habe angefangen die Kiste wirklich mal zu bewerben.

Nun ist heute der Abend der Abende. Und zum ersten Mal nicht nur als Hausdom dabei, sondern auch für das ganze drumherum verantwortlich. Planung, Personal, Verhandlungen, Werbung und wieder von vorne. Glücklicherweise kann ich auf ein bestehendes Team zurück greifen. Schließlich findet die #SecretNight ganz genau dort statt, wo sie schon immer war.

Nach außen hin hat sich quasi fast gar nichts verändert. Das Team ist das gleiche und doch ist es irgendwie anders. Meine Frau Hirnventrikel bringt sich mit einer tollen Idee ein und setzt diese heute um. Meine Sub Tara bringt ihren Besten Freund mit und die beiden werden mit dem Inhaber der Location ein paar Vermessungsarbeiten für künftige Veranstaltungen durchgehen. Irgendwas mit Vorhängen, die eine Art Raumteilung ermöglich.

Einen Tag nach meinem 48. Geburtstag erfülle ich mir selber den Wunsch einer eigenen „O“-Veranstaltung, die im Rahmen der #SecretNight als eine Art Workshop stattfindet. Mit praktischem Anteil versteht sich.

Insgesamt fühle ich mich der Situation mehr als gewachsen. Alles soweit durchdacht und Detailarbeiten finden soundso erst kurz vor der Veranstaltung statt. Wenn dann die Gäste kommen werde ich sicherlich nochmal kurz in mich gehen und tief einatmen.

Ich bin wirklich sehr angenehm davon angetan, dass mein Konzept insgesamt so guten Anklang gefunden hat. So wird die Besucheranzahl (wenn denn dann alle erscheinen!) bisherige Veranstaltungen gleichen Namens an gleicher Stelle toppen. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut und lächele so vor mich hin.

Es zeigt mir, dass es sich lohnt nicht alles selber zu machen, sondern die Dinge, die man partout nicht kann, zu delegieren oder eben (wie im Falle meiner Frau und meiner Sub) einfach mal machen zu lassen. So kann ich mich voll und ganz den sozialen Medien und der Werbung widmen und eben auch die Kreativarbeit leisten und damit fangen wir dann heute mal an.

Nun noch ein wenig chillen auf dem Sofa. Duschen. Umziehen. „Werkzeugkoffer“ packen. Und dann ins Auto nach Dortmund.

In diesem Sinne …

… wir lesen uns.

2017 – Das Jahr an dem wir Kontakt aufnahmen.

Liebes Tagebuch,

rückblickend auf das Jahr 2017 hat sich einiges getan.

Meine Einstellung zur Sexualität generell und meine eigene im besonderen hat sich wieder einmal gefestigter. Menschen, die im 21. Jahrhundert immer noch Probleme damit haben, meine Sexualität zu respektieren, aber sich heimlich jede RTL2-Doku reinziehen, um mitreden zu können, sind mir noch egaler geworden. Eine gewisse Politikverdrossenheit hat sich Bahn gebrochener, da es mir schleierhaft ist, warum es mehr als 100 Tage nach der Bundestagswahl immer noch keine offizielle Regierung für die Bundesrepublik Deutschland gibt. Irgendwie scheint es nur mit meiner Sexualität aufwärts zu gehen und den Dingen, die sich darum ranken.

Ich bin authentischer geworden, weil ich immer mehr zu meiner eigenen Mitte finde und die Dinge, die mir bis dato völlig Wurst waren immer wurstiger geworden sind. Was nicht bedeutet, dass ich weniger Interesse an meiner Umwelt bekommen habe. Es gibt aber so Themen, die sind derartig ausgelutscht und die Menschen drehen sich einfach im Kreis und es geht einfach nie weiter. Und das im Land der Dichter und Denker.

Zum einen bin ich schockiert über diesen Nationalismus in Deutschland und in Europa. Dieses Einigeln in sich selbst führt zu nichts. Denn das Konstrukt Europa, umzingelt von Freunden, war und ist Garant für einen Frieden nach dem WKII, den wir so lange in Europa noch nie hatten. Zum anderen gab und gibt es immer wieder kleinere Reibereien zwischen Staaten, die entweder diplomatisch oder militärisch gelöst wurden. Manche mögen sagen, dass der Jugoslawienkonflikt inklusive Aufspaltung des Staates selbst ja wohl ganz deutlich ein Krieg war. Ja, das ist richtig. Aber in der Gesamtsumme eben nur ein Fliegenschiss in der Geschichte hervorgegangen aus einem innerstaatlichen Konflikt, welcher bereits gährte als es noch keine Europäische Union gab.

Menschen verlieren den Blick auf die berühmte Gesamtsituation und schaffen es nicht wirklich Zusammenhänge sinnhaftig und korrekt wieder zu geben. Weil sie es einfach nicht mehr können. Wie viele Menschen haben bereits aufgehört diesen Text zu lesen? Erinnert ihr euch noch daran, als Twitter völlig gegenläufig erst die Zeichenanzahl in den DMs frei gab und dann noch die Tweets von 140 auf 280 Zeichen anhob? Was haben wir darüber shitgestormt (Ich war dabei \o/).

Mein persönlicher Fatalismus hält sich dennoch erstaunlich in Grenzen. Weil ich mich auf die Dinge konzentriere, die ich kann. Ich kann BDSM. Meinen BDSM. Und, ich werde immer besser darin. Punktuierter. Gesteuerter. Vertrauter mit mir selber. Ich lerne nie aus. Lerne von Doms, lerne von Subs. Ich bin fest verwoben in diesem Element des Lebens, welcher an mir klebt wie Pattex. Nicht mehr weg zu denken.

Ich habe den #KaminabendBDSM ins Leben gerufen, welcher einen Nachfolger nach sich zieht und es wird schon an 3.0 und 4.0 gedacht. Die #SecretNight zieht an. Ich mag es einfach Licht ins Dunkle zu bringen. Aufklärerisch tätig zu sein in den Dingen, die ich kenne. Meine gewerkschaftlichen Dinge gehen ebenfalls ihren geregelten Gang, wenn auch nicht mehr ganz so ausgeprägt.

Was will ich noch mehr?

Besser als Geld ist eben mehr Geld ;-), aber dafür braucht es halt einen Arbeitsplatz, es sei denn, ich kann mit BDSM für meine Butter auf dem Brot sorgen. Ich wäre dazu bereit 🙂

#CircleOfFalbalus … Was war, was wird …

Der Jahreswechsel steht an.
Und auch ich blicke auf ein Jahr 2017 zurück und riskiere mal einen Blick in das Jahr 2018.


Das Jahr 2017 war geprägt von intensiven Bemühungen den Zirkel zu erweitern und Tara eine Schwester-Sub an die Seite zu stellen.

Zunächst war da „M“, die Hirnventrikel und ich schon lange kannten, die sich jedoch leider, wenn auch aus völlig verständlichen Gründen, zurück zog. Dann eine weitere Aspiratin, die jedoch bereits vor dem Date mit Hirnventrikel zurück zog. Bei beiden Damen möchte ich mich sehr für die gemeinsame Zeit bedanken.

Es gab insgesamt drei weitere Bewerbungen um den Platz neben Tara, wobei eine Dame nun als Aspirantin bereits ein Date mit mir hatte und auch auf der letzten #SecretNight als Gast dabei war. Die persönlichen Umstände auf beiden Seiten ließen es ingesamt nicht zu, dass eine zügige Antwort auf die Bewerbung möglich war. Das wird sich jedoch ziemlich bald ändern.

Desweiteren gab es eine Bewerbung, die ebenfalls zurück gezogen wurde, bevor es zu einem ersten Date kam. Zusätzlich gibt es eine ganz frische, die ich gleich an die Damen im Zirkel weiter geben werde. Die Bearbeitung dieser Bewerbung wird jedoch erst im neuen Jahr möglich werden, da ich die #SecretNight am 05.01.2018 noch plane und meine Projekte #KaminabendBDSM und #AskMeAnything seitens des JoyClubs Ende Januar abliefern möchte.

Dazu eine ganze Menge von Lippenbekenntnissen, die mehr oder weniger real werden können. Die Zeit wird zeigen, ob daraus eine Zirkulierung entsteht oder nicht. Ich fühle mich jedoch immer sehr geschmeichelt und gebe jeder Bewerbung ganz genau den Raum, den sie braucht um konkret realisiert oder nicht realisiert werden zu können.


Insgesamt kann es derzeit, berufliche Situation mal weggeschoben, nicht schlechter laufen, da sich die „übliche“ Bindung zu Hirnventrikel auch in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Urlaub und auch nun die Tage über Weihnachten hinweg extrem verdichtet hat.

Es gibt keinen besseren Menschen für mich als meine ganz persönliche #RedHairAddicted :-*


Das #TrainingOfO wird in 2018 expliziter angefahren werden können und auch diese Ebene mit dem Blick Richtung #Fuffzig wird eine Gestalt annehmen, in welcher sich die beteiligten Subs freudig erregt auf das „Mehr“ einstellen werden können.

Doch mehr dazu dann in 2018.

#SecretNight goes „O“ – Das Regelwerk (final) – 05.01.2018

Hier also nun das finale Regelwerk -> Und hier als PDF zum Mitnehmen


Regelwerk zur „#SecretNight goes ‚O‘“ am 05.01.2018 im Rahmen der #SecretNight

 

Verantwortliches Handeln und absolute Einvernehmlichkeit ist zwingende Bedingung zur Teilnahme dieses Abschnittes. Die Herren tragen zu jeder Zeit die Verantwortung über ihre eigenen Damen. Einzelherren halten sich vornehm zurück, bis sie aufgefordert werden. Einzeldamen unterstehen dem Hausdom. Das Safeword lautet: MAYDAY

 

  1. Die „0“‘s dienen der Lust der anwesenden Herren. Sie dürfen angesprochen werden, sprechen selber jedoch niemanden ohne Aufforderung an.
  2. Die „O“‘s sind höflich zu behandeln. Vulgäre Ausdrucksformen in der Anbahnung werden nicht geduldet und dürfen abgewiesen werden.
  3. Außerhalb der Spielrunden dürfen die „O“‘s nur dann berührt werden, wenn dies durch ihre Herrschaft ausdrücklich erlaubt wird.
  4. Die „O“‘s erscheinen nicht unbekleidet, es sei denn dies ist durch ihre Herrschaft so vorgegeben.
  5. Die „O“‘s tragen angemessene Kleidung, so dass die wesentlichen Merkmale „Brust, Po und Scham“ jederzeit durch die Herren begutachtet werden können. Das Fehlen von Unterwäsche ist dieser Sache dienlich.

Es findet ein separates Briefing für die „O“‘s durch den Zeremonienmeister vor den Spielrunden statt. Danach kehren die „O“‘s zu ihren Herren zurück und können sich besprechen. Es ist den Herren gestattet, ihre „O“‘s nicht am Briefing teilnehmen zu lassen. Der Zeremonienmeister geht dann davon aus, dass dies explizit im Sinne der „O“ so gewünscht ist.

Spielrunden:

  1. Der Zeremonienmeister gibt die Spiele vor und erläutert diese.
  2. Mit jeder Spielrunde entscheidet der Herr, wie weit seine „O“ gehen muss.
  3. Ein rotes Armband bedeutet: Nur Anschauen.
  4. Ein gelbes Armband bedeutet: Anfassen zusätzlich erlaubt.
  5. Ein grünes Armband bedeutet: Fingern zusätzlich erlaubt.
  6. Trägt die „O“ kein Armband ist sie zur Nutzung frei gegeben.
  7. Die Spielrunden bauen aufeinander auf.

Im Sinne der #SecretNight wollen wir Anfängern und Einsteigern die Möglichkeit bieten sich mit dem Thema „O“ zu beschäftigen. Wir wollen Lust und Spaß haben und keinen Stress. Es handelt sich somit um eine Art Workshop mit praktischem Anteil.


Einzelherren haben keinen Anspruch auf Zuweisung einer „O“ durch den Zeremonienmeister.

 

Die vollkommene Sub … #TheTrainingOfO

Wonach Du auch immer strebst, mein junger Padawan, die vollkommene Sub existiert ebenso wenig, wie der vollkommene Dom.


Ich habe im Adobe Stock das beigefügte Bild für mich lizensiert. Es hat mich auf der Suche nach dem Begriff „submissive“ einfach angesprungen und ich möchte gerne bei dieser Gelegenheit meine Äußerungen zum Thema „Professionelle Fotos“ revidieren.

Denn völlig zurecht drückt dieses Bild alles aus, was für mich eine vollkommene Sub ist. Es lädt mich zum Träumen ein und das möchte ich gerne mit der werten Gemeinde teilen.


Viele von euch kennen diese 3H-Regel von mir. Dass eine Sub mit Halsband, Halterlosen und HighHeels gut gekleidet ist und dabei bleibe ich auch weiterhin.

Jedoch ist dieses Bild für mich mehr als nur das Befolgen der 3H-Vorschrift. Es geht weit darüber hinaus. Es steht für eine innere Haltung, ganz gleichgültig vom Tagesabschnitt. Es strahlt Ruhe aus, innere Gedanken und Bereitschaft zur Submission. Ich sehe eine aktive Haltung zur Annahme von Kommandos, die es nun auszuführen gilt. Die Unterwerfung unter genau diesen einen Menschen, dem sie sich gerne unterwerfen will und vielleicht sogar aus eigener Überzeugung heraus muss. Weil seine Dominanz auch ohne Anzug und #CMNF wirkt. Sie ist einfach da. Wird nicht zerdenkt oder hinterfragt.

Sie ist angenommener und geliebter Teil des eigenen Wesens. Vielleicht das Tüpfelchen auf dem „I“ und dennoch eine ganz normale Sache, um sich selbst zu vervollkommnen. Zu 100% zu werden. Der Platz zu seinen Füßen. Selbst eingenommen. Nicht angeordnet. Sich völlig natürlich anfühlend und mit der nicht ausformulierten Bitte um Beachtung, in dem Umfang der für jetzt vorgesehen ist. Still. Leise. Gewollt. Selbstbewusst gewählt.

 

Schutz und Sicherheit im Zeichen des Dom

Wie alles im Leben ist dieser Begriff von Schutz und Sicherheit nicht wirklich zu fassen. Was auch nicht weiter verwundert, denn jede submissive Fachkraft verlangt höchst unterschiedliche Dinge von ihrem Dom, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Und ich denke auch, dass dies vollkommen abhängig ist, von der Spielart zum einen und der Spieltiefe zum anderen. Dazu kommen dann noch die komplexen Modelle menschlicher Beziehungsebenen und schon ist die Diskussion in vollem Gange.

Ganz ehrlich: Wenn eine Sub sich nicht sicher und geborgen bei ihrem Dom fühlt, dann sollte sie gehen und nicht auf besseres Wetter hoffen und dass er sich vielleicht nochmal ändert und so wird wie früher. Der XMV („Xunder Menschen Verstand“ – Danke für diesen Fachausdruck <3, liebe Remi) alleine sollte jeder Frau winkend entgegen kommen, wenn sie sich unbehaglich fühlt und das zu jeder Zeit. Aber das nur so als Einschub.

Meine submissive Seite erlebt Schutz und Sicherheit lustigerweise völlig anders als meine dominante Seite. Während ich als Sub eher eine „Wird schon stimmen“-Einstellung habe und AfterCare für mich irgendwie nie so wichtig gewesen ist um wieder Mensch zu werden, so sehe ich das als Dom vollkommen anders und interpretiere Schutz als „Du kannst Deine Sexualität mit mir frei ausleben. Du kannst alles machen was Du willst. Du bist okay.“ und Sicherheit als „Ich bin der Garant dafür, dass Dich niemand verletzen kann, egal was Du ausprobierst und wie sehr Du auch fällst oder fliegst, meine Hand hält Dich fest.“. Es ist schon merkwürdig, wie so zwei unterschiedliche Seelen in meiner Brust wohnen, die auf der einen Seite auf Schutz und Sicherheit einfach vertrauen und es nicht mehr weiter thematisiert wissen wollen und auf der anderen Seite ich selber bereit bin genau diese Meinung als Dom zu torpedieren.

Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann präsentiert sich Schutz und Sicherheit im Zeichen des Dom ganz exakt auf diese Weise. Nämlich darin, dass man diese als Sub einfach nur fühlt und gut. Aber als Dom eben einen Haufen Arbeit reinstecken muss, dass dieses Gefühl bei der Sub auch ankommt. Kommunikation und Absprachen hier und Forderung und Förderung dort. Die Waage macht es aus.

Die Frage ist aber auch, was genau die Arbeit eines Doms ist dieses Gefühl zu vermitteln. An die eigene Nase packend, so habe von einer Frau Ideen und Wünsche erhalten und führe sie dann als meine Sub in die Richtung, die für sie passend ist und das ohne mich selber als aktiver Part zu vernachlässigen. Sie wissen ja … diese Wunschzettelsubs 😉 und dabei dann auch diesen Weg konsequent zu gehen, damit gemeinsame Ziele in der Beziehung erreicht werden können. Schutz und Sicherheit im Zeichen des Dom also als das Gefühl, dass Sub sich auf den vereinbarten Weg und dessen konsequente Verfolgung verlassen kann. Als Struktur bildende Maßnahme, mit mehr oder weniger Regeln dazu, die es einfach machen dem Weg auch von Sub-Seite aus treu zu bleiben.

Nach meinem Dafürhalten ist es aber auch die Sub, die selber dafür sorgt, dass dieses Gefühl aufkommt. In ihrem Vertrauen an und in den Dom, dass seine Vorgehensweise für sie die richtige ist. Und sie sich weder über- noch unterfordert fühlt. Sie den einmal vereinbarten Weg nicht in Frage stellt und nur dann, wenn es von der eigenen Emotionslage her wichtig und geboten ist mal ein paar Takte an den Dom gibt. Schutz und Sicherheit also in den Weg, den der Dom ihr bereit ist zu ebnen und ihre Unsicherheit in Bezug auf diverse Dinge in den Dutt zu drücken oder eben nicht dauernd zu thematisieren.

Und vielleicht reden wir da mal ausführlicher drüber. Auf einem #KaminabendBDSM zum Beispiel 🙂

#TheTrainingOfO – Regeln X.5

„Nichts ist beständiger als der Wandel“


Diese Weisheit, mal dem Griechen Heraklit (ca. 500 J. v. Christus), mal dem Engländer Charles Darwin (*1809 – 1882) zugeschrieben, passt wie die Faust aufs Auge für eine weitere Folge über Regeln im BDSM generell, BDSM-Verträge allgemein, im #CircleOfFalbalus speziell und erst recht für das #TheTrainingOfO.


Wenn ich mir meine verschiedenen Regelwerke so betrachte, ob nun so als generelle Vorlage für Viele oder spezielle Dinge für mich so, dann komme ich immer wieder auf den Punkt, dass Regelwerke sich schlicht und ergreifend dauernd verändern.

Von all jenen Dingen, die mir mal ganz extrem wichtig gewesen sind, sind nicht mehr so viele übrig geblieben. Aus Einsicht der Untragbarkeit, der Realität wegen und vor allem der Person wegen, die mir da gegenübersteht.

Submissive Fachkräfte benötigen jedoch Regeln, an die sie sich halten können. Grenzen, die es zu beachten gilt, Dinge, die es zu tun gibt und Sachen, die zu unterlassen sind. Also irgendwie muss es ja losgehen. Dynamik kommt später.


Eine der merkwürdigsten Dinge, die ich jemals auf dem Zettel hatte, waren Benimmregeln. Unter lautem Kruschtelgeräusch lese ich davon, dass die Sub nicht spricht, sondern nur dann, wenn sie etwas gefragt wird. Also stets und ständig. Es sollte „Kammern der Kommunikation“ geben, in welchem man auf Augenhöhe den Status der Beziehung bespricht.

Es schüttelt mich bei dem Gedanken, dass ich die offene Kommunikation so tief beschnitten habe. Wahrscheinlich war ich einfach viel zu unsicher damals und wollte mein Ding einfach durchziehen.

Heute ist daraus geworden, dass während der privaten Sessions „dazwischen“ immer offen geredet werden soll. Ständige Qualitätskontrolle sozusagen. Für Außentermine jedoch gebe ich das gerne vor, wenn Art und Umstand des Spielens schweigende Subs erfordern.


Oder das hier: „Du hast Dich mir exklusiv hinzugeben, auch wenn ich mich nicht exklusiv an Dich binden werde.“ – Was für ein Schwachsinn 😉 Das war zu einer Zeit, wo ich die totale Kontrolle haben wollte und wirklich glaubte, dass EPE dies einfach beinhalten muss.

Heute denke ich, dass eine Sub sich exklusiv an mich binden kann, wenn sie dies möchte. Dann jedoch auch nicht „mal so“/“mal so“. Da ich mich zwar emotional, aber nicht exklusiv binde, muss die Sub jedoch mit den Nebenerscheinungen meiner Polygamie klar kommen. Und dies ohne MiMiMi.


Ich denke, dass es tatsächlich nur vier Regeln gibt, die stets und ständig Bestand haben und die ich allen Subs aufdiktiere (beim Spielen – nicht im RL!). Wobei es mir schmeichelt, wenn diese Regeln auch (ab und an) im RL gelebt werden.

  1. 3H-Regel

    (Mein!) Halsband, Halterlose, High Heels (oder Pumps mit minimalem Absatz!)

  2. Schwarze Kleidung, keine Rüschen, Federn, Schleifchen, nichts Buntes, höchstens gedeckte Farben.
  3. Keine Dessous (also weder BH noch Slip).
  4. Lange Haare stets offen tragen.

Und dann sind da noch die Dinge, die jeder Sub früher oder später begegnen werden, weil diese Vorstellung einfach in mir haftet.

  1. Du wirst geschlagen, weil ich Lust habe, Dich zu schlagen.
  2. Blowjobs sind Pflicht.
  3. Teile Deiner Ausbildung finden in der Öffentlichkeit statt.
  4. Du wirst gefickt, jedoch nicht zwangsweise von mir.

Alles andere ist pure Geschmacksache. Ich tendiere dazu, keine Zeitvorgaben zu machen. Aber wenn ich der Meinung bin, dass es soweit ist, dann ist es soweit und ich dulde dann keinen Widerspruch. Die eine Sub will schnell viel, dann soll sie es bekommen, wenn ich der Meinung bin, sie ist soweit. Ansonsten trete ich für sie auf die Bremse. Die andere Sub will in Tippelschritten nach vorne geleitet werden, aber auch für sie gilt, dass irgendwann der Zeitpunkt gekommen ist, gesetzte Dinge anzugehen. Und diesen Zeitpunkt bestimme ich.

 

Der Dom als Hure …

Manchmal reizt mich dieser Gedanke ja immer noch. Dinge für oder gegen Geld zu tun.


Wer mich kennt, der weiß, dass ich vor so ziemlich überhaupt nichts halt mache. Und auch wenn ich meine Präsenz bei peppr.it aufgegeben habe, da Hetero-Escort einfach nichts bringt, so umschleicht mich dieser Gedanke im BDSM-Bereich immer wieder mal.

Und bevor der Aufschrei durch die Gemeinde geht, so gilt ja auch für mich, dass über Dinge nachdenken nicht identisch ist mit Dinge tatsächlich zu tun. Obwohl … bei mir, nun ja. Also nicht immer identisch.

Die Tatsache eine Partnerin zu akzeptieren, die man nur wenig bis gar nicht kennt und diese dann befriedigen zu müssen und ihr nach Möglichkeit ganz exakt das geben zu können, was sie gerade braucht – im Sinne des BDSM, ich rede nicht vom plumpen Vögeln -, kommt immer wieder mal hoch. Und diese Hochkommen ist nicht im Sinne von kotzen gemeint.


Ich denke nicht, dass dies ein romantischer Ansatz ist. Aber es ist mindestens ein sehr emotionaler. Jedenfalls in meinen Gedanken. Eine gewisse Menge Geld führt zwei Menschen zusammen, die sich sonst niemals begegnen würden. Und es ist nicht der Mann, der sich eine Bizarr-Escort-Dame leistet, sondern eben anders herum. Ein Anruf, eine eMail, ein Treffpunkt, kurzes Gespräch, ein offener Umschlag, das Spiel … und dann gehen. Und den Umschlag nicht vergessen.

Sich für das, was man gerne macht, bezahlen lassen.

So heißt es doch immer, dass man das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.


Aufgrund meiner Erfahrung insgesamt denke ich, dass ich durchaus in der Lage bin, eine Frau aus dem Stand zu bespielen und „dabei“ ihren Weg zu finden, den sie gehen möchte. Hindern würde mich auch an der Umsetzung nichts. Und Angst davor hätte ich wohl auch nicht. Die Manschetten, die ich mir dabei anlege, sind jedoch immer die gleichen:

Was geschieht mit mir – hinterher.

Wenn ich die Dame dann verlasse und es keinen weiteren Kontakt geben wird, den man ausbauen könnte? Weil ich eben in genau dem Augenblick eine Möglichkeit war, ein Spielzeug? Und nach geleisteter Schuldigkeit für diesen Moment in die Vergessenheit gerate? Wird das nicht an meinem Ego kratzen?


Fragen über Fragen, aber eine Antwort darauf … ich würde es darauf ankommen lassen.

#SecretNight goes #TheTrainingOfO … oder so.

Kleine Zwischenmeldung …

in der kommenden Woche werde ich mein Veranstalterprofil im JoyClub zu stehen bekommen und auch das angedachte Regelwerk für eine „O“-Veranstaltung im Sinne der #SecretNight überarbeiten und sowohl hier, als auch da präsentieren. So werde ich es extrem entschlacken, um die Herren der „O“’s nicht zu brüskieren.


Der 05.01.2018 ist die erste #SecretNight im kommenden Jahr und da auch gleichzeitig mein Luftballontag ist, trifft es sich gut einfach mal zu starten.

Da die #SecretNight eine Anfänger-Veranstaltung ist, bitte ich jetzt schon um Verzeihung, falls meine Spielideen nicht ganz „O“-lastig sind. Also ich gehe sicherlich nicht gleich auf 100%. Ich denke jedoch auch über eine 100%-„O“-Party nach.


Viele Paare sind schon länger im D/s-SM daheim und tippeln sich auf der gemeinsamen Erfahrung in Richtung „O“ hin. Insofern muss ich annehmen, dass sehr viele Paare schon extrem gut aufeinander eingespielt sein müssten. Diese Paare sind natürlich auch willkommen.

Mir geht es jedoch im kommenden Januar um beteiligungsorientiertes Spielen im Sinne der „O“, wo Anfänger nicht nur daneben stehen und den „Profis“ zuschauen und ständig „Oh Gott, Oh Gott, Oh Gott!“ rufen, sondern um eine Veranstaltung wo Anfänger im Vordergrund stehen, und Fehler geschehen dürfen.

Dafür bietet die #SecretNight einfach einen sehr speziellen Rahmen und ihr Charakter des menschlichen Umgangs miteinander bietet sich einfach dazu an.

… more to come.