Die totale Offenheit #TheTrainingOfO

„Wenn Du alles en detail wissen willst, was passiert dann mit dem Zauber?“


Sicherheit ist wichtig. Bevor eine Sub sich anschickt ein Techtelmechtel mit einem Dom zu beginnen, sind viele Dinge zu klären. Die Frage ist jedoch, wie weit ein Dom die totale Offenheit anwenden sollte.

Wenn es sich um eine Annäherung an den Zirkel mit dem direktem Wunsch der „O“-Schaft handelt, halte ich das für recht hinderlich. Schließlich sollte sich eine Aspirantin nach dem Lesen des Blogs auf der einen Seite durchaus im Klaren sein, wie ich ticke, wie der Zirkel tickt und wie meine „O“ zu ticken hat. Nebenbei sollte sie regelmäßig den Blog verfolgen, um zu sehen, ob sich eventuell Richtlinien ändern und sich das verinnerlichen.

Ist eine Anwärterin älter, dann hat sie im Leben bereits das eine oder andere hinter sich gebracht und ist dadurch zu einer Persönlichkeit geworden. Den ein oder anderen Partner wird sie bereits gehabt haben, also ist eine sexuelle Reife zu vermuten. Dazu muss angenommen werden, dass wenn sie gerne irgendwie das mit der „O“ möchte, dass Kopfkino vorhanden ist. Und sie ist in der Lage dies zumindest in Bildern aus dem Internet darzustellen, wenn die Worte fehlen.

Ist eine Anwärterin jünger, so fehlen ein paar Teile. Jedenfalls ist davon auszugehen.

Die Frage ist … muss ich einer „O“-Anwärterin mein komplettes Kopfkino öffnen?
Muss ich wirklich ins Detail gehen und Szenarien aufbauen? Möglichkeiten aufzeigen?


„Du tust, was man Dir sagt und stellst keine Fragen.“


Eine „O“ muss nichts hinterfragen oder erklärt bekommen. Weil eben alles, was die Herrschaft macht oder fordert als sinnvoll und richtig akzeptiert wird. Dass sich Nervosität einstellt, wenn es um das erste Mal geht, ist nur natürlich. Und doch erwarte ich persönlich eine dedizierte innere Einstellung. Die kann nicht gleich zu Anfang 100% sein. Und doch habe ich die Befürchtung, dass jede „O“-Anwärterin meint, dass ich zu Anfang gleich 100% von ihr erwarte.

Ich darf an dieser Stelle äußern, dass dem tatsächlich nicht so ist.

Denn wie kann ich 100% erwarten, wenn ich der Dame noch nichts gezeigt habe. Schließlich besteht das #TheTrainingOfO aus viel Reden, Erklären, Zeigen, Beibringen, Ritualität. Ich persönlich habe keine besondere Lust bereits vorher alles schriftlich durchzugehen, was ich hinterher soundso mündlich mitteile.

#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Zwei – Die Ausformulierung

Einfach mal weiter denken.

Im ersten Teil ging es um das Gegenüberstellen der „gängigen Regeln“ und „meinen Regeln“. Und da war ja noch was mit „Fremdnutzung zulassen“ und „Armbinde wechseln“, was ich irgendwie einbauen wollte, ohne es zu verkomplizieren.

Voila 🙂


„Meine Praxis“ 2.0

Erste Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und ein ganz normales sexy Outfit. Somit sind die „O“s vollständig bekleidet. Alleine das Bemustern durch fremde Männer ist für viele Frauen (und deren Begleitung) eine Hürde.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und präsentieren sich nun in Unterwäsche. Hier ist durchaus Mut gefordert, weil die Frauen sich so noch mehr als vorher den Blicken fremder Männer aussetzen müssen. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nicht anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer. Alle „O“s mit roter Armbinde scheiden ebenfalls aus oder wechseln in Absprache mit ihrem Begleiter auf die gelbe Armbinde.

Dritte Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und gemäß meiner 3H-Regel (Halsband, Halterlose, HighHeels) keine weitere Bekleidung mehr. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nur Brüste und Po anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.
Alle „O“s mit einer gelben Armbinde scheiden ebenfalls aus oder wechseln in Absprache mit ihre, Begleiter auf die grüne Armbinde.

Vierte Runde: Die „O“s tragen immer noch Augenbinde. Es werden jedoch nur noch die „O“s mit grüner Armbinde vorgeführt, da die Herren sie nun ausgiebig anfassen dürfen (inkl. Eindringen). „O“s, die keine Augenbinde tragen sind zur vollständigen Nutzung freigegeben.


Herrenlose „O“s, die vom Dom geführt werden, besprechen den Wechsel des Armbandes natürlich mit ihm. Je nach Entscheidung werden diese dann an die anwesenden Einzelherren vergeben.

Alle Handlungen mit herrenlosen „O“s finden in einem großen Raum unter Aufsicht des Dom statt. „O“s in Begleitung entschwinden mit ihrer Begleitung und den entsprechenden Herren gerne in andere Räume.

Zusätzlich wird es einen Fragebogen geben, der an die Teilnehmer als PDF per eMail versandt wird. Mit diesem Fragebogen wird erfasst, welche Vorlieben und Abneigungen die „O“s haben, damit auch richtige Paarungen zusammen kommen. Wahrscheinlich wird es auch einfacher sein in diesem Zusammenhang auch die Spielregeln mitzugeben, die unterschrieben mitzubringen sind.


#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Eins – Die Idee

Being dominant … #TheTrainingOfO

Being dominant … well, if you strip down all sexual interests from a D/s-relationship, will you still want to be a dominant?


 

Tatsächlich ist dies eine Frage, die mich immer wieder beschäftigen wird, und ich denke, sie muss es auch. Selbstsicherheit kommt für mich aus Selbstreflektion und dem Ausloten des eigenen Standpunktes. Und dieser ist immer wieder fällig. Es ist meiner Meinung nach nicht wirklich wahr, dass dominante Fachkräfte sich nicht auch ab und an mal diese Frage aller Fragen stellen.


„Dominant sein … nun, wenn Du alle sexuellen Interessen aus einer D/s-Beziehung streichst, willst Du dann immer noch dominant sein?“


Das Internet ist voll von Posern. Und Kalendersprüche gibt es ebenfalls reichlich genug und ja, auch ich habe diese gerne parat, wenn es passend ist. Wenn eine Sub irgendwie Zweifel an sich (oder gleich der ganzen Welt hat), dann muss ein Dom in der Lage sein diese Wogen glätten zu können. Vor allem dann, wenn es sich um die eigene Sub handelt.

Und ich erlebe viele Doms, die diesen Aspekt nicht wirklich wollen. Eine Frau zur Erfüllung der eigenen sexuellen Gelüste zu haben ist wahrlich keine schlechte Sache, aber um sich wirklich „dominant“ zu nennen, bedarf es durchaus ein paar Charakterzügen mehr.

Und dabei rede ich nicht von diesem Begriff „alltagsdominant“ zu sein. Sondern sich auf die Sub auch dann einlassen, wenn es ihr nicht gut geht und sie zu halten und zu stützen. Sich selber zurück zu nehmen und eine submissive Einstellung anzunehmen. Die Frage dabei ist aber auch, wie weit das gehen kann oder soll.

Vielleicht ist die plausibelste Antwort darauf: So weit es emotional möglich ist.

Sind Dom uns Sub aus rein sexuellen Gründen verbandelt, dann verbietet sich in meinen Augen jedwedes private Gespräch über die Bettkante hinaus, wenn es zu tief wird. Schließlich ist der Dom unter Umständen nicht der richtige Partner, um Beziehungsprobleme der Sub zu lösen. Also vielleicht nicht.

Wenn ein Dom also die eigene sexuelle Beziehung zu seiner Sub soweit wegnehmen kann, um ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um ihr Problem zu lösen, ist das „wirklich“ dominant? Ist ein Dom bereit dazu sich im Zweifel selber abzuschaffen? Entfernen solche Gespräche nicht Dom und Sub voneinander?

Das kann durchaus möglich sein, denn ein Dom sollte für seine Sub immer das Beste wollen und wenn eine D/s-Beziehungspause dafür nötig ist, dann sollte er das sicherlich tun. So denke ich momentan einfach.


An dieser Stelle der Hinweis (das ist einfach immer notwendig), dass ich hier über Theoreme theoretisiere, die mit eigenen Lebensbeschaffenheiten nichts zu tun haben. Und der einfachen Lesbarkeit ist Sub immer weiblich gedacht und Dom immer männlich. Es sei denn, ich schreibe was Anderes.


Dominanter Umgang mit sich selbst ist immer das A und O für eine dominante Fachkraft. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass viele Subs denken, dass ein Dom immer ficken will und immer kommen muss. Als wäre das der einzige Zweck sein Sperma irgendwie in eine Sub rein- oder zumindest dran zu bekommen? Und sich so die Wunschzettel aufmachen für den harten Fick zwischendurch?

Darüber mache ich mir bei mir keine Gedanken mehr. Ich muss eine Sub weder beschlafen, noch kommen, um ihr zu zeigen wo der Hammer hängt. Sie darf sich das gerne ausmalen, aber ob, wie und wo ich das eine oder andere mache entscheide ich selber. Das hat sie einfach nicht zu interessieren.

Aber vielleicht bin ich hier auch einfach nur ein anderes Geschmacksmuster, neben vielen vielen anderen, denen der Beischlaf mit der Sub einfach wichtig ist. Ich bitte da höflichst um Toleranz.


Und wenn ich nun so zum Ende meiner Gedanken komme dann merke ich, wie zentriert ich bin und wie sicher ich auf meinen Füßen stehe. Und so einen auf seine Art dominanten Mann darstelle, auf welchen man sich so oder so oder so verlassen kann.

#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Eins – Die Idee

„Es gibt einen Ort, da kann man die Geschichte der „O“ erleben“. Ein solchen oder ähnlichen Spruch habe ich bei einer kurzen Google-Bildersuche öfters gelesen. Es gibt nicht nur Abende der „O“, sondern auch Nächte der „O“, ganze Wochenenden oder auch Wochen, wo entsprechend eingestellte Paare ihre Lust hingebungsvoll (und gegen eine mehr oder weniger Handvoll EUR) ausleben können.

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass ich eine genussvolle Beziehung zu „O“’s habe. Und also dachte ich mir schon seit längerem, ob es nicht Sinn machen würde einen Abend der „O“ selbst zu produzieren. Und nach Gesprächen mit Hirnventrikel und Tara, aber auch noch mit „M“, wurde die Idee geboren diese Sache einfach mal innerhalb der #SecretNight anzugehen.

Die #SecretNight stellt mich vor die besondere Aufgabe, dass ich der „O“ wegen nicht aus dem vollen schöpfen kann, wie man es vielleicht von „O“-Events her kennt. Die #SecretNight ist eine Playparty, die gerade für Anfänger im BDSM ganz exzellent geeignet ist. Also muss auch das Konzept für meinen Abend der „O“ diesem Anfängerkreis in Sachen „O“ gerecht werden.

Ich erlaube mir einfach mal die „gängigen“ Veranstaltungen zu triggern. Und bitte, liebe Gemeinde, das dient lediglich der Gegenüberstellung!


Bei einer „O“-Veranstaltung gilt grundsätzlich, dass die Männer führen und die Frauen gehorchen. Ganz exakt, wie dies eben auch in den Geschichten aus Roissy bekannt ist.

Bevor die Damen als „O“ in Erscheinung treten werden sie von den Herren getrennt und erhalten ein eigenes Briefing durch den Hausdom oder dessen Personal. Den Damen wird ganz exakt beschrieben wie der der Abend abläuft, welche Umgangsformen es gibt (Sie oder Du), welches Safeword für alle gilt. Zusätzlich werden die Damen quasi vergattert und dem Hausdom „unterstellt“. Das ist wichtig, weil nur der Hausdom und sein Personal die grundlegende Kontrolle über den Abend haben kann.

Die Befugnisse des Hausdom sind weitreichend, er dient nicht nur als moralische Instanz. Er schützt alle „O“’s, damit die begleitenden Herren ebenfalls Gast der Veranstaltung sein können. Das entbindet sie natürlich nicht von der eigenen Schutzfunktion. Der Hausdom braucht jedoch den Durchgriff auf die „O“’s um ggfs. schädliche Anforderungen widerrufen zu können. Somit unterliegen auch die begleitenden Herren seinem grundsätzlichen Kommando.

Der Hausdom kann sich so aber auch die ein oder andere „O“ ausleihen. Nicht um zu spielen, sondern um ihnen Aufgaben zu übertragen, die organisatorischer Natur sind, wenn das eigene Personal gerade beschäftigt ist. Kondome auffüllen, Requsiten reinigen … sowas. Obwohl das ja auch schon irgendwie spielen ist.

Während die Damen persönlich über die Regeln und Bedingungen aufgeklärt werden, bekommen die Herren das Regelwerk schriftlich. Das Regelwerk wird während einer kurzen Pause von beiden Partnern unterzeichnet. Diejenigen, die das nicht so wollen sind dann halt nur Zuschauer.

Einzeldamen stehen soundso unter dem Schutz des Hausdom, werden jedoch zusammen mit den verpartnerten „O“’s gebrieft. Da ein Abend der „O“ tendentiell ein wenig Herrenüberschuss braucht, werden auch Einzelmänner zugelassen.

Die „O“’s erhalten eine besondere Kennzeichnung per Armband. Es gilt das Ampelsystem. Rot bedeutet, dass kein Fremdbespielen möglich ist. Gelb, dass Fremdbespielen möglich, aber der Dom um Erlaubnis zu bitten ist. Grün, dass Fremdbespielen ohne Erlaubnis möglich ist.

Dies wird auch bei meinem Abend der „O“ so sein.


„Gängige Praxis“

Erste Runde: Die „O“s werden vorgeführt. Sie sind entsprechend im „O“-Outfit gekleidet, mit Augenmaske. Die anwesenden Herren mustern die „O“s per Augenschein, dürfen diese jedoch nicht anfassen. Dabei machen sie sich gerne Notizen über ihr Interesse an der einen oder anderen „O“. Diese Zettel werden eingesammelt und dem entsprechenden Begleiter als Information zur Verfügung gestellt.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s präsentieren sich nackt und tragen eine Augenbinde. Die Herren dürfen nun näher heran treten und mit den „O“s kurze Gespräche führen. Ein Anfassen der „O“s ist nur gestattet, wenn die „O“ ein gelbes oder grünes Armband trägt. Jedoch nur Brüste und Po zB.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Dritte Runde: Die „O“s präsentieren sich nackt und tragen keine Augenbinde mehr. Wie grundlegend im zweiten Schritt dürfen die Herren nun auch richtig anfassen und mit den Fingern eindringen, um die „O“ zu prüfen. Die Herren legen sich nun fest, welche „O“ sie möchten. Diese Information wird dem Begleiter der „O“ vorgelegt.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Vierte Runde: Die „O“s werden nun den Herren zugeführt und dürfen im Rahmen der Grenzen der „O“ ausgiebig genutzt werden.


Es ist völlig klar, dass eine solche Veranstaltung für Anfänger im „O“-Segment ein wenig heftig sein könnte. Vor allem für die „O“s. Allerdings sollen sich auch die Anfänger-„O“s ein wenig präsentieren dürfen (und müssen), weil für erste Erfahrungen kommt man ja in diese Veranstaltung und nur mit Zuschauern funktioniert es halt nicht 😉


„Meine Praxis“

Erste Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und ein ganz normales sexy Outfit. Somit sind die „O“s vollständig bekleidet. Alleine das Bemustern durch fremde Männer ist für viele Frauen (und deren Begleitung) eine Hürde.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und präsentieren sich nun in Unterwäsche. Hier ist durchaus Mut gefordert, weil die Frauen sich so noch mehr als vorher den Blicken fremder Männer aussetzen müssen. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nicht anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer. Alle „O“s mit roter Armbinde scheiden ebenfalls aus.

Dritte Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und gemäß meiner 3H-Regel (Halsband, Halterlose, HighHeels) keine weitere Bekleidung mehr. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nur Brüste und Po anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.
Alle „O“s mit einer gelben Armbinde scheiden ebenfalls aus.

Vierte Runde: Die „O“s tragen immer noch Augenbinde. Es werden jedoch nur noch die „O“s mit grüner Armbinde vorgeführt, da die Herren sie nun ausgiebig anfassen dürfen (inkl. Eindringen).


So … ungefähr jedenfalls mein Gedankengut zu diesem Zeitpunkt.

Ich muss noch darüber nachdenken, wie und ob eine „O“ während des Prozederes die Armbinde wechseln kann, wenn ihr Begleiter dies für angemessen hält. Ebenfalls möchte ich auch die Fremdnutzung durchaus zulassen, wenn es so gewünscht ist. Letzteres baue ich wohl irgendwie in Schritt Drei und Vier ein. Dazu dann eben Teil Zwei in ein paar Tagen.

Meiner Meinung nach ist meine Praxis für Anfänger durchaus geeignet und bietet viele Chancen gerade für die „O“s sich in diesem Bereich zu finden, ohne sich zu überanstrengen. Es bietet eine Menge an Ausstiegsszenarien und ich denke, dass ist der wirklich springende Punkt dabei.

… stay tuned 🙂

Gestern, Heute, Morgen

„Ich bin eine devote Frau, die ihre dominante Ader und ihren grundsätzlichen Hang zum Masochismus mit extremen Sadismus auslebt“ – Susanne (getroffen im Dark Desire)


Wir waren gleich am Tag der Urlaubsrückreise für eine Play Party in Dortmund angemeldet und dort trafen wir Herrin Susanne mit ihrer Sub (und Lebensgefährtin seit 18 Jahren) und einer Novizin, würde ich sagen, mit der Hirnventrikel und ich ins Gespräch kamen.

Das obige Zitat ist völlig authentisch, wenn auch absolut ironisch gemeint. Es reflektiert in einem Satz die Haltung von Susanne zu vielen Neulingen, die via #50SOG zum BDSM gefunden haben. Es ist eine Umschreibung für „Wasch‘ mich, aber mach mich nicht nass!“

Als Sadistin ist Susanne das absolute Gegenteil von mir, aber in ihrer Festigkeit zu den Dingen ebenbürtig. Sie sagt, dass man nicht alles sein kann. Ob dominant oder devot, irgendein Gefühl ist stärker. Respektive es gibt die eine Sehnsucht nach Dominanz oder Submission, die sich im Kopfkino stärker ausprägt als die andere Richtung.

Da gibt es ja diesen Spruch: „Ich mag weibliche Switcher, solange sie devot sind.“ Und ja, ich sehe das ganz exakt genau so. Ich bin dominant. Ich habe an dominanten Frauen einfach kein Interesse. Sie wirken auf mich nicht erotisch. Das hat nichts mit Angst vor weiblicher Dominanz zu tun, es kickt mich einfach nicht. Und bisher habe ich noch keine Frau (ob Dommse oder Domina) gefunden, die bei mir diesen Wunsch hervorgerufen hat, dass ich mich ihr unterwerfe.

Dominante Frauen wecken bei mir eher den Wunsch sie mir zu unterwerfen. Das hat etwas mit meiner grundsätzlichen, sexuellen Einstellung zu tun. Ich kann sicher mit einer dominanten Frau Sex haben, aber sobald sie versucht mich zu dominieren bin ich eben getriggert sie zu dominieren oder, im schlimmsten Fall, verliere einfach die Lust.


Zurück zum Thema.

BDSM hat sich in den letzten Jahren verändert. Gestern noch waren die Rollen klar verteilt. Ein Partner war oben, der andere war unten. Wie auch immer das geschlechtlich aussah. Und ja, so sieht das heute auch aus. Einer hat gesagt und der andere macht. Eigentlich ganz einfach.

Heute scheint es mir, dass (in meinem Fall betrachtet) Frauen nicht immer wissen, was sie wollen. Sie wollen geführt werden, aber nicht benutzt. Sie wollen angeleitet werden, aber nicht einem Kommando unterstehen. Sie suchen Unterwerfung, wollen aber demokratische Verhältnisse. Sie wollen ihre Grenzen kennen lernen, benutzen aber ständig das Safeword.

Und morgen? Ich mag mir das gar nicht ausmalen. Soweit reicht mein Kopfkino nicht. Wahrscheinlich bin ich zu alt dafür 😉


Führung einer Sub bedeutet Verantwortung zu übernehmen.
Von einem Dom geführt werden bedeutet Kontrolle abzugeben.

Wenn das innere Gefühl einer Frau danach schreit dominiert zu werden, dann muss sie die Kontrolle abgeben. Wer Kontrolle beansprucht, nimmt sich selber die eigene Submission. Klar, es muss sich Vertrauen entwickeln. Man muss den dominanten Partner akzeptieren und respektieren, als dominant anerkennen.

Dabei ist es in meinen Augen wichtig, dass eine Frau klar trennen muss, ob sie rein sexuell dominiert werden möchte oder darüber hinaus Lebenshilfe benötigt. Und vor diesem Hintergrund muss sie ihre Entscheidung treffen. In diesem Zusammenhang der Hinweis, dass der #CircleOfFalbalus zwar eine Familie darstellt, wir mögen uns und wechseln sicherlich auch das eine oder andere tiefe, private Wort. Aber es geht hier primär nur um den sexuellen Aspekt. Was sich darüber hinaus einstellt, dass ergibt sich.

#CircleOfFalbalus – Gedanken …

Oftmals wird mir ja unterstellt, dass ich mir einen Harem zusammen suche. Dass ich nur nicht alleine sein will, Hauptsache ficken. Nun, für einen Harem sind wir mit zwei Damen (von zwölf) irgendwie ziemlich weit weg und überhaupt ist das auch nicht das Ziel.

Der #CircleOfFalbalus ist schon eine kleine Familie. Mit Hirnventrikel, meiner Frau, und Tara, meiner Sub, sind es nicht nur Bückstücke, sondern zwei wunderbare Wesen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Und weil es eben nicht nur ums Ficken geht, sondern eben auch ums Herz, ist der #CircleOfFalbalus eben auch nicht für jede was.

Es geht um gegenseitigen Respekt, Vertrauen, Loyalität in jeder Hinsicht. Die Bereitschaft auch stille Momente auf sich zu nehmen, Pausen zu zu lassen und einfach da zu sein. Sich gegenseitig annehmen und das ist deutlich mehr, als einfach nur mal so den Flogger schwingen und sich bespielen zu lassen.

Sich für den #CircleOfFalbalus zu entscheiden ist eine Entscheidung, die auf Dauer ausgelegt ist und zwar für alle Beteiligten. Zwar bin ich hier der Dom, aber am Ende wird der Neuzugang auch von Hirnventrikel und Tara angenommen. Und der Neuzugang muss dann eben auch nicht nur mich annehmen, sondern auch das Vorhanden sein von Hirnventrikel und Tara respektvoll zur Kenntnis nehmen und als Zustand akzeptieren.


Was ich als Dom von einem Neuzugang erwarte ist vor allem Intelligenz. Wir alle hier wollen und suchen das. Es beinhaltet vor allem, dass ich Dir nichts aus meinem Blog erzählen muss, weil Du es kennst und gelesen hast. Es ist dafür da, dass Du Dir ein grobes Bild von mir (und uns und der Geschichte) machen kannst und sollst. Du sollst wissen, woran Du bei mir bist und mich authentisch wahrnehmen können.

Natürlich geht das nicht alles von heute auf morgen, völlig klar, niemand drückt auf die Tube. Nur ist der #CircleOfFalbalus kein Platz für das kleine Spiel zwischendurch. Just 4 Info.

#TheTrainingOfO – Das Kopfkino der Sub

„Es ist der Mann, der wirbt. Egal, ob dominant oder nicht. Es ist die Frau, die wählt. Egal, ob submissiv oder nicht.“ ~~ Falbalus ~~


Sie können es drehen und wenden, wie ein Wiener Schnitzel. Was die Wahrheit ist, ist die Wahrheit. Selbstredend gibt es Frauen, die sich von Beginn an vollkommen hingeben. Doch, werte Herren, die sind absolut in der Unterzahl. Und das ist auch gut so.

Dominante Herrschaften machen Angebote und wenn diese den submissiven Wesen nicht gefallen, dann wird das nichts. Schließlich schickt sich das submissive Wesen an, sich nicht nur für ein paar wenige Stelldicheins an dominante Menschen zu binden. Sie möchten, dass ihre Seele sich binden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine 24/-Beziehung, oder um eine diskrete D/s-Beziehung handelt, wo beide Partner gebunden sind und die eigentlichen Partner nichts davon wissen sollen.

Es geht immer um das Ying und Yang der Gefühle, die entstehen. Sie müssen synchron sein. Steht die Bindung, dann kann es auch mal asynchron werden. Das ist okay. Aber zu Beginn muss es für beide Partner einen intellektuellen Grad der Bindung haben, der nahe der geistigen Perfektion liegt.

Der dominante Partner wird hierfür seinen Geist öffnen und sich dem submissiven Wesen durch Wort und Schrift nähern. Er wird sich ganz klar festlegen und dies kommunizieren. Submissive Wesen brauchen das. Auch wenn der dominante Partner polygam oder sogar polyamor ist (oder das submissive Wesen!), beide brauchen diese „Monogamität“, in welcher andere zu diesem Zeitpunkt keinen Platz finden. Submissive Wesen müssen gewollt sein, Dominante Wesen müssen sich gebraucht fühlen.


Wie sieht es jedoch mit dem Kopfkino der Sub aus?

Ich glaube, dass ist nicht weniger wichtig in der Anfangszeit. Der dominante Partner muss von den Träumen, Wünschen und Begierden der Sub wissen, damit er sich darin auch zurecht finden kann. Wenn die submissive Fachkraft sehr auf Bondage steht, und der dominante Partner keinen Laut darüber abgibt, dann muss die Sub darauf reagieren und es andeuten, dass sie das mag. Erst dann kann sie sich wirklich entscheiden, ob sie eine D/s-Bindung ohne Bondage akzeptieren mag.

Wenn die Sub sich in der Annäherung soweit zurück nimmt, dass sie dies nicht preisgeben mag, weil sie sich ganz auf die Wünsche des dominanten Partners einlassen will, dann ist das auch okay. Sie muss sich dann nur hüten es viel später so zu erwähnen, weil „Das ist doch normal. Können Sie keine Gedanken lesen?“. Das führt zu Frust und Unlust.

Persönlich frage ich danach, was im Kopf der Sub so vorgeht. Wenn da nichts kommt, dann ist das immer ein wenig seltsam. Jede Sub, die sich anschickt sich an einen Dom zu binden, hat Kopfkino im Kopf. Jede. Ausnahmslos. Mein Rat: Raus damit! Und das auch ungefragt. Schließlich gibt es in der Annäherung kein Dom und Sub, sondern nur Menschen.

Das hat übrigens nichts mit dem Abarbeiten von Listen zu tun. Nur weil eine Sub Phantasien äußert, heißt das ja nicht, dass diese auch umgesetzt werden.


Es mag eventuell komisch klingen, aber ich bin da gar nicht so kompliziert. Auch wenn ich streng sein kann, bin ich immer noch Mensch und ich schätze mein Gegenüber als gleichwertigen Menschen. Immer. Auch bei Demütigung. Ohne Ausnahme.

In meinem Joyclub-Profil steht, dass ich Subs bitte, mich zu siezen. Da steht nur was von einer Bitte. Da ist kein Zwang bei. In der Annäherung jedoch bestehe ich darauf. Weil es mir eine Grundeinstellung zeigt. Zugegeben, es macht mich auch an. Aber es signalisiert Ernsthaftigkeit. Und das ist mir extrem wichtig.

Das Strafbuch

Erziehung heißt auch konsequent zu sein. Eine der Möglichkeiten ist sicherlich das Führen eines Strafbuches. Und nicht zu viel dabei denken. Es reicht ein DIN A5 liniertes oder kariertes Heftchen.

Da sich das Strafbuch im Besitz der Sklavin befindet, sollte sie es sich selber zu legen. Dann entspricht es auch äußerlich ihrem eigenen Geschmack. Das tut keiner Herrschaft weh.

Damit da jedoch etwas Valides hineingeschrieben werden kann, müssen Regeln her. Regeln, die eine Sklavin zu befolgen hat und Strafen, die bei Nichtbeachtung verhängt werden. Für beide Dinge ist die Herrschaft zuständig. Wichtig ist dabei zu beachten, dass verhängte Strafen zum Regelverstoß passen.


Gehen wir mal davon aus, dass die Sklavin ihre Grenzen in Grün (Geht immer), Gelb (Wenn ich muss) und Rot (niemals!) einsortiert hat. Eine Strafe muss etwas bewirken, zu einer Einsicht führen. Weswegen es sinnvoll sein kann eine Strafe zunächst aus der Kategorie Gelb zu wählen und bei wiederholtem Regelverstoß etwas aus der Kategorie Rot zu nehmen.

Es liegt alleine an der Sklavin ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen. Allerdings ist auch darauf zu achten, ob Aufgaben leistbar sind (abhängig vom Stand der Bindung) oder quasi unerfüllbar. Unerfüllbare Aufgaben und daraus resultierende regelmäßige Bestrafung mit der Kategorie Rot dienen ganz genau keinem Zweck.

Zu Beginn der Ausbildung gehe ich immer davon aus, dass die Sklavin ein Ziel hat. Und das ist mindestens eine Sklavin zu sein. Ob sie, in meinem Sinne, eine gute Sklavin wird hängt auch im entscheidenen Maße davon ab, wie ich den Weg gestalte und dass ich sie mit meinem Willen nicht überfordere. Manche brauchen für den Weg etwas länger, andere überholen sich selber.

Also: „Alles, was nicht weh tut, sondern nur Überwindung kostet, wird erledigt.“

Hierunter fallen ganz bestimmt Dinge wie Fotos, kleine Videos vielleicht, das Tragen von bestimmten Schmuck oder Kleidung. Analplugs. Oder auch das Weglassen von Kleidung. Das Melden zu bestimmten Uhrzeiten oder sogar eine Liste der Nahrung, die eine Sklavin zu sich genommen hat. Da darf man ruhig phantasievoll sein. Wenn man jedoch keine Phantasien hierzu hat, dann bitte gar nicht erst mit sowas anfangen.


Auch werde ich immer gefragt, welche Strafen ich verhänge. Zum einen ist das eine sehr persönliche Sache. Zum anderen gibt es einfach keine generellen Sachen. Wo ich bei der einen Sklavin mit Ohrfeigen reagieren würde, würde dies bei einer anderen Sklavin direkt zu einem Orgasmus führen. Regeln sind das eine. Diese dürfen gerne nicht individuell sein, individuell ist jedoch immer das Strafmaß zu sehen.

Nehmen wir ein Beispiel:

„Du sollst Dich gleich nach dem Aufwachen bei mir melden und ein Foto von Dir schicken.“

Da kann eine Sklavin alles hinein interpretieren.

Melden? Wie? -> Telefonanruf, WhatsApp … was?
Ein Foto? Angezogen, Nackt, mit oder ohne Halsband … was?

Regeln, die zu befolgen sind müssen präzise ausformuliert sein.

„Du sollst Dich gleich nach dem Aufwachen bei mir melden. Du wirst ein Nacktfoto von Dir schicken und dabei Dein Halsband tragen. Bleibt es bis 10:00 Uhr aus: 3 Ohrfeigen.“

Mit der Regel wird also auch gleich das Strafmaß erlassen. Die Sklavin soll durchaus wissen, was auf sie zukommt.


Es sind nun zwei Wochen vorbei und die Sklavin hat jeden Abend vor dem Zubettgehen ein Foto des Strafbuches bei WhatsApp gesendet. Heute ist das Date. Konsequentes Handeln ist, dass bevor es zu irgendwelchen Herzereien kommt, das Strafbuch in einer Art Ritual abzuarbeiten ist. Dieses ist verbindlich mit der Sklavin zu vereinbaren (zu trainieren). Schließlich ist das ein sehr empfindlicher, und ein sehr persönlicher Teil.

Und: Es ist immer zu strafen! Konsequentes Handeln ist absolut erforderlich! Die Sklavin stellt sich körperlich und geistig darauf ein, dass sie 8 Ohrfeigen, 20 Schläge mit dem Stock oder vielleicht 10 Arschtritte bekommt. Oder alles. Es ist nett, die Sklavin in den Arm zu nehmen und Gnade zu erweisen. Geschieht dies zu oft, dann fragt sich die Sklavin wofür sie das alles machen soll und stellt die Herrschaft garantiert in Frage.

Eine Sklavin akzeptiert ziemlich viel um ihr Ziel eine gute Sklavin zu werden zu erreichen. Demütiges oder auch demütigendes Verhalten liegen hier durchaus im Fokus und sind auch genau ihr Ding.

Vergesst nicht, dass Herrschaft und Sklavin ein Team sind. Sie funktionieren nur im Zusammenspiel. Es geht um klares Rollenverständnis. Klare Kommunikation. Verbindliche Strukturen. Ausnahmen dürfen nicht die Regel werden.

#TheTrainingOfO – Wie geht das mit dem Vertrauen?

Ist ja nun alles leichter gesagt als getan. Das mit diesem Vertrauen. Also auch grundsätzlich betrachtet. Ich bin diesbezüglich mal durch das WWW gestreift, um mir mal Meinungen einzuholen. Dabei übernehme ich keine Verantwortung, ob die verlinkten Websites auch wirklich lesbar sind im Sinne des Design 😉


http://www.bdsm-net.org/lordofpain/Home/Uber_S_M/Unterwerfung/Vertrauen/vertrauen.html

In wahrer Unterwerfung überträgt die Sub dem Top die volle Verantwortung für sie und begibt sich vollständig in seine Hände, ohne absolutes Vertrauen wäre dies niemals möglich!

Wenn die Sub sich wirklich fallen und in ihren Gefühlen treiben lassen soll, muß sie immer darauf vertrauen können, daß ihr Herr zu jederzeit weiß, was in ihr vorgeht und wo ihre Grenzen sind.


http://www.in-den-schattenwelten.de/2009/03/01/vom-vertrauen-im-bdsm/

Etwa, wenn sich zwei Menschen treffen, die sich nur aus ein paar E-Mails kennen, und nun “ohne lange Vorlaufzeit” eine Session miteinander wagen. Was Sub hier fühlt, ist nicht “Vertrauen”, sondern Hoffnung und Erlebnisgeilheit – zusammen mit der Spekulation, unter SMlern auch nicht mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen Psychopathen zu treffen als bei einem normalen Date. Letzteres könnte man ja noch zur Wortbedeutung von “Vertrauen” rechnen, doch wird hier nicht wirklich dem noch unbekannten Partner vertraut, sondern der allgemeinen Lebenserfahrung.


http://dom-darkness.lounge-dominanz.com/13-2/bdsm-vertrauen/

Das Vertrauen zählt für den devoten Part genauso wie für den Dominanten Part.

Man lernt sich kennen und es entsteht eine Beziehung.

Erst Schreiben dann Telefonieren

Dann kommt der Tag an dem man sich real sieht

Jetzt entscheidet es sich, ob der Gegenüber gelogen hat oder nicht.

Weitere Entscheidungen stehen an:

Stimmt das eigene Gefühl?

Stimmt die Chemie zwischen den Parts?

Stimmt was der andere Part ihm über sich erzählt hat?

Und das muss man in Bruchteilen von Sekunden entscheiden.


http://www.wunderweib.de/ein-dom-berichtet-bdsm-ist-wie-ein-tanz-4597.html

Ich führe kein Buch und ich hatte wohl mehr als die bundesdeutschen sieben Sexualpartner. BDSM ist aber etwas, das mit Vertrauen immer besser wird und daher hatte ich fast immer längere Partnerschaften oder Affären . Also Dom-Sub Beziehungen hatte ich wohl so um die fünfzehn, maximal zwanzig.


Das waren nun aus der Google-Suche ein paar URLs, die mir gleich zu Beginn aufgefallen sind. Hier wird auf das Wort Vertrauen im Zusammenhang mit BDSM referenziert. Und es sind noch viele viele weitere Seiten, wo man mehr oder weniger gut erklärt nachlesen kann, was dieses Vertrauen tatsächlich bedeuten mag.

Jeder Verfasser verfolgt eigene Werte und Bilder und diese stammen eindeutig aus seiner ureigenen Erfahrung. Letztlich sind es aber nur Worte und Bilder. Sie vermitteln kein Gefühl des Vertrauens. Und das macht es schon ein wenig schwierig Vertrauen greifbar zu machen. Denn selbst wenn man durch das Lesen und Informieren über den Begriff Vertrauen ein Gefühl entwickelt hat und dieses einem potentiellen Partner bereit ist zu schenken, kommt dann am Ende nicht auch die Idee auf, dass es „Das richtige Gefühl“ ™ ist?

Ich maße mir nicht an zu definieren was Vertrauen ist und wo es herkommt oder wie man es findet. Was jedoch zunächst vorhanden sein muss ist Mut. Eine Aspirantin kann noch so häufig mit einem Dom hin- und hergeschrieben haben, telefoniert, geskypet oder sonstwie in Kontakt getreten sein. Das Gefühl welches einsetzt, wenn eine Sub erstmals zum Dom geht ist für mich nicht mehr als Mut – und auch ein wenig Erfahrungsgeilheit. Es ist nichts Schlimmes daran, wenn man geil auf das zu Erlebende reagiert und man nun den Mut hat es auch auszuprobieren. Wenn es hier eine Art Vertrauen gibt, dann ist dies eher Selbstvertrauen und nicht das Vertrauen in das Gegenüber.

Denn ohne Mut und Selbstvertrauen würde das Treffen niemals stattfinden. Soviel dann auch zum Thema „Schwache Sub“. Das ist nämlich völliger Nonsens. Ohne den Mut der Sub am Beginn einer Bindung, kann es später auch kein Vertrauen in den Dom geben (und natürlich auch kein Vertrauen in die Sub). Vertrauen muss wachsen und gedeihen. Sie kommt auf leisen Pfoten daher und manifestiert sich durch das Verhalten des dominanten Partners.

#gedankenverloren – Die Submission des Dom

Und ist es nicht die Sub, der ein Dom dient?
Dreht sich nicht am Ende alles um die Göttin, die vor mir kniet?
Deren Wesen und Geist ich auf das Intensivste zu befriedigen suche?
Als Wegbereiter?
Als Wegbegleiter?

Wenn ein sich Dom dies zu Herzen nimmt, wenn er sich so sieht. Dann wird aus Mut Vertrauen.

Für manche mag der obrige Sinnspruch aus eigener Feder irgendwie nicht passen.
Schließlich ist der Dom ja der Macher, der Lenker, das Alpha und das Omega.
Furchtlos dorthin, wo andere furchtsam weichen. Betrachtet man es jedoch ein wenig mehr von der Metaebene, dann stimmt das in meinen Augen nicht.

Es ist nicht unbekannt, dass Dom und Sub sich einander bedingen. @Crimson_Silk äußerte sich mir gegenüber wie folgt:

„Kann ich unterschreiben. Sehen aber viele gaaanz anders. Weil SIE sind Chef und du bist nix. Auf die Idee, dass sie wahrscheinlich allein die Katze rum zu kommandieren versuchen würden ohne Sub, die/der sie gewähren lässt, kommen sie nicht.“

Und wir kamen überein, dass wenn die Sub keinen Dom hat und der Dom keine Sub, dann würden beide lediglich einmal in der Woche ihr Spielzeug abstauben und das war es dann auch.


Ich glaube, dass alle D/s-Beziehungen so funktionieren, dass jeder dem anderen mehr oder weniger genau das gibt, was der andere benötigt. Der, der unterwerfen möchte und Die, die sich unterwirft. Sie bedingen einander – ohne den anderen geht es einfach nicht. Wenn man jedoch so Geschichten hört, dann vermute ich, dass sich nicht viele Doms wirklich mit sich selber auseinander setzen. Dass sie prüfen, ob das, was sie fordern auf die Unterworfene passt. Dass sie prüfen, ob das was sie fordern überhaupt noch zu sich selber stimmig ist.

Dieses „Ich bin so und ich ziehe das so durch! Friss oder stirb!“. Ich mag mich damit nicht anfreunden. Auch wenn das ein oder andere von außen übergriffig wirken mag, so ist der Umgang mit einer Sub (zumindest bei mir) das Ergebnis der Prüfung meiner Vorstellungen, ob ich Dinge so mit ihr machen kann oder lieber lassen. Tatsächlich bin ich da ziemlich verkopft, aber eher im Sinne meines EQ.

Ich gebe mir Mühe der Sub auch wirklich das „zu liefern“, was sie benötigt, solange es mit meinen eigenen Wünschen übereinstimmt. Und so gehe ich dann auch über eigene Grenzen hinaus, weil wenn ich eine Sub habe, für die das ein oder andere „OK“ ist, warum soll nicht ich ihr dorthin folgen, um zu sehen, ob das für mich nicht auch „OK“ sein kann?

Das klingt tatsächlich ziemlich submissiv, wenn nicht sogar devot. Tatsache ist aber auch, dass ich mir meine Vorstellungen aus meiner eigenen Subzeit reflektiere und ständig kontrolliere. Wer bin ich? Was bin ich? Auch wenn ich immer wieder aufs Neue auf den Zustand komme, dass ich mich „OK“ finde. Denn nur so, wenn ich mich „OK“ finde, dann kommt dieses Beziehungsgeflecht „Ich bin OK – Du bist OK“ zustande und dann wird es erst gut.

Am Ende ist es so, dass ein Dom seiner Sub ebenso folgt, ihr Vertrauen schenkt, wie auch umgekehrt die Sub dem Dom folgt, ihm Vertrauen schenkt. Und wo die Sub aus submissiven Gründen Dinge tut, die für sie richtig, wichtig und gut sind, so steht es einem Dom nicht im Wege, ebenfalls ein wenig Submission an den Tag zu legen. Sich auf dominante Art seiner Sub hinzugeben.

Im Idealfall muss man sowas nicht auf die Metaebene bringen, aber ein leichter Schlag auf den Hinterkopf tut dem einen oder anderen Dom sicherlich gut.