Regelwerke, die 100drölfzigste … // #TheTrainingOfO

„Mein Herr will, dass ich … soundso …., aber ich … orrrr …. oder?“


Ab und an werde ich ja doch mal was gefragt und ich muss mich immer wieder aus meiner persönlichen Subjektivität heraus wundern, was einigen submissiven Fachkräften so alles auferlegt wird. Und es tut gut, wenn man sich selbst dabei beleuchten kann und sein eigenes Handeln mit diesen Fragen selbst hinterfragt. Denn Regelwerke sind ja immer eine sehr persönliche Sache und nicht nur das. Sie bergen für mich Intimität gepaart mit der stillen Hoffnung, dass sich eine dominante Fachkraft auch wirklich Gedanken um etwas gemacht hat.


Objektiv betrachtet hat sich eine Sub mit einem Dom verbandelt. Und dieser Dom möchte, dass diese Sub ein paar Regeln befolgt. Welche das sind, spielt nicht mal eine so große Rolle. Wichtig ist, dass die Sub von sich aus welche haben möchte und nicht „selbstverständlich“ annimmt, dass sie welche befolgen muss. Denn nur weil „andere“ das so machen, muss man nämlich als Sub genau dieses überhaupt nicht haben wollen. Liebe Subs, ihr könnt auf 100drölfzig Blogs nachlesen, dass es Regeln zu befolgen gibt. Mir ist wichtig, dass ihr euch selbst fragt, ob ihr Regeln haben wollt und wenn ja, welche. Denn nur ihr habt es in der Hand die Regeln auch sinnvoll mit Leben zu füllen.

Meine Frau, und Senior-Sub im #CircleOfFalbalus, hat zB keine Hausaufgaben. Weil diese einfach nicht in ihr Leben als alleinerziehende Mutter von derer zwei passen. Es geht schlichtweg einfach nicht. Auch andere meiner Subs verneinen die Exististenz von Hausaufgaben aus anderen, nachvollziehbaren, Gründen. Und ihr Subs, die ihr diese Notiz nun lest, deswegen habe ich diese Damen nicht weniger im Herzen, als diejenigen, welche diese Form der Fremdbestimmung in ihrem Leben haben wollen und sich regelmäßig einem Parcours ausgeliefert sehen.

D/s muss bei allem Machtgefälle ausbalanciert sein. Es soll eine Freude sein zu dienen, womit auch immer, und es soll nicht das Leben belasten. Vielleicht sollte sich eine Sub nicht gleich von Beginn an diesen Hausaufgaben verschließen. Das wäre auch für mich nicht richtig. Aber wenn am Ende Nichts Halbes und Nichts Ganzes zu beiderlei Erregung rauskommt, dann macht das alles keinen Sinn. Wenn also eine Sub für meine Errektion zuständig ist, so bin ich als Dom ebenso für deren Erregung zuständig.


Subjektiv gesehen kommt es aber auch darauf an, was eine Sub erregt. Und da muss ein Dom in meinen Augen erstmal hinkommen. Natürlich kann ich versuchen meinen ganz persönlichen Kink der Dame aufzudrücken, weil ich davon ausgehen muss, dass sie sich als Sub für meinen Kink als den Ihren entschieden hat. Und so zB mit Bekleidungsregeln für klare Verhältnisse sorgen. Als Dom muss ich jedoch spüren, ob die Sub „gegen ihren Willen“ oder gegen ihren Willen tätig ist und welcher dieser beiden Formen nun ihr Kink ist. Für einige ist es erregend, wenn ich ihnen gewisse Dinge „gegen deren Willen“ aufzwinge und andere macht es mehr an, wenn ich es gegen deren Willen mache.

Aber egal, welche Dinge ich auch mache: Ich als Dom trage nicht die alleinige Verantwortung für die Folgen. Wenn aber auch deutlich mehrheitlich!


Bei einer meiner Subs hat es mehr als ein Jahr gedauert, bis wir wirklich „bei uns“ angekommen sind. Irre viele Gespräche waren dafür notwendig und intensives Zuhören und Verstehen, wo beim jeweils anderen der Hase läuft. Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass wenn ein Dom nur fordert, aber sich nicht bewegt, dann lasst die Finger von ihm.


Natürlich ist es gerade bei der Submission so, dass viele denken, dass Sub sich mehr bewegen muss als der Dom. Und zu gewissen Teilen möchte ich das nicht abstreiten wollen. Gerade am Anfang halte ich es jedoch für eine absolute Pflicht der dominanten Fachkraft sich zu erklären und nicht darauf zu warten, dass die Sub mit offenen Worten daher kommt und sich gerade auch als Neuling zu 100% definieren kann. Auf der anderen Seite sollte jede Sub, auch eine Anfängerin in Sachen #BDSM, in der Lage sein zu wissen, zu welchen Bildern im Kopf sie masturbiert, damit der Dom weiß, was die Sub so kickt. Was jedoch nicht bedeutet, dass der Dom „sowas“ gleich in der ersten Session durchzieht.


Kurze Rede, langer Sinn: Wenn ein Dom sich nicht erklären kann oder will, dann sucht bitte, bitte schnell das Weite! Da darf es nicht mal zu einem Kaffeetrinken kommen.

Die Ankunft / Die Ankunft

Sie hatte durchaus wackelige Knie. Was ganz im Gegensatz zu dem stand, was sie wollte. Standhaft sein. Nicht im Sinne von „dagegen“, sondern vielmehr „dafür“.

Zu lange hatte sie auf diesen Moment gewartet. Zu lange auf Momente verzichtet. Auf Möglichkeiten, selbst wenn diese noch so unwahrscheinlich gewesen waren.

Sie hatte sich versprochen. Sich hatte sich ihr selbst versprochen. Vielleicht auch ihm. Sie hatte es gesagt und geschrieben. In leisen und in lauten Tönen. Als Zeile und auch dazwischen. Auf jede erdenkliche Weise hatte sie sich diesen Moment ausgemalt.

Nun war er da.

Dieser Moment.

Als sie aus dem Zug ausstieg fühlte sich die Umgebung wie Watte an. Unwirklich. Schritt auf nicht wirklich unbekanntes, aber hier und jetzt neues Terrain. Die Menschen um sie herum liefen im Zeitraffer umher. Jeder hatte ein Ziel. Wollten zu wem. Wollten wohin. Wollten irgendwo sein. Bei wem. Mit wem.

Begrüßungen. Freude. Fröhlichkeit.

Wie ein dumpfer Schleier legten sich die Geräusche um den Moment, den sie nun durchlebte. Sie war tapfer. Hielt stand. Still.

Sie atmete ein und aus. Neue Luft. Neues Leben. Ihr Rollkoffer stand wie eine Trutzburg vor ihr. Ihre Hände krallten sich an ihm fest. Sie schloss die Augen, um einen weiteren Moment mit sich allein zu sein.

Er legte seine Hand auf ihre Hand. Sie erschrak ein wenig, denn nun war er da. Der Moment. Er lächelte sie an. Sie öffnete die Augen. Er löste ihre Hand von ihrem Koffer, ging um sie herum und führte ihre Hand an seinen Mund. Schüchtern nahm sie die Geste seines Kusses an.

Er schaute sie an. Er ließ den Blick nicht von ihr ab. Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände und drückte seine Lippen auf ihre. Zart fordernd ersuchte seine Zunge um Einlass. Sie gab leise nach. Sie lächelte.

Als er von ihr ließ schaute er sie wieder an.

„Hier bist Du richtig.“

Sie nahm seine Hand. Küsste seinen Ring.

„Hier bin ich richtig, mein Herr.“

 


 

„Wir erreichen in Kürze Köln Hbf.“

Sie schreckte hoch.

War sie doch eben noch in Augsburg eingestiegen.

So fix vergingen also 4 Stunden Zugfahrt, die zum Glück ohne nennenswerte Schwierigkeiten verlaufen waren

„I’m not here for your entertainment…“ eine Textzeile aus einem Titel von Pink, den sie gerade noch hörte.

Sie grinste…

Wenn alles so lief, wie sie sich das beide seit Monaten im Kopfkino ausmalten, würde sie sehr wohl für sein Entertainment sorgen.

Wie?

Das war ihr nicht klar, oder doch?

Sie versuchte, so ruhig ihr das möglich war, zu atmen. Es half nichts anderes mehr.

Zwar hatte sie sich überlegt, vor der Fahrt noch eine halbe chemische Bombe einzunehmen, ließ es dann, weil sie ihm im vollen Bewusstsein, so wie sie war, nervös, ein Bündel Nerven, begegnen wollte.

Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr, sah zum Fenster hinaus und ging in Gedanken nochmal alles durch.

Hatte sie an alles gedacht?

Hatte sie sich gründlich genug rasiert?

Auch die Härchen im Gesicht?

Sie kontrollierte.

„Er wird damit leben müssen, dass du zu viel Hormone produzierst und dich auch im Gesicht…“

„Ja, verdammt, ich habe es kapiert.“

„Atmen, Ela, atmen. Du hast alles, es ist gut so, er wird dir nichts tun und er wird dich auch nicht hängen lassen. Du weißt das. Er hat es dir doch schon bewiesen.“

Sie hielt das wie ein Mantra vor sich. Ein Zurück gab es nicht mehr, sie wollte auch kein Zurück mehr, sie wartete nun schon so lange und alles, was sie sich vornahm, beim nächsten Mann…Jaja…das war alles nach dem ersten Telefonat dahin.

Halt, falsch, es war schon davor dahin.

Sie hatte ihn über Twitter „aufgerissen“. Zu einem Zeitpunkt, zu welchem kaum noch was in ihrem Leben so richtig funktionierte.

Sie verbrachte die Tage in Ungewissheit, in Schmerz, in Wut und teils in nackter Verzweiflung, weil sie nicht mehr wusste, wie sie dem Ghosting eines Mannes umgehen sollte, der ihr im Februar noch ein Halsband anlegte…

Sie schrieb ihn also an, den „Superdom“, den „Subsammler“, den Herrn über mehrere Subs, den sie schon länger über Twitter und seinen Blog verfolgte.

Er entsprach überhaupt nicht dem, was sie sich unter „ihrem“ Dom so vorstellte und er verlangte von seinen Subs Dinge, die sie unter Zwang schon selbst erleben musste – einiges in ihr wehrte
sich, aber er schrieb in einem Blogeintrag über Subs die geduldig sind, die auf ein Zeichen ihres Herrn warten, die still in sich hinein „schmerzten“, weil dann doch wieder nichts kommt.

Dafür musste sie ihm ein Kompliment machen.

So begann das, was Monate später, zig Tausend Nachrichten, Worte, Sprachnachrichten, Telefonminuten, am Hbf. in Köln in einem ersten, lange Osterwochenende, seine Krönung finden sollte.

Erwartungen?

Ja, Himmel, natürlich hatte sie Erwartungen, auch wenn sie anderes Mantra artig von sich weg schob.

Sie erwartete, dass es ein schönes Wochenende wurde, ihre Auszeit von dem Leben, dass sie Kraft kostete, weil der Vorgänger ihre größte Tür geöffnet und sie mit dem ganzen Mist allein gelassen hatte.

Das wollte sie bis Dienstag verdrängen, wie alles andere auch, ob ihr das gelang.

„Nächster Halt, Köln Hbf., der Ausstieg befindet sich in Fahrtrichtung…“

Sie hörte nur noch das Blut rauschen und stellte sich prompt an die falsche Seite…

„Man man man, mit klar denken hast du es auch nicht mehr.“ witzelte eine Stimme in ihrem Kopf.

„Könnt ihr nicht alle verdammt nochmal Ruhe geben?“

Blutrauschen in ihren Ohren.

Keine Stimmen mehr.

Sie stieg aus, fuhr sich durch die Haare und wartete…

Hatte sie alles?

Es fühlte sich an, als ginge sie auf Watte, um sie herum Menschen, die alle irgendwo hin wollte, hastig, freudig, ungestüm, während sie nur dastand.

Den Griff des Rollkoffers fest in den Händen, so fest, dass sich ihre Fingernägel in die Handinnenfläche bohrten.

Sie schloss die Augen, rief sich nochmal seine Worte ins Gedächtnis, öffnete die Augen wieder und sah in sein Gesicht…

Frau @MarieMoreau1988 fragt. #TheTrainingOfO antwortet.

Gestern gab es in der TL eine heftige Unterhaltung zum Thema „O“-Experience (gerade oder auch in Verbindung mit Sexarbeit) und ich stellte erneut fest, dass es „zwischen den Leuchttürmen des #BDSM“ (Das ist ausdrücklich liebevoll gemeint!) einfach offene Fragen gibt. Ich werde versuchen diese anhand des Fragenkataloges von Marie mal zusammenzufassen. Für diese Möglichkeit möchte ich mich ausdrücklich bedanken.


  1. Gibt es für O’s ein Safeword?

In meiner Lebeweise gibt es das nicht.


  1. Falls nein: Warum nicht?

Keine Frau wird als „O“ geboren. „O“ sein zu wollen ist eine Entstehungsgeschichte, welche das Ergebnis einer längeren Zeit als Sub („erotisch geführt“ – EPE im Maximum – Definition des Autors) oder als Sklavin („Schmerz geführt“ – TPE im Maximum – Definition des Autors) sein kann, aber nicht zwangsläufig sein muss. Manche Frauen haben eine BDSM-Vorgeschichte, weswegen sie gleich zu Anfang klar machen, dass „O“ ihr Ziel ist. Meine „O“ verzichtet auf das Safeword, weil das Vertrauen zu mir in einer Form gewachsen oder einfach vorhanden ist, in welcher es für sie einfach überflüssig wird. Der Verzicht ist eine Entscheidung der Frau und niemals meine. Sie dokumentiert damit jedoch ihren Willen, tatsächlich meine „O“ sein zu wollen.


  1. Falls ja: Welche Konsequenzen hat es, wenn das Safeword genutzt wird?

Auch wenn jede Frau von mir ein Safeword bekommt, ist es ihr Recht darauf zu verzichten und es nicht einzusetzen. Das gilt im Nachgang natürlich auch für meine „O“. Schließlich ist das Safeword immer noch im Hinterkopf und ich finde es wichtig, richtig und gut, wenn es genutzt wird. In vielen 2x Jahren habe ich es viermal gehört. Und meine Reaktion ist dann ganz normal Pause oder Abbruch eines Spieles. Sonst nichts.


  1. Wird im Zirkel ungeschützter Sex praktiziert? Falls ja: Ist die Bereitschaft der Frau dazu ein Kriterium, in den Zirkel aufgenommen zu werden?

Ja, er wird. Nein, ist er nicht. Das mache ich auch jeder Frau mehr als deutlich klar. Ich praktiziere jedoch immer „oben ohne“, was Blowjobs angeht. Alles andere unterliegt der Absprache und des Vertrauens untereinander. Als ehemaliger Herzpatient wurde regelmäßig mein Blut untersucht (volle Bandbreite) und jetzt als Sexdienstleister so und so.


  1. Wird im Zirkel ungeschützter Sex mit Dritten praktiziert (in Folge einer Fremdbenutzung)?

Wer meinen Blog verfolgt und sich daraufhin mit mir verbindet, dem ist klar, dass #RACK (zumindest in Gedanken) gefordert ist. Mein „Default“ ist „oben ohne / unten mit“. Fremdes Sperma ist aber auch ein wesentlicher Bestandteil des Kink, wenn man sich mit mir verbindet, weil ich das halt auch ermögliche. Ich respektiere jedoch auch die persönliche Entscheidung einer Dame zu „oben und unten mit“. Da habe ich keine Probleme. Mit Fremden grundsätzlich auf Kondome zu verzichten zu wollen, wird von mir nicht unterstützt.


  1. Was ist die ideale Größe eines Zirkels und warum?

Das ist eine gute Frage. Persönlich tendiere ich zu einer Größe von fünf oder sechs Damen (eigene Frau inkludiert). Aber ich bin nicht auf der Suche diese Anzahl zu halten. Als mindestens polygamer Mann kann ich mich so recht monogam im #CircleOfFalbalus bewegen. Es gibt kaum Ausflüge außerhalb und wenn, dann sind diese allen Damen bekannt.


  1. Was ist, wenn eine O fertig ausgebildet ist? Was passiert dann mit ihr?

Meine Beziehungen sind auf Langzeit getrimmt. Die Ausbildung ist nie beendet. Wenn eine Dame sich von mir löst, dann hat dies höchst private Motivation, welche sich meistens im sozialen Leben der Dame abseits des Kink abspielt. Eine neue Liebe im Leben. Neuer Job in einer anderen Stadt. Aber auch die Erkenntnis, dass „O“ oder grundlegend „Sub“ oder „Sklavin“ sein, für eine gewisse Phase okay war, aber nun eine Pause eingelegt wird. Oder Oder Oder. Der Sinn des Zirkels ist, dass jeder gehen kann und ich ihn gehen lasse. Notfalls ohne Begründung. Was auch im Umkehrschluss für mich möglich ist, wenn ich merke, dass es irgendwie nicht (mehr) passt. In der Utopie stehen alle meine Damen, die heute meine Subs sind, gemeinsam an meinem Grab.


  1. Du berichtest öfter, dass du selbst eine Art „O-Ausbildung“ hinter dir hast. Was war deine Motivation dahinter? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass man so etwas aus reiner Neugier tut, ohne eine entsprechende Neigung zu haben. Daher: Bist du Switcher und/oder bisexuell? Falls ja: Sind diese Neigungen noch existent und wie gehst du mit ihnen um?

Zunächst gibt es dazu tatsächlich zwei Blogbeiträge -> hier <- und -> hier <-

Ich würde mich daher nicht wirklich als bi-sexuell bezeichnen. Schon gar nicht als Mann (äußere Erscheinungsform). Aber auch in meiner (äußeren) weiblichen Form ging mir Küssen und Kuscheln mit Männern völlig ab. So würde ich das für mich als „umgekehrt heterosexuell“ bezeichnen. Also Dominanz nur gegenüber Frauen und Submission nur zu Männern. „Eigentlich“ 😉

Meine Erfahrungen mit dominanten Frauen haben mir gezeigt, dass hier ein hoher Anteil SM vorhanden ist. Was nie das Problem war, aber es ging halt nicht immer respektvoll, auch wenn ich eine gewisse Form der Respektlosigkeit bevorzugt habe. In meiner Fantasie war ich immer minderjährig und wollte mich wesentlich älteren Männern als devotes Bückstück andienen. Weil, welcher Mann will nicht mal „so eine“ für sich zumindest im Rollenspiel nutzen können. Und weil ich diese Fantasie leben wollte, bin ich von Frauen zu Männern gewechselt, weil mich deren Fickfreudigkeit einfach gereizt hat. Und mit meinem damaligen Herren hatte ich jemanden gefunden, welcher mich mit seiner Dominanz packte. Ein Umstand, den kaum eine Frau für sich verbuchen konnte. Erotisch genutzt, auch von mir völlig Fremden, und einfach nur Befehlen zu gehorchen und nicht darüber nachzudenken, war meine Erfüllung. Und das fast anderthalb Jahre lang. Man könnte meinen, dass mehr Männer mich beschliefen, als ich Frauen beschlief.

Ob mich das zu einem Switcher macht? Ja, das möchte ich nicht leugnen. Ich würde es sogar als Extrem-Switcher sehen, weil es mich eben nur so oder so gibt. Wenn die Entscheidung mich zu submissionieren durchaus eine dominante gewesen ist, weil ich einfach wissen wollte, wie das so ist, bin ich durch das „Hands on“ zur Submission gekommen.

Derzeit befinde ich mich also in einer dominanten Phase meines Lebens und es geht mir gut damit. Ich habe keine ausgeprägte Sehnsucht nach der weiblichen Form. Wobei ich jedoch durchaus überlege, meine weibliche Form in der Sexarbeit einzusetzen. Quasi „selbst dominieren“. Ausschließen, dass es private Ausflüge in die Submission gibt, kann ich natürlich nicht. Das wäre verlogen.


  1. Es sind ja einige Frauen in deinem Zirkel, du hast einen Job und wenn ich richtig gelesen habe, auch Kinder. Wie stellst du die Ausbildung der Frauen in der verbleibenden kurzen Zeit sicher? (Ich sehe meinen Spielpartner ca. einmal die Woche und merke auch, dass ich das brauche, damit wir uns gemeinsam weiterentwickeln können bzw. ich erzieherisch tätig werden kann.) Sicherlich kann man viel mit Online-Erziehung machen. Echten Kontakt von Mensch zu Mensch kann das in meinen Augen nicht ersetzen. Dieser ist in meinen Augen für eine engmaschige Erziehung/Ausbildung unerlässlich. Daher: Wie siehst du das? Wie stellst du persönliche Nähe und Kontakt sicher?

Damen, die sich für den Zirkel entscheiden, sind sich grundlegend über folgende Dinge bewusst:

  1. a) Es gibt mich nicht exklusiv.
    b) Die Damen wissen voneinander.
    c) Es gibt einen gemeinsamen Kalender im #CircleOfFalbalus, so dass jede immer ganz genau weiß, wo der alte Mann ist und was er so macht.
    d) Über diesen Kalender werden auch die gemeinsamen Zeiten geregelt.
    e) Somit ist auch jeder Dame klar, dass die Zeiten entsprechend der Anzahl der Subs „überschaubar“ sind.
    f) Meine Frau ist alle zwei Wochen als „Erste unter Gleichen“ in Betracht zu ziehen. Die anderen Wochenenden werden von mir terminiert. Es ist aber auch schon vorgekommen, dass die Subs unter sich getauscht haben, weil deren private Termine (Familie, Beruf, Freunde, (Ehe-)Partner) dazwischenfunken. Alle vier Wochen habe ich meine Kinder bei mir.
    g) Im schlimmsten Falle sieht man sich also nur einmal im Quartal.
    h) Es ist möglich, dass meine Sub gemeinsam mit mir in den Urlaub fahren, um „Fehlzeiten“ auszugleichen.

Klingt alles schrecklich formal, ist aber nötig und allen so bewusst.

Ich bin immer ansprechbar und wenn ich wenig kommunizieren kann, dann gebe ich das bekannt. Erst neulich sagte mir eine Dame, dass ich mich zwar abgemeldet hätte, aber doch weitergeschrieben hätte (alle auf WhatsApp), als wäre nichts. Einigen Damen ist dieser Kontakt jedoch nicht so wichtig, mit anderen telefoniere ich einmal die Woche.


  1. Darauf aufbauend: Wie gehst du mit Interessenkonflikten innerhalb des Zirkels um? Wenn bspw. zwei Frauen zur selben Zeit deine Aufmerksamkeit brauchen?

Siehe dazu auch „9.“
Wir haben eine Regelabsprache, dass jede immer zu mir kommen kann, wenn es nötig ist. Ich schätze meine Frauen dafür, dass sie nicht um Aufmerksamkeit betteln. Vielleicht ist das auch nicht notwendig, weil ich dem zuvorkomme. Das müssen die Damen beantworten.

Konflikte innerhalb des Zirkels gibt es. Diese auszuhalten ist das eine. Die Damen müssen nicht beste Freundinnen für immer und für alle Zeit werden. Was ich im Mindesten erwarte ist, dass die Damen die Existenz der anderen akzeptieren und respektieren. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es diese Konflikte nicht. Wir fahren in ruhigen Gewässern, so wie es sein soll. Die Damen sind auf mich fokussiert, manche haben sich sogar schon mal mit Ex-#CircleOfFalbalus-Damen getroffen. Alles gut.


  1. Du hast das O-Sein kürzlich als „Königsdisziplin“ bezeichnet. Wie meinst du das?

Da war doch was -> hier <-

Wichtig ist zu wissen, dass meine Definition der Unterscheidung von Sub und Sklavin (siehe 1.) dazu führt, dass die „O“ beide Welten auf sich vereinigt und damit Königsdisziplin wird. Natürlich schlage ich meine Sub „auch“ und ich beschlafe meine Sklavin „auch“. Das lässt sich alles nicht strikt trennen. Es kommt immer auf den persönlichen Fokus der Damen an, mit welchem Kink sie zu mir kommen. Die einen erleben den SM-Anteil im D/s als „gehört dazu, ist mir aber nicht wichtig“ im Extrem, andere erleben den D/s-Anteil im SM als „gehört dazu ist mir aber nicht wichtig“ im Extrem. Meine „O“ verbindet D/s und SM für sich, so dass „alles ist wichtig“ wird. Und nein, nicht jede Sub oder Sklavin möchte meine „O“ sein. Ist auch nicht Bedingung für den #CircleOfFalbalus.

 

#BDSMBlogparade – Humor im #BDSM – #bdsmhumor

„Wäre ich nicht in Ihrem Leben, dann hätten Sie gar nichts zu lachen.“ … Meine Frau

„Der Stock steckt tief in Dir!“ – #DomYoda


Ich bin mir nicht sicher, aber irgendwie ist an mir kein Kasper verloren gegangen. Auf der anderen Seite sagt man mir, dass mir der Unterschied zwischen ernst und ernsthaft durchaus geläufig ist. Und dann … weiß ich auch nicht.

Offensichtlich plane ich viel zu viele Dinge, um gewisse Peinlichkeiten einfach auszulassen, welche die Stimmung zerstören könnten. Auf der anderen Seite höre ich von vielen humorigen Dingen im BDSM, worüber andere herzhaft lachen könnten. Und dann … weiß ich auch nicht.

Bis auf das #ChewingGumGate ist mir irgendwie nichts geläufig, was mit lautem Lachen endete. Eventuell wäre da ein zusammen gekrachtes Bett, als ich mit den Worten „Jetzt bist Du fällig!“ einleiten wollte und dann die Balken brachen. Aus dem Dunstkreis meiner Damen kenne ich die Geschichte, dass die Dame Augen geschlossen am Kreuz stand und der zugehörige Herr ankündigte sie nun mit seiner Bullwhip zu streicheln, sie sich auf den Schmerz einstellte, der jedoch ausblieb, weil sie nun bei geöffneten Augen sah, dass die Bullwhip sich im Kronleuchter verfangen hatte.


Oder vielleicht ist es auch, dass mir viele Dinge, die andere als „lustig“ erachten, gar nicht so lustig erscheinen, weil mir einfach der Zugang zu „jenem“ Humor fehlt. Dabei mag ich mich gar nicht in die Position des „Nicht mein Niveau!“ begeben. Das ist für ernste Dinge vorbehalten. Schlichtweg, es passiert nichts. Aber, es fehlt mir auch nicht. Obwohl da war die Situation mit Tara, die bei der Einleitung eines Spiels mit Kerzenwachs einfach die Kerze ausblies.

Eventuell ist es aber auch, dass lautes Auflachen eine Art von Kontrollverlust darstellt? Hmmm … möglich.


Meine Selbstreflexion wird jedoch regelmäßig dahingehend unterstützt, dass meine Ernsthaftigkeit geschätzt wird, weil ich kaum etwas dem Zufall überlasse und nur so eine Stimmung entstehen kann, die D/s („mit mir“ der Red.) erst lebending und damit liebenswert macht. Und das ein „Wären Sie so freundlich sich nun zu entkleiden?“ gleichbedeutend mit „Zieh Dich aus!“ gesetzt wird. Dass Unmissverständlichkeit, Klarheit und Direktheit in jeder Äußerung von mir stecken („können“ der Red.), wenn es um die von mir viel zitierte „Cervelatwurst“ geht. Und eben auch, dass Gewissheit auf der anderen Seite darüber besteht, dass ich nicht scherze, wenn ich den Schalter umlege.


„Ihre Ernsthaftigkeit bedeutet nicht, dass man nicht mit Ihnen und auch über Sie lachen darf. Sie ermuntern mich jeden Tag dazu, dass ich Sie nicht so ernst nehmen soll, weil es reichen würde, dass Sie mich ernst nehmen. Sie haben keine Ahnung, was das mit mir macht und wie dankbar ich Ihnen bin, dass es eine klare Linie gibt, welche zwischen scherzhaft und ernsthaft trennt. Weil sie nie etwas im Scherz tun um eine Reaktion zu erhalten, wegen welcher ich dann bestraft werde. Weil, wenn Sie mich schlagen wollen, dann tun Sie das. Sie brauchen keinen Grund dazu. Sie müssen Ihren Sadismus nicht erst durch die Brust ins Auge hervorholen. Sie bringen mich nie in eine Lage, in der ich nicht weiß, warum Sie mein Herr sind. Es geht mir gut mit Ihnen.“

Zitatende


#Blogparade April 2019

05.04.2019
https://twitter.com/TSBordeme
https://www.tbordeme.de/bdsmhumor/

09.04.2019
https://twitter.com/TanjaRuss_Autor
https://tanjaruss.de/index.php/2019/04/09/bdsm-blogparade-bdsmhumor-tanja-russ/

11.04.2019
https://twitter.com/MarieMoreau1988
https://herzinfucked634830523.wordpress.com/2019/04/11/bdsmblogparade-humor-ein-plaedoyer-fuer-mehr-authentizitaet/

16.04.2019
https://twitter.com/Navara41956762
https://margauxnavara.com/blogparade-bdsm-und-humor/leseprobe/

23.04.2019
https://twitter.com/EmEmBDSM
https://training-of-o.de/blog/2019/04/23/blogparade-humor-im-bdsm-bdsmhumor/

26.04.2019
https://twitter.com/DerDOMpteur
http://theartofpain.de/sm-und-humor-ein-beitrag-zur-bdsmblogparade/

30.04.2019
https://twitter.com/KinkmitHerz
https://kinkmitherz.de/2019/04/30/warum-humor-so-wichtig-ist/

Meine „O“ // #TheTrainingOfO

Wenn ich in der Vergangenheit nach dem Thema „O“ blättere, so komme ich auf so einige Gedanken, Anschauungen und Ideen: // Die Alphafrau als “O” #TheTrainingOfODas Kleid der “O”DER WUNSCHZETTEL UND DIE LIEBE “O”#gedankenverloren – Wie real ist “O” möglich?Die “O”: Eine Gedankenreise ins reale Leben. … und Was ist eine “O” …? Definitionsgedanken // Was aber irgendwie fehlt, wie mir angetragen wurde, ist … „Wie muss sich eine Sub als ihre ‚O‘ verhalten? Was ist dazu nötig? Was ist unnötig? Auf was muss ich mich einstellen, um in Ihren Augen überhaupt in Erwägung zu kommen? Welches Mindset setzen Sie vorraus für den gemeinsamen Weg?“ – Nun, bitte …


  1. Meine „O“ ist sich ihrem besonderen Status als meine „O“ bewusst. Sie kann und darf stolz darauf sein, aber sie prahlt nicht wie ein Gockel herum, dass sie es ist. Arroganz und Narzissmus passen nicht zum Wesen meiner „O“. Denn ich bin es auch nicht. Als auf Ausgleich bedachter Mensch ist das ein grobes Sandkorn, welches das Getriebe stört.

  2. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie nicht die einzige in meinem Leben ist und respektiert die anderen „O“’s in meinem Leben ohne Murren und Knurren. Es ist ihr in einem weiten Maße erlaubt sich selbst sexuell aktiv zu betätigen, jedoch in ganz bestimmten, definierten Teilmengen des Lebens hat sie exklusiv zu sein, auch wenn ich es nicht bin. Vor allem, wenn es um Beziehungen zu anderen Herren oder Damen geht (Lebens- und Ehepartner haben immer Vorrang vor dem „O“-Sein zB), aber eine zusätzliche SM-Beziehung zu jemandem außerhalb dieser definierten Beziehungen kann und ich will ich nicht akzeptieren.

  3. Meine „O“ ist leise und still. Sie wird nicht laut. Betteln und Jammern ist ihr fremd. Diese Charakterzüge müssen vorhanden sein. Denn niemand kann auf lange Sicht nur „so tun als ob“.

  4. Meine „O“ ist sich bewusst, dass sie ihren Weg in einer Demokratur geht, in welcher ich am Ende des Tages entscheide. Sie dient ohne zu zögern und zu hinterfragen. Sie hat sich in dieses Schicksal freiwillig begeben und der einzige Ausgang ist die Türe, welche sich hinter ihr schließt. Ihre Anregungen werden zur Kenntnis genommen, aber eine echte Mitbestimmung existiert nicht.

  5. Meine „O“ kann und darf Ziele für ihren Weg definieren, also durchaus eine Art Wunschzettel mitbringen. Ich entscheide alleine über Art und Umfang der Abarbeitung. Wünsche und Ziele, die mit Nadeln, Blut, Kaviar, Seilbondage, Piercings, Tattoos und extremen, bleibenden körperlichen Schäden zu tun haben, werden grundlegend meinerseits abgelehnt. In allem, was geschieht ist die körperliche Unversehrtheit die wichtigste Grundlage.

  6. Meine „O“ ist grundsätzlich bereit in ihrem Alltag eine gewisse Form der Fremdbestimmung zuzulassen und zu ermöglichen (Thema Hausaufgaben). Wer sich für den Weg der „O“ entscheidet muss sich auch überlegen, wie das persönliche eigene Leben umstrukturiert werden kann, um mir Raum zu geben. Mein Versprechen ist, dass ich nur punktuell und ab und an in das Leben eingreifen werde und keine Dinge als „von heute auf morgen“ sehe. Das Tragen meines Halsbandes ist keine Pflicht, aber meine „O“ wird von mir ein Schmuckstück erhalten, welches sie stets bei sich führt. Meine „O“ muss also stark genug sein, dieses offene Zeichen (Halskette, Ring, Ohrschmuck zB) zu tragen, welches sie den Kennern als „O“ ausweist.

  7. Meine „O“ ist bereit gewisse Demutsbezeugungen auch in der Öffentlichkeit zu tätigen. Dazu gehört möglicherweise ein Kniefall zur Begrüßung mit dem Küssen meines Ringes. Diese Bezeugungen (Rituale) werden besprochen, trainiert und dann durchgeführt. Ziel ist es, dass meine „O“ auch in der Öffentlichkeit bereit ist zu „leben“ und eben nicht nur hinter verschlossenen Türen. Meine „O“ ist sich darüber bewusst, dass sie dieses Leben will, dass sie geführt werden will und eben auch bereit ist, meine Dominanz („Die ‚O‘ sucht sich ihre Herrschaft“) entsprechend anzuerkennen. In wiefern diese Rituale stattfinden ist meine Auslegung, welche innerhalb der Demokratur einzeln zu besprechen sind.

  8. Meine „O“ lebt und atmet und verfolgt keine Ziele in Richtung Erlebnissexualität. Die Tatsache, dass sie als „O“ leben darf und ich ihr das ermögliche, ist ihr größter Gewinn aus unserer Bindung. Sie ist sich dessen bewusst, dass ihr Leben als „O“ nicht in Roissy stattfindet. Als Königsdisziplin zwischen der (Eigendefinition!) erotisch geführten Sub („EPE“ im Extrem) und sadistisch geführten Sklavin („TPE“ im Extrem) vereint sie beide Merkmale in einer Person und nimmt jedwede Wünsche, Anweisungen und Aufträge meinserseits dankbar an, um sich selbst stets aufs neue beweisen zu können.

  9. Meine „O“ folgt dem Plan, dass das stete Bestreben der Perfektionierung von Ritualen deutlichen Vorrang vor dem Erlernen neuer Kompetenzen hat. Das #TheTrainingOfO ist zwar auf sie persönlich zugeschnitten mit dem Ziel die „O“ sich selbst finden und als „O“ leben zu lassen. Teile des #TheTrainingOfO haben jedoch nichts mit ihren eigenen Wünschen und Zielen zu tun, welche sie dennoch dankbar ausführt um auch an jenen zu wachsen.

  10. Meine „O“ wird anderen Menschen zu deren Vergnügen vorgeführt, zugeführt, eventuell auch auf bestimmte Zeit überlassen, vermietet, „verkauft“ oder „übereignet“. Basis hierfür sind die Gespräche innerhalb der Demokratur. In ihrem Mantra ist sie sich bewusst, dass sie jedwede Aktion in meinem Auftrag und ausschließlich für mich tätigt. Beteiligte Dritte sind stets „nur“ Spielzeug in der Beziehung meiner „O“ zu mir. Die Rücknahme nach „Verkauf“ oder „Übereignung“ ist ihr garantiert.


Ich denke, dass diese Grundregeln meinerseits genügend Möglichkeiten bieten, sich darüber bewusst zu sein, was es bedeutet sich als „O“ in meine Hände zu begeben. Dabei liest es sich vielleicht schlimmer, als es es tatsächlich ist. Die Frau, für welche eine so tiefe Übereignung ihrer Seele an meine Wenigkeit (oder überhaupt an jemanden) nicht in frage kommt, wird sich schaudernd abwenden. Nur ist das auch ganz exakt das Ziel dieses Aufsatzes. Meine „O“ will das und ihre Kopfkinogedanken drehen sich um kaum einen anderen Punkt in ihrem Leben, weil nur dieses Leben ihr wirkliche Freiheit bietet. Deswegen schreckt sie dies auch nicht ab, sondern fordert sie heraus.

„O“ sein ist nicht für jede Sub oder Sklavin was, aber … ich wurde explizit gefragt. Hier ist meine Antwort.


Schlussakkord: Da steht irgendwie so gar nichts von sexuellen Aktivitäten, das Wort #DreiLochStute fällt nicht oder „Jeden Morgen und Abend der obligatorische Blowjob“. Eine Frau, welche „O“ sein will, fragt nicht danach. Weil das eigene Mindset diese Dinge grundlegend beinhaltet, aber sie weiß, dass „O“ viel viel mehr ist, als nur das devote Bückstück zu sein. Deswegen gehe ich da auch gar nicht drauf ein.

Good Bye @Isis1969 // #CircleOfFalbalus

Es ist geschehen und zum ersten Mal habe ich eine Sub von ihren Pflichten im #CircleOfFalbalus entbunden.


Liebe Lola, liebe Uschi,

ich bin in den letzten Wochen mit diesen Gedanken schwanger gelaufen und habe immer wieder darüber nachgedacht, wo er hin ist. Dieses Bindeding. Und ich musste feststellen, dass das Band, welches uns verbunden hatte, nicht mehr existiert. Also habe ich Dich um ein Gespräch gebeten und Dich in diesem Gespräch von Deinen Pflichten entbunden.

Es ist immer so, dass der Getrennte wie von einem Zug überfahren wird, wenn er das Trennende nicht gleich empfindet. Und auch wenn ich das Recht gehabt hätte, einfach zu gehen, wie jede andere Sub im #CircleOfFalbalus auch ohne nähere Begründung gehen kann, so hast Du doch mehr Worte verdient.

Der Grund, warum ich nicht mehr Dein Dom sein kann hat nichts mit irgendwelchen Dingen zu tun, die andere für Dich empfinden. So bin ich immer stark genug, um diese Unterschiede auszuhalten. Was ich jedoch nicht kann ist, Dir den Dom zu geben, den Du benötigst. Dein Wollen und Dein Handeln im Beisammensein war immer geprägt von „Ich will das!“, aber die Intensität Deiner Emotionalität kann ich nicht spiegeln. Es ist mir einfach nicht möglich Dir diese Trefferfläche zu bieten.

Daher war es mir wichtig, lieber ein Ende mit Schrecken einzuläuten, als das bekannte Schrecken ohne Ende. Es wäre von meiner Seite nicht fair gewesen, Dich am Abend der kommenden #SecretNight zu empfangen, gemeinsam dort hin zu fahren, am nächsten Tag zurück, um dann dieses Gespräch zu suchen. Es musste vorher statt finden.

Ich will mich bei Dir bedanken für die gemeinsame Zeit, die mir mehr als einmal gezeigt hat, dass dieses #BDSM in Deinem Leben einen Platz gefunden hat. Was Du benötigst ist jemand, der nicht um eine Ecke wohnt, die mehrere 100km weit reicht, sondern jemanden, dem Du in Deiner submissiven Einzigartigkeit stats und ständig alles geben kannst und der in der Lage ist, mit Dir diese Beziehung zu führen, die Du wirklich benötigst.

Deine Führung war stets einwandfrei. Ich habe keinen Grund mich über Dich, in ganz besonderem Sinne des D/s zu beschweren und derjenige, dem Du eventuell erneut das Vertrauen schenken magst, wird sich glücklich schätzen können, Dich als die Seine bezeichnen zu dürfen.

Mach’s gut :-*

Martin

Die Sub im Alltag // #TheTrainingOfO

Sicherheitshinweis: Dies ist meine Sicht auf die Dinge. Was nicht bedeutet, dass andere Sichtweisen besser oder schlechter sind. Sie sind nur anders. Danke.


Das wohl schwierigste Thema ist es, eine Möglichkeit zu ersinnen die Sub im Alltag zu leben. Wobei sich ja dann auch immer die Frage stellt, was „Sub“ denn nun eigentlich ist. Und wie, meiner Definition nach, die erotisch geführte Frau in einem ansonsten unerotischem Alltag ihrer Rolle gerecht wird.

Ich kann mir vorstellen, dass diese Frage nicht nur Subs beschäftigt, sondern ebenso die Doms. Wenn „D/s“ als erotische Dominierung verstanden wird, wie schaffen beide es ihren besonderen Kink im Alltag aufrecht zu erhalten, wenn die Omma zu Besuch ist, die Kinder einen umwuseln, die Arbeit stresst, die beste Freundin plötzlich was will und und und. So viele Dinge brechen im Alltag auf uns ein und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr erscheint mir die grundlegende Frage wichtig: „Wie kommen wir als sexuelles Paar miteinander klar, wenn die Sexualität fehlt, weil andere Dinge uns beeinflussen?“

So habe ich wirklich keinen klugen Tipp oder Rat bei der Hand, was garantiert zum Erfolg gereicht. Ich maße mir das auch gar nicht an. Aber erlaubt mir bitte ein paar Hinweise.


Submissives Verhalten besteht nicht darin, sich auf alle Viere zu begeben, um dem dominanten Partner bei Heimkommen gleich den Arsch für Analverkehr hinzuhalten. Vergesst bitte die ganze Pornographie und hebt euch diesen Moment als besonderen Moment im Leben auf. Nämlich dann, wenn ihr euch zum Sex verabredet zum Beispiel. Datet euch wie früher in einem Lokal und verbingt die Nacht in einem Hotel. Nehmt euch aus dem Alltag raus, aber gestaltet diesen Miteinander. Klingt leichter gesagt als getan, aber es wäre eine Idee.

Rettet eure Zuwendung zueinander, küsst euch, wann immer es geht, kuschelt nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa bei schlechtem TV und billigem Bier. Aber macht es gemeinsam, und man weiß nie, welche Perversitäten aus solchen Momenten entstehen können. Klingt leicher gesagt als getan, aber es wäre eine Idee.

Nehmt Rücksicht aufeinander und lasst den anderen auch mal undommig sein. Das muss der Submissivität keinen Abbruch tun. Bleibt anschmiegsam und fordert die Dominanz nicht ein. Nichts ist unerotischer als Dominanz zu erwarten, denn dann könnte auch Dominanz stets und ständig Submissivität erwarten. Lustig finde ich nämlich bei einigen submissiven Menschen, dass sie für sich herausnehmen, dass man auch mal unsubbig ist. Aber vom anderen stets dominantes Verhalten zu erwarten pflegen. Im Alltag hat sich das Leben geändert und submissive und dominante Masken fallen ab und man sieht sich so, wie man wirklich ist. Lasst das zu und stellt euch drauf ein.

Vergesst die ganzen Regeln und Gebräuche, weil sich diese im Alltag selten aufrecht erhalten lassen. Die Vorstellung stetigen „D/s“ erfüllt sich nicht dadurch, dass der Herr immer dauergeil ist, sondern dass er sich dann was nimmt, wenn er es braucht und submissives Verhalten wird durch solche Momente bestätigt. Durch Sponanität. Und wenn dieser Moment auch nur ein paar 5 Minuten dauert. Es zeigt, dass die Flamme immer noch an ist. Veränderungen in langlebigen Beziehungen sind normal und damit ändert sich auch das wechelseitige Verhalten. Verändert euch gemeinsam und es wird was Gutes draus.

Vielleicht ist es aber auch notwendig darüber nachzudenken, dass Submissivität nicht immer nur „passiv sein“ ist. Sondern aus der Submissivität kann auch viel Aktivität entstehen. In der Bedeutung des „unterwürfig sein“ steckt meiner Meinung nach eben nicht „absolut passiv sein und lass den Dom mal machen“. Submissivität bedeutet auch „Unterstützung“. Solche Dinge wie „Rücken frei halten“ können geschehen, um dem Herrn Luft zu perversem Nachdenken zu schenken. Die Frage ist nicht immer „Was kann mein Dom für mich tun?“, sondern „Was kann ich für meinen Dom machen, um es ihm einfacher zu gestalten“.

Das bedeutet ja noch lange nicht, das Heimchen am Herd zu sein. Kann es aber sein, wenn es der Beziehung hilft.


Natürlich kommen nun die Stimmen auf, dass Alltag eine Sache ist, die beide Seiten der Leine angeht. Und das ist auch völlig richtig. Aber der Artikel bezieht sich ja auch auf die Sub im Alltag und nicht auf „D/s“ im Alltag, obgleich der obige Absatz ja beide Beteiligten im Blick hat. Man könnte fast meinen, dass D/s-Paare nur dann am Besten funktionieren, wenn sie nicht zusammen leben, aber wenn, dann bitte ohne Kinder etcpp. Ich sehe viele Spielbeziehungen da draußen, die halt genau auf dieser These beruhen, weil man sich nur die positiven Momente des Lebens schenkt und auf den Alltag eben verzichten will. Respektive ist dieser „Alltag“ davon geprägt Entscheidungen für die positiven, gemeinsamen Dinge zu treffen. Und ich kenne auch ein paar Spielbeziehungen, die sich dazu entschieden haben, zusammen zu leben, und wenige Monate später war alles vorbei.

Es gibt einfach kein Patentrezept. Das Wichtigste ist stete Kommunikation und aus dieser Kommunikation etwas gemeinsam zu verändern. Manchmal kommt man an den Punkt im gemeinsamen Leben, wo es nicht möglich ist sich gemeinsam zu verändern. Vielleicht ist dann eine Öffnung des Beziehung möglich, oder aber, zuletzt, ist eine Trennung erforderlich, weil es keine wirkliche gemeinsame Basis mehr gibt.

Die Sub auf der Playparty // #TheTrainingOfO

Sicherheitshinweis: Dies ist meine Sicht auf die Dinge. Was nicht bedeutet, dass andere Sichtweisen besser oder schlechter sind. Sie sind nur anders. Danke.


Zunächst gilt es zu klären, was eine „Playparty“ denn so ein kann.

CMNF – Clothed Male Naked Female (Angezogene Männer Nackte Frauen), „O“-Party (Die Frau als Objekt im Mittelpunkt des Geschehens), SM-Party (Hier werden Sie weh getan), you name it.

Völlig gleich, wie eine Party sich schimpft. Will ein Herr seine Dame auf so eine Veranstaltung mitnehmen, dann ist auch hier vorab klar zu stellen, welche Regeln gelten. Und diese sollte der Dom schon mit seiner Sub besprechen, vor allem dann, wenn sie ihn das erste Mal auf so eine Veranstaltung begleiten will.

Man verlässt das geschützte Schlafzimmer und geht, ganz genau, in die Öffentlichkeit. Es werden also zwei bis 100 Menschen dort sein und grundlegend „Sehen und gesehen werden“ zelebrieren. Und für einige Subs ist das noch mehr ein Problem, als der geschützte Rahmen eines Herrenabends oder devote Services im Pornokino. Hier ist das Licht an.

Was soll ich anziehen? Ich habe nichts anzuziehen! Ich sehe scheiße aus! Ich bin zu dick! Die anderen tragen alle so schöne Sachen! Gott, ich bin fett!


Darf ich? Orrrrrrr ……


In meinen Augen ist das Wichtigste, dass die Sub sich darüber im Klaren sein muss, dass sie mit jemandem auf diese Party geht, der sie wohl gerne anschauen mag. Nur das ist wichtig, alles andere ist völlig Zervelatwurst! Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ich mit einer Sub niemals auf so eine Veranstaltung gehen kann, würde sie diese Leier immer und immer wieder von vorne anfangen. Ich würde dann halt allein gehen. Zefix!

Das klingt vielleicht ein wenig barsch und hart, aber ich kann das gar nicht oft genug betonen. Einige Subs scheitern in ihrem Verlangen nach „mehr“ oft daran, dass sie sich mit anderen Weibern vergleichen. Wenn eine Sub also das eine will, dann wird sie das wohl lassen müssen. Es steckt auch ein wenig Demütigung für den Herrn drin, weil es sich so abgewertet fühlt. Glaubt mir, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Also … Kommunikation, meine Herren und, meine Damen, glaubt es ihm.

Nachdem also diese Sache abgehakt ist, die Sub also auch die Regeln der Party kennt, wird sie sich damit beschäftigen. Es ist wie in allem zuvor wichtig, dass sie sich damit wohlfühlt. Es muss viel mehr die Sub das Wollen als der Herr es anordnet. Denn nur so passt das Kopfkino zusammen.

Wie kann ein Herr eine Sub auf ein CMNF-Event mitnehmen, wenn sie stetig an sich herum zetert? Wie soll sie auch wissen, dass nicht nur die schlanken Supermodels dort am Start sind, wenn sie nicht mal ein solches Event besucht hat?

Wie kann eine Sub ihren Herren auf eine „O“-Party begleiten wollen, wenn sie sich in vielen Dingen ihrem Herrn verschließt? Nur um ihm zu gefallen reicht allein nicht.

Und wir können beide auf eine SM-Party gehen, wenn die Sub wenig masochistisch ist? Oder der Herr nicht mal ein bisschen Sadist?


Aufgrund der Unterschiedlichkeit der verschiedenen Veranstaltungsformen vermag ich hier nur grundlegend Fragen stellen:

  1. CMNF (Werde ich dominant mit anderen Männern geteilt werden?)
  2. „O“ (Werde ich dominant mit anderen Männern geteilt werden?)
  3. SM (Werde ich dominant mit anderen Männern geteilt werden?)

Ich habe persönlich so kleinere Probleme mit dem „Nur mal hingehen, um zu schauen“. Was aber auch daran liegt, dass ich in meiner submissiven Phase überall und ohne zu zögern mitgegangen bin und war viel zu neugierig. Wenn mein Herr es für richtig und gut erachtete, dann gab es kein Problem für mich. Bei nichts.


Meine Antworten:

  1. CMNF („Vielleicht, aber wenn Du es momentan nicht möchtest, dann nicht.“)
  2. „O“ („Du bist ‚O‘ – die Frage stellt sich Dir nicht.“)
  3. SM („Das kommt auf die Chemie des Abends an, wir werden sehen.“)

Der Besuch einer öffentlichen Veranstaltung setzt ein wirklich gesundes Maß an Selbstvertrauen der Sub voraus. Dieses „Ich will das!“ muss in ihr vorhanden sein, „und zwar mit dem da!“. Ich habe aber auch schon Doms an solchen Veranstaltungen gesehen, die so gar nicht damit klar kamen, dass andere ihrem Weib an die Wäsche (sofern vorhanden) gehen wollten.

Die Sub im Pornokino // #TheTrainingOfO

Sicherheitshinweis: Dies ist meine Sicht auf die Dinge. Was nicht bedeutet, dass andere Sichtweisen besser oder schlechter sind. Sie sind nur anders. Danke.


Prinzipiell ist auch dieses Setup nicht wirklich anders, als auf dem Herrenabend. Also könnte ich einfach auf den Artikel des Vortages verweisen. Aber … nö 😉

Ziel der Sub ist es dem Herrn zu gefallen, aber sie muss sich in diesem Setup auch grundsätzlich gefallen. Sich im Auftrag des Herrn „Random Males“ hinzugeben ist in meinen Augen schon eine etwas, sagen wir, höhere Herausforderung als in einer „sicheren“ dominanten Herrenrunde. Die Grenzen müssen klar definiert und kommuniziert sein und die Sub muss diese anerkennen und leben wollen. Wie gesagt, es kann sich nicht nur um den Kink des Herrn handeln (es sei denn, sie ist „O“), sondern, um es zu wiederholen, sie muss sich selbst in der Rolle eines Fickobjektes sehen und zudem sich des „Risk Aware Consenual Kink“ bewusst sein.

In vielen schwedischen Heimatfilmen sieht man Subs, die zumindest ohne Kondom blasen, vielleicht auch schlucken, sicher aber mit Kondom vaginal und/oder anal penetrieren lassen, um ihrem Herrn zu gefallen. Die Frage, die sich die Sub stellen muss ist, inwieweit ganz genau das der Kink des Herrn ist. Und ob es sie anmacht genau so zu sein oder ob es sie schaudert? Sie muss in der Lage sein zwischen dem „Ich will meinem Herrn gefallen!“ und „Ich will meinem Herrn unbedingt gefallen!“ zu unterscheiden und ihre Grenzen deutlich machen.


Die Fragen der Sub an den Dom:

  1. Darf ich mich verweigern? Wenn ja, wie?
  2. Darf ich auf Kondombenutzung generell bestehen oder gilt „oben ohne“ und „unten mit“?
  3. Wird es Pausen geben?
  4. Ist die Zahl der Partner begrenzt?
  5. Muss ich nackt sein? Oder reicht es mich „offen“ und „zugänglich“ zu kleiden?
  6. Vielleicht erstmal nur Blowjobs und sonst nichts?
  7. Darf ich in einem Glory Hole bedienen, damit ich niemanden sehen muss?
  8. Darf ich eine Augenbinde beim Service tragen?
  9. Muss ich mich anfassen lassen?
  10. Gibt es eine zeitliche Begrenzung?

Auf all diese Dinge sollte der Dom durchaus eine passende und vor allem einfühlsame Antwort geben. Dinge wie, „Du tust einfach was ich Dir sage und hältst ansonsten Deine Fresse!“ sind beim Erstbesuch garantiert nicht zielführend und eventuell erst nach intensiver Einspielung aufeinander möglich. Jedenfalls sollte die Sub sich durchaus bewusst darüber sein, dass sie auch im Pornokino nicht aus der Rolle fällt, sondern demütige Zeichen für ein Stopp gibt. Ich jedenfalls frage öfter nach und eine Sub sollte dann auch ehrlich mit sich selbst sein und nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, gegen ihren Willen einfach weitermachen.


Meine Antworten:

  1. Ja, das darfst Du. Aber bevor Du einen Mann abweist, der „unten“ stinkt, denke daran, dass Du Feuchttücher dabei haben wirst. Du solltest soundso jeden Schwanz vorher säubern.
  2. Persönlich mag ich es „oben ohne“ und „unten mit“. Aber da Du die Kondome dabei haben wirst, kannst Du sie in Deinem Sinne auch benutzen. Körperbesamung sollte aber möglich sein.
  3. Regelmäßig. Und was zu trinken dabei.
  4. Das wird automatisch so sein. Die meisten Männer wollen einfach nur wichsen und sonst nichts. Einige wollen geblasen werden, wenige wollen vögeln.
  5. Zunächst „offen“ und „zugänglich“. Über 3H entscheide ich später.
  6. Da die Regel 4 wohl wirkt, gibt es hier für mich nur spontan über „mehr“ zu entscheiden. Aber für die ersten Male ist es in Ordnung nur zu blasen.
  7. Das ist kein Problem für mich.
  8. Auch das in in Ordnung für mich.
  9. Nein … das verhindere ich aktiv. Vielleicht bei einem späteren Besuch. In jedem Fall wird jeder Mann von mir abgewiesen, der Dich küssen oder ablecken will!
  10. Die können wir gerne vereinbaren. Zwei Stunden halte ich jedoch für ein Minimum.

Was für mich persönlich am Schlimmsten ist, sich aber nicht immer verhindern lassen kann, ist, dass die Sub aus der Rolle des devoten Fickobjektes fällt. Ich habe nichts dagegen, wenn sie sich selbst, nach meiner Erlaubnis, Partner sucht, sondern wenn sie einfach abbricht und dabei „unsubbig“ wird. Sie wird sich im Nachgang die Frage stellen lassen müssen, ob der Service im Pornokino ihr auch wirklich liegt oder ob sie vorher schon hätte „Nein“ sagen sollen, weil es ihr an diesem Tag nicht so gut geht. Eine Sub muss nichts tun, was sie nicht will und womit sie generell nicht einverstanden ist, aber sie muss halt rechtzeitig den Mund öffnen.

Die Sub beim Herrenabend // #TheTrainingOfO

Sicherheitshinweis: Dies ist meine Sicht auf die Dinge. Was nicht bedeutet, dass andere Sichtweisen besser oder schlechter sind. Sie sind nur anders. Danke.


Wie verhält es sich denn nun so, wenn eine Sub bei einem Herrenabend anwesend ist. Zunächst passiert da erstmal gar nichts. Ohne eine Ansage ihres Herrn schon mal gleich gar nicht. Sie ist Gast, wie jeder andere auch. Aber der Titel des Beitrages ist ja nicht so aus dem Nichts gewählt. Und doch denke ich, dass ich erstmal Kopfkino bremsend einsteigen muss.

Viele glauben, dass eine Sub diese und jene Pflichten hat, welche sie immer stets und überall zu erfüllen hat. In manchen von sehr viel Vertrauen in den wechselseitigen Kink geprägten Bindungen mag das auch stillschweigend vereinbart sein. Aber … wie kommt es dazu?

Zunächst sollte der Sub klar gemacht werden, welchen Auftrag sie hat. Denn zwischen Tischdame alleine für den Herrn und Dreilochstute für die Gesellschaft ist es ein weiter Weg. Sie sollte sich also bewusst sein, dass sie nur ihrem Herrn verpflichtet ist und das alle anderen Spielzeug der D/s-Beziehung zwischen Dom und Sub sind. Sie muss sich sicher sein, dass der Herr eine klare Vision von dem hat, was passieren wird und er muss ihr versichern können, dass sie sicher ist. Dass sie sich frei ausleben kann, denn das ist der Auftrag des Herrn.

Eine dominante Männerrunde macht noch keinen Gangbang. Vieles von dem, was möglicherweise geschehen kann, ist auch abhängig von der Stimmung und der grundlegenden Charakterika der anwesenden Männer. Die Sub muss sich am Klaren darüber sein, dass es wenig Sinn macht, dass jeder Mann getestet ist. Herrenabende sind mehr RACK (Risk Aware Consensual Kink), wenn auch davon auszugehen ist, dass es weniger riskant als ein Besuch im Pornokino ist. Theoretisch jedenfalls.

Herrenabende finden nicht in der Öffentlichkeit statt, sondern an einem Ort, wo niemand hinschaut. Sub muss sich also darüber im Klaren sein, dass alleine ihr Herr den Überblick behält und alles und jeden im Griff hat. Sie sollte sich also auf keinen Fall auf sowas einlassen, wenn Sie auch nur die Spur eines Zweifels hat. Und sie hat das Recht „Nein“ zu sagen, und wenn der Herr das noch so gerne möchte. Dann ist zwar kein Frieden im Paradies, aber dass muss der Herr dann aushalten.


Nehmen wir also an, dass alle Nicklichkeiten geklärt sind und der Sub ist zwar mulmig vor einem ersten Mal, aber sie ist sich sicher, dass sie sicher ist. Schließlich will sie das ja auch und da möchte sie dann eben gerne durch. Kommen wir also zu den Verhaltensregeln, welche in meinem Sinne gelten sollten.

  1. Die Sub weiß, was von ihr erwartet wird.
  2. Die Sub hat eingewillt, den Anweisungen ihres Herrn zu folgen.
  3. Die Sub wird ihren Herrn nicht bloß stellen.
  4. Die Sub wird sich nur dann dem Willen der anderen Männer fügen, wenn ihr Herr dies angewiesen hat.
  5. Die Sub ist stets leise, zurückhaltend und dezent und wird niemandem gegenüber laut.
  6. Die Sub spricht, wenn sie angesprochen wird. Ansonsten nimmt sie keinen Kontakt auf.
  7. Die Sub ist dem eigenen Herren zuerst dienlich (Bedienung, Blowjob, …).
  8. Die Sub weiß, dass andere Männer über sie in dem Rahmen verfügen dürfen, welcher _vorher_ vereinbart wurde.
  9. Die Sub kennt ihr Safeword.
  10. Die Sub hat sich auf Anweisung in 3H zu kleiden. Danach darf sie nicht mehr neben ihrem Herrn sitzen, sondern nur bei ihm knien oder hinter ihm stehen.
  11. Die Sub ist sich dessen bewusst, dass sie von anderen beobachtet wird und nimmt ihre Arme dazu immer hinter den Rücken. Sie hat sich zu präsentieren.

Während Männer gerne bis Punkt 11 lesen, bleiben viele Frauen bereits bei Punkt 1 stehen. Einige „Dom“’s sind nicht in der Lage den Auftrag der Sub deutlich zu formulieren. Und da gibt es viele Dinge, die ein Herr beachten sollte. Auch wenn der Sub klar ist, wie sie sich gegenüber ihrem Herrn zu verhalten hat, so sollte dieses Szenario stets neu besprochen werden. Kommunikation eben. Kann der Herr das nicht, sollte Sub grundsätzlich das Weite suchen.


  1. Der Dom kann die Aufgaben der Sub klar formulieren.
  2. Der Dom geht auf Einwände der Sub ein und adaptiert die Aufgaben.
  3. Der Dom ist stets wachsam und behält seine Sub immer im Auge.
  4. Der Dom kann seine Weisungen gegenüber den anderen Herren klar und deutlich _vor_ der möglichen Nutzung der Sub äußern.
  5. Der Dom achtet auf die Sicherheit der Sub und nimmt deswegen nicht direkt am Geschehen teil.
  6. Der Dom findet deutliche Worte gegenüber den anderen Herren, wenn sich diese nicht an die Regeln halten.
  7. Der Dom bricht den Abend ab, wenn die Sub das Safeword nutzt oder sich anderweitig unwohl fühlt.
  8. Der Dom redet mit der Sub über den Abend, egal wie es gelaufen ist und macht ihr keine Vorwürfe, wenn abgebrochen werden musste.
  9. Der Dom bemüht sich um Klarheit, damit er weiß, was eventuell geändert werden muss.

So ein Herrenabend kann für eine Sub kein Zuckerschlecken sein. Einige Subs sind in der Lage zwei oder drei männliche Orgasmen „in ihr“ hintereinander weg zu vertragen. Mein Rat an die Subs und Doms da draußen ist, es nicht gleich zu übertreiben. Eine 3er-Runde Skat reicht vielleicht für den Anfang. Und steigern kann man immer noch. Keine Sub kommt auf dem Teppich eines „Upper Floor“ auf die Welt.