#SecretNight vom 05.01.2018 – Reprise

In der rückwärtigen Fleischbeschau bin ich sehr froh und glücklich über die #SecretNight. Als „Abend der ‚O'“ im Sinne der #SecretNight konzipiert war es für einige Mitmenschen vielleicht nicht das, was erwartet wurde. Aber im Sinne der Neueinsteiger in diese Art von Dasein (wo wurde es mir bestätigt), war die Reise eine sehr angenehme und dennoch herausfordernde Sache.

Meine Frau hat mir zugesprochen, dass ich vielleicht ein wenig strikter und konsequenter im Umgang mit den Farben Grün, Geld und Rot sein muss, aber ich bin da durchaus lernfähig und -willig.


Zunächst führte ich ein Briefing durch, nur mit den „O“’s alleine. Ich deutete an, welche Spiele auf sie zukommen würden. Dabei machte ich auch klar, dass wenn es sich um eine korrekte „O“-Veranstaltung handeln würde ich dieses Briefing nur mit den Herren machen würde. Aber im Stile der #SecretNight als Einsteiger-Party wäre dies sicherlich weder PublicDisgrace oder UpperFloor.


Die erste Runde

Zunächst ließ ich die Herren ein Spalier bilden. Die „O“’s wurden von den jeweiligen Herren vorgestellt. Dabei war die Farbgebung dergestalt, dass ein rotes Armband nur Anschauen, ein gelbes Anfassen und ein grünes Anfassen und Eindringen bedeutete. Mir war wichtig, dass sich die „O“’s mit ihren Herren jeweils beraten konnten und dass die Herren so auch im Zwiegespräch entweder die Wahl der „O“ annahmen oder eben als Herr der „O“ überstimmen konnten.

In jeder Spielrunde konnte die Farbe gewechselt werden oder die „O“ auch aussetzen. Beide Dinge wurden von den Gästen gerne in Anspruch genommen.


Da ich die Ehre hatte mit drei „O“’s aufzufahren bin ich stolz darauf, dass meine Frau und auch Tara das grüne Armband trugen und Dala als absoluter Neuling sich für das gelbe entschied.

Anlässlich dieser Gelegenheit sagte mir meine Frau, dass sie den Start als holprig empfand. Weswegen sie auch den Eisbrecher machte, um es den anderen „O“’s zu erleichtern. Dabei wurde der Begriff „TwoFace“ entdeckt. Die anwesenden Herren ließen ihre eigenen „O“’s entweder mit gelb oder rot antreten, aber selber griffen sie gerne bei den grünen Armbändern zu.


Die zweite Runde

Ich erweiterte spontan das Szenario um Schmerz. Die Damen sollten also erneut durch das Spalier. Das grüne Armband erlaubten nach Maßgabe des eigenen Herren auch von einem fremden Herren Schläge auf Brust und Po, das gelbe nur auf die Brust auch von einem fremden Herren und rot keine Schläge durch einen fremden Herren.


Die dritte Runde

In dieser Erweiterung ging es gezielt um das Andreaskreuz. Die „O“’s traten vor und ans Andreaskreuz. Rotes Armband 5 Schläge, gelbes 10 und grünes 15 Schläge. Die Herren konnten jeweils entscheiden, ob die „O“’s von ihnen selbst oder von einem anderen Herren geschlagen wurden.


Ich selber entschied mich dafür Tara (grün) und Dala (rot) selber zu bearbeiten. Meine Frau  (grün) teilte ich einem anderen Herrn zu.


Die vierte Runde

Eine kleine Abwandlung der „Reise nach Jerusalem“. Die „O“’s liefen im Kreis und die Herren standen drum herum. Dabei tippte ich einem der Herren auf die Schulter und nahm ihn aus dem Spiel. Mit dem Kommando „Stopp“, welches ich willkürlich auch auf Zuschauer übertrug, mussten die „O“’s stehen bleiben. Die „herrenlose“ „O“ wurde nun von ihrem Herren eine Strafe zuteil, die er selber ausüben konnte oder auf einen anderen Herrn übertragen konnte.

Die meisten Herren entschieden sich dafür, die Strafe selbst auszuführen.


Mein Denkfehler: Wenn ich den Herren aus dem Spiel nehme, ergibt sich eine „herrenlose“ „O“. Nach der Bestrafung geht die „O“ ebenfalls aus dem Spiel. Irgendwie habe ich es jedoch geschafft, dass mehr als eine „O“ keinen Herren hatte und wir korrigierten das gemeinsam während des Spiels. Wird nicht mehr so vorkommen 😉


 

 

Wer nun denkt, dass man als Zeremonienmeister den meisten Spaß hat und alles und jede „O“ berühren darf, der denkt falsch. Ich selber habe mich als unberührbar dargestellt, respektive nur meine eigenen Subs bespielt oder bespielen lassen. Nicht aus Aufregung heraus, sondern um meine Aufsichtspflicht nicht zu verletzen.


Meine Frau und ich unterhielten uns bei einem Blowjob über den Abend an und für sich. Tatsächlich war ich so eingegraben in die Situation, dass ich mich dieser Liebkosung nicht wirklich vollkommen hingeben konnte. Aber ich empfand es als sehr angenehm, dass sie mir so beim Runterkommen half.

Danach stellte ich sowohl Dala, als auch Tara ans Kreuz und zwar gleichzeitig, jeweils auf einer Seite des Kreuzes. Beginnend mit dem Gesicht einander zugewandt versetzte ich ihnen circa 15 Minuten Schläge auf Po und Rücken, ließ sie sich dann umdrehen und machte mit Brust und Scham weiter. Mit zweitweilig zwei Floggern gleichzeitig bedankte ich mich für ihre Teilnahme an dieser Runde und widmete mich ihnen voll und ganz.

Danach ließ ich Dala meine Frau zum Kreuz bringen. Wir banden sie dort fest und über eine gefühlte Ewigkeit hin verneigte ich mich vor ihr schmerzzuführend für diese Erfahrung mit ihr. Wenn schon Tara und Dala ein Geschenk für mich sind, so ist meine Frau die absolute Krönung mit Schleifchen und dem Extradip frischer Sahne. Und mit einem Orgasmus der Extrasorte für sie fand dann diese kleine, private Spielrunde ihr Ende.


Sicherlich werde ich erneut einen solchen Abend veranstalten 🙂

Gerne auch … für wen und wo anders 😀

Gedanken zur #SecretNight

In ein paar wenigen Stunden ist es soweit und die erste #SecretNight des Jahres 2018 geht über die Bühne.

War ich am Anfang irgendwie „nur“ der Koch auf der Veranstaltung und habe TK-Ware erhitzt, so bin ich nun der Veranstalter „himself“ und Master of Desaster Darth @Falbalus.

Oder so.

Wurde ich nach meiner Karriere als Koch zunächst Stammgast mit besonderen Aufgaben ergab sich irgendwann die Position des Social Media Menschen und ich habe angefangen die Kiste wirklich mal zu bewerben.

Nun ist heute der Abend der Abende. Und zum ersten Mal nicht nur als Hausdom dabei, sondern auch für das ganze drumherum verantwortlich. Planung, Personal, Verhandlungen, Werbung und wieder von vorne. Glücklicherweise kann ich auf ein bestehendes Team zurück greifen. Schließlich findet die #SecretNight ganz genau dort statt, wo sie schon immer war.

Nach außen hin hat sich quasi fast gar nichts verändert. Das Team ist das gleiche und doch ist es irgendwie anders. Meine Frau Hirnventrikel bringt sich mit einer tollen Idee ein und setzt diese heute um. Meine Sub Tara bringt ihren Besten Freund mit und die beiden werden mit dem Inhaber der Location ein paar Vermessungsarbeiten für künftige Veranstaltungen durchgehen. Irgendwas mit Vorhängen, die eine Art Raumteilung ermöglich.

Einen Tag nach meinem 48. Geburtstag erfülle ich mir selber den Wunsch einer eigenen „O“-Veranstaltung, die im Rahmen der #SecretNight als eine Art Workshop stattfindet. Mit praktischem Anteil versteht sich.

Insgesamt fühle ich mich der Situation mehr als gewachsen. Alles soweit durchdacht und Detailarbeiten finden soundso erst kurz vor der Veranstaltung statt. Wenn dann die Gäste kommen werde ich sicherlich nochmal kurz in mich gehen und tief einatmen.

Ich bin wirklich sehr angenehm davon angetan, dass mein Konzept insgesamt so guten Anklang gefunden hat. So wird die Besucheranzahl (wenn denn dann alle erscheinen!) bisherige Veranstaltungen gleichen Namens an gleicher Stelle toppen. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut und lächele so vor mich hin.

Es zeigt mir, dass es sich lohnt nicht alles selber zu machen, sondern die Dinge, die man partout nicht kann, zu delegieren oder eben (wie im Falle meiner Frau und meiner Sub) einfach mal machen zu lassen. So kann ich mich voll und ganz den sozialen Medien und der Werbung widmen und eben auch die Kreativarbeit leisten und damit fangen wir dann heute mal an.

Nun noch ein wenig chillen auf dem Sofa. Duschen. Umziehen. „Werkzeugkoffer“ packen. Und dann ins Auto nach Dortmund.

In diesem Sinne …

… wir lesen uns.

2017 – Das Jahr an dem wir Kontakt aufnahmen.

Liebes Tagebuch,

rückblickend auf das Jahr 2017 hat sich einiges getan.

Meine Einstellung zur Sexualität generell und meine eigene im besonderen hat sich wieder einmal gefestigter. Menschen, die im 21. Jahrhundert immer noch Probleme damit haben, meine Sexualität zu respektieren, aber sich heimlich jede RTL2-Doku reinziehen, um mitreden zu können, sind mir noch egaler geworden. Eine gewisse Politikverdrossenheit hat sich Bahn gebrochener, da es mir schleierhaft ist, warum es mehr als 100 Tage nach der Bundestagswahl immer noch keine offizielle Regierung für die Bundesrepublik Deutschland gibt. Irgendwie scheint es nur mit meiner Sexualität aufwärts zu gehen und den Dingen, die sich darum ranken.

Ich bin authentischer geworden, weil ich immer mehr zu meiner eigenen Mitte finde und die Dinge, die mir bis dato völlig Wurst waren immer wurstiger geworden sind. Was nicht bedeutet, dass ich weniger Interesse an meiner Umwelt bekommen habe. Es gibt aber so Themen, die sind derartig ausgelutscht und die Menschen drehen sich einfach im Kreis und es geht einfach nie weiter. Und das im Land der Dichter und Denker.

Zum einen bin ich schockiert über diesen Nationalismus in Deutschland und in Europa. Dieses Einigeln in sich selbst führt zu nichts. Denn das Konstrukt Europa, umzingelt von Freunden, war und ist Garant für einen Frieden nach dem WKII, den wir so lange in Europa noch nie hatten. Zum anderen gab und gibt es immer wieder kleinere Reibereien zwischen Staaten, die entweder diplomatisch oder militärisch gelöst wurden. Manche mögen sagen, dass der Jugoslawienkonflikt inklusive Aufspaltung des Staates selbst ja wohl ganz deutlich ein Krieg war. Ja, das ist richtig. Aber in der Gesamtsumme eben nur ein Fliegenschiss in der Geschichte hervorgegangen aus einem innerstaatlichen Konflikt, welcher bereits gährte als es noch keine Europäische Union gab.

Menschen verlieren den Blick auf die berühmte Gesamtsituation und schaffen es nicht wirklich Zusammenhänge sinnhaftig und korrekt wieder zu geben. Weil sie es einfach nicht mehr können. Wie viele Menschen haben bereits aufgehört diesen Text zu lesen? Erinnert ihr euch noch daran, als Twitter völlig gegenläufig erst die Zeichenanzahl in den DMs frei gab und dann noch die Tweets von 140 auf 280 Zeichen anhob? Was haben wir darüber shitgestormt (Ich war dabei \o/).

Mein persönlicher Fatalismus hält sich dennoch erstaunlich in Grenzen. Weil ich mich auf die Dinge konzentriere, die ich kann. Ich kann BDSM. Meinen BDSM. Und, ich werde immer besser darin. Punktuierter. Gesteuerter. Vertrauter mit mir selber. Ich lerne nie aus. Lerne von Doms, lerne von Subs. Ich bin fest verwoben in diesem Element des Lebens, welcher an mir klebt wie Pattex. Nicht mehr weg zu denken.

Ich habe den #KaminabendBDSM ins Leben gerufen, welcher einen Nachfolger nach sich zieht und es wird schon an 3.0 und 4.0 gedacht. Die #SecretNight zieht an. Ich mag es einfach Licht ins Dunkle zu bringen. Aufklärerisch tätig zu sein in den Dingen, die ich kenne. Meine gewerkschaftlichen Dinge gehen ebenfalls ihren geregelten Gang, wenn auch nicht mehr ganz so ausgeprägt.

Was will ich noch mehr?

Besser als Geld ist eben mehr Geld ;-), aber dafür braucht es halt einen Arbeitsplatz, es sei denn, ich kann mit BDSM für meine Butter auf dem Brot sorgen. Ich wäre dazu bereit 🙂

Das Kleid der „O“


Irgendwann kommt es im Leben einer „O“ zu genau dem Punkt, an welchem es um angemessene Bekleidung geht. Viele Kleider der „O“ sind inspiriert vom Buchcover (es existieren diverseste Ausgaben, Formen, Farben und Varianten), aber ich picke mir mal dieses hier raus.

In diversen Foren bin ich zT recht „fanatischen“ Menschen begegnet, die ganz genau darauf schwören, dass eine „echte ‚O'“ nur ein solch inspiriertes Kleid zu tragen hat. Fanatisch in dem Sinne, dass diese Doktrin zu 100% verteidigt wird und ich frage mich dann allen Ernstes, ob diese Menschen irgendwie schlechten Mist geraucht haben.

In meinen Augen ist es das eine, dem Stil zu folgen und es einfach so nah an der Vorlage wie möglich gern zu haben, aber das andere wäre dann doch auch, dass alle „O“’s irgendwie gleich aussähen. Also als eine Art Uniform eben. Ich verteufele es nicht, wenn Paare das exakt so wollen. Aber für mich ist dieses Stringente irgendwie nichts.



Die „O“ hat Kleidung zu tragen, welche angemessen ist. Was bedeutet, dass sie sich frei zugänglich sein muss. Also ohne Unterwäsche zu tragen darf es durchaus so bedeckt wie notwendig zu sein. Brüste, Scham und Po müssen ohne Anstrengung gezeigt werden können. Und ich denke, dass hier eine gewisse Erotik durchaus angebracht sein sollte. Das hier gezeigte Kleid wäre durchaus angemessen meiner Meinung nach.



Mir geht es vor allem darum, dass eine „O“ ihr Dasein so verinnerlicht hat, dass sie in der allgemeinen Öffentlichkeit nicht unbedingt als Sexsklavin zu erkennen ist, jedoch stets ein angenehmes Äußeres zur Schau stellt. So halte ich beispielsweise ein Kleid, welches vorne mit Knöpfen oder einem Reißverschluss geschlossen ist, durchaus für stilvoll.



Geht es mit der Herrschaft jedoch auf Veranstaltungen spezieller geselliger Art, so wäre diese Erscheinung durchaus angebracht, weil sie alle Anweisungen befolgt und die „O“ nicht entkleidet werden muss.



Am Ende des Tages spielt es jedoch nicht wirklich eine Rolle, welche Kleidung eine „O“ trägt. Wichtig ist, dass sie sich ihrer Rolle bewusst ist, ihren Platz und ihre Aufgabe kennt und sich selbst Gedanken darum macht, wie sie den Anforderungen gerecht werden kann. Schließlich soll sie sich nicht nur in ihrer Haut, sondern auch in der Kleidung wohl fühlen.

#CircleOfFalbalus … Was war, was wird …

Der Jahreswechsel steht an.
Und auch ich blicke auf ein Jahr 2017 zurück und riskiere mal einen Blick in das Jahr 2018.


Das Jahr 2017 war geprägt von intensiven Bemühungen den Zirkel zu erweitern und Tara eine Schwester-Sub an die Seite zu stellen.

Zunächst war da „M“, die Hirnventrikel und ich schon lange kannten, die sich jedoch leider, wenn auch aus völlig verständlichen Gründen, zurück zog. Dann eine weitere Aspiratin, die jedoch bereits vor dem Date mit Hirnventrikel zurück zog. Bei beiden Damen möchte ich mich sehr für die gemeinsame Zeit bedanken.

Es gab insgesamt drei weitere Bewerbungen um den Platz neben Tara, wobei eine Dame nun als Aspirantin bereits ein Date mit mir hatte und auch auf der letzten #SecretNight als Gast dabei war. Die persönlichen Umstände auf beiden Seiten ließen es ingesamt nicht zu, dass eine zügige Antwort auf die Bewerbung möglich war. Das wird sich jedoch ziemlich bald ändern.

Desweiteren gab es eine Bewerbung, die ebenfalls zurück gezogen wurde, bevor es zu einem ersten Date kam. Zusätzlich gibt es eine ganz frische, die ich gleich an die Damen im Zirkel weiter geben werde. Die Bearbeitung dieser Bewerbung wird jedoch erst im neuen Jahr möglich werden, da ich die #SecretNight am 05.01.2018 noch plane und meine Projekte #KaminabendBDSM und #AskMeAnything seitens des JoyClubs Ende Januar abliefern möchte.

Dazu eine ganze Menge von Lippenbekenntnissen, die mehr oder weniger real werden können. Die Zeit wird zeigen, ob daraus eine Zirkulierung entsteht oder nicht. Ich fühle mich jedoch immer sehr geschmeichelt und gebe jeder Bewerbung ganz genau den Raum, den sie braucht um konkret realisiert oder nicht realisiert werden zu können.


Insgesamt kann es derzeit, berufliche Situation mal weggeschoben, nicht schlechter laufen, da sich die „übliche“ Bindung zu Hirnventrikel auch in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Urlaub und auch nun die Tage über Weihnachten hinweg extrem verdichtet hat.

Es gibt keinen besseren Menschen für mich als meine ganz persönliche #RedHairAddicted :-*


Das #TrainingOfO wird in 2018 expliziter angefahren werden können und auch diese Ebene mit dem Blick Richtung #Fuffzig wird eine Gestalt annehmen, in welcher sich die beteiligten Subs freudig erregt auf das „Mehr“ einstellen werden können.

Doch mehr dazu dann in 2018.

Eine Sub muss tun, was eine Sub tun muss …

Wie in jeder Beziehung kommt es an irgendeinem Punkt zu genau dem Punkt, an welchem gewisse Punkte besprochen werden sollten. Haben Sub und Dom sich gefunden, und darüber hinaus auch schätzen gelernt, so werden beide sich irgendwie bewegen müssen, um die Beziehung am Leben zu halten.

Klingonisch … ist aber so. Und hört sich so schrecklich „vanilla“ an, oder?

Doch wie jede Beziehung braucht es nicht nur Gemeinsamkeiten, sondern eben auch gemeinsames Denken und Handeln, wenn es um eine gemeinsame Zukunft gehen soll. An vielen Stellen wird gerne behauptet, dass BDSM-Beziehungen besonders langlebig sind. Schließlich kann man sich im Gegensatz zu den Vanillas ja alles offen und ehrlich auf den Tisch legen. Und genau das unterscheidet BDSM-Bindungen von Vanilla-Beziehungen, die gerne hinterm Berg halten und sich vorurteilsweise niemand traut dem anderen offen zu sagen, was sie/er im Bett will, richtig?

Ja, aber …

Ein Dom hat es einfach, prinzipiell, denn er kann ja eh tun und machen, was er gerne möchte. Vorzugsweise mit seiner Sub oder mit einer anderen. Er darf Dinge tun, und er darf diese Dinge seiner Sub untersagen. Und nimmt die Sub dies so an, dann darf sie eben nicht mehr „einfach so“, sondern muss fragen. Niemand hat behauptet, dass BDSM einfach ist oder leicht.

Hat eine Sub sich ins Machtgefälle begeben, dann steht es ihr nicht zu, einfach so andere Männer zu daten und mit ihnen Sex zu haben. Jedenfalls dann nicht, wenn es ihr a) vom Dom verboten wurde und sie das so akzeptiert hat, b) sie die BDSM-Beziehung ernst nimmt und c) nicht nur eine „Teilzeit“-Sub ist, die nur dann Sub ist, wenn sie spielen will.

Im Idealfall benötigt eine Sub auch gar niemand anderen, da sie hoffentlich vom Dom genügend Aufmerksamkeit bekommt oder es ist ihr instinktiv klar, dass sie unter Umständen wochenlang nicht bespielt werden kann, weil die Dinge nun mal so sind, wie sie eben sind.

Da kann Sub dann jammern, sehnsüchteln, stalken – wenn die Umstände kein „mehr“ zulassen, dann wird das „mehr“ wollen eher als negativ angesehen, es führt bei beiden zu Frust.

Wir gehen aber nun davon aus, dass Dom und Sub Kommunikation betreiben und beide auf Augenhöhe befindlich, dem anderen etwas sagen wollen oder müssen. Ein Dom hat es immer einfach, er kann einfach anweisen und die Sub hat es zu nehmen. Aber wie formuliert eine Sub, dass sie gerne etwas anders haben möchte?

Wenn der Herr eher im D/s daheim ist, die Sub aber mehr SM braucht. Zum Beispiel.

Wenn der Herr für ganz bestimmte Dinge eben ganz genau nicht steht und nicht zu haben ist, die Sub aber fühlt, dass wenn sie das unterdrückt, ihr etwas fehlt?

Es wird auch im BDSM einige Paarungen geben, die an diesem Punkt scheitern, denn es schwebt die Angst der Sub mit, dass der Herr sich abwendet oder sie muss sich selber abwenden oder den Vorschlag machen zu genau diesem Zweck einen anderen Herrn zu finden, was auf Ablehnung stößt oder oder oder.

Meine eiserne Devise ist, dass manche Entscheidungen eben auch zu Konsequenzen führen. Deswegen sollte eine Sub jedoch niemals hinter dem Berg halten, wenn für sie etwas nicht stimmig ist oder eben etwas fehlt. Persönlich betrachtet lasse ich meinen Subs außerhalb der BDSM-Beziehung einen maximalen Spielraum an freier Entfaltung. Sie dürfen alle und jeden frei vögeln, solange es keinen BDSM-Kontext gibt. Denn das würde mich sehr verletzen, da ich der festen Ansicht bin (aus eigener Erfahrung), dass man keinen zwei Herren dienen kann. Denn jeder Herr möchte in seiner Gesamtheit wahrgenommen werden und eben nicht nur in Teilaspekten und damit partieller Wunscherfüller.

Einschub: Was übrigens auch für eine „O“ gilt, die den einen Herren hat und zu Ausbildungszwecken an einen anderen Herren gegeben wird. Sie dient dann zwar dem anderen Herren, aber im Hintergrund tut sie dies eben alles für diesen einen Herren, welcher sie weiter gegeben hat. Dieser eine Herr beginnt und beendet die Zeit mit dem anderen Herren, so dass der andere Herr tendentiell nur ein Spielzeug der grundlegenden BDSM-Beziehung ist.

 

Der Voyeur

Ich schaue gerne hin.

Wenn es irgendwo etwas (Sexuelles vor allem) zu sehen gibt, dann werde ich es betrachten.

Dabei spielt es keine Rolle, was genau das ist.

Schließlich muss ich erst hinsehen, um es zu identifizieren.


Ich mag zum Beispiel den Ausschnitt meiner Frau.

Oder den göttlichen Hintern von Tara.

Da muss ich hinsehen.

Geht nicht anders.


Aber … das ist noch nicht mal voyeuristisch im pathologischen Sinn.

Diese Form von Hinschauen, sich einen geliebten Menschen betrachten wollen.

Das ist völlig normal.

Macht jeder.

Jeder, der jemanden mag, der schaut ihn auch an.

Ist ganz einfach.

Oder?


Ich bin aber auch ein Spanner.

Ich betrachte (manchmal auch heimlich, meistens jedoch nicht) andere Frauen.

Ihre Brüste, ihre Hintern, ihre Beine, ihre Füße, ihre Haare, ihre Augen, ihre Münder.

Nicht zwangsläufig in der Reihenfolge.

Komme ich an einem Punkt an, den ich nicht mag, breche ich ab und schaue nicht mehr hin.

Und ehrlich, machen andere auch.

Dieses Abchecken.

Diese 0,76 Sekunden Jagd.


Jeder checkt ständig andere ab.

Begegnet uns ein Mensch, dann checken wir ihn ab.

Glaubt mir, jeder macht das.

Egal wer.

Auch Du machst das.

Du betrachtest mich.

Checkst, ob ich eine Möglichkeit wäre.

0,76 Sekunden Geilheit.

Immerhin.


Und haben wir beide uns länger als 0,76 Sekunden betrachtet, dann setzt die Prüfung ein.

Willst Du … mich?

Will ich … Dich?

Wollen wir … uns?

Dürfen wir?

Ist das erlaubt?

Gibt es Bedingungen?

Was kommt danach?


Das ist vollkommen normal.

Du kriegst das nicht mit, wenn ich Dich anschaue.

Ich bekomme es nicht mit, wenn Du mich anschaust.

One Night Stands entscheiden sich innerhalb von 0,76 Sekunden.

Ob sie wirklich stattfinden, kommt danach.

Niemand zieht beleidigt seines Weges, weil er nicht gewählt wurde.

Weil man es nicht merkt.


Wenn ich Dich anschaue, dann habe ich keinen Plan für uns.

Das ist pure Gier nach Dir.

Ich schaue Deine Beine entlang und frage mich, ob Du kein Höschen trägst.

Ich schaue in Deinen Ausschnitt und frage mich, wie es sich anfühlt, wenn ich Deine Brüste anfasse.

Ich schaue auf Deinen Hintern und stelle mir vor, wie Du Dich vorbeugst und ich Dir einfach den Arsch versohle.


0,76 Sekunden

Mehr braucht es nicht.

Devot, Submissiv … ist doch alles das Gleiche, oder? #TheTrainingOfO

In diversen Foren wird ja immer wieder gerne mal über den Unterschied „Submissivität“ und „Devotheit“ gesprochen. Und ob das eine zwingend mit dem anderen zu tun hat und ob es da vielleicht gar keinen Unterschied gibt.

Der werte Leser mag seine Aufmerksamkeit mal den verlinkten Wikipedia-Artikeln widmen und sich ein wenig einlesen.


Unterwürfigkeit bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine Disposition und ein Sozialverhalten, bei dem das eigene Handeln dem Willen einer anderen Person untergeordnet oder der Autorität einer anderen Person Glauben geschenkt wird.

vs.

Unter Hingabe (auch: HingebungDevotion) versteht man den von rückhaltloser innerer Beteiligung geprägten Einsatz eines Menschen für eine Angelegenheit oder eine Person, die für den Betreffenden von höchstem persönlichen Wert ist.


Da steht zunächst erstmal genau gar nichts von irgendeiner sexuellen Disposition. Schließlich kann man sich auch im Berufsleben durchaus submissiv, wenn nicht sogar devot, verhalten ohne gleich zur weiblichen oder männlichen Firmenschlampe zu werden.

Jedes Mitglied eines Teams ist gehalten sich submissiv gegenüber dem Teamchef zu verhalten, weil er/sie die Verantwortung trägt. Devotheit kommt hinzu, wenn man über das übliche Maß bereit ist seinen Beitrag zu leisten.

Klingonisch, ist aber so.


Und wenn ich diese Einschätzung so lese, dann frage ich mich immer wieder mal, wo genau ich mein eigenes Handeln so anlege.

Beruflich betrachtet bin ich garantiert nicht dominant unterwegs. Ich sehe mich als Indianer, als Teamer und nicht als Häuptling und Teamchef. Das gilt auch für Beziehungen zwischenmenschlicher Natur. Ich versuche mich einzugliedern und nicht hervorzuheben. Und das obwohl ich durchaus in der Lage bin Verantwortung zu übernehmen, aber ich suche nicht danach.

Dieses Verhalten würde ich durchaus als submissiv betrachten. Und am Ende ist ja auch ein Teamchef Untergebener von irgendjemandem und muss sich hier ebenfalls submissiv verhalten, um dem Team auf seiner Ebene gerecht zu werden.


Jedoch ist es im sexuellen Kontext gar nicht so einfach einzuordnen.

Ja – ich bin dominant. Ich weiß, was ich will, was ich erwarte, was ich nicht will und was ich ablehne. Aber ist eine Sub im besten Falle nicht ebenso dominant unterwegs?

Bin ich nur deswegen dominant, weil ich keinen Zweifel an meinen und mit meinen Taten lasse und Dinge einfach mache, nicht wirklich um Erlaubnis frage? Während eine Sub sich „nur“ danach sehnt, dass das was sie sich so wünscht oder vorstellt, jemand mit ihr „einfach macht“ und sie so submissiv daher kommen kann?


Ich habe mich schon öfter mal gefragt, was ich für ein Chef wäre. Würde meine Dominanz dann wirklich zum Tragen kommen, dass ich der Vorzimmerdame auftrage mir endlich den Kaffee zu bringen? Oder das ich ihr beim Verlassen des Büros sage, sie solle alle Termine für heute und morgen absagen und dann wortlos verschwinde?

Und ist es in diesem Verhalten wirklich statthaft zu sagen, dass sich die Vorzimmerdame submissiv verhält (aus eigenem Antrieb), weil es a) ihr Job ist und b) weil ich sie dafür bezahle, dass sie das so macht?


Als ich noch Betriebsratsvorsitzender war hat mir mein Chef damals gesteckt, dass die tatsächliche Machtzentrale im Vorzimmer sitzt. Dort wird entschieden, wer ungefragt einfach mal zum Chef rein darf und wer nicht. Außerdem führt sie den Terminkalender und ab und an wisse er morgen nicht, wo er übermorgen sein würde. Ist die Vorzimmerdame dann nicht in ihrem Aufgabengebiet dominant unterwegs und stellt die Ergebnisse ihres Handelns submissiv zur Verfügung?


Und immer wieder komme ich zu dem Punkt, dass der entscheidende Faktor im BDSM der Begriff „Kontrolle“ ist. Das also submissiv, wenn nicht gar devot, handelt, wer bereit ist die Kontrolle an denjenigen/diejenige abzutreten, welcher als dominant angesehen wird.

Aber … ist dieses „Kontrolle abgeben“ am Ende nicht auch eine dominante Entscheidung?
Und die Annahme dieser gleichwohl nicht auch submissiv zu verstehen?

Have a lot of fun 🙂

Die vollkommene Sub … #TheTrainingOfO

Wonach Du auch immer strebst, mein junger Padawan, die vollkommene Sub existiert ebenso wenig, wie der vollkommene Dom.


Ich habe im Adobe Stock das beigefügte Bild für mich lizensiert. Es hat mich auf der Suche nach dem Begriff „submissive“ einfach angesprungen und ich möchte gerne bei dieser Gelegenheit meine Äußerungen zum Thema „Professionelle Fotos“ revidieren.

Denn völlig zurecht drückt dieses Bild alles aus, was für mich eine vollkommene Sub ist. Es lädt mich zum Träumen ein und das möchte ich gerne mit der werten Gemeinde teilen.


Viele von euch kennen diese 3H-Regel von mir. Dass eine Sub mit Halsband, Halterlosen und HighHeels gut gekleidet ist und dabei bleibe ich auch weiterhin.

Jedoch ist dieses Bild für mich mehr als nur das Befolgen der 3H-Vorschrift. Es geht weit darüber hinaus. Es steht für eine innere Haltung, ganz gleichgültig vom Tagesabschnitt. Es strahlt Ruhe aus, innere Gedanken und Bereitschaft zur Submission. Ich sehe eine aktive Haltung zur Annahme von Kommandos, die es nun auszuführen gilt. Die Unterwerfung unter genau diesen einen Menschen, dem sie sich gerne unterwerfen will und vielleicht sogar aus eigener Überzeugung heraus muss. Weil seine Dominanz auch ohne Anzug und #CMNF wirkt. Sie ist einfach da. Wird nicht zerdenkt oder hinterfragt.

Sie ist angenommener und geliebter Teil des eigenen Wesens. Vielleicht das Tüpfelchen auf dem „I“ und dennoch eine ganz normale Sache, um sich selbst zu vervollkommnen. Zu 100% zu werden. Der Platz zu seinen Füßen. Selbst eingenommen. Nicht angeordnet. Sich völlig natürlich anfühlend und mit der nicht ausformulierten Bitte um Beachtung, in dem Umfang der für jetzt vorgesehen ist. Still. Leise. Gewollt. Selbstbewusst gewählt.

 

Schutz und Sicherheit im Zeichen des Dom

Wie alles im Leben ist dieser Begriff von Schutz und Sicherheit nicht wirklich zu fassen. Was auch nicht weiter verwundert, denn jede submissive Fachkraft verlangt höchst unterschiedliche Dinge von ihrem Dom, um sich sicher und geborgen zu fühlen. Und ich denke auch, dass dies vollkommen abhängig ist, von der Spielart zum einen und der Spieltiefe zum anderen. Dazu kommen dann noch die komplexen Modelle menschlicher Beziehungsebenen und schon ist die Diskussion in vollem Gange.

Ganz ehrlich: Wenn eine Sub sich nicht sicher und geborgen bei ihrem Dom fühlt, dann sollte sie gehen und nicht auf besseres Wetter hoffen und dass er sich vielleicht nochmal ändert und so wird wie früher. Der XMV („Xunder Menschen Verstand“ – Danke für diesen Fachausdruck <3, liebe Remi) alleine sollte jeder Frau winkend entgegen kommen, wenn sie sich unbehaglich fühlt und das zu jeder Zeit. Aber das nur so als Einschub.

Meine submissive Seite erlebt Schutz und Sicherheit lustigerweise völlig anders als meine dominante Seite. Während ich als Sub eher eine „Wird schon stimmen“-Einstellung habe und AfterCare für mich irgendwie nie so wichtig gewesen ist um wieder Mensch zu werden, so sehe ich das als Dom vollkommen anders und interpretiere Schutz als „Du kannst Deine Sexualität mit mir frei ausleben. Du kannst alles machen was Du willst. Du bist okay.“ und Sicherheit als „Ich bin der Garant dafür, dass Dich niemand verletzen kann, egal was Du ausprobierst und wie sehr Du auch fällst oder fliegst, meine Hand hält Dich fest.“. Es ist schon merkwürdig, wie so zwei unterschiedliche Seelen in meiner Brust wohnen, die auf der einen Seite auf Schutz und Sicherheit einfach vertrauen und es nicht mehr weiter thematisiert wissen wollen und auf der anderen Seite ich selber bereit bin genau diese Meinung als Dom zu torpedieren.

Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann präsentiert sich Schutz und Sicherheit im Zeichen des Dom ganz exakt auf diese Weise. Nämlich darin, dass man diese als Sub einfach nur fühlt und gut. Aber als Dom eben einen Haufen Arbeit reinstecken muss, dass dieses Gefühl bei der Sub auch ankommt. Kommunikation und Absprachen hier und Forderung und Förderung dort. Die Waage macht es aus.

Die Frage ist aber auch, was genau die Arbeit eines Doms ist dieses Gefühl zu vermitteln. An die eigene Nase packend, so habe von einer Frau Ideen und Wünsche erhalten und führe sie dann als meine Sub in die Richtung, die für sie passend ist und das ohne mich selber als aktiver Part zu vernachlässigen. Sie wissen ja … diese Wunschzettelsubs 😉 und dabei dann auch diesen Weg konsequent zu gehen, damit gemeinsame Ziele in der Beziehung erreicht werden können. Schutz und Sicherheit im Zeichen des Dom also als das Gefühl, dass Sub sich auf den vereinbarten Weg und dessen konsequente Verfolgung verlassen kann. Als Struktur bildende Maßnahme, mit mehr oder weniger Regeln dazu, die es einfach machen dem Weg auch von Sub-Seite aus treu zu bleiben.

Nach meinem Dafürhalten ist es aber auch die Sub, die selber dafür sorgt, dass dieses Gefühl aufkommt. In ihrem Vertrauen an und in den Dom, dass seine Vorgehensweise für sie die richtige ist. Und sie sich weder über- noch unterfordert fühlt. Sie den einmal vereinbarten Weg nicht in Frage stellt und nur dann, wenn es von der eigenen Emotionslage her wichtig und geboten ist mal ein paar Takte an den Dom gibt. Schutz und Sicherheit also in den Weg, den der Dom ihr bereit ist zu ebnen und ihre Unsicherheit in Bezug auf diverse Dinge in den Dutt zu drücken oder eben nicht dauernd zu thematisieren.

Und vielleicht reden wir da mal ausführlicher drüber. Auf einem #KaminabendBDSM zum Beispiel 🙂