Die totale Offenheit #TheTrainingOfO

„Wenn Du alles en detail wissen willst, was passiert dann mit dem Zauber?“


Sicherheit ist wichtig. Bevor eine Sub sich anschickt ein Techtelmechtel mit einem Dom zu beginnen, sind viele Dinge zu klären. Die Frage ist jedoch, wie weit ein Dom die totale Offenheit anwenden sollte.

Wenn es sich um eine Annäherung an den Zirkel mit dem direktem Wunsch der „O“-Schaft handelt, halte ich das für recht hinderlich. Schließlich sollte sich eine Aspirantin nach dem Lesen des Blogs auf der einen Seite durchaus im Klaren sein, wie ich ticke, wie der Zirkel tickt und wie meine „O“ zu ticken hat. Nebenbei sollte sie regelmäßig den Blog verfolgen, um zu sehen, ob sich eventuell Richtlinien ändern und sich das verinnerlichen.

Ist eine Anwärterin älter, dann hat sie im Leben bereits das eine oder andere hinter sich gebracht und ist dadurch zu einer Persönlichkeit geworden. Den ein oder anderen Partner wird sie bereits gehabt haben, also ist eine sexuelle Reife zu vermuten. Dazu muss angenommen werden, dass wenn sie gerne irgendwie das mit der „O“ möchte, dass Kopfkino vorhanden ist. Und sie ist in der Lage dies zumindest in Bildern aus dem Internet darzustellen, wenn die Worte fehlen.

Ist eine Anwärterin jünger, so fehlen ein paar Teile. Jedenfalls ist davon auszugehen.

Die Frage ist … muss ich einer „O“-Anwärterin mein komplettes Kopfkino öffnen?
Muss ich wirklich ins Detail gehen und Szenarien aufbauen? Möglichkeiten aufzeigen?


„Du tust, was man Dir sagt und stellst keine Fragen.“


Eine „O“ muss nichts hinterfragen oder erklärt bekommen. Weil eben alles, was die Herrschaft macht oder fordert als sinnvoll und richtig akzeptiert wird. Dass sich Nervosität einstellt, wenn es um das erste Mal geht, ist nur natürlich. Und doch erwarte ich persönlich eine dedizierte innere Einstellung. Die kann nicht gleich zu Anfang 100% sein. Und doch habe ich die Befürchtung, dass jede „O“-Anwärterin meint, dass ich zu Anfang gleich 100% von ihr erwarte.

Ich darf an dieser Stelle äußern, dass dem tatsächlich nicht so ist.

Denn wie kann ich 100% erwarten, wenn ich der Dame noch nichts gezeigt habe. Schließlich besteht das #TheTrainingOfO aus viel Reden, Erklären, Zeigen, Beibringen, Ritualität. Ich persönlich habe keine besondere Lust bereits vorher alles schriftlich durchzugehen, was ich hinterher soundso mündlich mitteile.

#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Eins – Die Idee

„Es gibt einen Ort, da kann man die Geschichte der „O“ erleben“. Ein solchen oder ähnlichen Spruch habe ich bei einer kurzen Google-Bildersuche öfters gelesen. Es gibt nicht nur Abende der „O“, sondern auch Nächte der „O“, ganze Wochenenden oder auch Wochen, wo entsprechend eingestellte Paare ihre Lust hingebungsvoll (und gegen eine mehr oder weniger Handvoll EUR) ausleben können.

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass ich eine genussvolle Beziehung zu „O“’s habe. Und also dachte ich mir schon seit längerem, ob es nicht Sinn machen würde einen Abend der „O“ selbst zu produzieren. Und nach Gesprächen mit Hirnventrikel und Tara, aber auch noch mit „M“, wurde die Idee geboren diese Sache einfach mal innerhalb der #SecretNight anzugehen.

Die #SecretNight stellt mich vor die besondere Aufgabe, dass ich der „O“ wegen nicht aus dem vollen schöpfen kann, wie man es vielleicht von „O“-Events her kennt. Die #SecretNight ist eine Playparty, die gerade für Anfänger im BDSM ganz exzellent geeignet ist. Also muss auch das Konzept für meinen Abend der „O“ diesem Anfängerkreis in Sachen „O“ gerecht werden.

Ich erlaube mir einfach mal die „gängigen“ Veranstaltungen zu triggern. Und bitte, liebe Gemeinde, das dient lediglich der Gegenüberstellung!


Bei einer „O“-Veranstaltung gilt grundsätzlich, dass die Männer führen und die Frauen gehorchen. Ganz exakt, wie dies eben auch in den Geschichten aus Roissy bekannt ist.

Bevor die Damen als „O“ in Erscheinung treten werden sie von den Herren getrennt und erhalten ein eigenes Briefing durch den Hausdom oder dessen Personal. Den Damen wird ganz exakt beschrieben wie der der Abend abläuft, welche Umgangsformen es gibt (Sie oder Du), welches Safeword für alle gilt. Zusätzlich werden die Damen quasi vergattert und dem Hausdom „unterstellt“. Das ist wichtig, weil nur der Hausdom und sein Personal die grundlegende Kontrolle über den Abend haben kann.

Die Befugnisse des Hausdom sind weitreichend, er dient nicht nur als moralische Instanz. Er schützt alle „O“’s, damit die begleitenden Herren ebenfalls Gast der Veranstaltung sein können. Das entbindet sie natürlich nicht von der eigenen Schutzfunktion. Der Hausdom braucht jedoch den Durchgriff auf die „O“’s um ggfs. schädliche Anforderungen widerrufen zu können. Somit unterliegen auch die begleitenden Herren seinem grundsätzlichen Kommando.

Der Hausdom kann sich so aber auch die ein oder andere „O“ ausleihen. Nicht um zu spielen, sondern um ihnen Aufgaben zu übertragen, die organisatorischer Natur sind, wenn das eigene Personal gerade beschäftigt ist. Kondome auffüllen, Requsiten reinigen … sowas. Obwohl das ja auch schon irgendwie spielen ist.

Während die Damen persönlich über die Regeln und Bedingungen aufgeklärt werden, bekommen die Herren das Regelwerk schriftlich. Das Regelwerk wird während einer kurzen Pause von beiden Partnern unterzeichnet. Diejenigen, die das nicht so wollen sind dann halt nur Zuschauer.

Einzeldamen stehen soundso unter dem Schutz des Hausdom, werden jedoch zusammen mit den verpartnerten „O“’s gebrieft. Da ein Abend der „O“ tendentiell ein wenig Herrenüberschuss braucht, werden auch Einzelmänner zugelassen.

Die „O“’s erhalten eine besondere Kennzeichnung per Armband. Es gilt das Ampelsystem. Rot bedeutet, dass kein Fremdbespielen möglich ist. Gelb, dass Fremdbespielen möglich, aber der Dom um Erlaubnis zu bitten ist. Grün, dass Fremdbespielen ohne Erlaubnis möglich ist.

Dies wird auch bei meinem Abend der „O“ so sein.


„Gängige Praxis“

Erste Runde: Die „O“s werden vorgeführt. Sie sind entsprechend im „O“-Outfit gekleidet, mit Augenmaske. Die anwesenden Herren mustern die „O“s per Augenschein, dürfen diese jedoch nicht anfassen. Dabei machen sie sich gerne Notizen über ihr Interesse an der einen oder anderen „O“. Diese Zettel werden eingesammelt und dem entsprechenden Begleiter als Information zur Verfügung gestellt.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s präsentieren sich nackt und tragen eine Augenbinde. Die Herren dürfen nun näher heran treten und mit den „O“s kurze Gespräche führen. Ein Anfassen der „O“s ist nur gestattet, wenn die „O“ ein gelbes oder grünes Armband trägt. Jedoch nur Brüste und Po zB.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Dritte Runde: Die „O“s präsentieren sich nackt und tragen keine Augenbinde mehr. Wie grundlegend im zweiten Schritt dürfen die Herren nun auch richtig anfassen und mit den Fingern eindringen, um die „O“ zu prüfen. Die Herren legen sich nun fest, welche „O“ sie möchten. Diese Information wird dem Begleiter der „O“ vorgelegt.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Vierte Runde: Die „O“s werden nun den Herren zugeführt und dürfen im Rahmen der Grenzen der „O“ ausgiebig genutzt werden.


Es ist völlig klar, dass eine solche Veranstaltung für Anfänger im „O“-Segment ein wenig heftig sein könnte. Vor allem für die „O“s. Allerdings sollen sich auch die Anfänger-„O“s ein wenig präsentieren dürfen (und müssen), weil für erste Erfahrungen kommt man ja in diese Veranstaltung und nur mit Zuschauern funktioniert es halt nicht 😉


„Meine Praxis“

Erste Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und ein ganz normales sexy Outfit. Somit sind die „O“s vollständig bekleidet. Alleine das Bemustern durch fremde Männer ist für viele Frauen (und deren Begleitung) eine Hürde.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und präsentieren sich nun in Unterwäsche. Hier ist durchaus Mut gefordert, weil die Frauen sich so noch mehr als vorher den Blicken fremder Männer aussetzen müssen. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nicht anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer. Alle „O“s mit roter Armbinde scheiden ebenfalls aus.

Dritte Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und gemäß meiner 3H-Regel (Halsband, Halterlose, HighHeels) keine weitere Bekleidung mehr. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nur Brüste und Po anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.
Alle „O“s mit einer gelben Armbinde scheiden ebenfalls aus.

Vierte Runde: Die „O“s tragen immer noch Augenbinde. Es werden jedoch nur noch die „O“s mit grüner Armbinde vorgeführt, da die Herren sie nun ausgiebig anfassen dürfen (inkl. Eindringen).


So … ungefähr jedenfalls mein Gedankengut zu diesem Zeitpunkt.

Ich muss noch darüber nachdenken, wie und ob eine „O“ während des Prozederes die Armbinde wechseln kann, wenn ihr Begleiter dies für angemessen hält. Ebenfalls möchte ich auch die Fremdnutzung durchaus zulassen, wenn es so gewünscht ist. Letzteres baue ich wohl irgendwie in Schritt Drei und Vier ein. Dazu dann eben Teil Zwei in ein paar Tagen.

Meiner Meinung nach ist meine Praxis für Anfänger durchaus geeignet und bietet viele Chancen gerade für die „O“s sich in diesem Bereich zu finden, ohne sich zu überanstrengen. Es bietet eine Menge an Ausstiegsszenarien und ich denke, dass ist der wirklich springende Punkt dabei.

… stay tuned 🙂

#CircleOfFalbalus – Gedanken …

Oftmals wird mir ja unterstellt, dass ich mir einen Harem zusammen suche. Dass ich nur nicht alleine sein will, Hauptsache ficken. Nun, für einen Harem sind wir mit zwei Damen (von zwölf) irgendwie ziemlich weit weg und überhaupt ist das auch nicht das Ziel.

Der #CircleOfFalbalus ist schon eine kleine Familie. Mit Hirnventrikel, meiner Frau, und Tara, meiner Sub, sind es nicht nur Bückstücke, sondern zwei wunderbare Wesen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Und weil es eben nicht nur ums Ficken geht, sondern eben auch ums Herz, ist der #CircleOfFalbalus eben auch nicht für jede was.

Es geht um gegenseitigen Respekt, Vertrauen, Loyalität in jeder Hinsicht. Die Bereitschaft auch stille Momente auf sich zu nehmen, Pausen zu zu lassen und einfach da zu sein. Sich gegenseitig annehmen und das ist deutlich mehr, als einfach nur mal so den Flogger schwingen und sich bespielen zu lassen.

Sich für den #CircleOfFalbalus zu entscheiden ist eine Entscheidung, die auf Dauer ausgelegt ist und zwar für alle Beteiligten. Zwar bin ich hier der Dom, aber am Ende wird der Neuzugang auch von Hirnventrikel und Tara angenommen. Und der Neuzugang muss dann eben auch nicht nur mich annehmen, sondern auch das Vorhanden sein von Hirnventrikel und Tara respektvoll zur Kenntnis nehmen und als Zustand akzeptieren.


Was ich als Dom von einem Neuzugang erwarte ist vor allem Intelligenz. Wir alle hier wollen und suchen das. Es beinhaltet vor allem, dass ich Dir nichts aus meinem Blog erzählen muss, weil Du es kennst und gelesen hast. Es ist dafür da, dass Du Dir ein grobes Bild von mir (und uns und der Geschichte) machen kannst und sollst. Du sollst wissen, woran Du bei mir bist und mich authentisch wahrnehmen können.

Natürlich geht das nicht alles von heute auf morgen, völlig klar, niemand drückt auf die Tube. Nur ist der #CircleOfFalbalus kein Platz für das kleine Spiel zwischendurch. Just 4 Info.

#TheTrainingOfO – Das Kopfkino der Sub

„Es ist der Mann, der wirbt. Egal, ob dominant oder nicht. Es ist die Frau, die wählt. Egal, ob submissiv oder nicht.“ ~~ Falbalus ~~


Sie können es drehen und wenden, wie ein Wiener Schnitzel. Was die Wahrheit ist, ist die Wahrheit. Selbstredend gibt es Frauen, die sich von Beginn an vollkommen hingeben. Doch, werte Herren, die sind absolut in der Unterzahl. Und das ist auch gut so.

Dominante Herrschaften machen Angebote und wenn diese den submissiven Wesen nicht gefallen, dann wird das nichts. Schließlich schickt sich das submissive Wesen an, sich nicht nur für ein paar wenige Stelldicheins an dominante Menschen zu binden. Sie möchten, dass ihre Seele sich binden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine 24/-Beziehung, oder um eine diskrete D/s-Beziehung handelt, wo beide Partner gebunden sind und die eigentlichen Partner nichts davon wissen sollen.

Es geht immer um das Ying und Yang der Gefühle, die entstehen. Sie müssen synchron sein. Steht die Bindung, dann kann es auch mal asynchron werden. Das ist okay. Aber zu Beginn muss es für beide Partner einen intellektuellen Grad der Bindung haben, der nahe der geistigen Perfektion liegt.

Der dominante Partner wird hierfür seinen Geist öffnen und sich dem submissiven Wesen durch Wort und Schrift nähern. Er wird sich ganz klar festlegen und dies kommunizieren. Submissive Wesen brauchen das. Auch wenn der dominante Partner polygam oder sogar polyamor ist (oder das submissive Wesen!), beide brauchen diese „Monogamität“, in welcher andere zu diesem Zeitpunkt keinen Platz finden. Submissive Wesen müssen gewollt sein, Dominante Wesen müssen sich gebraucht fühlen.


Wie sieht es jedoch mit dem Kopfkino der Sub aus?

Ich glaube, dass ist nicht weniger wichtig in der Anfangszeit. Der dominante Partner muss von den Träumen, Wünschen und Begierden der Sub wissen, damit er sich darin auch zurecht finden kann. Wenn die submissive Fachkraft sehr auf Bondage steht, und der dominante Partner keinen Laut darüber abgibt, dann muss die Sub darauf reagieren und es andeuten, dass sie das mag. Erst dann kann sie sich wirklich entscheiden, ob sie eine D/s-Bindung ohne Bondage akzeptieren mag.

Wenn die Sub sich in der Annäherung soweit zurück nimmt, dass sie dies nicht preisgeben mag, weil sie sich ganz auf die Wünsche des dominanten Partners einlassen will, dann ist das auch okay. Sie muss sich dann nur hüten es viel später so zu erwähnen, weil „Das ist doch normal. Können Sie keine Gedanken lesen?“. Das führt zu Frust und Unlust.

Persönlich frage ich danach, was im Kopf der Sub so vorgeht. Wenn da nichts kommt, dann ist das immer ein wenig seltsam. Jede Sub, die sich anschickt sich an einen Dom zu binden, hat Kopfkino im Kopf. Jede. Ausnahmslos. Mein Rat: Raus damit! Und das auch ungefragt. Schließlich gibt es in der Annäherung kein Dom und Sub, sondern nur Menschen.

Das hat übrigens nichts mit dem Abarbeiten von Listen zu tun. Nur weil eine Sub Phantasien äußert, heißt das ja nicht, dass diese auch umgesetzt werden.


Es mag eventuell komisch klingen, aber ich bin da gar nicht so kompliziert. Auch wenn ich streng sein kann, bin ich immer noch Mensch und ich schätze mein Gegenüber als gleichwertigen Menschen. Immer. Auch bei Demütigung. Ohne Ausnahme.

In meinem Joyclub-Profil steht, dass ich Subs bitte, mich zu siezen. Da steht nur was von einer Bitte. Da ist kein Zwang bei. In der Annäherung jedoch bestehe ich darauf. Weil es mir eine Grundeinstellung zeigt. Zugegeben, es macht mich auch an. Aber es signalisiert Ernsthaftigkeit. Und das ist mir extrem wichtig.

Das Strafbuch

Erziehung heißt auch konsequent zu sein. Eine der Möglichkeiten ist sicherlich das Führen eines Strafbuches. Und nicht zu viel dabei denken. Es reicht ein DIN A5 liniertes oder kariertes Heftchen.

Da sich das Strafbuch im Besitz der Sklavin befindet, sollte sie es sich selber zu legen. Dann entspricht es auch äußerlich ihrem eigenen Geschmack. Das tut keiner Herrschaft weh.

Damit da jedoch etwas Valides hineingeschrieben werden kann, müssen Regeln her. Regeln, die eine Sklavin zu befolgen hat und Strafen, die bei Nichtbeachtung verhängt werden. Für beide Dinge ist die Herrschaft zuständig. Wichtig ist dabei zu beachten, dass verhängte Strafen zum Regelverstoß passen.


Gehen wir mal davon aus, dass die Sklavin ihre Grenzen in Grün (Geht immer), Gelb (Wenn ich muss) und Rot (niemals!) einsortiert hat. Eine Strafe muss etwas bewirken, zu einer Einsicht führen. Weswegen es sinnvoll sein kann eine Strafe zunächst aus der Kategorie Gelb zu wählen und bei wiederholtem Regelverstoß etwas aus der Kategorie Rot zu nehmen.

Es liegt alleine an der Sklavin ein bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen. Allerdings ist auch darauf zu achten, ob Aufgaben leistbar sind (abhängig vom Stand der Bindung) oder quasi unerfüllbar. Unerfüllbare Aufgaben und daraus resultierende regelmäßige Bestrafung mit der Kategorie Rot dienen ganz genau keinem Zweck.

Zu Beginn der Ausbildung gehe ich immer davon aus, dass die Sklavin ein Ziel hat. Und das ist mindestens eine Sklavin zu sein. Ob sie, in meinem Sinne, eine gute Sklavin wird hängt auch im entscheidenen Maße davon ab, wie ich den Weg gestalte und dass ich sie mit meinem Willen nicht überfordere. Manche brauchen für den Weg etwas länger, andere überholen sich selber.

Also: „Alles, was nicht weh tut, sondern nur Überwindung kostet, wird erledigt.“

Hierunter fallen ganz bestimmt Dinge wie Fotos, kleine Videos vielleicht, das Tragen von bestimmten Schmuck oder Kleidung. Analplugs. Oder auch das Weglassen von Kleidung. Das Melden zu bestimmten Uhrzeiten oder sogar eine Liste der Nahrung, die eine Sklavin zu sich genommen hat. Da darf man ruhig phantasievoll sein. Wenn man jedoch keine Phantasien hierzu hat, dann bitte gar nicht erst mit sowas anfangen.


Auch werde ich immer gefragt, welche Strafen ich verhänge. Zum einen ist das eine sehr persönliche Sache. Zum anderen gibt es einfach keine generellen Sachen. Wo ich bei der einen Sklavin mit Ohrfeigen reagieren würde, würde dies bei einer anderen Sklavin direkt zu einem Orgasmus führen. Regeln sind das eine. Diese dürfen gerne nicht individuell sein, individuell ist jedoch immer das Strafmaß zu sehen.

Nehmen wir ein Beispiel:

„Du sollst Dich gleich nach dem Aufwachen bei mir melden und ein Foto von Dir schicken.“

Da kann eine Sklavin alles hinein interpretieren.

Melden? Wie? -> Telefonanruf, WhatsApp … was?
Ein Foto? Angezogen, Nackt, mit oder ohne Halsband … was?

Regeln, die zu befolgen sind müssen präzise ausformuliert sein.

„Du sollst Dich gleich nach dem Aufwachen bei mir melden. Du wirst ein Nacktfoto von Dir schicken und dabei Dein Halsband tragen. Bleibt es bis 10:00 Uhr aus: 3 Ohrfeigen.“

Mit der Regel wird also auch gleich das Strafmaß erlassen. Die Sklavin soll durchaus wissen, was auf sie zukommt.


Es sind nun zwei Wochen vorbei und die Sklavin hat jeden Abend vor dem Zubettgehen ein Foto des Strafbuches bei WhatsApp gesendet. Heute ist das Date. Konsequentes Handeln ist, dass bevor es zu irgendwelchen Herzereien kommt, das Strafbuch in einer Art Ritual abzuarbeiten ist. Dieses ist verbindlich mit der Sklavin zu vereinbaren (zu trainieren). Schließlich ist das ein sehr empfindlicher, und ein sehr persönlicher Teil.

Und: Es ist immer zu strafen! Konsequentes Handeln ist absolut erforderlich! Die Sklavin stellt sich körperlich und geistig darauf ein, dass sie 8 Ohrfeigen, 20 Schläge mit dem Stock oder vielleicht 10 Arschtritte bekommt. Oder alles. Es ist nett, die Sklavin in den Arm zu nehmen und Gnade zu erweisen. Geschieht dies zu oft, dann fragt sich die Sklavin wofür sie das alles machen soll und stellt die Herrschaft garantiert in Frage.

Eine Sklavin akzeptiert ziemlich viel um ihr Ziel eine gute Sklavin zu werden zu erreichen. Demütiges oder auch demütigendes Verhalten liegen hier durchaus im Fokus und sind auch genau ihr Ding.

Vergesst nicht, dass Herrschaft und Sklavin ein Team sind. Sie funktionieren nur im Zusammenspiel. Es geht um klares Rollenverständnis. Klare Kommunikation. Verbindliche Strukturen. Ausnahmen dürfen nicht die Regel werden.

#TheTrainingOfO – Wie geht das mit dem Vertrauen?

Ist ja nun alles leichter gesagt als getan. Das mit diesem Vertrauen. Also auch grundsätzlich betrachtet. Ich bin diesbezüglich mal durch das WWW gestreift, um mir mal Meinungen einzuholen. Dabei übernehme ich keine Verantwortung, ob die verlinkten Websites auch wirklich lesbar sind im Sinne des Design 😉


http://www.bdsm-net.org/lordofpain/Home/Uber_S_M/Unterwerfung/Vertrauen/vertrauen.html

In wahrer Unterwerfung überträgt die Sub dem Top die volle Verantwortung für sie und begibt sich vollständig in seine Hände, ohne absolutes Vertrauen wäre dies niemals möglich!

Wenn die Sub sich wirklich fallen und in ihren Gefühlen treiben lassen soll, muß sie immer darauf vertrauen können, daß ihr Herr zu jederzeit weiß, was in ihr vorgeht und wo ihre Grenzen sind.


http://www.in-den-schattenwelten.de/2009/03/01/vom-vertrauen-im-bdsm/

Etwa, wenn sich zwei Menschen treffen, die sich nur aus ein paar E-Mails kennen, und nun “ohne lange Vorlaufzeit” eine Session miteinander wagen. Was Sub hier fühlt, ist nicht “Vertrauen”, sondern Hoffnung und Erlebnisgeilheit – zusammen mit der Spekulation, unter SMlern auch nicht mit größerer Wahrscheinlichkeit auf einen Psychopathen zu treffen als bei einem normalen Date. Letzteres könnte man ja noch zur Wortbedeutung von “Vertrauen” rechnen, doch wird hier nicht wirklich dem noch unbekannten Partner vertraut, sondern der allgemeinen Lebenserfahrung.


http://dom-darkness.lounge-dominanz.com/13-2/bdsm-vertrauen/

Das Vertrauen zählt für den devoten Part genauso wie für den Dominanten Part.

Man lernt sich kennen und es entsteht eine Beziehung.

Erst Schreiben dann Telefonieren

Dann kommt der Tag an dem man sich real sieht

Jetzt entscheidet es sich, ob der Gegenüber gelogen hat oder nicht.

Weitere Entscheidungen stehen an:

Stimmt das eigene Gefühl?

Stimmt die Chemie zwischen den Parts?

Stimmt was der andere Part ihm über sich erzählt hat?

Und das muss man in Bruchteilen von Sekunden entscheiden.


http://www.wunderweib.de/ein-dom-berichtet-bdsm-ist-wie-ein-tanz-4597.html

Ich führe kein Buch und ich hatte wohl mehr als die bundesdeutschen sieben Sexualpartner. BDSM ist aber etwas, das mit Vertrauen immer besser wird und daher hatte ich fast immer längere Partnerschaften oder Affären . Also Dom-Sub Beziehungen hatte ich wohl so um die fünfzehn, maximal zwanzig.


Das waren nun aus der Google-Suche ein paar URLs, die mir gleich zu Beginn aufgefallen sind. Hier wird auf das Wort Vertrauen im Zusammenhang mit BDSM referenziert. Und es sind noch viele viele weitere Seiten, wo man mehr oder weniger gut erklärt nachlesen kann, was dieses Vertrauen tatsächlich bedeuten mag.

Jeder Verfasser verfolgt eigene Werte und Bilder und diese stammen eindeutig aus seiner ureigenen Erfahrung. Letztlich sind es aber nur Worte und Bilder. Sie vermitteln kein Gefühl des Vertrauens. Und das macht es schon ein wenig schwierig Vertrauen greifbar zu machen. Denn selbst wenn man durch das Lesen und Informieren über den Begriff Vertrauen ein Gefühl entwickelt hat und dieses einem potentiellen Partner bereit ist zu schenken, kommt dann am Ende nicht auch die Idee auf, dass es „Das richtige Gefühl“ ™ ist?

Ich maße mir nicht an zu definieren was Vertrauen ist und wo es herkommt oder wie man es findet. Was jedoch zunächst vorhanden sein muss ist Mut. Eine Aspirantin kann noch so häufig mit einem Dom hin- und hergeschrieben haben, telefoniert, geskypet oder sonstwie in Kontakt getreten sein. Das Gefühl welches einsetzt, wenn eine Sub erstmals zum Dom geht ist für mich nicht mehr als Mut – und auch ein wenig Erfahrungsgeilheit. Es ist nichts Schlimmes daran, wenn man geil auf das zu Erlebende reagiert und man nun den Mut hat es auch auszuprobieren. Wenn es hier eine Art Vertrauen gibt, dann ist dies eher Selbstvertrauen und nicht das Vertrauen in das Gegenüber.

Denn ohne Mut und Selbstvertrauen würde das Treffen niemals stattfinden. Soviel dann auch zum Thema „Schwache Sub“. Das ist nämlich völliger Nonsens. Ohne den Mut der Sub am Beginn einer Bindung, kann es später auch kein Vertrauen in den Dom geben (und natürlich auch kein Vertrauen in die Sub). Vertrauen muss wachsen und gedeihen. Sie kommt auf leisen Pfoten daher und manifestiert sich durch das Verhalten des dominanten Partners.

Der erste Kontakt …

„… nicht zu denken. daran ist wohl nicht zu denken …“ ~~ Falbalus ~~

Eine rein fiktive Situation für mich. Für manche(n) jedoch unmittelbar bevorstehend. Das wäre der passende viel zu lange Untertitel.


Du hast Dir nun also wochen-, wenn nicht sogar monatelang Gedanken gemacht über das Wie und Was und das Warum und Wieso. Nun ist es endlich soweit. Nach allem Schreiben, Telefonieren, Sinnieren, Auffordern, Verwerfen, Zustimmen, Ablehnen ist er nun da: Der erste physikalische Kontakt.

Du hast Dich entschieden. Dein Bauch sagt Dir: „Ich will!“. Dein Kopf vervollständigt: „… flüchten!“

So ist das wohl, wenn man sich (ob männlich oder weiblich) anschickt jemanden zu treffen (ob männlich oder weiblich), dem/der man sich sexuell unterwerfen möchte. Es hat Dich gepackt. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren. Engelchen und Teufelchen auf Deinen Schultern zeigen beide „Daumen hoch!“. Deine Libido unterstreicht dies mit besonderen Zuständen unterhalb Deiner Gürtellinie. Du hast viel gelesen. Dich schlau gemacht. Du bist bereit.

Auf dem Weg malst Du Dir alle möglichen und unmöglichen Szenarien aus. Vor allem die unmöglichen Szenarien packen Dich. Ob er wirklich so geschmeidig ist, wie er sich bisher anfühlte. Ob er in Wahrheit nicht einfach übergriffig wird? Ob er Dich nicht einfach nur als Gelegenheit schnellster Kopulation nutzt? Deine Submissivität gelinde gesagt einfach für sich ausnutzt? Ob er Dinge tut, die Du nicht willst? Ob er Dinge macht, über welche nie gesprochen wurde? Oder. Oder. Oder.

Zwischen „Wir treffen uns doch nur zum Kaffee!“ und „Was, wenn ich ihm/ihr einfach erliege?“ oder „Ich will wieder heim!“ und „Fick mich einfach!“ liegen Phantastialiarden an Gedanken. Und Du bist Dir bewusst, dass Dir niemand diese Gedanken nehmen kann.

Aber beim Druck auf den Klingelknopf weißt Du, dass diese Gedanken wichtig und richtig sind. Denn sie sind Dein Schutzschild. Dein innerer Reichsparteitag. Deine eigene Burg. Festung. Du weißt, dass Du Dein eigener Fels für Deine eigene Brandung sein musst. Erst dann, kann er/sie Dein Fels werden.

Du schaffst das.

French Maid – Die Zofe

 

Eine Zofe ist für mich grundsätzlich eine normale Haushaltskraft, welche in der Bekleidung der „French Maid“ (ganz exakt wie abbgebildet), der Herrschaft den Haushalt bedient. Kochen, waschen, putzen, nähen, einkaufen. Wenn ich zu Ende denke dann sogar eine Hauswirtschafterin, die ein Budget hat, damit sie selbstständig Dinge erledigen kann und die Herrschaft sich mit einem freien Rücken ihren wichtigen Dingen widmen kann. Sie bedient die Gäste am Tisch, macht Botengänge.

Das klingt jetzt alles erstmal schrecklich normal und ja ist es aber nicht.

Die Zofe bedient ganzheitlich und treu ergeben, absolut loyal, die Wünsche der Herrschaft ohne Murren und Knurren. Sie setzt sich mit Leidenschaft auch der Willkür der Herrschaft aus. Sie ist sich bewusst, dass sie ganzheitlich zu bedienen hat. Sie wird beschlafen, geschlagen, bedient sexuell auch die Gäste der Herrschaft, falls gewünscht. Aber alles eben still und leise und auf Zuruf. Sie redet nicht, sie denkt nicht, sie macht und tut einfach. Und wartet ansonsten auf ihren Einsatz. Ende der Geschichte.

Darüber hinaus steht sie in der Sub-Skala an unterster Stelle, da sie auch die anderen submissiven Fachkräfte der Herrschaft (Gäste eben) zu bedienen hat. Ankleiden, umkleiden, waschen, vorbereiten, rasieren – was auch immer gefordert wird. Subs und „O“’s können an ihr ebenfalls ihre Launen auslassen.

 

Es gibt Zofenkleidung, die sehr stark demütigend ist. Vor allem, wenn die Zofe männlich ist, wird oftmals zu Kleidung gegriffen, die glitzert. Rosa Seide. Rüschen. Der Mann wird mit Perücken ausgestattet. Meine Zofe kann jedoch nicht männlich sein, ich bin daran nicht interessiert. Ich mache mich zusätzlich nie über einen Menschen abwertend lustig, nicht mal gespielt. Das bringt mir absolut gar nichts.

Meine Zofe kann nur ein weibliches Wesen sein. Zusätzlich zu der 3H-Regel trägt sie eine Schürze. Sie ist mehr Masochistin und weniger sexuell orientiert. Sie sucht den Schmerz der Bestrafung und möchte auch für kleinste Verfehlungen hart bestraft werden. Es ist ihr stetiges Bemühen es allen zu jeder Zeit Recht zu machen.

Wie immer ist das alles nur meine Denke – Definition Ende

Diese verdammten HighHeels.

Reden wir nicht lange drum herum: Frauen, die sich in HighHeels bewegen können finde ich anregend.

Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass HighHeels grundsätzlich nicht der Fußgesundheit zuträglich sind. Dennoch sind sie Bestandteil meiner persönlichen 3H-Regel (Halsband, Halterlose, HighHeels). Und ich lege Wert darauf. Im Spiel. Das mag sich pornös anhören oder vielleicht auch bestimmend, aber so ticke ich nun mal. Ich habe gerne Sex, wenn eine Frau noch ihre HighHeels anhat. Ende der Geschichte.

Wäre ich nun ein Arschloch, dann würde ich keine Ausnahmen zulassen. Entweder mit HighHeels antreten oder erst gar keine Annäherung zu mir probieren. Nur, wo kämen wir dahin?

Wenn eine Frau aus gesundheitlichen Gründen über einen längeren Zeitraum keine HighHeels tragen kann, dann ist das okay. Wenn sie jedoch keine tragen will, dann ist das was völlig Anderes. In meinen Augen ist es immer möglich zumindest einen geringen Absatz zu tragen.

Es gibt Frauen, die tragen ihre HighHeels nur auf dem Weg vom Auto ins Restaurant und wieder zurück ins Auto. Warum ist es dann bei einigen so schwer darüber nachzudenken HighHeels für den Dom, im übertragenen Sinne, vom Auto ins Bett und wieder zurück ins Auto anzuziehen?

Frauen in HighHeels machen mich an. Und wer nach Bekleidungsregeln fragt, der möchte diese wahrscheinlich auch erfüllen.

Die wichtige Botschaft zusätzlich: Ich bin dominant genug, euch beim Ausziehen der HighHeels behilflich zu sein. Ihr müsst einfach nur fragen 🙂

D/s und Entfernung …

„Es ist nicht immer einfach und das hat auch niemand behauptet.“ ~~ Medulla ~~


Das Internet verbindet Menschen auf vielfältige Art und Weise. Natürlich verbindet es Menschen dann auch sexuell. Und natürlich kommen dann auch D/s-Bindungen zu Tage, die es ohne Internet nicht geben würde. Man kommt ins Gespräch, man mag sich, man findet sich, man trifft sich und findet Gefallen aneinander. Schmetterlinge. Rosa Wolken. Aber dann …?

Wenn da nicht diese vermaledeite Entfernung wäre.

Nur … wie definiert man Entfernung?

Als ich Medulla kennen lernte, war das eine reine Fickbeziehung. Als dann für mich mehr draus wurde, waren diese läppischen 50km für mich faktisch unüberwindbar. Ich war viel alleine. Fühlte mich einsam. Manchmal verlassen. Ungeliebt. Nur Geduld und Spucke hat mich davor bewahrt völlig abzudriften. Ich bleib an ihr dran und konnte sie dann wirklich und wahrhaftig für mich gewinnen. Und seit dem Punkt, wo wir uns beide als Paar zueinander bekennen können und ich nicht nur in ihrem Bett, sondern auch auf ihrem Sofa Platz nehmen konnte, wurde es einfach einfach.

Dennoch ist das Leben nicht immer einfach und jeder hat seine eigenen Wege, damit umzugehen. Paare, die sich erst spät finden, haben halt so ihre Mätzchen. Dinge wie Kinder, Eltern, Ex-Männer, Ex-Frauen lassen sich nicht einfach wegschieben. Man muss sie akzeptieren. Lässt man sich als Mann auf eine Frau mit Kindern ein, dann „adoptiert“ man ihre Kinder halt mit. Denn es gibt diese Frau eben nicht ohne den Beipack … um es flappsig zu formulieren. Man muss lernen, dass man nicht zweite Wahl ist, aber die enge Familie eine ganze Zeit lang eben der einzige Dreh- und Angelpunkt ist. Und das völlig unabhängig davon ist, wie weit man seine eigene Welt für die Dame des Herzens öffnet.


Und dann gibt es ja noch die Bindungen, die von Beginn an kompliziert sind. Weil da wirklich und echte Entfernung, oftmals 100e von Kilometern, zwischen den Menschen ist. Eben eine Sache, die mit den Möglichkeiten des Internets entstanden sind. Natürlich kann man nun sagen, dass diese Menschen es selbst schuld sind, sich ein solches Konstrukt auszuwählen. Aber kann man wirklich etwas dafür, wenn es doch einfach passt? Ich finde nicht.

Als Medulla und ich den #CircleOfFalbalus entwarfen war klar, dass eine Sub nicht weit weg wohnen darf. Die Entfernung muss überwindbar sein. Es muss so funktionieren, dass ich eine Sub einbestellen kann. Und da kam dann Tara zu uns. Unabhängig davon, dass ich Tara in meiner Nähe haben will und ich sie auch vermisse, wenn ich sie längere Zeit nicht sehen kann, so muss ich akzeptieren, dass auch sie ein Leben hat. Ihr Studium verlangt sehr viel von ihr ab und als ihr Dom habe ich das zu akzeptieren. Auch wenn wir beide sicherlich etwas ganz anderes voneinander wollen. Nämlich die physikalische Anwesenheit des anderen. Ich lasse ihr derzeit sehr viel Raum, weil ihre berufliche Entwicklung einfach wichtiger ist und so gibt es nur wenige gezielte Dates, für das was wir voneinander brauchen. Ein Dom muss dann zurück stecken, aber es ist dann trotzdem eine Entscheidung von Tara und mir. Deswegen würde ich sie niemals abweisen und ihr noch ein schönes Leben wünschen. Das ist nicht dominant, dass wäre arrogant.

Das Ende von Tara und mir würde wahrscheinlich nicht mal eingeläutet werden, würde sie beruflich in eine andere Stadt ziehen. Die Verbindung zwischen uns würde das aushalten, da bin ich mir sehr sicher. Die Beziehung zu Tara würde nur dann enden, wenn wir auf der D/s-Ebene nicht mehr funktionieren würden. Und wenn zB die #SecretNight in Dortmund dereinst die einzige Möglichkeit für Tara und mich wäre beisammen zu sein, bitte … dann wäre das eben so. Besser als sie laufen zu lassen.


Ich kann nur für mich reden, aber glaubt mir: Niemand leidet in einer D/s-Bindung mehr, als die Sub, die gerade irgendwie nicht so kann, wie sie möchte. Es ist das Verständnis des Dom, dass es der Sub relativ einfach macht, mit der Situation umzugehen. Auf der anderen Seite wird D/s nicht mehr funktionieren, wenn keiner von beiden sich die Mühe machen würde, irgendwie mal die Nähe des Anderen suchen zu wollen. Angebote zu machen. D/s ist für beide Seiten harte Arbeit und kein Selbstläufer. Wenn man zulange körperlich nichts mehr gespürt hat, dann kann man es auch wirklich gleich bleiben lassen. Denn alle mentale Disziplin wiegt das Fehlen des körperlichen Kontaktes irgendwann nicht mehr auf.


Jede meiner ehemaligen Subs hat darüber hinaus stets ungehinderten Zugang zu mir. Denn nur weil man sich aus pragmatischen Gründen hat trennen müssen, so bedeutet das für mich jedenfalls nicht, dass ich dieser Person gram oder böse bin. „M“ zB hat sich einfach in einen anderen Mann verliebt, warum sollte ich ihr böse sein? Ich freue mich für sie und wenn sich unsere Wege unverhofft kreuzen sollten, warum sollte ich sie abweisen, wenn sie Nähe sucht? Das ist doch Unsinn.

 

Am Ende des Tages will ich auf eines hinaus: Wenn ihr euch gefunden habt, dann ist das kein Selbstläufer. Jede Beziehung muss ständig beackert werden, dass man auch beieinander bleiben kann. Und jeder muss was dafür tun, dass man dem anderen auch körperlich nah sein kann. Entfernung erzeugt vielleicht Probleme, aber bitte … sie sollte keine Distanz erzeugen.