Was vom Kapern übrig blieb – Teil Eins – #HahaEinDom #TwitterTakeOver


„Na, dann woll’n wer mal.“ – „Aber bitte thematisch aufarbeiten, wenn es geht. Danke :-*“ – „Orrrrr!“ – „Und bitte mehr als die paar Zeichen auf Twitter <3“ – „Jahaaaaa!“ – „Und auch einen Link zu dem Warum und Wo und überhaupt :-D“ – „Fresse jetzt!“


Frage: “Woran erkennt man Missbrauch in einer Session oder D/s Beziehung?”
#HahaEinDom

Frage: “Was kann man tun, wenn es sich tatsächlich um Missbrauch handelt?”
#HahaEinDom


Mißbrauch im BDSM ist ja so eine Sache. Schließlich geht es in einigen Bereichen durchaus um den gewollten Mißbrauch (#RapePlay zB), wo eine Sub ganz gezielt die absolute (sexuelle) Fremdbestimmung sucht, um befriedigt zu werden. Und ein Dom eben diese Möglichkeit braucht, freiwillig gegeben, um sexuelle Stimulanz zu haben.

Allerdings gibt es ein paar ganz deutliche Anzeichen dafür, wenn der gewollte Mißbrauch in einen ungewollten Mißbrauch übergeht.

Zum einen immer ganz genau dann, wenn ein Dom das Safeword nicht akzeptiert und sich einfach gehen lässt. Einmal lässt man es ihm vielleicht noch durchgehen und redet darüber. Aber garantiert kein zweites Mal.

Dabei kommt es für die Sub immer darauf an, wie sie sich fühlt und welche Emotionen sie damit verbindet. Gewollter Mißbrauch spielt sich in einem gesetzten Rahmen ab und am Ende fühlt die Sub sich wohl und verstanden und geliebt. Echter Mißbrauch ist egoistisch orientiert und am Ende fühlt eine Sub sich eben nicht mehr wohl. Das Gefühl von geliebt und gebraucht zu werden ist futsch und zwar von jetzt auf gleich.

Tatsächlich ist es eine Gratwanderung zwischen dem „Was will ich für meinen Herrn tun?“ und dem „Jetzt ist Schluß mit Sonnenschein!“. Was die eine bereits als absoluten Grenzübertritt ansieht, ist für die andere eben verzeihlich.

Aber das Nichtbeachten der abgesprochenen Sicherheitsmechanismen ist ein deutliches Indiz dafür eine Session abzubrechen zum Einen und bei sich wiederholenden Vorkommnissen vom Dom zu trennen. Und zwar rückstandslos.


Für beide Parteien ist es wichtig zu wissen, dass man sich im Sinne des Strafrechtes in einer grauen Wolke befindet. Was zwei Menschen sich freiwillig geben ist nicht Sache der Strafverfolgung, aber wenn es zur Anzeige kommt, dann wird es ein Offizialdelikt und wird seitens der Staatsanwaltschaft verfolgt.

Wobei Dinge wie Erpressung, Freiheitsberaubung, Prostitution, (sexuelle) Nötigung und Körperverletzung in jeder guten Beziehung auf die ein oder andere Weise vorkommen (Klingonisch, ist aber so). Unter sich zugeneigten Menschen werden diese Dinge regelmäßig nicht zur Anzeige gebracht, weil man sich halt mal bufft, Brüste zur Argumentation einsetzt oder dem anderen seinen Schokoriegel wegfuttert.

Es ist aber auch so, dass schwere seelische und körperliche Verletzungen hingenommen werden, in der Hoffnung auf dieses „Das wird schon wieder“. Wir kennen ja alle die Geschichten von Männern und Frauen, die von ihren Partnern „festgehalten“ werden, weil man ihnen mit sonst was droht. Und ich sehe hier auch einen Knackpunkt im BDSM.

Fremdbestimmung ist okay, wenn man sich gerne und freiwillig darauf einlassen kann und will. Aber man sollte als Sub selbst in der Lage sein zu empfinden, was einem nicht mehr gut tut. Und dabei rede ich nicht davon, dass es „mal“ nicht gut tut, sondern wenn das Gefühl sich in etwas Dauerhaftes entwickelt.

Aus seiner solchen Bindung muss man raus. Egal wie


In diesen Fällen wird man sich wohl oder übel jemandem anvertrauen müssen und einen Anwalt aufsuchen müssen. Wenn ein Dom zB das Leben der Sub derart umgestaltet, dass Freunde und Familie der Sub eliminiert werden, dann scheint mir das ein sicheres Zeichen zu sein, wohin die Reise gehen könnte.


#HahaEinDom auf YouTube
-> https://www.youtube.com/playlist?list=PLwN1K4KYEdW_687rHgJbFlzaAykUojzla

#HahaEinDom im JoyClub
-> https://haha-reingeguckt.joyclub.de/

#TwitterTakeOver mit dem JoyClub
-> https://twitter.com/JOYclub_de/status/985940997849976834 (ff)

Source: http://training-of-o.de/blog/2018/04/17/was-vom-kapern-uebrig-blieb-hahaeindom-twittertakeover/

Kleiderordnung und andere Vorschriften

In der unzähligen Möglichkeit von Definitionen diverser Wahrscheinlichkeiten sticht eine Art von Fragen immer mal wieder heraus: Wie fremdbestimmt darf es denn sein, liebe Sub?


„Mein Herr, ja ich möchte fremdbestimmt werden. Sie sind mein Herr und Sie sollen über mich bestimmen. Sie müssen es auch, da ich Sie sonst nicht als meinen Herrn wahrnehmen kann. Bitte verfügen Sie über mich, wie Sie es wünschen, damit ich Ihre Dominanz immer spüren kann. Vor allem dann, wenn wir eben nicht direkt zusammen sind, sondern über die lästigen Kilometer getrennt ist Fremdbestimmung, in welche ich mich freiwillig hineinbegebe, für mich Zeichen unserer gemeinsamen Bindung.“

„Das klingt sehr verlockend, liebe Sub und ich werde gerne darauf zurück kommen.“


‚Hach‘, denkt sich der Dom, ‚was fange ich nun mit all dieser Macht so an?‘

„Nicht zögerlich sein, mein Freund!“, höre ich mich raten, „volles Pfund, damit sie auch merkt, was sie sich da wünscht <3“


„Liebe Sub, ich wünsche mir, dass Du mir täglich Fotos von Dir in demütiger Haltung schickst, einmal liegend, einmal kniend, einmal stehend. Mindestens. Zusätzlich darfst Du nur mit meiner Zustimmung masturbieren und wenn, dann auch nur mit meiner Erlaubnis zum Orgasmus kommen. Außerdem ist Dir das Tragen von Unterwäsche ab sofort nicht mehr gestattet und Deine Fotos sind Beweis, dass Du meiner Anordnung auch Folge leistest!“

„Mein Herr, wie gerne würde ich das alles für sie tun, aber ich habe zwei kleine Kinder, die ständig um mich herumwuseln, außerdem habe ich einen Freund, der es merkwürdig finden würde, wenn ich meine sexy Unterwäsche, die er so geil findet, nicht mehr tragen würde. Darf ich auch keinen Orgasmus mehr haben, wenn er mit mir schläft?“


‚Orrrrr‘

„Na, merkste selber?“


Das ist jetzt einfach mal eine beispielhafte Situation, wie diese wahrscheinlich nicht mal soooo selten vorkommt. Zwei Menschen, die irgendwie nicht darüber nachdenken, welche Folgen Nicht-Kommunikation hat.

Völlig verträumt in den Dingen, die sie sich voneinander wünschen wurde beiderseits der Realitätscheck, mit deutlichem Pendel zum Dom!, vergessen und nun beginnt der Frust.

Oder … doch nicht?


Wenn der Wunsch nach Fremdbestimmung (inklusive Kleiderordnung) seitens der Sub doch so groß war, warum kommt nun seitens der Sub dieses dicke, fette „Aber“? Schließlich hat sie sich ja soweit geöffnet, dass der Dom wirklich in die Vollen greifen kann. Also ist doch die Sub an diesem Frust schuld, oder?

Ja … und Nein.

Ja, weil sie dem Dom keine Alternativen mit auf den Weg gegeben hat. Sie hat lediglich festgestellt, was NICHT geht, statt darüber nachzudenken, was sie tun könnte. Und ich denke, das ist die Schuld der Sub alleine.

Nein, weil ein Dom sich ein konkretes Bild vom „üblichen“ Leben der Sub machen muss, damit er einen Sinn dafür bekommen kann, wie der Eingriff in das Leben der Sub realistisch machbar ist. Und Kommunikation gehört zum Geschäft. Für beide Seiten, aber alle mal für den Dom.


Ich sage aber auch, dass es für eine allein stehende Frau ohne jedwede Verpflichtungen gegenüber Kindern und Partner vor Ort überhaupt gar keinen Grund geben kann (wenn nicht sogar darf) diesen Wünschen nicht nachzukommen. Hier ist es nur der innere Schweinehund, den sie überwinden muss. Und da sage ich dann ehrlich: Selbst gewähltes Schicksal.

Sich auf irgendeine Individualität zu berufen, wenn man fremdbestimmt werden möchte, ist im D/s barer Unsinn und absolut widersprüchlich. Dabei geht es ja nicht darum keinen geliebten Hobbys mehr nachgehen zu dürfen oder in Vereinen tätig zu sein. All das kann man auch mit einem Plug im Hintern machen. Darüber muss gar nicht gesprochen werden. Und … ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen einen Plug im Hintern haben und niemand weiß das. Bitte keine Kommentare über den „Stock im Arsch“. Das ist was anderes 😉


Fremdbestimmung im D/s ist etwas, welches in der aller Regel niemandem weh tut. Auf der einen Seite muss ein Dom eben prüfen, wie weit er gehen will (und auch kann) und die Sub muss prüfen, welches „Aber“ noch gerechtfertigt ist, aber eben auch was sie für ihn zu leisten bereit ist.

Ich sehe es beispielsweise nicht als Problem für die Sub an beispielsweise von Strumpfhosen auf Halterlose umzusteigen und diese täglich zu tragen. Das geht auch unter einer Hose und fällt niemandem weiter auf. Tatsächlich habe ich erlebt, dass alleine dieser Wechsel einigen Damen ein anderes, und positives dazu, Gefühl gegeben hat. Es ist nichts Demütigendes dabei, sondern nur eine kleine Änderung in ihrem Leben.

Es geht mir beispielsweise darum einen Schritt weit Feminität zu fordern. Und auch über den praktischen Sinn von Halterlosen zu sprechen, da diese beim Kacken nicht so hinderlich sind, wenn es schnell gehen muss.


Natürlich kann ich meine 3H-Regel nicht im Alltag einfordern, aber wer für mich auf High Heels laufen will, der sollte das nicht nur dann tun, wenn frau sich mit mir trifft live und in Farbe. Frau kann sich diese High Heels auch statt den Hauspantoffeln unterschnallen, wenn sie heim kommt und einfach in der Wohnung darauf rumlaufen für erst 10, dann 20 und dann vielleicht 30 Minuten am Tag.

Und dann mit Stolz dem Dom zeigen, dass sie das alles gerne für ihn getan hat und die Heels nicht nur beim Sex angezogen sind. Ich denke, dass kommt besser an, als jede gequälte Aktion, die widerum zu Frust führt.


Unter dem Strich ist Fremdbestimmung nur etwas für Frauen, die dies auch wirklich wollen. Die sich diesen Dingen stellen wollen und nicht beim kleinsten „Huch“ gleich kontern. Wer also zum persönlichen Sub-Sein Fremdbestimmung in der Form nicht gebrauchen kann, der muss dies klar kommunizieren.

Ein Dom sollte sich viel Zeit dafür nehmen heraus zu finden, was der Sub liegt und wenn er unbedingt fremdbestimmen will und sie das partout nicht möchte, dann muss er es im Zweifel bleiben lassen. Schließlich teilt sie seinen Kink nicht und sie seinen nicht.

Sie wissen ja: Topf … Deckel 😉

Orrr, mein Herr twittert und ich denke, ich bin gemeint

Wie schaffe ich es Tweets meines Herrn, die an die Allgemeinheit gerichtet sind und ohne ihn zu fragen nicht auf sich selbst zu beziehen? – Langtext


Es ist ganz einfach (und auch im Blog bereits mehrfach erwähnt): Wenn es ein Problem gibt, welches wir gemeinsam lösen müssen, dann bespreche ich das mit Dir und zwar direkt. Und nur diese verbalen Tweets darfst Du direkt auf Dich beziehen.

Alles andere geht nicht in Deine Richtung. Und diese Ansage darfst Du Dir bitte hinter Deine Ohren schreiben.

— eot

Natürlicher Umgang mit dem Machtgefälle.

Immer wieder gerne genommen: BDSM im Alltag


Zunächst einmal muss man unterstellen, dass sich zwei Menschen gefunden haben. Die submissive Fachkraft hat jemanden gefunden, den sie als Dominanz anerkennen mag. Die Frage ist, wo ist da eine Grenze? Ist das nun 24/7, also immer? Oder nur, wenn der Herr der Dame ein Halsband anlegt? Oder nur, wenn beide physikalisch beisammen sind und ansonsten ist Funkstille?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Kommt drauf an? Mitnichten würde ich sagen.

Wie kann es sein, dass eine Frau sich einen Mann sucht, dessen Dominanz sie zwar sexuell anerkennen mag, aber im Alltag eben nicht? Ist das nicht ein wenig halbherzig? Zu kurz gesprungen?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Zugegeben: Nicht jede Frau braucht das. Also das mit Dominanz im Alltag. Es sind gerade ziemlich selbstbewusste Frauen, die im Alltag ihre Frau stehen, welche aber im Bett den Macher wünschen und nicht den weichen Kerl. Also irgendwie so, wie der Manager, der eine Domina hat.

Wenigstens eben in sexueller Hinsicht keine Entscheidungen treffen „müssen“, wohl aber können. Ich finde, damit kann man was anfangen, oder?


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


Ernsthaft:

Der natürliche Umgang mit der Dominanz ist ebenso wichtig, wie der natürliche Umgang mit Submission. Ein Dom sollte sich dankbar zeigen, dass er das Geschenk der Submission erhält. Eine emanzipierte Frau macht das eben nicht für jeden. Auf der anderen Seite gebietet der natürliche Umgang mit der Dominanz auch, dass die Frau für sich entschieden hat einen Mann zu daten, im Mindesten, welcher bei ihr gerne auch mal übergriffig sein kann.


Zum Beispiel wird er ihr gerne einfach mal so, egal wo, an die Brüste fassen oder an den Nippeln zwirbeln und ihr ins Ohr flüstern, dass sie eine geile Fotze ist. Und sie wird exakt diese Übergriffe als Kompliment auffassen, weil sie es ist, die dieser Mann leidenschaftlich begehrt. Es macht der Ton halt die Musik, wenn er ihr Dinge per Sprachnachricht schickt und sie spontan feucht wird, auch wenn sie das vielleicht gerade nicht gebrauchen kann.

Allerdings ist es eben auch genau das, was den natürlichen Umgang mit der Dominanz für mich ausmacht, nämlich die geschenkte Macht auch zu nutzen und eben nicht nur dann, wenn für die Frau Ort und Zeit stimmt. Ich mache das versteckt, leise, heimlich – schließlich muss die Frau meine Nachrichten ja nicht lesen. Und es muss auch niemand direkt mitbekommen. Ein Dom sollte es stets unterlassen die Frau bloß zu stellen …


Die juristische Antwort: Kommt drauf an 😉


… jahaaaa, es sei denn es ist ihr Kick, dass sie zu Dingen aufgefordert wird, die sie sichtbar für die Öffentlichkeit machen soll. Den knielangen, engen Rock hochkrempeln, um sich mit dem nackten Hintern auf einen Stuhl zu setzen. In einem Cafe. Am Sonntag nachmittag. Zum Beispiel.

Ich denke, dass es gerade so kleine Neckereien sind, die eine Sub gerne über sich ergehen lässt, weil es ihr ganz eindeutig zeigt, dass es um sie alleine geht. Jetzt und in diesem Moment der Herr an sie denkt und sich daran erfreut, wenn sie im Cafe nun die Schamlippenklemmen entfernen darf. Während sie auf dem Stuhl sitzt und diese dem Herrn auf den Tisch legt.


Das kann bis zu Blowjobs im Auto gehen auf dem Parkplatz eines Markendiscounters, versteckt oder offen. Egal, was den natürlichen Umgang mit der Dominanz ausmacht: Es kommt eben darauf an, ob der Kink der Sub dem Herren gefällt und ob die Sub auch wirklich bereit dafür ist, mal eine Grenze zu (ihrem oder nur seinem Vergnügen) zu übertreten.


Submission stellt keine Frage an Ort und Zeit. Der Dom kümmert sich um Anstand und Moral.

Angemessene Nicht-Beachtung der Sub.

Wenn ich das manchmal so lese, dann frage ich mich immer, ob es noch ein Leben neben dem Leben gibt.


Sub und Dom bedingen einander. Nicht nur weil der eine ohne den anderen lediglich Autoerotik betreiben würde, sondern weil weil beide das Gefühl benötigen, welches sie vom anderen erhalten. Die Sub benötigt die Macht des Dom und der Dom die Hingabe der Sub.

Beides hat nicht mal direkt was mit Regeln oder sexuellen Anliegen zu tun, obgleich dies vielfach vermutet wird. Man muss sich einfach mal die Frage stellen, ob ein Dom noch ein Dom sein mag, wenn es keinerlei sexuelle Aktivitäten in seiner Beziehung gäbe. Gleiches gilt auch für die Sub. Hat ein Dom also grundsätzlich in sich das Gefühl führen zu wollen und die Sub generell einen Hang zu bestimmenden Menschen?

In der heutigen Zeit scheint dieser Basiskonstrukt nicht mehr sehr bekannt zu sein. #50SOG, den ich als alter Romantiker ob der Liebesgeschichte einfach schön (<3) finde, hat eine Welle der BDSM-Begeisterung hervorgerufen und nun tummeln sich Menschen in der Welt auf der Suche nach Erlebnis-Sexualität.

Manche Doms sind nunmehr der Meinung, dass sie grundsätzlich sexuellen Zugriff auf eine Sub haben und manche Subs glauben, dass der Dom jederzeit ihren Seelenfrieden zu organisieren habe. Liebe Menschen … so funktioniert das nicht, jedenfalls nicht immer.


Ich möchte niemandem auf den Fuß treten, aber wenn ich so ins Netz reinhorche, dann sehe ich Frauen, die oftmals eine Art Nicht-Selbstbewusstsein für sich pflegen und sich ziemlich schnell an einen Dom binden, ohne wirklich zu prüfen, ob dessen Kink zu ihrem passt. Irgendwie scheint es einen Sicherheitsmechanismus seitens der Frau nicht zu geben, und der Dom greift nur willig zu, da er sich ja nun vollkommen selbst verwirklichen kann. Frei nach dem Motto: „Ich mache alles für Sie, mein Herr!“ – „Dann knie nieder und bete mich an!“

Es tut mir leid zu postulieren, dass es sich hierbei nicht um eine Sub und einen Dom im Sinne meines gefühlten BDSM handelt, sondern um Menschen, die irgendwie herumstochern um mal zu schauen, was passiert. Der Dom wendet sich irgendwann gelangweilt ab, sucht sich ein neues „Opfer“ und die Sub bleibt womöglich gebrochen zurück und nimmt den Rucksack schlechter Erfahrungen mit zum nächsten Dom, der nicht lange auf sich warten lässt. Ein Teufelskreis.


In meinen Augen sind Sub und Dom auf Augenhöhe und nur so können sie in eine tiefere Bindung eintreten. Verständnis füreinander, für die Lebenssituation, für den gemeinsamen Kink müssen Leitbilder sein. Auch wenn es heißt, dass man verheiratet, aber nicht miteinander verheiratet ist. Was dann aber auch bedeutet, dass man eben nicht jeden Tag intensiv schreibt oder gar telefoniert.

Die Frage lautet: Komme ich als Dom damit klar, wenn meine Sub familiären Verpflichtungen nachgeht und eventuell zwei Wochen gar kein Kontakt möglich ist? Und wenn ein Dom eben beruflich mal stark eingespannt ist, kann eine Sub es ertragen, wenn er mal nicht reagiert? Und wenn ja, wie lange?


Wichtig ist mir in solchen Fällen immer, dass man sich abmeldet. Mit Begründung, wenn möglich. Das man dem anderen sagt, dass es im Zeitraum XYZ eben nur zu eingeschränkter bis Null Kommunikation kommen kann. Ich finde, dass ist das Mindeste.

Alles andere würde nur dazu führen, dass man sich Sorgen um den Anderen macht. Klingt irgendwie nach 0815-Beziehungspärchenkackscheißkram, richtig? Ist es aber auch. Es ist einfach guter Umgang miteinander.


Nachdem ich nun für mich mal das Grundlegende aufgedröselt habe, kommt es nun tatsächlich auch zum Thema 😉 Gibt es eine Grundlage dafür, dass man den anderen bewusst ignoriert?

Ja … die gibt es. Wenn man ein Problem zu bewältigen hat, so muss man sich immer vor Augen führen, dass man gemeinsam arbeitet gegen das Problem. Und eben nicht gegeneinander. Und doch ist der Zeitpunkt ab und an völlig unangemessen Probleme, Sorgen und Nöte zu wälzen. Ich selber sage meinen Subs, dass sie mir immer schreiben können, dass ich die Nachrichten sogar lese, aber halt nicht immer sofort reagieren kann. Und andersherum gebe ich meinen Subs den gleichen Tipp mit auf den Weg.

Die einzige Echtzeitkommunikation ist das reale Aufeinandertreffen oder das Telefonat. Weswegen beide vielleicht versuchen sollten „Dinge“ nicht durch Schreiben zu erledigen, sondern sich auf einen Tag und eine Uhrzeit verständigen, wo man mindestens darüber telefonieren kann.

Danke :-* @Tarasropes / #CircleOfFalbalus // The First Avengress

„Niemals geht man so ganz.“ – Trude Herr


Liebe Tara,

ich möchte mich bei Dir bedanken.

Für Deine Zeit.
Für Deine Hingabe.
Für Deine Liebe.

Unser Telefonat wurde von Dir eingeleitet mit „Haben Sie Zeit für ein Gespräch?“ und ich dachte mir, was ich alter Mann nun schon wieder verpeilt habe. Aber es kam dann doch irgendwie so, wie wir das beide geahnt haben.

Dein Abschied aus dem #CircleOfFalbalus ist nun durch und mit doch etwas Wehmut entbinde ich Dich von Deinen Pflichten.


Du warst die Erste, die mutig gewesen ist, sich dem #CircleOfFalbalus anzuschließen. Unser Kontakt ergab sich zunächst via Twitter in den klassischen DMs, wir tauschten uns aus, sprachen nicht nur über BDSM sondern auch grundlegend anderes Zeugs. Irgendwann hatten wir Handynummern und ich war verwundert, dass Du kein WhatsApp hattest.

Tatsächlich hast Du mich dazu gebracht Threema zu installieren, weil Du aus mir immer noch unverständlichen Gründen darauf bestanden hast. Und ich habe mich daran gewöhnt für den Kontakt mit Dir Threema zu nutzen. Irgendwann kam ja dann auch die Web-Version, was es mir einfacher machte 😉

Die genauen Gründe Deines Abschiedes liegen nicht bei Dir oder bei mir. Dieses Wir existiert immer noch, aber für Dich ist die Zeit gekommen Dich weiter zu entwickeln. Und wir lachten im Telefonat, weil wir uns darüber mehr als einig sind.

Es war kein „Brocken vor die Füße werfen“, sondern eher ein „Sie sind mein Dom, aber ich habe das Gefühl, dass ich mit dem #CircleOfFalbalus ein Türschild habe, welches ich aus verschiedenen Gründen (meist zeitlich) einfach nicht mehr mit Leben füllen kann. Deswegen möchte ich den Platz räumen, ohne jedoch wirklich zu gehen.“


Es war abzusehen, dass diese Entscheidung kommt. Und es ist gut, dass sie getätigt wurde.

Natürlich bleibt mein Halsband in Deinem Besitz, wie vor Deinem Abschied auch M ihres hat behalten dürfen. Du hast es Dir mehr als redlich verdient und kannst stolz auf das Erreichte sein. Auf all die Dinge, bei denen ich Dich habe begleiten dürfen.

Es war mit eine Ehre, Dich führen zu dürfen.


Wir sehen uns <3

Wann ist frau eine Schlampe? (insp. by @Ophelia_BDSM)

Ab und an gibt es da nicht viel hinzuzufügen.


Wie auch beim Mann ist die Schlampe umgangssprachlich ein Wesen, welches gerne und viel Sex hat. Männer und Neider reden ihr zu nicht wirklich wählerisch zu sein, und sie würde nehmen, was sie bekommt. Die Partnerwahl findet eventuell täglich aufs Neue statt, vielleicht hat sie auch mehrere Tagesabschnittsgefährten.

Dabei möchte ich die Schlampe jedoch in zwei Kategorien unterteilen (nicht wirklich politisch korrekt): Einmal die Hure und einmal die Nutte.

Während die Hure sich ihrer Wirkung auf Männer sehr bewusst ist, wählt sie aus dem breiten Angebot derjenigen, welche kopulationsbereit sind exakt nur diejenigen aus, von welchen sie sich auch wirklich etwas verspricht. Dabei achtet sie durchaus auf Umgangsformen und äußere Erscheinung. Sie nimmt sich viele, aber eben nicht jeden.

Oftmals wird die Hure von anderen Frauen eher abschätzig bewertet als von Männern. Da die Hure mit sich selber und dem was sie will völlig im Reinen ist, sich nimmt was sie will und mental eher nicht devot ist, wird sie sicherlich von Frauen um diese Fähigkeit sexuell frei zu leben beneidet. Männer hingegen werden etwaige Angebote einfach annehmen und nicht weiter darüber nachdenken.

Die Nutte jedoch ist in meinen Augen nicht wirklich selbstbewusst. Ihre Auswahl von Kopulationspartnern ist stets der Situation geschuldet und im Gegensatz zur Hure lässt sie sich auf die Partner ein, die sie nehmen wollen. Die Nutte bietet sich vielleicht sogar an und lebt so die romantische Verklärung einer Prostituierten nach. Im Gegensatz zur Hure, kann die Nutte wirklich jeder haben. Sie ist leicht zu kriegen, da sie nicht wählerisch ist.


Es mag unterschiedliche Gründe geben, warum eine Frau viel und gerne Sex hat. Oftmals wird auch das Wort Nymphomanin benutzt, um einer Schlampe so etwas wie eine Entschuldigung angedeihen zu lassen. Und verwechselt dabei den Begriff „Nymphe“, die nichts mit Nymphomanität (der Erkrankung) zu tun hat, sondern eine Minderjährige darstellt, die sich ebenfalls ihrer Wirkung bewusst ist und sich älteren Männern anbietet.

Die Nymphe ist sich zusätzlich bewusst darüber, dass ihr keine Strafe droht, wenn sie zB 15-jährig Sex mit einem 30-jährigen hat. Sie jagt und erbeutet und hat Macht über die Männer, die sich ihr hingeben. Denn ihre wesentlich älteren Sexpartner wissen sehr wohl auf welchem dünnen Eis sie sich bewegen.

Tatsächlich ist Nymphomanität möglicherweise eher der Antrieb einer Nutte (Im Kontext der Schlampe, nicht der Prostitution!), da sie durch ihre Wahllosigkeit ihre Sucht nach Sex (Orgasmus) zu stillen versucht. Diese Frauen sind der eigenen Beschreibung nach oftmals übergriffig, weil sie eben zum nächsten Schuss kommen müssen.


Wenn ich mir also die Schlampe anschaue und ihre Unterordnungen Hure/Nutte, dann kann ich doch nur deren Beweggründe für mich erahnen. Sie haben eben gerne und viel Sex und daran ist nichts Verwerfliches.

Tatsächlich haben bei mir bisher alle Partnerinnen, mit denen ich fest verbunden war, deutlich mehr Sex mit unterschiedlichen Partnern im Leben gehabt bevor wir zusammen kamen. Okay, bei meiner ersten Frau waren wir die/der Erste überhaupt aber ihr Männerkonto stieg während der Ehe um ein X-faches an. Gefühlt bin ich immer mit einem Negativum in eine Beziehung eingestiegen. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich damit keine Probleme hatte und nie haben werde.

Im Kontext dieses Artikel und auch im Generalkontext Hurenbock/Schlampe soll bitte jeder Mensch mit so vielen Menschen Sex haben, wie er/sie es braucht und für richtig erachtet. Daran ist nichts Schlimmes.


Der gute Ruf einer Frau wird durch das Schweigen ihrer Partner garantiert.


okay … der musste noch sein 😉

#SecretNight goes „O“ – Regelwerk // 04.05.2018

Neues Spiel – Neues Glück


Auf Basis des vorhandenen Regelwerkes von der letzten Veranstaltung kommt es nun zu einer etwas angepassteren Variante der grundlegenden Regeln für die Spielrunden.

Der Zeremonienmeister:

  1. Der Zeremonienmeister (/me) führt durch das Programm. Anwesende Herren werden gebeten ihre „O“’s dahingehend zu verpflichten, seinen Anordnungen folge zu leisten.
  2. Der Zeremonienmeister ist unberührbar, kann jedoch zu Handlungen seitens der anwesenden Herren explizit eingeladen werden.
  3. Der Zeremonienmeister ist von den anwesenden „O“’s zu siezen.

Die Spielregeln:

  1. Es gibt insgesamt drei Spielrunden. Jede Spielrunde besteht aus zwei bis drei Durchgängen. Im Sinne einer Einsteigerveranstaltung wählt die „O“ selber die Farbe ihres Armbandes. Dieses gilt für die komplette Spielrunde und für alle Durchgänge. Anwesende Herren werden ersucht die einmal gewählte Farbe entsprechend durchzusetzen.
  2. Unabhängig von der Farbe des Armbandes haben die „O“’s entsprechende Kleidung zu tragen, die es anwesenden Herren erlaubt sich ein Bild von ihnen zu machen. Das Tragen von Büstenhaltern und Slips ist für die „O“’s strengstens untersagt. Den anwesenden Herren wird vorgeschlagen, die „O“’s bereits bei der ersten Präsentation vollständig bis auf Halterlose, Halsband und High Heels zu entkleiden.
  3. Es wird darum gebeten, dass das Machtgefälle sichtbar wird. Die Herren sitzen auf den Möbeln, die „O“’s knien oder sitzen zu ihren Füßen.
  4. Alle Herren werden von den „O“’s ausnahmslos gesiezt, damit es nicht zu Unstimmigkeiten kommt. Die „O“’s werden entsprechend geduzt.

Die Farbregeln:

  1. Rotes Armband – Nur Schauen, nicht anfassen.
    Für die letzte Spielrunde: Nur Handjobs.
  2. Gelbes Armband – Anfassen ohne Eindringen.
    Für die letzte Spielrunde: Nur Handjobs und Blowjobs.
  3. Grünes Armband: Anfassen und Eindringen.
    Für die letzte Spielrunde: Handjobs, Blowjobs, Verkehr.

Sicherheitshinweis:

SM-Anteil:
Während der Spielrunden entscheidet der jeweilige Herr einer „O“, ob ein Fremdbespielen stattfinden darf oder nicht. Die „O“ hat hierüber über Art und Umfang keine Mitbestimmung.

Letzte Spielrunde:
Die Nutzung von Kondomen ist selbstverständlich! Im Sinne dieser Veranstaltung liegt die Entscheidung jedoch formal beim jeweiligen Herren.

Safeword:
Das Safeword lautet „MayDay“.

Wann ist mann ein Hurenbock?

Bevor ich mich nun mit dem Thema „Wann ist frau eine Schlampe?“ beschäftige, beschäftige ich mich doch mal mit meinem Geschlechtsgenossen.


Tatsächlich ist mir zunächst kein besseres Wort als „Hurenbock“ eingefallen, zumal das Wort an und für sich (auch) politisch eventuell nicht ganz korrekt sein mag. Während die „Schlampe“ eine Frau bezeichnet, die augenscheinlich unzählige sexuelle Kontakte mit Männern hat und dabei völlig wahllos vorgeht, ist der „Hurenbock“ in zweierlei Hinsicht nicht ganz richtig. Denn er verunglimpft die Frau und nicht den Mann. „Schlamperich“ oder „Schlamper“ klingt wie gewollt und nicht gekonnt. „Frauenheld“, „Casanova“, „Womanizer“, „Playboy“ sind eventuell weitere Synonyme, aber auch diese verherrlichen den Mann, der viel Sex mit wahllosen Partnern (hier ist die Mehrzahl gemeint) hat und machen die Frau zum Opfer.

Irgendwie scheint es sich durchgesetzt zu haben, dass es völlig okay ist, wenn ein Mann sich austobt und einfach Spaß hat. Tut dies jedoch eine Frau, ist sie eine „Schlampe“. Eine gute Entsprechung scheint mir jedoch der „Stricher“ zu sein. In meinen Recherchen zu diesem Artikel taucht er öfters auf, auch wenn die tatsächliche Wortbedeutung den Typ Mann an und für sich nicht korrekt bezeichnet. Ein „Stricher“ ist mann ja eher, wenn man auf den Strich geht und seinen Körper gegen Geld anbietet. Aber um die Demütigung für den Mann als männliche „Schlampe“ zu repräsentieren, scheint es mir einerlei und den Geldfaktor kann man hier wohl vernachlässigen.


Was macht also einen Mann zu einem „Stricher“?


Wie bereits erwähnt handelt es sich um einen Mann, der zahllose sexuelle Kontakte zu unterschiedlichsten und sich stetig ändernden Partnerinnen/Partnern (so ist besser) hat. Er nimmt jede Gelegenheit zur Kopulation wahr und bietet sich im Rahmen seiner sexuellen Ausrichtung (hetero/homo/bi) oftmals sogar an, wenn er sich nicht sogar aufdrängt. Um den negativen Beigeschmack zu behalten ist der „Stricher“ wenig dominant ausgeprägt. Seine Zielrichtung ist es vielmehr durch Unterwürfigkeit zum Zug zu kommen, auch wenn er selbst der Meinung ist dominant aufzutreten. Er ist eher ein Toyboy und lebt gut damit.

Auch das Alter der Partnerinnen/Partnern spielt eher eine untergeordnete Rolle. Wenn jemand auf ihn anspringt, dann wird er rollig und gibt ganz exakt die Rolle, die von ihm erwartet wird.

Der „Stricher“ bindet sich nicht an eine Person, sondern bleibt meiner Meinung nach Zeit seines Lebens polygam veranlagt, auch wenn er heiratet und Frau, Haus, Hof und Kinder hat. Selbst wenn er so gebunden ist, und daher weniger Möglichkeiten zum Sex mit anderen hat, wird er wahrscheinlich nach Möglichkeit fremdgehen oder mit seinem Geld die örtliche Prostitution befeuern.


Unter dem Strich (ähm … ja) ist „Stricher“ zu sein garantiert nicht einfach. Ich vermute ihn eher in der Ecke „Resterampe“, einem bösen Wort, aber im Kontext passt es. Er mag einen ausgewiesenen Charme besitzen, aber er hat wenig Schneid. Wie gut, dass ein „Stricher“ nicht weiß, dass er einer ist. Er ist von sich und seinem Erfolg überzeugt und alle, die ihn so beschimpfen sind nur neidisch, dass er viel Sex hat und die, die ihn beschimpfen, haben wohl wenig bis keinen. Wenn er überhaupt über sein Tun nachdenkt.

Ersuchen um Aufmerksamkeit.

Einhergehend mit „Ständige Rückversicherung ist aller Ende Anfang.“ komme ich nun zu den weiteren Gedanken über das „Submissive Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom“: Dem Ersuchen um Aufmerksamkeit.


Meiner Erfahrung nach haben oftmals den Wunsch nicht nur nach dem omnipotenten, sondern auch nach dem omnipräsenten Herrn, der prinzipiell auf Knopfdruck (zumindest geistig) parat zu stehen hat. Meistens dann, wenn es gerade irgendwo kneift. Man wird überschüttet mit Nachrichten und wenn nicht in einem von der Sub definierten Rahmen (gefühlt 5 Sekunden) reagiert wird, dann hat der Herr im schlimmsten Falle ganz plötzlich gar kein Interesse mehr an ihr.

Da dies ein absoluter Trugschluss ist, möchte ich dazu einfach mal Stellung beziehen.


„Ich vermisse Dich auch, mein Herz!“


Vielleicht ist es Dir entgangen, aber ich habe tatsächlich ein Leben. Also irgendwie ein doofes, aber es existiert noch. Also irgendwas mit Arbeit oder Haushalt oder Kinder oder Eltern oder Hobbys oder … halt sowas. Erinnerst Du Dich, dass auch Du gewisse Dinge hast, bei denen Du nicht gestört werden möchtest/kannst/darfst/sollst und die ich respektiere? Warum funktioniert das anders herum von Dir zu mir nicht?

Natürlich kannst Du mir immer schreiben, aber nur das Telefonat ist ebenso ein Echtzeitmedium, wie das persönliche Treffen. Alles andere kann doch bitte mal ein wenig warten, oder?

Natürlich schmeichelt es mir, wenn Du an mich denkst und mir kleine Botschaften schickst, aber ich kann nun mal schlecht ernsthafte und tiefe Gespräche tagsüber führen, wenn ich mein Geld verdienen muss.

Ja, ich erinnere mich daran, dass ich Dir tagsüber ab und an mal kleinere Anweisungen zusende, die Du sofort zu erledigen hast. Fremdbestimmung direkt ausüben. Aber würde ich stündlich auf Dich zugreifen, dann würdest Du auch irgendwann mal rebellieren. Nicht weil Du das nicht alles machen willst, sondern weil es einfach nicht geht. Schließlich leidet darunter die Konzentration am Arbeitsplatz und am Ende wackelt vielleicht Dein Job. Und daran möchte ich nicht schuld sein, so sehr Du das alles gerne machen würdest.

Je mehr Botschaften Du also am Tag an mich sendest, umso eher stelle ich Dich auf lautlos. Und das ist garantiert nicht das, was Du willst.


Das Mindeste, was ich von Dir erwarte (und Du auch von mir) ist, dass es überhaupt zu einer Reaktion in einem angemessenen Zeitraum kommt. Und das können tagsüber durchaus mal 2-3 Stunden sein. Darüber hinaus gibt es Zeiten, da ist gar keine Kommunikation gewünscht oder möglich, da meldet man sich einfach ab und gut ist.