Montag: „Gehört Demütigung zur Demut?“ // #Hausaufgabe

Tag 8 / 14


Der Jurist in mir sagt: „Kommt drauf an.“

Wie ich bereits mal in einem älteren Artikel angedeutet habe, kann Demütigung schwerlich demütigend sein, wenn das gegenüber genau diese Form der Demütigung in seinem Kink bevorzugt.

Und doch gibt es Szenarien, in welchen eine gewisse Form der tolerierten Demütigung zum Leben dazu gehört. Wenn zum Beispiel eine SM-Party ansteht und ich zwei meiner Subs ein gemeinsames Regelwerk für den Abend aufgebe. Wo für die eine 3H mit einem Schulterzucken kommentiert wird, ist dies für die andere eventuell eine echte Probe. Natürlich ist jede Gruppe nur so stark wie ihr schwächstes Glied und ich bin sehr bemüht darauf Rücksicht zu nehmen. Nur manchmal ist es eben auch nötig mal einen Schritt nach vorne zu gehen und in Demut meine Bedürfnisse zu erfüllen, auch wenn der Umstand demütigend sein kann. Sub oder Sklavin sein ist halt kein Wunschkonzert, jedenfalls nicht immer.

Demütigend kann aber auch sein, dass ich im Rahmen einer Veranstaltung einfach keine Zeit für das Bespielen habe. Dies ohne öffentliches Murren und Knurren hinzunehmen, bedeutet mir sehr viel. Und es zeigt mir, dass eine Sub charakterlich im Subsein angekommen ist.

Was mir persönlich wichtig ist: Ich demütige niemals aus Absicht oder Vorsatz.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 7 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/09/sonntag-fasse-dein-aktuelles-regelwerk-zusammen-brauchst-du-mehr-oder-weniger-regeln-hausaufgabe/

Sonntag: „Fasse Dein aktuelles Regelwerk zusammen. Brauchst Du mehr oder weniger Regeln?“ // #Hausaufgabe

Tag 7 / 14


Das ist natürlich deutlich schwerer, weil ich als Dom in diesem Sinne keine Regeln habe.
Aber ich habe Pflichten und diese will ich mir mal vornehmen.

Jede meiner Damen hat ein eigenes Regelwerk, welches mehr oder weniger bindend ist. Vieles ist einfach freiwillig, weil die Erfüllung von Aufgaben oftmals am realen Leben scheitern (muss). Hierbei nicht strikt durchzugreifen, sondern liebevoll über das ein oder andere hinweg zu sehen erscheint mir sinnvoll und dabei bleibt es auch.

Was ich mir jedoch für 2019 angezogen habe ist, dass ich bestimmte Regeln etwas enger nehmen werde und damit auch meine Pflichten, diese durchzusetzen.

  1. In meiner Wohnung ist 3H oder #CMNF als ganzes Pflicht.
  2. Ich werde Begrüßungsrituale einführen, die zwar auf jede einzelne Dame angepasst sind, aber zu erfolgen haben.
  3. Fehltritte in der Öffentlichkeit werde ich umgehend ahnen. Ich glaube, dass es dafür nun Zeit ist und der Welpenschutz abgelegt werden kann.
  4. Ich werde über die Einführung von Strafbüchern nachdenken, in welchen die Subs gewisse Dinge wie in einem Tagebuch einzutragen haben. Dabei werde ich nach Subs und Sklavinnen sortieren und unterschiedliche Regeln aufstellen.
  5. Punkt 1 wird für alle gelten. Punkt 2-4 ist Basis gemeinsamer Kompromisse.

Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 6 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/08/samstag-drei-dinge-die-du-2019-erleben-moechtest-hausaufgabe/

Samstag: „Drei Dinge, die Du 2019 erleben möchtest.“ // #Hausaufgabe

Tag 6 / 14


a) Der #CircleOfFalbalus ist ein „Label“, welches eng mit dem Hashtag #fuffzig im Jahre 2020 verbunden ist. Ich wünsche mir, dass wir 2019 zu dem Jahr machen, in welchem wir gemeinsam den Weg zum #fuffzig gehen werden.

b) Ihr seid mir lieb und teuer, denn jede von euch ist in seiner Eigenart etwas Besonderes im #CircleOfFalbalus. Ihr alle habt mir eure Treue geschenkt und wollt den Weg mit mir als Begleiter gemeinsam gehen. Dass ihr in Demut und Gelassenheit den anderen Damen ihre Zeiten lasst, so wie die anderen die euren ist mein höchster Wunsch.

c) Wenn ich einige Dinge nun aufliste, welche ich erleben möchte, dann tue ich dies mit dem Wissen, dass jede von euch ganz genau ermessen kann, welcher Teil für euch gedacht ist und welcher vielleicht nicht.

  1. Übernachtung in einem SM-Appartment
  2. Urlaub am Meer
  3. Öffentliche Auftritte im Rahmen von Workshops
  4. Vermietung, Verpachtung und Verkauf
  5. Besuch eines Sklavenmarktes
  6. Unzählige Besuche in Pornokinos
  7. Public Disgrace
  8. Pornofilmdreh
  9. Aktive Teilnahme an diversen SM-Partys
  10. Nähe, Liebe und Wärme auf dem Sofa
  11. 3er
  12. „Bring in a Friend“ often
  13. Besuch von SM-Stammtischen
  14. Besuch einer „O“-Veranstaltung
  15. Subtausch über Nacht
  16. Anschaffung diverser Flogger und Peitschen
  17. Ein Wochenende „24/7“

Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 5 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/07/freitag-wir-bekommen-gaeste-bist-du-bereit-hausaufgabe/

Freitag: „Wir bekommen Gäste. Bist Du bereit?“ // #Hausaufgabe

Tag 5 / 14


Wenn das Kopfkino durchdreht und Deine Libido Kapriolen schlägt, erst dann solltest Du diese Frage ernsthaft mit „Ja, mein Herr“ beantworten. Alles andere könnte nämlich dazu führen, dass Du scheiterst. Und das hast Du Dir dann ganz alleine zuzuschreiben.

Ich habe mir Mühe mit dem Setup gegeben, weil Du stets davon geträumt hast, bei Tisch zu bedienen. Und nun möchte ich von Dir wissen, live und in Farbe, ob Du auch machst, was Du bisher nur vorgegeben hast zu machen.

Nackt sein vor Fremden.
Dich von Fremden anfassen lassen.
Die eine oder andere „Bemerkung“ über Dich hier und da.
Objekt uneingeschränkter Begierde zu jeder Zeit sein.
Pflicht vergessen sein.
Meinen Anweisungen stets Folge zu leisten.
Keine Gegenfragen.
Kein Zögern.
Kein Verhandeln.
Nichts darf auch nur im Entferntesten auf innere Unstimmigkeiten in Dir selbst deuten.

Alles, was Du machst, machst Du für mich.
Weil Du mir immer wieder sagst, dass Du mir vertraust.
Nun … „Moment of truth“ … Lebe Deine Bestimmung, welche Du Dir selbst ausgesucht hast.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 4 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/06/donnerstag-ungeduld-fluch-oder-segen-hausaufgabe/

Donnerstag: „Ungeduld: Fluch oder Segen?“ // #Hausaufgabe

Tag 4 / 14


Ich bin geduldig. Und war es schon immer. Und es ist ein Segen nicht immer alles, jetzt, gleich und sofort haben zu müssen, erleben zu müssen.

Man hat mich irgendwohin 100e von Kilometern hinbestellt und ich habe gewartet, bis ich an der Reihe war. Ich habe mir gewünscht dran zu kommen, aber wenn ich nicht dran kam, bin ich 100e von Kilometern wieder heim gefahren und fühlte mich dennoch gut dabei.

Ich war in der Nähe. Habe was gesehen. War beteiligt. Aber eben nicht dran. Schulterzucken.

Wenn ich etwas aus meiner eigenen Subzeit mit in die heutige genommen habe, dann die Information, dass mein Herr mich nicht weniger liebt, nur weil er mich nicht genutzt hat. Er hatte halt keine Zeit, sonst hätte er ja. Wir haben unsere privaten Zeiten gehabt, da war ich immer dran. Dann kann ich auch gut und gerne mal zugunsten anderer Dinge verzichten, denn eines war ich ja immer: Mittendrin und nicht nur dabei.

Und genau dieses Mantra gebe ich Dir mit auf den Weg.
Es geht um Demut und Zurückhaltung. Das Annehmen Deiner Submissivität.
Jedes laute Einfordern ist ein Angriff auf mich und lässt Dich uninteressant werden.

Denn bedenke, wenn ich Deine Ungeduld annehmen würde, dann würdest Du alles innerhalb von dreissig Minuten erleben und anschließend wärst Du zerstört. Und das willst Du nicht.

Ich verstehe, dass Du Dich hin- und vielleicht auch hergeben möchtest. Aber eben alles zu meiner Zeit und nicht dann, wenn Du glaubst, dass Du dran bist. Deine Submissivität gepaart mit Geduld ist das größte Geschenk und der größte Respekt, den Du mir erweisen kannst.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 3 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/05/mittwoch-eine-fotosession-wo-wie-wer-was-hausaufgabe/

Mittwoch: „Eine Fotosession. Wo, Wie, Wer, Was?“ // #Hausaufgabe

Tag 3 / 14


Es ist erstaunlich, wie schwierig es ist, die eigene Partnerin für Fotos zu animieren. Ich persönlich sehe das als Kompliment, denn schließlich will ich sie ja sehen, so aus der Konserve. Und doch lausche ich immer den Worten: „Ich sehe auf Fotos scheiße aus!“

Ebenfalls erstaunlich ist, dass Du mir nicht vertraust und dass ich mag, was ich sehe. Und wenn ich Dich damit vielleicht zu einem Masturbationsobjekt „degradiere“. Was kann tendentiell schöner sein, als wenn ein Mann zu einem Bild der eigenen Frau masturbiert und nicht zu einer aus dem Internet?


Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du meinen Schwanz in Deinem Mund hast.
Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du einen anderen Schwanz in Deinem Mund hast.
ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du mit einem anderen Mann Sex hast.
Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du Dich nackt vor vielen Männern präsentierst.
Ich möchte ein Bild von Dir, wenn Du Dich einem Gangbang hingibst.

Ich werde diese Fotos machen.
Denn Du bist mein Pornostar.
Zu diesen Bildern will ich masturbieren.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 2 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/04/dienstag-harte-versus-weiche-grenzen-hausaufgabe/

Dienstag: „Harte versus Weiche Grenzen.“ // #Hausaufgabe

Tag 2 / 14

„Ihre Grenzen sind gute Grenzen“ – Das ist mir so am Liebsten 😉


Tatsächlich ist das Liebesleben deutlich komplexer und gerade im D/s geprägt von neuen oder ängstlichen oder erfahrenen oder gebrandmarkten oder überforderten oder unterforderten (oder …) Gestalten auf beiden Seiten der Macht.

Und genau diese Lebensumstände setzen die Grenzen. Zu einem Teil.

Andere und nicht weniger wichtige Grenzen ist das, was ich nicht will, weniger will oder gar nicht will.

„Ich möchte eine Frau, die kein Problem damit hat Sperma zu schlucken.“
„Ich möchte eine Frau, die kein Problem damit hat fremdes Sperma zu schlucken.“

Alleine zwischen diesen beiden Dingen liegen Welten.

Ich kann diese Dinge zur absoluten Pflicht erheben.
Das steht mir zu.
Eine Sub kann sagen, dass sie mein Sperma schluckt, aber anderes auf keinen Fall.
Sie kann aber auch sagen, dass Sperma schlucken gar nicht geht.
Sie kann aber auch sagen, das Blasen ohne Gummi gar nicht geht.
Das steht ihr zu.
Ich kann mir das gefallen lassen und gehe zur nächsten Pflicht über.
Oder ich höre hier auf und gehe weiter (Ich suche mir eine Frau, die hier nicht Stopp sagt).

Jeder Dom ist anders und jede Sub ist anders und keine Paarung ist wie die Andere.

Was also für die eine eine harte Grenze (Never, Ever!) darstellt ist für die andere ein Schulterzucken (Gerne, immer!) wert.

Wichtig ist, dass ich Deine harten Grenzen kenne.
Wichtig ist, dass Du meine harten Grenzen kennst.
Dinge, die nicht auf dem Speiseplan stehen.

Denn alles andere ist Gegenstand von Verhandlungen, Gesprächen, Kommunikation.
Um es abgekürzt darzustellen ist alles was zwischen „Will ich!“ und „Will ich nicht!“ der weiche Raum, in welchem D/s idealerweise stattfindet. Und idealerweise orientiert man sich nur an den harten Grenzen und erprobt sich gemeinsam im restlichen Raum der Möglichkeiten.

Und: Oftmals werden harte Grenzen gesetzt, weil Sub sich das einfach jetzt nicht vorstellen kann. Es ist durchaus möglich, dass sich diese harten Grenzen in den weichen Raum verschieben.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.

Kontext: Tag 1 / 14
https://training-of-o.de/blog/2018/12/03/montag-was-macht-dich-zur-sub-was-macht-mich-zu-deinem-herrn-hausaufgabe/

Montag: „Was macht Dich zur Sub? Was macht mich zu Deinem Herrn?“ // #Hausaufgabe

Schwierige Sache … das.


Wenn Sie das da oben lesen, dann ist das ja die Frage, die ich an meine Subs gestellt habe. Und es sind ja gleich zwei Fragen auf einmal. Da kommt schon die Idee auf eine Art „Liebesgeständnis“ zu erhalten, aber die Idee war eine andere. In den nun kommenden Kreativwochen, welche zeitlich exakt 14 Tage verzögert beackert werden, werde ich jede Frage, die ich an meine Subs gestellt habe so gedanklich umlenken, also ob ich diese Frage von meinen Subs erhielt.


Was macht Sie zum Dom? Was macht mich zu Ihrer Sub?


Ich sehe mich als einen Mann, der kommunikativ ist.
Ebenso sehe ich mich als einen Mann, der versucht Dinge zu verstehen.
Zusätzlich erlaube ich mir in bestimmten, meist sexuellen Dingen, den Ton angeben zu wollen.

Ob das alleine schon dominant ist, möchte ich bezweifeln.
Meiner Meinung nach kommt es sehr extrem darauf an, wie ich diese Dinge mit Wort und Sprache und Handeln verbinde, und ob Du dies als maßgeblich für Dich betrachtest. Ich spreche also von einem ingesamten „Habitus“.

Wenn ich also einen gewissen Habitus an den Tag lege, dann möchte ich damit eine gewisse Sorte weiblicher Sexualität ansprechen. Aber auch das ist noch nicht alles, was meine Dominanz ausmacht.

Denn solange ich Dich, und damit komme ich zur zweiten Frage, nicht als (mögliche) Sub mit meinen ganzen „Angeboten“ anspreche, bin ich nur ein einsamer Rufer in der Wüste.

Damit machst DU mich zum Dom und das macht DICH zu meiner Sub.

Es geht eben … um DICH.

#TheTrainingOfO // Lage, Auftrag, Durchführung … oder?

Nun hat man sich also aufgerafft und die Ideen und Gedanken haben einen nicht dahingerafft. Man hat sich hoffentlich gut eingelesen. Idealerweise sehr viele Gespräche mit demjenigen geführt, den es wirklich was angeht (also dem eigenen Dom!) und sich alle möglichen und unmöglichen Unwägbarkeiten aufzeigen lassen, ist in jeden Winkel seines Kopfkino vorgedrungen und hat erkundet an welchen Stellen es in der untern Etage zuckt und in welchen nicht. Kurz: Man ist sich sicher -> Das ist mein Weg.


Wenn der werte Leser sich vor Augen führt, wie ich „O“ definiere, nämlich die natürliche Verbindung aus „Sub – Als mehrheitlich erotisch geführt“ und „Sklavin – Als mehrheitlich masochistisch geführt“, ergo die Königsdisziplin der Unterwerfung, dann muss diesem Prozess eine stabile, wie auch immer geartete, D/s-Bindung voraus gegangen sein. Die „O“ dient umfassend in allen Belangen, die Herrschaft herrscht umfassend in allen Belangen. Vielleicht wurde auch das Safeword an die Herrschafft zurück gegeben.


Wenn wir das alles annehmen, dann haben wir doch nun den Punkt erreicht, in welchem ein einfaches „Lage, Auftrag, Durchführung“ ausreichen sollte, um Dinge in Bewegung zu bringen. Es wird nichts mehr gefragt, hinterfragt, alles ist richtig, wichtig und gut. Sub vertraut Dom und Dom vertraut Sub. Und gemeinsam geht man nun den Weg, den es zu gehen gilt.


Ich habe mir erlaubt mal ein paar Leitfragen zu formulieren, an welchen sich Subs und Sklaven mal in das ganze „eindenken“ können. Wichtig erscheint mir, dass sich diese Fragen selbst laut vorgelesen werden und spontan zu beantworten sind, also ohne nachzudenken. Ich maße mir nicht an eine Psychotestauswertung zu liefern und Fragen nach „Bin ich eine gute ‚O‘, wenn ich das und das ausschließe?“ werde ich sicherlich nicht beantworten.


Also dann:

  1. Ich vertraue meinem Herrn blind. Ich habe keine Zweifel an seiner Herrschaft (mehr).
  2. Ich habe keine Bedenken (mehr) mich meinem Herrn nackt zu zeigen.
  3. Ich kenne meine Grenzen. Ich will diese erweitern.
  4. Ich wünsche mir, dass mein Herr umfassend über meinen Körper verfügt.
  5. Ich wünsche mir, dass mein Herr seine Vision von Sexualität mit mir erfüllen kann.
  6. Ich bin jederzeit bereit auch „gegen meinen Willen“ zu funktionieren.
  7. Ich bin jederzeit bereit auch gegen meinen Willen zu funktionieren.
  8. Meine eigene Sexualität ist nicht wichtig. Seine ist meine.
  9. Meine eigenen Bedürfnisse sind nicht wichtig. Seine sind meine.
  10. Meine Haltung ist „O“, immer und ausschließlich. Anders kann ich nicht leben.

Es ist nicht wirklich wichtig, an welcher Stelle die Sub/Sklavin aussteigt wenn sie diese Fragen für sich beantwortet. Meiner Meinung nach kann eine Master+“O“-Beziehung nur dann funktionieren, wenn die „O“ alle 10 Fragen immer und zu jederzeit wahrhaft mit „JA“ beantworten kann. Wer vorher aussteigt ist ehrlich mit sich und seiner D/s-Beziehung.


Tatsächlich ist es kein Fehler auf dem Weg zur „O“ einfach stehen zu bleiben. Es ist eine Sicherheitsfunktion. Und diese ist wichtig! Zumal es einen dringenden Unterschied zwischen „gegen meinen Willen“ und gegen meinen Willen gibt. Ich definiere diesen Punkt als interne Vertrauensfrage, die eine Sub/Sklavin nur mit sich selber ausmachen kann. Der Kasus Knacksus ist, ob man bereit ist seine eigenen Grenzen (also auch die Rote Liste!) formal aufzugeben, etwa durch Zurückgeben des Safewords, im wirklich festen Vertrauen, dass diese dennoch niemals gebrochen werden. Und wenn sie doch gebrochen werden sollten, dann habe ich mich dennoch dazu verpflichtet?


… to be continued.


„O“ ist eine hohe Kunst.

Brauchen wir ein #BDSMetoo? // Eine offene Antwort statt eines Kommentares

Lieber Tomasz,

ich habe heute Deinen Artikel durch meine sozialen Medien geschoben und mache mir dabei selbst Gedanken. Dabei möchte ich keinen Bezug auf den gesamten Artikel nehmen, aber mich ernsthaft mit diesem Thema hier beschäftigen.

Mir stellt sich eine ganz andere und sehr persönliche Frage, die spezifisch mit der Szene zu tun hat: Hat es in meiner Vergangenheit Situationen gegeben, in denen ich mich nach meinen heutigen Maßstäben anders hätte verhalten können (müssen)? Gab es vielleicht Gelegenheiten, wo ich mich kopfschüttelnd abgewendet habe, Situationen, in denen ich Zeuge dessen wurde, was Dr. Lister in ihrem Artikel beschreibt: Missbrauch unter dem Deckmantel von SM?

Wenn ich mich also im „An die eigene Nase packen“-Modus befinde, dann denke ich vor allem an mein AlterEgo #DomYoda und in wie fern ich mir selber zu einem früheren, aber auch späteren Zeitpunkt nicht selbst an meine eigenen Regeln gehalten, nicht zugehört, nicht aufgepasst, nicht gelesen oder nicht sonstwie habe.

Und ich muss gestehen, dass dem so gewesen ist.

Bereits in Blogbeiträgen habe ich mich bewusst dahingehend geoutet. Zum Beispiel, dass ich meiner Frau im (seltenen aber so geschehen) Suff Ohrfeigen verpasst oder es mit dem Rohrstock übertrieben habe. Das hat durchaus zu Verwerfungen in der Macht geführt. Einmal zum Abbruch der Session mit der finalen Erkenntnis, dass ich mich grundlegend dahingehend entwickelt habe Sex und Alkohol in Kombination zu unterlassen. Was dazu führte, dass ich kaum bis nie wieder Alkohol angerührt habe, wenn der Ausgang des Abends bezüglich Kopulation ungewiss sei. Andermal wurde die Session nur pausiert und der Rohrstock verschwand

Aber beide male kam eben das Safeword und ich habe mich dran gehalten. Es hat mich wachgerüttelt und mich entsprechend verändert. Insofern würde ich davon ausgehen, auch in der kompletten Retrospektive als dominante Fachkraft, dass ich für diesen Hashtag in Frage käme.

Letztlich komme ich aber auch zu der Erkenntnis, dass nur die Submissivität mir und auch generell der Dominanz ein entsprechendes Zeugnis ausstellen kann. Ich bin selber auch nie Zeuge von echten Übergriffen geworden, welcher sich für diesen Hashtag qualifizieren könnte. Daher mutmaße ich, dass die meisten echten Übergriffe im BDSM ähnlich wie auch im „üblichen“ Leben im Verborgenen stattfinden.

Ich stehe dieser Hashtaggerei jedoch mit gemischten Gefühlen gegenüber. Wenn ich auf der einen Seite keinen Zweifel daran habe, wenn Menschen sich bekennen Opfer gewesen zu sein, so bleibt mir ab und an eben der Jurist in mir nicht verborgen, welcher auch die andere Seite hören möchte um ein Gesamtbild zu erhalten. Außerdem besteht auch, und vielleicht gerade auch im BDSM, das „Victimshaming“ auf der Türschwelle, weil schließlich wollen die Subs ja „so“ behandelt werden und wer ein Safeword hat und dieses nicht nutzt sei ja selber schuld.

Manchmal habe ich auch die Befürchtung, dass Hashtaggerei dazu genutzt wird, um sich zu rächen, obgleich eventuell gar nichts passiert ist. Einfach nur, um dem anderen aus verletzten Gefühlen heraus einen rein zu würgen.

Lieber Tomasz,

Eines sei Dir jedoch versichert: Wenn es Bedarf an diesem Hashtag gibt, dann wird und soll er leben dürfen. Da bin ich ganz und gerne dabei und stelle mein Blog gerne für anonyme Blogger*innen zur Verfügung, die sich was von der Seele schreiben wollen.

Mit bloggerfreundlichen Grüßen

Martin


Kontext:
https://www.tbordeme.de/bdsmetoo/