#TheTrainingOfO – Regeln X.5

„Nichts ist beständiger als der Wandel“


Diese Weisheit, mal dem Griechen Heraklit (ca. 500 J. v. Christus), mal dem Engländer Charles Darwin (*1809 – 1882) zugeschrieben, passt wie die Faust aufs Auge für eine weitere Folge über Regeln im BDSM generell, BDSM-Verträge allgemein, im #CircleOfFalbalus speziell und erst recht für das #TheTrainingOfO.


Wenn ich mir meine verschiedenen Regelwerke so betrachte, ob nun so als generelle Vorlage für Viele oder spezielle Dinge für mich so, dann komme ich immer wieder auf den Punkt, dass Regelwerke sich schlicht und ergreifend dauernd verändern.

Von all jenen Dingen, die mir mal ganz extrem wichtig gewesen sind, sind nicht mehr so viele übrig geblieben. Aus Einsicht der Untragbarkeit, der Realität wegen und vor allem der Person wegen, die mir da gegenübersteht.

Submissive Fachkräfte benötigen jedoch Regeln, an die sie sich halten können. Grenzen, die es zu beachten gilt, Dinge, die es zu tun gibt und Sachen, die zu unterlassen sind. Also irgendwie muss es ja losgehen. Dynamik kommt später.


Eine der merkwürdigsten Dinge, die ich jemals auf dem Zettel hatte, waren Benimmregeln. Unter lautem Kruschtelgeräusch lese ich davon, dass die Sub nicht spricht, sondern nur dann, wenn sie etwas gefragt wird. Also stets und ständig. Es sollte „Kammern der Kommunikation“ geben, in welchem man auf Augenhöhe den Status der Beziehung bespricht.

Es schüttelt mich bei dem Gedanken, dass ich die offene Kommunikation so tief beschnitten habe. Wahrscheinlich war ich einfach viel zu unsicher damals und wollte mein Ding einfach durchziehen.

Heute ist daraus geworden, dass während der privaten Sessions „dazwischen“ immer offen geredet werden soll. Ständige Qualitätskontrolle sozusagen. Für Außentermine jedoch gebe ich das gerne vor, wenn Art und Umstand des Spielens schweigende Subs erfordern.


Oder das hier: „Du hast Dich mir exklusiv hinzugeben, auch wenn ich mich nicht exklusiv an Dich binden werde.“ – Was für ein Schwachsinn 😉 Das war zu einer Zeit, wo ich die totale Kontrolle haben wollte und wirklich glaubte, dass EPE dies einfach beinhalten muss.

Heute denke ich, dass eine Sub sich exklusiv an mich binden kann, wenn sie dies möchte. Dann jedoch auch nicht „mal so“/“mal so“. Da ich mich zwar emotional, aber nicht exklusiv binde, muss die Sub jedoch mit den Nebenerscheinungen meiner Polygamie klar kommen. Und dies ohne MiMiMi.


Ich denke, dass es tatsächlich nur vier Regeln gibt, die stets und ständig Bestand haben und die ich allen Subs aufdiktiere (beim Spielen – nicht im RL!). Wobei es mir schmeichelt, wenn diese Regeln auch (ab und an) im RL gelebt werden.

  1. 3H-Regel

    (Mein!) Halsband, Halterlose, High Heels (oder Pumps mit minimalem Absatz!)

  2. Schwarze Kleidung, keine Rüschen, Federn, Schleifchen, nichts Buntes, höchstens gedeckte Farben.
  3. Keine Dessous (also weder BH noch Slip).
  4. Lange Haare stets offen tragen.

Und dann sind da noch die Dinge, die jeder Sub früher oder später begegnen werden, weil diese Vorstellung einfach in mir haftet.

  1. Du wirst geschlagen, weil ich Lust habe, Dich zu schlagen.
  2. Blowjobs sind Pflicht.
  3. Teile Deiner Ausbildung finden in der Öffentlichkeit statt.
  4. Du wirst gefickt, jedoch nicht zwangsweise von mir.

Alles andere ist pure Geschmacksache. Ich tendiere dazu, keine Zeitvorgaben zu machen. Aber wenn ich der Meinung bin, dass es soweit ist, dann ist es soweit und ich dulde dann keinen Widerspruch. Die eine Sub will schnell viel, dann soll sie es bekommen, wenn ich der Meinung bin, sie ist soweit. Ansonsten trete ich für sie auf die Bremse. Die andere Sub will in Tippelschritten nach vorne geleitet werden, aber auch für sie gilt, dass irgendwann der Zeitpunkt gekommen ist, gesetzte Dinge anzugehen. Und diesen Zeitpunkt bestimme ich.

 

Der Dom als Hure …

Manchmal reizt mich dieser Gedanke ja immer noch. Dinge für oder gegen Geld zu tun.


Wer mich kennt, der weiß, dass ich vor so ziemlich überhaupt nichts halt mache. Und auch wenn ich meine Präsenz bei peppr.it aufgegeben habe, da Hetero-Escort einfach nichts bringt, so umschleicht mich dieser Gedanke im BDSM-Bereich immer wieder mal.

Und bevor der Aufschrei durch die Gemeinde geht, so gilt ja auch für mich, dass über Dinge nachdenken nicht identisch ist mit Dinge tatsächlich zu tun. Obwohl … bei mir, nun ja. Also nicht immer identisch.

Die Tatsache eine Partnerin zu akzeptieren, die man nur wenig bis gar nicht kennt und diese dann befriedigen zu müssen und ihr nach Möglichkeit ganz exakt das geben zu können, was sie gerade braucht – im Sinne des BDSM, ich rede nicht vom plumpen Vögeln -, kommt immer wieder mal hoch. Und diese Hochkommen ist nicht im Sinne von kotzen gemeint.


Ich denke nicht, dass dies ein romantischer Ansatz ist. Aber es ist mindestens ein sehr emotionaler. Jedenfalls in meinen Gedanken. Eine gewisse Menge Geld führt zwei Menschen zusammen, die sich sonst niemals begegnen würden. Und es ist nicht der Mann, der sich eine Bizarr-Escort-Dame leistet, sondern eben anders herum. Ein Anruf, eine eMail, ein Treffpunkt, kurzes Gespräch, ein offener Umschlag, das Spiel … und dann gehen. Und den Umschlag nicht vergessen.

Sich für das, was man gerne macht, bezahlen lassen.

So heißt es doch immer, dass man das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.


Aufgrund meiner Erfahrung insgesamt denke ich, dass ich durchaus in der Lage bin, eine Frau aus dem Stand zu bespielen und „dabei“ ihren Weg zu finden, den sie gehen möchte. Hindern würde mich auch an der Umsetzung nichts. Und Angst davor hätte ich wohl auch nicht. Die Manschetten, die ich mir dabei anlege, sind jedoch immer die gleichen:

Was geschieht mit mir – hinterher.

Wenn ich die Dame dann verlasse und es keinen weiteren Kontakt geben wird, den man ausbauen könnte? Weil ich eben in genau dem Augenblick eine Möglichkeit war, ein Spielzeug? Und nach geleisteter Schuldigkeit für diesen Moment in die Vergessenheit gerate? Wird das nicht an meinem Ego kratzen?


Fragen über Fragen, aber eine Antwort darauf … ich würde es darauf ankommen lassen.

Was ganz was Anderes … In eigener Sache

Ich: Du wirst doch nicht etwa?
Ich: Doch ich werde!


Einige wissen es schon, Andere noch nicht und bevor nun das Rätselraten beginnt warum der alte Mann so viel Zeit hat: Er hat einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet und gehört per 01.11.2017 dem Heer der Arbeitslosen an.

Der Grund ist nicht ganz so wichtig und gehört nicht wirklich hier her, aber es ist eine gute und runde Sache. Und ich rede nicht von den Euronen, die damit einher gehen. Nur soviel: Man hat mich gebeten zu gehen #AusGruenden, die nicht in meiner Person liegen.

Nachdem ich nun ein paar Dinge geregelt habe (Arbeitssuchend gemeldet, Lebenslauf aktualisiert zB) werde ich den Rest des Monates Oktober (bin bei vollen Bezügen unwiderruflich freigestellt) wie Urlaub verbringen. Dieser wird dann gekrönt von einer kleinen, aber dringend benötigten Auszeit für und mit meiner Frau, bevor ich am 02.11.2017 persönlich auf dem Amt vorsprechen muss.


Ich: Und was machst Du dann?
Ich: Es öffnen sich Türen, mein Bester!


Ich habe viele Ideen und Gedanken, die sich um diese Zeit ranken.

Auf der einen Seite kann ich Vollzeit auf die Akademie der Arbeit nach Frankfurt gehen und ein Grundstudium für Arbeitsrecht absolvieren. Das könnte mir Türen in die IG Metall öffnen.

Auf der anderen Seite kann ich mir in der ersten Zeit die Jobs raussuchen, die mich wirklich faszinieren und ich meine 3rd-Level-Expertise im IT-Bereich als Problemlöser vollständig einbringen kann. Garantiert gehe ich nicht mehr in die First Line of Defense mit direktem Kundenkontakt, wo ich Office- und Druckerprobleme lösen soll. Ich würde am Bore-Out-Syndrom sterben.

Des Weiteren möchte ich als Selbstständiger auch ein paar Kontakte knüpfen und im BDSM-Bereich „Dinge“ tun. So werde ich die #SecretNight in Dortmund ab Januar kreativ übernehmen und kann mich ein Jahr mindestens dort austoben. WorkShops, Vorträge … und einfach Menschen kennen lernen, die sich mit BDSM nicht nur privat auseinander setzen und lernen und denken und erschaffen.

Auch eine Tätigkeit im Bereich Sozialer Medien käme mir nicht schlecht daher. Als ausgebildeter Betriebsrat bin ich sogar so kühn zu behaupten in einer Personalabteilung arbeiten zu können.

Privat habe ich die Möglichkeit, dass ich auch mal entfernte Ziele unter der Woche ansteuern kann, wenn es die Zeit erlaubt. Ein #Kaffeedate mit Svea Kerling zB in Wien (#TeamSacher). Oder nach Berlin zum Strafbock und vielleicht mal vor die Kamera treten oder oder oder.

In jedem Fall werde ich mich mal um ein paar neue Anzüge kümmern und der Werkzeugkoffer wird ein wenig zusätzlich bestückt werden. Ein neues Notebook eventuell.


Natürlich ist die Abfindungssumme endlich. Und ich muss mich davon ja auch finanzieren, weil ich kein Arbeitslosengeld erhalten werde (glaubt es mir einfach!). Ich könnte mir sagen, dass je früher ich eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit finde, desto mehr bleibt von der Abfindung über. Aber damit hätte ich dann auch einfach weniger Zeit

… für mich.

 

The First Avengress 2.0 ;-) #TheTrainingOfO

Es gab da mal einen Blogbeitrag:
https://tarasropes.wordpress.com/2017/10/05/nicht-nur-sub/

Um die Aufmerksamkeit der werten Leserschaft jedoch gleich mal in das richtige Lot zu lenken. Und wie ich es auch schon mehrfach betont habe … Beziehungen ändern sich, weil sich Menschen ändern. Und Beziehungen bleiben beständig, wenn Menschen sich mit ihrer Beziehung auseinandersetzen und daran rumbasteln. Darüber nachdenken, ob diese Beziehung noch gut ist, was doof ist und wie sie besser werden kann.

Auch wenn es sich vordergründig zwischen Tara und mir um eine reine D/s-Geschichte handelt, so geht es doch viel tiefer zwischen uns her. Der eine oder die andere mag das nicht verstehen, für die eigene D/s-Beziehung nicht wollen, oder oder oder …

Im Film „Der Aufstand“ aus dem Star Trek Franchise äußerte sich Commander Data dahingehend, dass er 0,76 Sekunden darüber nachgedacht habe, ob er sich der Borgkönigin anschließen mag und das Geschenk von Emotionen und Gefühlen annehmen solle. Ähnlich ging es auch mir, als Tara mir diesen Beitrag vorgelegt hatte. Tatsächlich habe ich ein wenig mehr als Data gebraucht um ihn zu verstehen. Mehrfach musste ich ihn lesen.

Und gestern stand dann noch das erste O-Date für Tara auf dem Plan und nach so langer Zeit des Sich-Nicht-So-Haben-Könnens war mir durchaus danach eine neue Ebene einzuziehen, aber ich wollte ihr auch persönlich begegnen, um ihr meinen ganz persönlichen Eindruck von ihrem Text mit auf den Weg zu geben.

Also teilte ich ihr mit, dass sie bitte festes Schuhwerk mitbringen möge und ich würde sie an diesem Abend nur für mich alleine haben wollen und nicht mit anderen teilen. Und ich fuhr dann mit ihr in einen nahen Wald um im diesen Nieselregen eine kleine Outdoor-Session mit Betonung auf Waldhäuschen zu haben. Das war schon länger auf dem Plan und ich wollte das machen, bevor das Wetter echt zu doof dafür wird. Während wir noch auf dem Hinweg zu Fuß über dies und das philosophierten und auch während der Brustbehandlung die üblichen Spaziergänger vorbei kamen, so fanden wir das Gespräch über diesen Beitrag danach auf dem Weg zum Auto.

Das Ergebnis war ein sehr Positives für uns beide.

Wenn man sich als Dom in der Rolle eines Lehrers sieht, der die anwesende submissive Fachkraft dazu ermuntern will ihre eigene Libido völlig neu zu erfahren und auszuleben, der wird dann sicherlich auch irgendwann mal damit konfrontiert, dass es soweit ist und das Vögelchen langsam das Nest verlassen mag um sich selbst auszuprobieren. Die sexuelle Befreiung der Tara war mir immer sehr wichtig und ich habe das stets gefördert und zT auch gefordert. Aber um sich wirklich sexuell zu befreien, muss man auch loslassen können. Man muss als Dom in der Lage sein zu begreifen, dass man seine „Aufgabe“ erfüllt hat und sich ein wenig zurückziehen muss.

Man erhält also Lob und Anerkennung durch das Begreifen der D/s-Beziehung als „endliche“ Beziehung. Tatsächlich steht dies sowohl für Tara als auch für mich überhaupt nicht zur Debatte. Wir haben uns sehr intensiv in die Augen geschaut und festgestellt, dass sich auch durch neue Freiheiten zwischen uns gar nichts ändern wird.

So fuhr ich dann noch mit ihr ins „Goldene M“ und später im Liebesnest kam dann Teil Zwei des „O“-Dates und ich servierte ihr meine Gedanken zur weiteren Entwicklung direkt auf die Brüste. Ich ließ sie sich vollständig entkleiden, sie sollte sich Hand- und Beinmanschetten anlegen und aus dem Kleinen Schwarzen schlüpfen. Ihre Nippel verband ich mit japanischen Klemmen nebst Kette.

So saß sie auf einem Stuhl vor mir und ich teilte ihr mit, dass sie es „Schuld“ sei, dass ich mich verändern kann. Und dass ich längst vergessen geglaubte Wege des Sadismus/Masochismus bereit bin mit ihr zu gehen. Und das „Kleine Schwarze“ als äußerliches Merkmal unseres D/s nun der Nackthaltung weichen könne und solle, wie es sich für eine Sklavin gehört.

Über das, was danach folgte hülle ich mich in bekanntes Schweigen.

 

ps // Nein, diese Änderung des Planes war vorhersehbar. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird dies bereits vor Wochen gewusst haben, weswegen ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen werde. Der Zeitpunkt konnte jedoch nicht besser gewesen sein.

Danke Tara <3

 

Die Furcht vor dem Ersten Mal

Gemessen an dem, was so über das Erste Mal „BDSM“ geschrieben wird, scheine ich nach reiflicher Überlegung irgendwie eine Sonderlocke zu haben. Denn ich fürchte mich nicht vor einer neuen Sub, ich freue mich auf sie. Sicherlich habe ich Respekt vor der ersten Berührung, dem ersten Kuss.

Aber es kann mir keiner sagen, dass sich in diesen Dingen letztlich nicht auch eine Art Finale einstellt. Ein Finale der Annäherung vorher. Das Schreiben, das Antworten, das Reden, das Zuhören, DM, WhatsApp, Telefon, Kaffeedate … das ist doch eine Kette glücklicher Umstände, die im Finale des Ersten Males ihr Ende finden. Um im besten Fall mit dem Ersten Mal den Beginn von etwas Neuem, dem gemeinsamen Ausleben von BDSM einzuleiten.

Mein eigenes Erstes Mal hat es als Dom so nicht gegeben, ich war schon immer „drauf“ und habe mich eben nur gesteigert, ausprobiert und letztlich im „D/s mit Schmerzzulage“ gefunden. An mein Erstes Mal als Sub kann ich mich jedoch recht intensiv erinnern.

Ich hatte mich ja als Hete bewusst einem Mann unterworfen und bevor er mich noch irgendwie schlagen wollte, wurde ich erstmal 2Loch-entjungfert. „Damit das erledigt ist“, sehe ich noch heute sein Grinsen. Irgendwie erinnert mich das an Mr. Grey, welche Mrs. Steele ja auch erstmal entjungfern musste. Das war es dann aber auch schon mit Gemeinsamkeiten 😉

Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen einer langsamen Annäherung zu einer Sub und der Fremdüberlassung einer Sub durch einen anderen Dom. Weil ich eben die Frau vorher nicht wirklich habe kennen lernen können und weil ich von deren Dom nur eine Liste mit Ja’s und Nein’s erhalten habe. Aber es ist extrem reizvoll auch mit einer völlig fremden Sub zu spielen und sie quasi „on the job“ einschätzen zu lernen.

Mittlerweile kenne ich mich ziemlich genau und weiß, was ich will und eine Sub, die sich mir nähert oder die mir angeboten wird, bekommt ziemlich zügig genau das Bild von mir, was sie zu erwarten hat. Und Sex gehört da weniger zu. Ich habe am üblichen Rein und Raus wenig Interesse. Dabei bin ich ja kein wirklicher Sadist, obwohl das in Grundzügen sicherlich angelegt ist und vielleicht auch bald Entfaltung findet.

Es ist dann immer nett, die Reaktionen von Männern zu erleben. Die meisten gehen davon aus, dass ein Dom eine Sub hat, damit er ständig und überall Sex haben kann. Das mag bei anderen auch so sein, bei mir ist das nicht so. Sex kann Sub sich bei mir auf keinem Weg erdienen. Entweder ich will oder es gibt nichts.

Und bevor ich abschweife, schließe ich diesen Blogbeitrag 🙂

#SecretNight 01.09.2017

„Da wo Du Deine Flogger ausbreitest, bist Du daheim.“

~~ Falbalus


Am 01.09.2017 war die letzte #SecretNight und ich habe das auch gleich zum Anlass genommen und von den neuen Räumen ein paar Fotos gemacht. Es war ein sehr schöner Abend und insgesamt waren sechs Twitterer dabei und diese am Ende sogar in einem Raum zusammen.

Ich freue mich sehr darüber, dass die #SecretNight breitere Kreise zieht und seit meinen sozialen Medienarbeiten (für Umme versteht sich!) im Januar 2017 immer mehr Bekannte zum Reinschnuppern anzieht.

Viel Spaß beim Stöbern in den Bildern (Auswahl).


Bedürfnisse, Wünsche, Träume und die Realität

Wer auf Twitter (aber auch sicher in anderen sozialen Medien) unterwegs ist und diese durchaus zum Kennenlernen in Sachen #BDSM nutzt, der stößt als Dom immer wieder mal auf eine ganz besondere Gattung Frau.

Diese ist meist in der Beziehung frustriert, vielleicht sogar in der Überlegung die Trennung vom Partner einzuleiten oder gar zu vollziehen. Diese Gattung Frau ist höchst sensibel und Lust stillende Worte fallen zumeist auf sehr fruchtbaren Boden.

Es gibt Frauen, die diesem Ruf nach Submission gerne nachkommen (und fremd gehen) und es gibt andere, die diesem Ruf nicht nachkommen (und treu bleiben). Andere wiederum geben ein Versprechen ab, dass sie darüber ernsthaft nachdenken sich zu treffen, andere wiederum wollen erst den Beziehungsstatus klären, bevor sie sich überhaupt überlegen sich zu treffen.

Mein moralischer Standpunkt hierbei ist wohl klar: Ich dränge niemals – kein Dom sollte das jemals tun. Frauen lassen sich nicht bedrängen, denn eher wenden sie sich völlig ab als das sie auch nur die Spur von Komfortzone verlassen. In aller Regel sind sie „Keeper“ und überlegen sich Dinge sehr gut, bevor sie auch nur einen winzigen Schritt machen.

Und ganz ehrlich: Mir sind das auch die liebsten Gesprächspartner. Denn Submission taugt nur dann etwas und kann auch von der Frau richtig gelebt werden, wenn ihr Kopf frei von Grenzen ist. Und eine ungeklärte Beziehungsfrage ist kein guter Ratgeber.

Mir geht es jedoch nicht um die Beziehungsfrage an und für sich, sondern ab und an auch um die Umstände dessen. Sehr häufig bekomme ich mit, dass Frauen sich in einer Beziehung befinden (Männer aber auch!), die sie nicht nur sexuell nicht mehr erfüllt. Und trotzdem tun sie nichts, damit sich das ändert.

Frauen werden in der Regel alles dafür tun, um eine Beziehung zu halten. Sie werden versuchen mit dem Partner Kontakt aufzunehmen. Leider erlebe ich auch, dass zu softe Worte in der Beziehung nicht weiterhelfen und aus Angst vor Zurückweisung verebben solche Gespräche immer.

Mir geht vor allem dieses „Ich besitze Dich“-Gedönse von Männern auf den Keks, die eine Frau negativ kontrollieren und ihr ständig misstrauen. Das Traurige daran ist, dass sie so nur die eigene Unsicherheit kaschieren und selber nicht mitbekommen, dass eine Frau darunter leidet, wenn nicht sogar daran kaputt geht.

Menschen ändern sich. Jeden Tag tun sie das. Die Frau, die man mit 21 geheiratet hat, ist eine andere als die, die nun 45 ist. Eine Frau bekommt diese Veränderung beim Mann durchaus mit. Männer sind dafür meistens blind. Und ich rede nicht von Äußerlichkeiten. Wenn ich meiner Frau sage, dass ich sie liebe, dann beinhaltet das den ganzen Weg, den wir gemeinsam gegangen sind. Ich akzeptiere und respektiere damit jede Veränderung und nicke diese mit ab.

Im Übrigen ist das auch die Bestätigung, dass ich sie immer noch so sehe wie am ersten Tag und nichts mir ferner liegt als sie regelmäßig durch die Wohnung zu vögeln. Frauen, lasst euch das einfach mal gesagt sein. So am Rande. Eine handfeste Erektion ist auch ein Kompliment.

Ich bin nicht monogam im Sinne der Monogamität. Ich bin anders monogam mit Blick Richtung Polygamie, wenn nicht sogar Polyamorität. Ich suche da noch nach einer Definition. Deswegen fällt es mir leicht meiner Frau den Freiraum zu geben, den sie benötigt um glücklich zu sein. Und vor drei Jahren hätte sie wohl auch noch auf alle Vorzüge der Monogamie geschworen.

Daher kann ich natürlich leicht reden, dass Männer ihren Frauen auch mal einen Dom gönnen sollen. Denn wir sind keine Gefahr für die Beziehung. Eine Frau, deren Mann tolerant und respektvoll mit ihren Wünschen umgeht, den wird keine Frau verlassen. Jedenfalls ist das nicht meine Kenntnis. Diese Frau wird immer wieder gerne nach Hause kommen, weil sie dort mehr findet als bei einem Dom.

Liebe.

#KaminabendBDSM – Reprise :-)

Nun ist er also gelaufen der #KaminabendBDSM und ich möchte an dieser Stelle sagen, dass er ein voller Erfolg war. Es wird nun ein paar Tage dauern bis die Post-Produktion erledigt ist und der Podcast auf Joyclub (www.joyclub.de) veröffentlicht wird, aber ein paar Eindrücke möchte ich hier schon loswerden. Es hat an diesem Tag zwei Produktionen gegeben, weil auch der #CircleOfFalbalus in die Mangel genommen wurde.

Es war einfach ein toller Abend!

Das Schöne war vor allem, dass wir uns nicht einfach nur Anekdoten um die Ohren gehauen haben und auch der viel gerühmte Zeigefinger, welcher aus dem „Goldenen Buch des BDSM“ zitierte, war nicht wirklich zu finden.

Es ging an diesem #KaminabendBDSM vor allem um die Menschen, die BDSM in den verschiedenen Ausprägungen verschiedenst leben und weniger darum sich selber in den Vordergrund zu repräsentieren. Jeder Teilnehmer hat einen eigenen Bezug (sei es die Bloggerin, die Buchautorin, der #CircleOfFalbalus (Dom, Partnerin und Sub als Teilzeitsub, Sub eines gebundenen Mannes), die Transfrau als Dommse, die Angestellte einer Sexwebseite, der Veranstalter und auch der Wissenschaftler) und hat sich entsprechend (fast schon exklusiv für sein Thema) einbringen können.

Es ergaben sich natürlich auch Besprechungen zum Thema „Penisbilder und ihre Eignung als Sofortkontakt“ und auch die „Nicht-Profile-Leser“ bekamen ihr Fettchen weg.

Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, deswegen nun einfach mal die komplette Gästeliste. Sobald der Podcast da ist, wird er im JoyClub veröffentlicht und dann gibt es auch hier weitere Informationen 🙂


Martin Mewes (Der neben Herrn B. -> @EmEmBDSM - Moderator
Kirsti Lenehan (JoyClub -> @JOYclub_de) - Moderatorin

Hirnventrikel (Frau und Sub des ER neben Herrn B. -> @Hirnventrikel)
Tara (Sub des Er neben Herrn B. -> @Tarasropes)
Tanja Russ (@TanjaRuss_Autor)
Remi (@seitenspringen)
Nina Jaros (@Ninchen_ohne_Ka) 
Peter Becker (Inhaber der Location Lust.Refugium)
Mark Benecke (Der Typ neben Herrn M.)

Leider haben nicht alle einen Twitter-Account (warum auch immer) 😉

(Images by Martin Mewes – All rights reserved!)

#CircleOfFalbalus … in the media

Nachdem ich ja nun bereits zum Thema interviewt wurde …

https://intimvitrine.blogspot.de/2017/07/dom-darth-falbulus-und-seine-sicht-auf.html

… hier nun auch das passende Gegenstück:

https://intimvitrine.blogspot.de/2017/08/die-subs-subs-hinventrikel-und-tara-und.html


Viel Spaß beim Lesen.

#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Zwei – Die Ausformulierung

Einfach mal weiter denken.

Im ersten Teil ging es um das Gegenüberstellen der „gängigen Regeln“ und „meinen Regeln“. Und da war ja noch was mit „Fremdnutzung zulassen“ und „Armbinde wechseln“, was ich irgendwie einbauen wollte, ohne es zu verkomplizieren.

Voila 🙂


„Meine Praxis“ 2.0

Erste Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und ein ganz normales sexy Outfit. Somit sind die „O“s vollständig bekleidet. Alleine das Bemustern durch fremde Männer ist für viele Frauen (und deren Begleitung) eine Hürde.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und präsentieren sich nun in Unterwäsche. Hier ist durchaus Mut gefordert, weil die Frauen sich so noch mehr als vorher den Blicken fremder Männer aussetzen müssen. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nicht anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer. Alle „O“s mit roter Armbinde scheiden ebenfalls aus oder wechseln in Absprache mit ihrem Begleiter auf die gelbe Armbinde.

Dritte Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und gemäß meiner 3H-Regel (Halsband, Halterlose, HighHeels) keine weitere Bekleidung mehr. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nur Brüste und Po anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.
Alle „O“s mit einer gelben Armbinde scheiden ebenfalls aus oder wechseln in Absprache mit ihre, Begleiter auf die grüne Armbinde.

Vierte Runde: Die „O“s tragen immer noch Augenbinde. Es werden jedoch nur noch die „O“s mit grüner Armbinde vorgeführt, da die Herren sie nun ausgiebig anfassen dürfen (inkl. Eindringen). „O“s, die keine Augenbinde tragen sind zur vollständigen Nutzung freigegeben.


Herrenlose „O“s, die vom Dom geführt werden, besprechen den Wechsel des Armbandes natürlich mit ihm. Je nach Entscheidung werden diese dann an die anwesenden Einzelherren vergeben.

Alle Handlungen mit herrenlosen „O“s finden in einem großen Raum unter Aufsicht des Dom statt. „O“s in Begleitung entschwinden mit ihrer Begleitung und den entsprechenden Herren gerne in andere Räume.

Zusätzlich wird es einen Fragebogen geben, der an die Teilnehmer als PDF per eMail versandt wird. Mit diesem Fragebogen wird erfasst, welche Vorlieben und Abneigungen die „O“s haben, damit auch richtige Paarungen zusammen kommen. Wahrscheinlich wird es auch einfacher sein in diesem Zusammenhang auch die Spielregeln mitzugeben, die unterschrieben mitzubringen sind.


#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Eins – Die Idee