#CircleOfFalbalus … in the media

Nachdem ich ja nun bereits zum Thema interviewt wurde …

https://intimvitrine.blogspot.de/2017/07/dom-darth-falbulus-und-seine-sicht-auf.html

… hier nun auch das passende Gegenstück:

https://intimvitrine.blogspot.de/2017/08/die-subs-subs-hinventrikel-und-tara-und.html


Viel Spaß beim Lesen.

Die totale Offenheit #TheTrainingOfO

„Wenn Du alles en detail wissen willst, was passiert dann mit dem Zauber?“


Sicherheit ist wichtig. Bevor eine Sub sich anschickt ein Techtelmechtel mit einem Dom zu beginnen, sind viele Dinge zu klären. Die Frage ist jedoch, wie weit ein Dom die totale Offenheit anwenden sollte.

Wenn es sich um eine Annäherung an den Zirkel mit dem direktem Wunsch der „O“-Schaft handelt, halte ich das für recht hinderlich. Schließlich sollte sich eine Aspirantin nach dem Lesen des Blogs auf der einen Seite durchaus im Klaren sein, wie ich ticke, wie der Zirkel tickt und wie meine „O“ zu ticken hat. Nebenbei sollte sie regelmäßig den Blog verfolgen, um zu sehen, ob sich eventuell Richtlinien ändern und sich das verinnerlichen.

Ist eine Anwärterin älter, dann hat sie im Leben bereits das eine oder andere hinter sich gebracht und ist dadurch zu einer Persönlichkeit geworden. Den ein oder anderen Partner wird sie bereits gehabt haben, also ist eine sexuelle Reife zu vermuten. Dazu muss angenommen werden, dass wenn sie gerne irgendwie das mit der „O“ möchte, dass Kopfkino vorhanden ist. Und sie ist in der Lage dies zumindest in Bildern aus dem Internet darzustellen, wenn die Worte fehlen.

Ist eine Anwärterin jünger, so fehlen ein paar Teile. Jedenfalls ist davon auszugehen.

Die Frage ist … muss ich einer „O“-Anwärterin mein komplettes Kopfkino öffnen?
Muss ich wirklich ins Detail gehen und Szenarien aufbauen? Möglichkeiten aufzeigen?


„Du tust, was man Dir sagt und stellst keine Fragen.“


Eine „O“ muss nichts hinterfragen oder erklärt bekommen. Weil eben alles, was die Herrschaft macht oder fordert als sinnvoll und richtig akzeptiert wird. Dass sich Nervosität einstellt, wenn es um das erste Mal geht, ist nur natürlich. Und doch erwarte ich persönlich eine dedizierte innere Einstellung. Die kann nicht gleich zu Anfang 100% sein. Und doch habe ich die Befürchtung, dass jede „O“-Anwärterin meint, dass ich zu Anfang gleich 100% von ihr erwarte.

Ich darf an dieser Stelle äußern, dass dem tatsächlich nicht so ist.

Denn wie kann ich 100% erwarten, wenn ich der Dame noch nichts gezeigt habe. Schließlich besteht das #TheTrainingOfO aus viel Reden, Erklären, Zeigen, Beibringen, Ritualität. Ich persönlich habe keine besondere Lust bereits vorher alles schriftlich durchzugehen, was ich hinterher soundso mündlich mitteile.

#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Zwei – Die Ausformulierung

Einfach mal weiter denken.

Im ersten Teil ging es um das Gegenüberstellen der „gängigen Regeln“ und „meinen Regeln“. Und da war ja noch was mit „Fremdnutzung zulassen“ und „Armbinde wechseln“, was ich irgendwie einbauen wollte, ohne es zu verkomplizieren.

Voila 🙂


„Meine Praxis“ 2.0

Erste Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und ein ganz normales sexy Outfit. Somit sind die „O“s vollständig bekleidet. Alleine das Bemustern durch fremde Männer ist für viele Frauen (und deren Begleitung) eine Hürde.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.

Zweite Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und präsentieren sich nun in Unterwäsche. Hier ist durchaus Mut gefordert, weil die Frauen sich so noch mehr als vorher den Blicken fremder Männer aussetzen müssen. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nicht anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer. Alle „O“s mit roter Armbinde scheiden ebenfalls aus oder wechseln in Absprache mit ihrem Begleiter auf die gelbe Armbinde.

Dritte Runde: Die „O“s tragen eine Augenbinde und gemäß meiner 3H-Regel (Halsband, Halterlose, HighHeels) keine weitere Bekleidung mehr. Die Herren dürfen nun herantreten und mit ihnen sprechen, aber nur Brüste und Po anfassen.

An dieser Stelle dürfen „O“s auf eigenen Wunsch ausscheiden und werden somit Zuschauer.
Alle „O“s mit einer gelben Armbinde scheiden ebenfalls aus oder wechseln in Absprache mit ihre, Begleiter auf die grüne Armbinde.

Vierte Runde: Die „O“s tragen immer noch Augenbinde. Es werden jedoch nur noch die „O“s mit grüner Armbinde vorgeführt, da die Herren sie nun ausgiebig anfassen dürfen (inkl. Eindringen). „O“s, die keine Augenbinde tragen sind zur vollständigen Nutzung freigegeben.


Herrenlose „O“s, die vom Dom geführt werden, besprechen den Wechsel des Armbandes natürlich mit ihm. Je nach Entscheidung werden diese dann an die anwesenden Einzelherren vergeben.

Alle Handlungen mit herrenlosen „O“s finden in einem großen Raum unter Aufsicht des Dom statt. „O“s in Begleitung entschwinden mit ihrer Begleitung und den entsprechenden Herren gerne in andere Räume.

Zusätzlich wird es einen Fragebogen geben, der an die Teilnehmer als PDF per eMail versandt wird. Mit diesem Fragebogen wird erfasst, welche Vorlieben und Abneigungen die „O“s haben, damit auch richtige Paarungen zusammen kommen. Wahrscheinlich wird es auch einfacher sein in diesem Zusammenhang auch die Spielregeln mitzugeben, die unterschrieben mitzubringen sind.


#TheTrainingOfO goes #SecretNight – Teil Eins – Die Idee

Being dominant … #TheTrainingOfO

Being dominant … well, if you strip down all sexual interests from a D/s-relationship, will you still want to be a dominant?


 

Tatsächlich ist dies eine Frage, die mich immer wieder beschäftigen wird, und ich denke, sie muss es auch. Selbstsicherheit kommt für mich aus Selbstreflektion und dem Ausloten des eigenen Standpunktes. Und dieser ist immer wieder fällig. Es ist meiner Meinung nach nicht wirklich wahr, dass dominante Fachkräfte sich nicht auch ab und an mal diese Frage aller Fragen stellen.


„Dominant sein … nun, wenn Du alle sexuellen Interessen aus einer D/s-Beziehung streichst, willst Du dann immer noch dominant sein?“


Das Internet ist voll von Posern. Und Kalendersprüche gibt es ebenfalls reichlich genug und ja, auch ich habe diese gerne parat, wenn es passend ist. Wenn eine Sub irgendwie Zweifel an sich (oder gleich der ganzen Welt hat), dann muss ein Dom in der Lage sein diese Wogen glätten zu können. Vor allem dann, wenn es sich um die eigene Sub handelt.

Und ich erlebe viele Doms, die diesen Aspekt nicht wirklich wollen. Eine Frau zur Erfüllung der eigenen sexuellen Gelüste zu haben ist wahrlich keine schlechte Sache, aber um sich wirklich „dominant“ zu nennen, bedarf es durchaus ein paar Charakterzügen mehr.

Und dabei rede ich nicht von diesem Begriff „alltagsdominant“ zu sein. Sondern sich auf die Sub auch dann einlassen, wenn es ihr nicht gut geht und sie zu halten und zu stützen. Sich selber zurück zu nehmen und eine submissive Einstellung anzunehmen. Die Frage dabei ist aber auch, wie weit das gehen kann oder soll.

Vielleicht ist die plausibelste Antwort darauf: So weit es emotional möglich ist.

Sind Dom uns Sub aus rein sexuellen Gründen verbandelt, dann verbietet sich in meinen Augen jedwedes private Gespräch über die Bettkante hinaus, wenn es zu tief wird. Schließlich ist der Dom unter Umständen nicht der richtige Partner, um Beziehungsprobleme der Sub zu lösen. Also vielleicht nicht.

Wenn ein Dom also die eigene sexuelle Beziehung zu seiner Sub soweit wegnehmen kann, um ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, um ihr Problem zu lösen, ist das „wirklich“ dominant? Ist ein Dom bereit dazu sich im Zweifel selber abzuschaffen? Entfernen solche Gespräche nicht Dom und Sub voneinander?

Das kann durchaus möglich sein, denn ein Dom sollte für seine Sub immer das Beste wollen und wenn eine D/s-Beziehungspause dafür nötig ist, dann sollte er das sicherlich tun. So denke ich momentan einfach.


An dieser Stelle der Hinweis (das ist einfach immer notwendig), dass ich hier über Theoreme theoretisiere, die mit eigenen Lebensbeschaffenheiten nichts zu tun haben. Und der einfachen Lesbarkeit ist Sub immer weiblich gedacht und Dom immer männlich. Es sei denn, ich schreibe was Anderes.


Dominanter Umgang mit sich selbst ist immer das A und O für eine dominante Fachkraft. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass viele Subs denken, dass ein Dom immer ficken will und immer kommen muss. Als wäre das der einzige Zweck sein Sperma irgendwie in eine Sub rein- oder zumindest dran zu bekommen? Und sich so die Wunschzettel aufmachen für den harten Fick zwischendurch?

Darüber mache ich mir bei mir keine Gedanken mehr. Ich muss eine Sub weder beschlafen, noch kommen, um ihr zu zeigen wo der Hammer hängt. Sie darf sich das gerne ausmalen, aber ob, wie und wo ich das eine oder andere mache entscheide ich selber. Das hat sie einfach nicht zu interessieren.

Aber vielleicht bin ich hier auch einfach nur ein anderes Geschmacksmuster, neben vielen vielen anderen, denen der Beischlaf mit der Sub einfach wichtig ist. Ich bitte da höflichst um Toleranz.


Und wenn ich nun so zum Ende meiner Gedanken komme dann merke ich, wie zentriert ich bin und wie sicher ich auf meinen Füßen stehe. Und so einen auf seine Art dominanten Mann darstelle, auf welchen man sich so oder so oder so verlassen kann.

#TheTrainingOfO – Workshop – Die Suche

Um die Idee von Workshops im Sinne des „The Training of O“ auszuloten suche ich nach geeigneten Locations, die sich irgendwie um Köln zirkeln sollten. Hierzu gehören verlassene Fabrikgelände, schicke Villen oder Privatwohnungen, leere Kellerräume, Lagerhallen und weiß der Schinder was euch so einfällt.

Ich habe da schon eine kleine Liste von BDSM-Ferienwohnungen, die nutzbar sind. Es macht aber nichts, wenn ich doppelt und dreifache Vorschläge bekomme.

Wer also jemanden kennt, der jemanden kennt oder selbst über entsprechende Locations verfügt, der ist herzlich willkommen mir Informationen hierüber zukommen zu lassen.

Gerne möchte ich in 2018 damit beginnen in regelmäßigen Abständen Workshops abzuhalten, bei denen neugierige Menschen, die im „O“-Segment blutige Anfänger sind, sich live und in Farbe mit dem Thema auseinander setzen können.

Kontakt: 0172-9032419 (WhatsApp möglich) oder er@ttoo.blog

Gestern, Heute, Morgen

„Ich bin eine devote Frau, die ihre dominante Ader und ihren grundsätzlichen Hang zum Masochismus mit extremen Sadismus auslebt“ – Susanne (getroffen im Dark Desire)


Wir waren gleich am Tag der Urlaubsrückreise für eine Play Party in Dortmund angemeldet und dort trafen wir Herrin Susanne mit ihrer Sub (und Lebensgefährtin seit 18 Jahren) und einer Novizin, würde ich sagen, mit der Hirnventrikel und ich ins Gespräch kamen.

Das obige Zitat ist völlig authentisch, wenn auch absolut ironisch gemeint. Es reflektiert in einem Satz die Haltung von Susanne zu vielen Neulingen, die via #50SOG zum BDSM gefunden haben. Es ist eine Umschreibung für „Wasch‘ mich, aber mach mich nicht nass!“

Als Sadistin ist Susanne das absolute Gegenteil von mir, aber in ihrer Festigkeit zu den Dingen ebenbürtig. Sie sagt, dass man nicht alles sein kann. Ob dominant oder devot, irgendein Gefühl ist stärker. Respektive es gibt die eine Sehnsucht nach Dominanz oder Submission, die sich im Kopfkino stärker ausprägt als die andere Richtung.

Da gibt es ja diesen Spruch: „Ich mag weibliche Switcher, solange sie devot sind.“ Und ja, ich sehe das ganz exakt genau so. Ich bin dominant. Ich habe an dominanten Frauen einfach kein Interesse. Sie wirken auf mich nicht erotisch. Das hat nichts mit Angst vor weiblicher Dominanz zu tun, es kickt mich einfach nicht. Und bisher habe ich noch keine Frau (ob Dommse oder Domina) gefunden, die bei mir diesen Wunsch hervorgerufen hat, dass ich mich ihr unterwerfe.

Dominante Frauen wecken bei mir eher den Wunsch sie mir zu unterwerfen. Das hat etwas mit meiner grundsätzlichen, sexuellen Einstellung zu tun. Ich kann sicher mit einer dominanten Frau Sex haben, aber sobald sie versucht mich zu dominieren bin ich eben getriggert sie zu dominieren oder, im schlimmsten Fall, verliere einfach die Lust.


Zurück zum Thema.

BDSM hat sich in den letzten Jahren verändert. Gestern noch waren die Rollen klar verteilt. Ein Partner war oben, der andere war unten. Wie auch immer das geschlechtlich aussah. Und ja, so sieht das heute auch aus. Einer hat gesagt und der andere macht. Eigentlich ganz einfach.

Heute scheint es mir, dass (in meinem Fall betrachtet) Frauen nicht immer wissen, was sie wollen. Sie wollen geführt werden, aber nicht benutzt. Sie wollen angeleitet werden, aber nicht einem Kommando unterstehen. Sie suchen Unterwerfung, wollen aber demokratische Verhältnisse. Sie wollen ihre Grenzen kennen lernen, benutzen aber ständig das Safeword.

Und morgen? Ich mag mir das gar nicht ausmalen. Soweit reicht mein Kopfkino nicht. Wahrscheinlich bin ich zu alt dafür 😉


Führung einer Sub bedeutet Verantwortung zu übernehmen.
Von einem Dom geführt werden bedeutet Kontrolle abzugeben.

Wenn das innere Gefühl einer Frau danach schreit dominiert zu werden, dann muss sie die Kontrolle abgeben. Wer Kontrolle beansprucht, nimmt sich selber die eigene Submission. Klar, es muss sich Vertrauen entwickeln. Man muss den dominanten Partner akzeptieren und respektieren, als dominant anerkennen.

Dabei ist es in meinen Augen wichtig, dass eine Frau klar trennen muss, ob sie rein sexuell dominiert werden möchte oder darüber hinaus Lebenshilfe benötigt. Und vor diesem Hintergrund muss sie ihre Entscheidung treffen. In diesem Zusammenhang der Hinweis, dass der #CircleOfFalbalus zwar eine Familie darstellt, wir mögen uns und wechseln sicherlich auch das eine oder andere tiefe, private Wort. Aber es geht hier primär nur um den sexuellen Aspekt. Was sich darüber hinaus einstellt, dass ergibt sich.

Der Ring der „O“ des Dom

Tatsächlich trage ich meinen Dom-Ring links. Und das hat auch seinen guten Grund.

Die Erzählungen gehen davon aus, dass der dominante Part den Ring rechts zu tragen hat und der devote links. Jedoch stehen da ganz pragmatische, und respektierte Gründe, dagegen. So soll der dominante Part den Ring nicht an der Schlaghand tragen und da ich nun mal Rechtshänder bin und diese Hand eben gerne frei habe (für zwischendurch so), trage ich meinen Ring eben links.

Ganz einfach 🙂

#CircleOfFalbalus – Gedanken …

Oftmals wird mir ja unterstellt, dass ich mir einen Harem zusammen suche. Dass ich nur nicht alleine sein will, Hauptsache ficken. Nun, für einen Harem sind wir mit zwei Damen (von zwölf) irgendwie ziemlich weit weg und überhaupt ist das auch nicht das Ziel.

Der #CircleOfFalbalus ist schon eine kleine Familie. Mit Hirnventrikel, meiner Frau, und Tara, meiner Sub, sind es nicht nur Bückstücke, sondern zwei wunderbare Wesen, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Und weil es eben nicht nur ums Ficken geht, sondern eben auch ums Herz, ist der #CircleOfFalbalus eben auch nicht für jede was.

Es geht um gegenseitigen Respekt, Vertrauen, Loyalität in jeder Hinsicht. Die Bereitschaft auch stille Momente auf sich zu nehmen, Pausen zu zu lassen und einfach da zu sein. Sich gegenseitig annehmen und das ist deutlich mehr, als einfach nur mal so den Flogger schwingen und sich bespielen zu lassen.

Sich für den #CircleOfFalbalus zu entscheiden ist eine Entscheidung, die auf Dauer ausgelegt ist und zwar für alle Beteiligten. Zwar bin ich hier der Dom, aber am Ende wird der Neuzugang auch von Hirnventrikel und Tara angenommen. Und der Neuzugang muss dann eben auch nicht nur mich annehmen, sondern auch das Vorhanden sein von Hirnventrikel und Tara respektvoll zur Kenntnis nehmen und als Zustand akzeptieren.


Was ich als Dom von einem Neuzugang erwarte ist vor allem Intelligenz. Wir alle hier wollen und suchen das. Es beinhaltet vor allem, dass ich Dir nichts aus meinem Blog erzählen muss, weil Du es kennst und gelesen hast. Es ist dafür da, dass Du Dir ein grobes Bild von mir (und uns und der Geschichte) machen kannst und sollst. Du sollst wissen, woran Du bei mir bist und mich authentisch wahrnehmen können.

Natürlich geht das nicht alles von heute auf morgen, völlig klar, niemand drückt auf die Tube. Nur ist der #CircleOfFalbalus kein Platz für das kleine Spiel zwischendurch. Just 4 Info.

Eine Erinnerung – Gastbeitrag

Sie sei unerfahren, so hatte sie sich beschrieben. Doch nun stand sie da, die Hände und Füße mit Handschellen und Ketten gefesselt. Ihr nackter Körper an einem Balken fixiert. Ihr Atem raste. Hinter ihr, gerade so weit entfernt, dass sie sie nicht sehen konnte, stand ihre Begleiterin, jedoch nicht nackt und nicht gefesselt. In ihrer Hand hielt sie einen Rohrstock, den sie in der Luft zischen ließ.

Die Hand der Herrin berührte ihre Schulter. Die warme, weiche Berührung der Finger, die über den Rücken glitten, war wie eine Vorwarnung von dem, was nun kommen würde. Ein fester Schlag auf den nackten Po beendete die sanfte Einstimmung. Sie atmete tief ein. Die Schläge mit dem Rohrstock machten sie immer nervös, besonders wenn sie gefesselt ausgeliefert war.

Jeder Schlag, der ihren Körper schmerzhaft traf, war auf sie abgestimmt. Sie spürte, dass die Herrin ihr zwischen den Schlägen Zeit gab. Zeit zu atmen, sich zu sammeln und den Körper erneut anzubieten. Sie spürte, dass die Schläge sie mit Gefühl an ihre Grenzen führen sollten. Sie schwitzte, atmete tief und musste sich auf die Lippen beißen. Ob sie ihrer Begleiterin wohl genügen würde? Die Frau, die nun die Gerte führte, war erfahrener und hatte klare Ansprüche. Ansprüche, die sie, die unerfahrene Sub unbedingt erfüllen wollte.

Der Schmerz zwang sie, an den Fesseln zu zerren. Feste Schläge wechselten mit leichten. Sie war wehrlos, ausgeliefert, erfüllt von diesem Augenblick. Schon als die Hand ihrer Herrin sie berührt hatte, hatte sie die Zeit vergessen und nun, da sie plötzlich die sanften Lippen an der Schulter spürte, schien es, als finge ihr Herz erstmals an zu schlagen. Sie spürte den Puls an ihrem Halsband, die Hand die ihre Haare packte und den warmen Atem ihrer Herrin auf der Haut.

Ein Kuss? Tatsächlich, nach dem Schmerz, der ihren Körper noch gebannt festhielt, waren da plötzlich Lippen. Ganz nah an ihrem Hals. Sie konnte die Lust der Frau spüren, die sie bis eben geschlagen hatte. Die Hand, die ihren Kopf gegen den Balken presste, war stark und sanft zugleich.

In diesem Augenblick hörte sie ein Stöhnen. Ein gänzlich fremder Laut aus ihrem eigenen Mund. Ihr Herz raste und ihr Atem war von tiefer Lust erfüllt. Sie stöhnte leise. Ihr Körper bebte. Schmerz und Halt ließen sie die Fesselung vergessen. Sie fühlte sich beschützt und sicher. Ausgeliefert, aber nicht irgendjemandem.

„Danke, Herrin“, flüsterte sie. Als Antwort spürte sie die Lippen einem langen Augenblick auf ihrer Haut verweilen. Lang genug, um das Lächeln ihrer Partnerin zu spüren.

D/s und Entfernung …

„Es ist nicht immer einfach und das hat auch niemand behauptet.“ ~~ Medulla ~~


Das Internet verbindet Menschen auf vielfältige Art und Weise. Natürlich verbindet es Menschen dann auch sexuell. Und natürlich kommen dann auch D/s-Bindungen zu Tage, die es ohne Internet nicht geben würde. Man kommt ins Gespräch, man mag sich, man findet sich, man trifft sich und findet Gefallen aneinander. Schmetterlinge. Rosa Wolken. Aber dann …?

Wenn da nicht diese vermaledeite Entfernung wäre.

Nur … wie definiert man Entfernung?

Als ich Medulla kennen lernte, war das eine reine Fickbeziehung. Als dann für mich mehr draus wurde, waren diese läppischen 50km für mich faktisch unüberwindbar. Ich war viel alleine. Fühlte mich einsam. Manchmal verlassen. Ungeliebt. Nur Geduld und Spucke hat mich davor bewahrt völlig abzudriften. Ich bleib an ihr dran und konnte sie dann wirklich und wahrhaftig für mich gewinnen. Und seit dem Punkt, wo wir uns beide als Paar zueinander bekennen können und ich nicht nur in ihrem Bett, sondern auch auf ihrem Sofa Platz nehmen konnte, wurde es einfach einfach.

Dennoch ist das Leben nicht immer einfach und jeder hat seine eigenen Wege, damit umzugehen. Paare, die sich erst spät finden, haben halt so ihre Mätzchen. Dinge wie Kinder, Eltern, Ex-Männer, Ex-Frauen lassen sich nicht einfach wegschieben. Man muss sie akzeptieren. Lässt man sich als Mann auf eine Frau mit Kindern ein, dann „adoptiert“ man ihre Kinder halt mit. Denn es gibt diese Frau eben nicht ohne den Beipack … um es flappsig zu formulieren. Man muss lernen, dass man nicht zweite Wahl ist, aber die enge Familie eine ganze Zeit lang eben der einzige Dreh- und Angelpunkt ist. Und das völlig unabhängig davon ist, wie weit man seine eigene Welt für die Dame des Herzens öffnet.


Und dann gibt es ja noch die Bindungen, die von Beginn an kompliziert sind. Weil da wirklich und echte Entfernung, oftmals 100e von Kilometern, zwischen den Menschen ist. Eben eine Sache, die mit den Möglichkeiten des Internets entstanden sind. Natürlich kann man nun sagen, dass diese Menschen es selbst schuld sind, sich ein solches Konstrukt auszuwählen. Aber kann man wirklich etwas dafür, wenn es doch einfach passt? Ich finde nicht.

Als Medulla und ich den #CircleOfFalbalus entwarfen war klar, dass eine Sub nicht weit weg wohnen darf. Die Entfernung muss überwindbar sein. Es muss so funktionieren, dass ich eine Sub einbestellen kann. Und da kam dann Tara zu uns. Unabhängig davon, dass ich Tara in meiner Nähe haben will und ich sie auch vermisse, wenn ich sie längere Zeit nicht sehen kann, so muss ich akzeptieren, dass auch sie ein Leben hat. Ihr Studium verlangt sehr viel von ihr ab und als ihr Dom habe ich das zu akzeptieren. Auch wenn wir beide sicherlich etwas ganz anderes voneinander wollen. Nämlich die physikalische Anwesenheit des anderen. Ich lasse ihr derzeit sehr viel Raum, weil ihre berufliche Entwicklung einfach wichtiger ist und so gibt es nur wenige gezielte Dates, für das was wir voneinander brauchen. Ein Dom muss dann zurück stecken, aber es ist dann trotzdem eine Entscheidung von Tara und mir. Deswegen würde ich sie niemals abweisen und ihr noch ein schönes Leben wünschen. Das ist nicht dominant, dass wäre arrogant.

Das Ende von Tara und mir würde wahrscheinlich nicht mal eingeläutet werden, würde sie beruflich in eine andere Stadt ziehen. Die Verbindung zwischen uns würde das aushalten, da bin ich mir sehr sicher. Die Beziehung zu Tara würde nur dann enden, wenn wir auf der D/s-Ebene nicht mehr funktionieren würden. Und wenn zB die #SecretNight in Dortmund dereinst die einzige Möglichkeit für Tara und mich wäre beisammen zu sein, bitte … dann wäre das eben so. Besser als sie laufen zu lassen.


Ich kann nur für mich reden, aber glaubt mir: Niemand leidet in einer D/s-Bindung mehr, als die Sub, die gerade irgendwie nicht so kann, wie sie möchte. Es ist das Verständnis des Dom, dass es der Sub relativ einfach macht, mit der Situation umzugehen. Auf der anderen Seite wird D/s nicht mehr funktionieren, wenn keiner von beiden sich die Mühe machen würde, irgendwie mal die Nähe des Anderen suchen zu wollen. Angebote zu machen. D/s ist für beide Seiten harte Arbeit und kein Selbstläufer. Wenn man zulange körperlich nichts mehr gespürt hat, dann kann man es auch wirklich gleich bleiben lassen. Denn alle mentale Disziplin wiegt das Fehlen des körperlichen Kontaktes irgendwann nicht mehr auf.


Jede meiner ehemaligen Subs hat darüber hinaus stets ungehinderten Zugang zu mir. Denn nur weil man sich aus pragmatischen Gründen hat trennen müssen, so bedeutet das für mich jedenfalls nicht, dass ich dieser Person gram oder böse bin. „M“ zB hat sich einfach in einen anderen Mann verliebt, warum sollte ich ihr böse sein? Ich freue mich für sie und wenn sich unsere Wege unverhofft kreuzen sollten, warum sollte ich sie abweisen, wenn sie Nähe sucht? Das ist doch Unsinn.

 

Am Ende des Tages will ich auf eines hinaus: Wenn ihr euch gefunden habt, dann ist das kein Selbstläufer. Jede Beziehung muss ständig beackert werden, dass man auch beieinander bleiben kann. Und jeder muss was dafür tun, dass man dem anderen auch körperlich nah sein kann. Entfernung erzeugt vielleicht Probleme, aber bitte … sie sollte keine Distanz erzeugen.