Nektrarinenkern, Katzenklostreu, Gabelmaulschlüssel // @BoeseGina // #DreiWortStory

Auf Dings folgt ja bekanntlich immer ein Bumms. Oder war es ohne Dings kein Bumms? Oder jemehr Bumms umso mehr Dingsis? Ich habe den Überblick verloren.

Sie kennen doch sicherlich so merkwürdige Redewendungen von denen Sie immer geglaubt haben, dass es diese tatsächlich gibt. Sie sind doch intelligente Lebewesen, zumindest unterstelle ich Ihnen das. Und ja, schon Winston Churchill war der Meinung, dass man nicht alles glauben darf, nur weil es im Internet steht. Ist doch bekannt oder? Nein? Na, dann passen Sie mal hübsch auf.

Es näherte sich mein 29. Geburtstag und ich war bereits drei Jahre verheiratet. Das Leben mit meinem Stino-Mann war damals ein wenig komplizierter, was den zusätzlichen Gebrauch von Männern anging. Er stand am Anfang seiner Karriere und war halt sehr viel zu hause. Wir hatten uns aber eingelebt in einem schönen Haus, hatten einen Hund, der irgendwie ständig, wie auch immer er das gemacht hat, mit einem Nektarinenkern vom Gassi gehen zurück kam und auch die Katze der Nachbarin ging bei uns ein und aus (Nein, nicht die von neulich, die mich beim Masturbieren beobachtete!).

Es war immer schön sich die beiden Tiere anzuschauen. Wenn man bedenkt, dass der Kampf zwischen Hund (Dänische Dogge) und Katze (Straßenkatze ohne Stammbaum) prinzipiell ausgeglichen ist, schließlich braucht die Dogge nur das Genick der Katze nehmen und es macht Knack und die Katze muss nur schnell genug auf den Rücken des Hundes und ihm die Augen auskratzen. Unser Hund Ben war ja nun hier zu hause und ein echtes Tier. Groß, kräftig, verschmust. Aber wenn da ein Kater im Garten der Katze Mia hinterher wollte, dann war Ben im Garten und verteidigte seine kleine Herrscherin. Denn diese bedankte sich nie dafür, sondern ignorierte ihn einfach. Sie schlief auf seiner Decke, er dann auf dem Boden. Sie fraß von seinem Essen, er bekam die Reste. So habe ich mir FemDom immer vorgestellt.

Umso schöner die Momente, wenn er bei ihr schlafen durfte und Mia sich ganz dicht an sein Fell schmiegte. Was mir auch bedeutete, dass egal, wie dominant eine Frau auch ist. Kuscheln und Liebe wollen sie dann doch alle.

Hach <3

Die beiden haben vielleicht auch deswegen so gut harmoniert, weil sie, in getrennten Häusern zwar, aber zur gleichen Zeit in die Familien kamen und deswegen auch gemeinsam aufgewachsen ist. Weswegen wir natürlich auch ein Katzenklo für die Madame hatten und natürlich musste es dieses eine ganze besondere Katzenklostreu sein. Da kommt schon ein wenig Wehmut auf, wenn man daran denkt, dass man irgendwann nicht mehr die Kacke sonst wo wegmachen musste, weil ich als Personal von Mia versagt hatte.

Entschuldigung, ich schweife ab.

In der Woche vor meinem 29. Geburtstag stellten wir fest, dass wir meinen 30. Geburtstag gar nicht groß werden feiern wollen. Mein Mann sagte zwar immer, dass Frauen erst ab 30 richtig heiß werden, aber WELCHE FRAU IST DENN SCHON ÄLTER ALS 30! (*grins*).

Tatsächlich hatte er mir signalisiert, dass er im kommenden Jahr eine längere Phase im Ausland werde haben wollen, was seiner Karriere sicherlich nicht hinderlich sei. Man habe ihm avisiert, dass es sich um sechs Monate handeln werde und es werde ins Reich der Mitte nach China gehen. Die Firma würde es mir als seine Ehegattin natürlich ermöglichen mitzukommen, aber er wolle das nicht einfach so entscheiden.

Ganz ehrlich? Manche Weiber hätten wohl nun gesagt, dass es doch eine Selbstverständlichkeit sein, denn schließlich gehöre eine Frau zu ihrem Mann. In der Tat, so sehe ich das auch. Aber noch viel selbstverständlicher sollte es sein, dass der Ehemann seine Ehefrau fragt, ob sie mit wolle. Und ich habe da gar nicht lange drüber nachgedacht. Und habe „Nein“ gesagt.

Das hatte zum einen den Grund, dass ich mich gerade selber beruflich entwickelte und da wir ja keine Kinder wollten (aus genau dem Grund, dieser egoistischen Selbstverwirklichung) würde mich das nun irgendwie stoppen. Und mein Mann hatte gar keine Probleme damit. Ihm war es wichtiger, dass er mich frug. Er ist so ein Schatz. Dabei habe ich nicht mal daran gedacht, wie viel sexuellen Freiraum mir das bieten würde. Das kam erst hinterher in meinen Kopf, als er wirklich seine Koffer packte.

Ich erinnere mich daran, dass ich ihm sagte, dass er 10% seines Gehaltes als Taschengeld behalten darf. Weitere 10% dürfe er gerne in Bordellen ausgeben oder sich dafür eine Geliebte halten und den Rest würde ich bekommen. Er hat sich halb tot gelacht und mir 50% angeboten, dafür müsste ich ihm Fotos von mir beim Sex mit anderen Männern schicken. Ich entgegnete, dass ich 40% nehme, wenn ich dafür Fotos von ihm beim Sex mit Männern bekomme. Dieser Abend und auch diese Nacht ging echt in die Geschichte unserer Ehe ein. Es ist schön so offen mit ihm Nonsens zu reden. Aber so zu tun, als sei alles eine todernste Verhandlung.

Meine exakten Worte waren, dass ich ihm Sex mit Chinesinnen aber nur aus rein wissenschaftlichen Zwecken erlauben würde, um der Theorie auf den Grund zu gehen, dass diese die Muschi quer haben. Er zog mich an sich, griff mit seinen Händen in meinen Schritt, drang unvermittelt ein und diagnostizierte, dass ich keine Chinesin sei, aber er würde das nun näher untersuchen.

Wissen Sie, wann man beginnt Katzen und Hunde zu hassen?
Wenn diese zu den ungünstigsten Augenblicken sich zum Beispiel in der Garage, womöglich noch mit männlichen Geleit, herumtummeln und völlig am Rad drehen. Ben völlig durchdreht, weil er nicht zu Mia eilen kann und am Ende das Geräusch eines herabfallenden Gabelmaulschlüssel erschallt, welcher sich mit der Windschutzscheibe eines gerade frisch auf Pump gekauften Autos paart.

Über den Rest breite ich dann mal den Mantel des Schweigens aus. Und das gleich drei Mal in fünf Stunden. Oh ^^

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