Flucht, Duft, Kampf // @seilgetueddel // #DreiWortStory

Nur das Leben ist nicht immer Eitel Sonnenschein, werte Leserinnen und Leser. In euren Köpfen bin ich sicherlich irgendwas zwischen Schlampe vom Dienst und gewöhnlicher Nutte und es werden sich auch nicht wenige fragen, was um alles in der Welt macht diese Frau mit diesem Mann.

Tatsächlich kommt es mir öfter in den Sinn, ob ich nicht vielleicht auf der Flucht wäre und eigentlich, ja – das soll man nicht benutzen, sollte ich einfach gehen und mir einen Kerl suchen, der mich jeden Tag dreimal so heftig in den Arsch fickt, bis die Spalte blutet, um mir diese Sache mit dem Fremdgehen auszutreiben.

Glaubt mir, ihr habt ja keine Ahnung, wie angenehm das Leben mit diesem Mister Stino ist. Seine stete Bereitschaft mich wie eine Göttin auf Rosen zu betten, seine Zuvorkommenheit, seine Aufmerksamkeit – das sind alles nicht die Qualitäten meiner Liebhaber. Was diese suchen ist Sex, oder besser, eine willige Hure, die es nach ihren Wünschen (HaHa!) mit jedem treibt und dabei auf Kondome verzichtet, die man treten und erniedrigen kann, anwichsen, anpissen und anspucken und ins Gesicht schlagen.

Keine Frau, die noch klar denkt, also meiner Meinung nach, kann 24/7 mit so einem Mann zusammen sein. Ich würde nie was richtig machen und würde niemals Anerkennung für meine Lust, nämlich deren Lust zu erfüllen, bekommen. Selbst die willigste Ehehure, die für ihren Mann auf den Strich geht und ihm so seine Hobbys finanziert (womöglich andere Frauen!), braucht einen Saferoom. Einen Rückzugsort, wo sie sich geborgen und geliebt fühlt und sich erholen kann von all dem.

Und ja, Mister Stino ist so einer. Zugegeben, ich nutze ihn dafür. Er liebt mich. Aber ich liebe auch ihn und wie ich zu Anfang bereits erzählte wird er wissen, wie ich ticke und lässt mich. Und ich lasse ihn, mit seinen Huren. Und ich glaube wirklich, dass er mich dafür liebt, dass ich ihm nicht alles erzähle, sondern einfach nur befriedigt bin. Ich erwähnte ja schon, dass für einen Mann, von dem er weiß fünf andere da sind, von denen er nichts ahnt. Doch sein zufriedenes Lächeln, wenn ich sein Sperma nach einem sanften Blowjob schlucke und ich ihn dabei anlächele. Ach, ich will gar nicht wissen, was in seinem Kopf vorgeht.

Manche sagen, dass es gerade in Stino-Beziehungen vorkommt, dass Menschen nicht wirklich offen und ehrlich miteinander reden. Und nach außen sind wir ein genormtes Stino-Paar, aber wir reden über alles. Vor allem dann, wenn ich mich auf dem Sofa an ihn kuschele und ihm eine heiße Geschichte ins Ohr säusele, die (offiziell!) eine Phantasie von mir ist, und ich dem Wachstum seines Penis mit den Händen tastend zuspüren kann.

Ich mag diesen Duft von ihm, der dann aus seinen Poren dringt. Diese Lust auf mich. Und auch, wenn er gute Entscheidungen für uns im üblichen Leben trifft, so umgekehrt dominant ist er im Bett. Für ihn bin ich wohl die wirklich Fleisch gewordene Gute Fee, die ihm gerne und täglich diesen einen Wunsch dreimal erfüllt. Dieser anderthalb Kopf größere Mann, mit dem gut gestutzten Vollbart, dem ebenso gepflegten Schambereich und ansonsten ein Bär mit überall Haaren dran, wird dann wie Wachs in meinen Händen. Seine Wohlstandswampe ist mein Ruhekissen, meine Liebhaber haben alle Sixpack. Und wenn er dann durch meine Hand auf seinen Bauch kommt und ich ihn dann mit meiner Zunge reinige. Ach, es ist mit ihm eben anders schön. Und das ist gut.

Ab und an denke ich, dass mein Mann bei seinen Huren auch ziemlich brav und artig ist. Womöglich besucht er auch eine Domina. Seine vorhandene Anfangsdominanz, ab und an, die ja schwindet, weil er sich nicht traut mich einfach zu nehmen, lässt diese Vermutung in mir aufkommen. Und weil er weiß, dass ich alles, aber nicht dominant bin, mutet er mir ein solches Schauspiel einfach nicht zu. Ich empfinde das als „silent deep talk“, denn solange der Herzmensch immer wieder nach Haus kommt und sich darüber freut mich in den Arm zu nehmen, so lange ist auch alles okay für mich.

Was er wohl sagen würde, wenn er dieses ausgesuchte Bild von mir findet? Er würde seinen Schwanz rausholen und masturbieren. Davon bin ich felsenfest überzeugt und ich muss zugeben, dass seine Spermamenge die Menge der zwei Schwengel von vorgestern deutlich übertrifft. Von meinem Mann hätte ich gerne so ein Video. Und welche Frau hat es nicht gern, wenn der eigene Mann zu einem Bild der eigenen Frau masturbiert?

Ich kann die ganzen Frauen nicht ernst nehmen, die immer wieder behaupten, dass ein steifer Penis nicht wirklich ein Kompliment für die eigene Frau sein kann. Dann sagen diese Frauen ihren Männern das auch noch und wundern sich, dass er dann einen steifen Penis für eine andere Frau bekommt. Das ist so lächerlich dieser Kampf.

Liebt eure Männer! So wie sie nun mal sind. Wenn die nämlich mit einem Ständer vor euch stehen, dann denken sie ganz genau an die Frau, die vor ihnen steht. Die eigene Frau!

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