Herzblut, Sinnesüberreizung und Perfektion // @bloodconcupisce // 3-Wort-Geschichte

„Das Licht am Ende des Tunnels ist eine Panoramatapete“ – Wolfgang Niedecken


„Nie wieder werde ich das tun. Nie, nie, niemals nicht.“, höre ich sie noch heute reden: „Sie haben da eine Grenze überschritten und mich für ihre Idee geopfert! Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?! Glauben Sie, dass Sie nur mit dem Finger schnippsen müssen und eine Frau fängt spontan an geil zu werden und sich nichts anderes wünscht als von Ihnen derartig erniedrigt zu werden?! Sind Sie etwa Gott?! MEIN HERR!?“

Jetzt ist das schon fast drei Jahre her und sie ist immer noch mit mir zusammen. Also scheine ich offensichtlich vielleicht nicht Gott, aber zumindest ein passender Umgang für sie zu sein. Wo sie sich übrigens noch ziemlich an jedes Detail von damals erinnert und es mir immer und immer wieder gerne bei passenden Gelegenheiten aufs Brot schmiert, erinnere ich mich nur an das Gefühl, was ich damals hatte.

Sie hatte sich in ihrer unnachahmlichen Perfektion, welche ihr mehr als einmal bis heute als persönlicher Stolperstein dienlich ist, auf unser Date vorbereitet. Vor meinen Augen stand eine Frau mit gepflegten, lockigen, schulterlangen, roten Haaren. Dazu dezent bis, glaube ich, gar nicht geschminkt, mit Halsband und dem kleinen Schwarzen, mit diesem raffiniertem Ausschnitt, der mich immer wieder zu einer von ihr sehr geschätzten Form der Übergiffigkeit animierte.

So konnte ich ihr mit einem Ruck das Kleid von Leib reißen, ohne dass es dabei kaputt ging, und mir bei meiner persönlichen Überprüfung der Ware ein umfassendes Bild dieser knapp einen Kopf kleineren Göttin machen. Ihre Brüste hüpften bei diesem Vorgang sehr geschmeidig hervor. Nicht mehr die straffesten, aber das war mir schon immer egal gewesen. Kräftig mit einer Hand an eine Brust gefasst und mit der anderen in ihren Schritt zog ich sie an mich und drückte ihr meinen Kuss auf die Lippen.

Ich mag diese Gleichzeitigkeiten. Der zarte Kuss zum einen, aber der harte Zugriff zum Anderen, welches sie bis heute nicht wirklich sicher macht, in welche Richtung die Reise gehen würde. Auch damals hatte ich nicht wirklich einen Plan, was ich mit ihr machen wollte. Respektive schaffte sie es immer wieder mich von meinen Plänen abzubringen. Das Herzblut, welches sie in ihre Präsentation mir gegenüber legte, stachelte mich immer wieder an, einfach los zu marschieren.

Ihre Scham war wie immer frisch rasiert und ihre Haare dufteten so einzigartig nach Geilheit, dass mein Abstandshalter weiter unten automatisch signalisierte, dass es heute durchaus Sex geben könnte. Ihre Atmung setze aus, als sie die Schmerzen an ihren Nippeln während des Kusses wegdachte. Und intensiver ich sie küsste, desto größer wurden ihre Augen und je fester wurde mein Druck auf ihren Nippeln.

Sie jappste nach Luft, als ich von ihr ließ, aber sie stand aufrecht mit ihren Armen hinter ihrem Rücken, die Beine gespreizt umfasst von schwarzen, glatten, blickdichten halterlosen Strümpfen mit ihren Füßen in den schwarzen High Heels, die ich an ihr so mochte. „Du bekommst nun meine volle Aufmerksamkeit. Ist das Dein Wunsch?“ – „Ja, mein Herr!“ – „Wie lautet Dein Safeword?“ – „Ich sage ‚Stopp‘, wenn ich es sagen kann oder schüttele den Kopf, wenn ich es nicht sagen kann, mein Herr!“

Ich ließ Sie nun vor mein mobiles Andreaskreuz treten. Rücken an die Wand und band ihre Arme und Beine aus dem Weg. „Du wirst heute für mich kommen und ich garantiere Dir, dass Du für mich kommen wirst, Lady“. Sie sagte nichts, sondern schaute mich nur an. „Du wirst Dich nicht zurück halten, sondern mir immer sagen, wenn Du kommst. Das ist kein Wettbewerb, ich will Dich sehen. Hast Du das verstanden?“ – „Ja, mein Herr!“ antwortete sie zögerlich, aber dennoch fest genug, dass ich wusste, dass sie mich verstand.

So betrachtete ich sie noch eine ganze Weile. Sie zog an ihren Befestigungen. Wollte wohl auch, dass das was auch passieren möge nun endlich los ginge. ‚Sie sind immer so ungeduldig.‘, lachte ich in mich hinein und setze ihr eine Augenbinde auf. Ich hatte mir zudem eine kleine Apparatur gebastelt, die es mir ermöglichte zwei Gegenstände daran zu befestigen. Einmal einen Vibrator für innen und einmal einen Wand für außen.

Zunächst führte ich den Vibrator in sie ein und positionierte diesen so, dass er nicht bis zum Anschlag in ihr verschwand. Er war mit rotierenden Kugeln versehen, vielleicht 15cm lang. Bereits beim Einführen ohne Stromzufuhr hörte ich einen kleinen Seufzer von oben auf mich heruntersäuseln. Als zweites stellte ich den Wand auf ihre Klit ein und sie wusste instinktiv, das es ihr Lieblingswand gewesen ist.

„Ich werde Dir nun zusehen und ich werde es genießen. Die heutige Lektion: Sinnesüberreizung. Aber ich weiß genau, dass Du meine Orgasmen magst. Also wehre Dich nicht, sonst dauert alles länger.“ Sie schluckte.

Ich betätigte den Schalter am Vibrator und die Kugeln begannen sanft, sie von innen zu massieren. Auf diese Weise drückte ihre Klit sich regelmäßig quasi von innen her gegen den Wand, den ich noch nicht eingeschaltet hatte. Sie entspannte sichtlich und ließ sich treiben und es dauerte nicht lange, bis auch der Vibrator feucht wurde. Nun stellte ich den Wand auf eine sanfte Stufe ein, setze mich auf einen Stuhl und, ließ sie kommen.

Ein ums andere mal. Ein Genuß für mich. Und dazu ihre zitternde Stimme, die gegen den Rausch versuchte mitzuzählen. Manchmal gelang es ihr, manchmal verzählte sie sich und ich korrigierte, aber das Bild ihres Leibes, der durch mich so in Verzückung geriet, befriedigte mich mehr als Sex es jemals wird tun können.

Tatsächlich erinnere ich mich nicht mehr an die Anzahl der Orgasmen. Aber sie schaut mich heute noch an und strahlt dabei. „15, mein Herr! Sie Arschloch! Ich liebe Sie, mein Herr!“


Herzblut, Sinnesüberreizung und Perfektion.
courtesy by @bloodconcupisce

Die 3-Wort-Geschichte ist die Herausforderung aus dem Gegebenen eine sinnliche, erotische Geschichte zu formen. Die Geschichte wird „ad hoc“ geschrieben und „as is“ veröffentlicht und darf nicht ewig und drei Tage in den Entwürfen liegen. Die Worte müssen keinen Zusammenhang ergeben, aber sie müssen a) vorkommen, also nicht umschrieben werden und b) sie müssen Sinn ergeben.

Vielen Dank für diese Challenge.


 

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