Die Zofe im #CircleOfFalbalus // #Reprise

„Es ist schon erstaunlich.“ – „Findest Du?“ – „Ja.“ – „Warum?“ – „Weil sich irgendwie nur Männer melden?“ – „Ist es nicht egal, wer bei Dir sauber macht?“ – „Nein.“ – „Warum?“ – „Ich bin auch im SM hetero.“

Grillenzirpen


Irgendwie ist das ja schon eine Daueranzeige
French Maid -> Zofe im #CircleOfFalbalus

Und ja, die Stelle ist noch vakant. Doch es scheint tatsächlich keine Erfüllung zu sein, ganz exakt dieses Leben zu leben. Meine innere Stimme sagt mir da, dass dies auch wirklich Sinn macht. Denn welche Frau macht das schon gerne mit. Also neben dem eigenen Haushalt noch den eines anderen zu versorgen, bei miesen Arbeitszeiten (Wenn ich das will!), schlechter Bezahlung (Keine!) und unfairer Behandlung (Kleinigkeiten werden hart geahndet!).

Auf der anderen Seite sind es Männer, die nach Demütigung in dieser Form suchen. Und ich sage regelmäßig ab. Ich habe das, wie mal gebloggt, tatsächlich mal ausprobiert und einen Mann aufräumen lassen und ihn dabei mit dem Flogger streng bearbeitet. Für ihn war das Erfüllung, für mich war das langweilig am Ende.

Da stellt sich mir die Frage, warum ein Mann auf dem Weg nach Hause nach Erniedrigung sucht, die er daheim nicht findet. Und im gleichen Atemzug fällt mir auf, warum eine Frau eben nicht nach dieser Form der Erniedrigung sucht. Denn sie hat diese ja bereits daheim.

Vor allem, denke ich mir, sind es die gebundenen/alleinerziehenden/$whatever Frauen, die daheim schon der ganzen Familie und/oder beruflich als Reinigungskraft jemandem alles hinterherräumen müssen und deswegen in dieser Art und Weise keine zusätzliche Demütigung brauchen. Und weswegen sie, wenn sie schon aus dem „üblichen“ Leben ausscheren und fremd gehen, eben nicht das bekommen wollen, was sie daheim schon haben.

Damit ist die Position als Zofe wohl tatsächlich nur für jemanden geeignet, dem diese Form der Demütigung im Alltag nicht zuteil wird und das eigene Kopfkino frei genug ist, in diese Richtung zu denken. Nur, welche Frau ist frei von diesen Dingen im Alltag? Schließlich gibt es genügend Sekretärinnen, die nur wegen ihres Aussehens und ihrer Fähigkeit dem Chef Kaffee zu zu bereiten beschäftigt sind. Um es mal ganz politisch inkorrekt zu formulieren.

Zusätzlich ist es ja auch ein Problem der Nähe zu meinem Wohnort Köln. Die Zofe muss aus Köln (+/- 50km) kommen und nicht aus dem Brandenburger Buschland. Noch mehr als eine Sub im #CircleOfFalbalus ist ihre Verfügbarkeit für die Tätigkeit absolut maßgeblich, denn alle drei Wochen mal antanzen ist für ihre Arbeit garantiert nicht zielführend.

Sie muss das zusätzlich wollen und nicht nur so tun als ob. Sie muss Erniedrigung im Alltag suchen, denn Zofe kann man nicht spielen. Zofe ist man (in diesem Falle frau).


„Du gibst also die Hoffnung nicht auf?“ – „Nein, denn diese stirbt zuletzt.“ – „Und bis dahin?“ – „Muss ich es mir selbst machen.“ – „Ferkel!“

Grillenzirpen

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