Das Kleid der „O“


Irgendwann kommt es im Leben einer „O“ zu genau dem Punkt, an welchem es um angemessene Bekleidung geht. Viele Kleider der „O“ sind inspiriert vom Buchcover (es existieren diverseste Ausgaben, Formen, Farben und Varianten), aber ich picke mir mal dieses hier raus.

In diversen Foren bin ich zT recht „fanatischen“ Menschen begegnet, die ganz genau darauf schwören, dass eine „echte ‚O'“ nur ein solch inspiriertes Kleid zu tragen hat. Fanatisch in dem Sinne, dass diese Doktrin zu 100% verteidigt wird und ich frage mich dann allen Ernstes, ob diese Menschen irgendwie schlechten Mist geraucht haben.

In meinen Augen ist es das eine, dem Stil zu folgen und es einfach so nah an der Vorlage wie möglich gern zu haben, aber das andere wäre dann doch auch, dass alle „O“’s irgendwie gleich aussähen. Also als eine Art Uniform eben. Ich verteufele es nicht, wenn Paare das exakt so wollen. Aber für mich ist dieses Stringente irgendwie nichts.



Die „O“ hat Kleidung zu tragen, welche angemessen ist. Was bedeutet, dass sie sich frei zugänglich sein muss. Also ohne Unterwäsche zu tragen darf es durchaus so bedeckt wie notwendig zu sein. Brüste, Scham und Po müssen ohne Anstrengung gezeigt werden können. Und ich denke, dass hier eine gewisse Erotik durchaus angebracht sein sollte. Das hier gezeigte Kleid wäre durchaus angemessen meiner Meinung nach.



Mir geht es vor allem darum, dass eine „O“ ihr Dasein so verinnerlicht hat, dass sie in der allgemeinen Öffentlichkeit nicht unbedingt als Sexsklavin zu erkennen ist, jedoch stets ein angenehmes Äußeres zur Schau stellt. So halte ich beispielsweise ein Kleid, welches vorne mit Knöpfen oder einem Reißverschluss geschlossen ist, durchaus für stilvoll.



Geht es mit der Herrschaft jedoch auf Veranstaltungen spezieller geselliger Art, so wäre diese Erscheinung durchaus angebracht, weil sie alle Anweisungen befolgt und die „O“ nicht entkleidet werden muss.



Am Ende des Tages spielt es jedoch nicht wirklich eine Rolle, welche Kleidung eine „O“ trägt. Wichtig ist, dass sie sich ihrer Rolle bewusst ist, ihren Platz und ihre Aufgabe kennt und sich selbst Gedanken darum macht, wie sie den Anforderungen gerecht werden kann. Schließlich soll sie sich nicht nur in ihrer Haut, sondern auch in der Kleidung wohl fühlen.