#KaminabendBDSM 2.0 … in the making :-)

So … das war es dann. Der #KaminabendBDSM wurde am 27.01.2018 in der Villa Barococo  in Nossen bei Leipzig eingespielt. Dabei haben Kirsti (vom JoyClub) und ich uns bei der AfterTalk-Party tief in die Augen gesehen und festgestellt, dass wir zwar irgendwie was mit Ficken aus der Taufe gehoben, aber am Ende eine wahrhaftig jungfräuliche Geburt hingelegt haben.



So gab es neben der fehlenden Kopulation nicht mal Wehenschmerzen und ebenfalls keine Schwangerschaftsstreifen zu beklagen.



Und weil wir ja aus den Teilnehmern ein Geheimnis machen und diese bis zur Veröffentlichung des Podcast geheim bleiben, werde ich hier nicht die Liste der tollen Menschen darlegen, mit denen wir uns sehr angenehm haben unterhalten dürfen.


 


Natürlich war der Werkzeugkoffer mit dabei. Mit Klischees muss man ja auch spielen dürfen.



Und wie es sich gehört wurde fleissig geinstagramt, getwittert und gefacebooked.


Eines ist jedoch jetzt schon klar: Hinter den Kulissen haben wir bereits den #KaminabendBDSM 3.0 (wahrscheinlich!! Juni 2018 zu Nähe Hamburch) besprochen (Aufruf) sowie 4.0 erörtert und eine Registrierungsmöglichkeit außerhalb des JoyClubs erzeugt.

#SecretNight vom 05.01.2018 – Reprise

In der rückwärtigen Fleischbeschau bin ich sehr froh und glücklich über die #SecretNight. Als „Abend der ‚O'“ im Sinne der #SecretNight konzipiert war es für einige Mitmenschen vielleicht nicht das, was erwartet wurde. Aber im Sinne der Neueinsteiger in diese Art von Dasein (wo wurde es mir bestätigt), war die Reise eine sehr angenehme und dennoch herausfordernde Sache.

Meine Frau hat mir zugesprochen, dass ich vielleicht ein wenig strikter und konsequenter im Umgang mit den Farben Grün, Geld und Rot sein muss, aber ich bin da durchaus lernfähig und -willig.


Zunächst führte ich ein Briefing durch, nur mit den „O“’s alleine. Ich deutete an, welche Spiele auf sie zukommen würden. Dabei machte ich auch klar, dass wenn es sich um eine korrekte „O“-Veranstaltung handeln würde ich dieses Briefing nur mit den Herren machen würde. Aber im Stile der #SecretNight als Einsteiger-Party wäre dies sicherlich weder PublicDisgrace oder UpperFloor.


Die erste Runde

Zunächst ließ ich die Herren ein Spalier bilden. Die „O“’s wurden von den jeweiligen Herren vorgestellt. Dabei war die Farbgebung dergestalt, dass ein rotes Armband nur Anschauen, ein gelbes Anfassen und ein grünes Anfassen und Eindringen bedeutete. Mir war wichtig, dass sich die „O“’s mit ihren Herren jeweils beraten konnten und dass die Herren so auch im Zwiegespräch entweder die Wahl der „O“ annahmen oder eben als Herr der „O“ überstimmen konnten.

In jeder Spielrunde konnte die Farbe gewechselt werden oder die „O“ auch aussetzen. Beide Dinge wurden von den Gästen gerne in Anspruch genommen.


Da ich die Ehre hatte mit drei „O“’s aufzufahren bin ich stolz darauf, dass meine Frau und auch Tara das grüne Armband trugen und Dala als absoluter Neuling sich für das gelbe entschied.

Anlässlich dieser Gelegenheit sagte mir meine Frau, dass sie den Start als holprig empfand. Weswegen sie auch den Eisbrecher machte, um es den anderen „O“’s zu erleichtern. Dabei wurde der Begriff „TwoFace“ entdeckt. Die anwesenden Herren ließen ihre eigenen „O“’s entweder mit gelb oder rot antreten, aber selber griffen sie gerne bei den grünen Armbändern zu.


Die zweite Runde

Ich erweiterte spontan das Szenario um Schmerz. Die Damen sollten also erneut durch das Spalier. Das grüne Armband erlaubten nach Maßgabe des eigenen Herren auch von einem fremden Herren Schläge auf Brust und Po, das gelbe nur auf die Brust auch von einem fremden Herren und rot keine Schläge durch einen fremden Herren.


Die dritte Runde

In dieser Erweiterung ging es gezielt um das Andreaskreuz. Die „O“’s traten vor und ans Andreaskreuz. Rotes Armband 5 Schläge, gelbes 10 und grünes 15 Schläge. Die Herren konnten jeweils entscheiden, ob die „O“’s von ihnen selbst oder von einem anderen Herren geschlagen wurden.


Ich selber entschied mich dafür Tara (grün) und Dala (rot) selber zu bearbeiten. Meine Frau  (grün) teilte ich einem anderen Herrn zu.


Die vierte Runde

Eine kleine Abwandlung der „Reise nach Jerusalem“. Die „O“’s liefen im Kreis und die Herren standen drum herum. Dabei tippte ich einem der Herren auf die Schulter und nahm ihn aus dem Spiel. Mit dem Kommando „Stopp“, welches ich willkürlich auch auf Zuschauer übertrug, mussten die „O“’s stehen bleiben. Die „herrenlose“ „O“ wurde nun von ihrem Herren eine Strafe zuteil, die er selber ausüben konnte oder auf einen anderen Herrn übertragen konnte.

Die meisten Herren entschieden sich dafür, die Strafe selbst auszuführen.


Mein Denkfehler: Wenn ich den Herren aus dem Spiel nehme, ergibt sich eine „herrenlose“ „O“. Nach der Bestrafung geht die „O“ ebenfalls aus dem Spiel. Irgendwie habe ich es jedoch geschafft, dass mehr als eine „O“ keinen Herren hatte und wir korrigierten das gemeinsam während des Spiels. Wird nicht mehr so vorkommen 😉


 

 

Wer nun denkt, dass man als Zeremonienmeister den meisten Spaß hat und alles und jede „O“ berühren darf, der denkt falsch. Ich selber habe mich als unberührbar dargestellt, respektive nur meine eigenen Subs bespielt oder bespielen lassen. Nicht aus Aufregung heraus, sondern um meine Aufsichtspflicht nicht zu verletzen.


Meine Frau und ich unterhielten uns bei einem Blowjob über den Abend an und für sich. Tatsächlich war ich so eingegraben in die Situation, dass ich mich dieser Liebkosung nicht wirklich vollkommen hingeben konnte. Aber ich empfand es als sehr angenehm, dass sie mir so beim Runterkommen half.

Danach stellte ich sowohl Dala, als auch Tara ans Kreuz und zwar gleichzeitig, jeweils auf einer Seite des Kreuzes. Beginnend mit dem Gesicht einander zugewandt versetzte ich ihnen circa 15 Minuten Schläge auf Po und Rücken, ließ sie sich dann umdrehen und machte mit Brust und Scham weiter. Mit zweitweilig zwei Floggern gleichzeitig bedankte ich mich für ihre Teilnahme an dieser Runde und widmete mich ihnen voll und ganz.

Danach ließ ich Dala meine Frau zum Kreuz bringen. Wir banden sie dort fest und über eine gefühlte Ewigkeit hin verneigte ich mich vor ihr schmerzzuführend für diese Erfahrung mit ihr. Wenn schon Tara und Dala ein Geschenk für mich sind, so ist meine Frau die absolute Krönung mit Schleifchen und dem Extradip frischer Sahne. Und mit einem Orgasmus der Extrasorte für sie fand dann diese kleine, private Spielrunde ihr Ende.


Sicherlich werde ich erneut einen solchen Abend veranstalten 🙂

Gerne auch … für wen und wo anders 😀

Gedanken zur #SecretNight

In ein paar wenigen Stunden ist es soweit und die erste #SecretNight des Jahres 2018 geht über die Bühne.

War ich am Anfang irgendwie „nur“ der Koch auf der Veranstaltung und habe TK-Ware erhitzt, so bin ich nun der Veranstalter „himself“ und Master of Desaster Darth @Falbalus.

Oder so.

Wurde ich nach meiner Karriere als Koch zunächst Stammgast mit besonderen Aufgaben ergab sich irgendwann die Position des Social Media Menschen und ich habe angefangen die Kiste wirklich mal zu bewerben.

Nun ist heute der Abend der Abende. Und zum ersten Mal nicht nur als Hausdom dabei, sondern auch für das ganze drumherum verantwortlich. Planung, Personal, Verhandlungen, Werbung und wieder von vorne. Glücklicherweise kann ich auf ein bestehendes Team zurück greifen. Schließlich findet die #SecretNight ganz genau dort statt, wo sie schon immer war.

Nach außen hin hat sich quasi fast gar nichts verändert. Das Team ist das gleiche und doch ist es irgendwie anders. Meine Frau Hirnventrikel bringt sich mit einer tollen Idee ein und setzt diese heute um. Meine Sub Tara bringt ihren Besten Freund mit und die beiden werden mit dem Inhaber der Location ein paar Vermessungsarbeiten für künftige Veranstaltungen durchgehen. Irgendwas mit Vorhängen, die eine Art Raumteilung ermöglich.

Einen Tag nach meinem 48. Geburtstag erfülle ich mir selber den Wunsch einer eigenen „O“-Veranstaltung, die im Rahmen der #SecretNight als eine Art Workshop stattfindet. Mit praktischem Anteil versteht sich.

Insgesamt fühle ich mich der Situation mehr als gewachsen. Alles soweit durchdacht und Detailarbeiten finden soundso erst kurz vor der Veranstaltung statt. Wenn dann die Gäste kommen werde ich sicherlich nochmal kurz in mich gehen und tief einatmen.

Ich bin wirklich sehr angenehm davon angetan, dass mein Konzept insgesamt so guten Anklang gefunden hat. So wird die Besucheranzahl (wenn denn dann alle erscheinen!) bisherige Veranstaltungen gleichen Namens an gleicher Stelle toppen. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut und lächele so vor mich hin.

Es zeigt mir, dass es sich lohnt nicht alles selber zu machen, sondern die Dinge, die man partout nicht kann, zu delegieren oder eben (wie im Falle meiner Frau und meiner Sub) einfach mal machen zu lassen. So kann ich mich voll und ganz den sozialen Medien und der Werbung widmen und eben auch die Kreativarbeit leisten und damit fangen wir dann heute mal an.

Nun noch ein wenig chillen auf dem Sofa. Duschen. Umziehen. „Werkzeugkoffer“ packen. Und dann ins Auto nach Dortmund.

In diesem Sinne …

… wir lesen uns.

2017 – Das Jahr an dem wir Kontakt aufnahmen.

Liebes Tagebuch,

rückblickend auf das Jahr 2017 hat sich einiges getan.

Meine Einstellung zur Sexualität generell und meine eigene im besonderen hat sich wieder einmal gefestigter. Menschen, die im 21. Jahrhundert immer noch Probleme damit haben, meine Sexualität zu respektieren, aber sich heimlich jede RTL2-Doku reinziehen, um mitreden zu können, sind mir noch egaler geworden. Eine gewisse Politikverdrossenheit hat sich Bahn gebrochener, da es mir schleierhaft ist, warum es mehr als 100 Tage nach der Bundestagswahl immer noch keine offizielle Regierung für die Bundesrepublik Deutschland gibt. Irgendwie scheint es nur mit meiner Sexualität aufwärts zu gehen und den Dingen, die sich darum ranken.

Ich bin authentischer geworden, weil ich immer mehr zu meiner eigenen Mitte finde und die Dinge, die mir bis dato völlig Wurst waren immer wurstiger geworden sind. Was nicht bedeutet, dass ich weniger Interesse an meiner Umwelt bekommen habe. Es gibt aber so Themen, die sind derartig ausgelutscht und die Menschen drehen sich einfach im Kreis und es geht einfach nie weiter. Und das im Land der Dichter und Denker.

Zum einen bin ich schockiert über diesen Nationalismus in Deutschland und in Europa. Dieses Einigeln in sich selbst führt zu nichts. Denn das Konstrukt Europa, umzingelt von Freunden, war und ist Garant für einen Frieden nach dem WKII, den wir so lange in Europa noch nie hatten. Zum anderen gab und gibt es immer wieder kleinere Reibereien zwischen Staaten, die entweder diplomatisch oder militärisch gelöst wurden. Manche mögen sagen, dass der Jugoslawienkonflikt inklusive Aufspaltung des Staates selbst ja wohl ganz deutlich ein Krieg war. Ja, das ist richtig. Aber in der Gesamtsumme eben nur ein Fliegenschiss in der Geschichte hervorgegangen aus einem innerstaatlichen Konflikt, welcher bereits gährte als es noch keine Europäische Union gab.

Menschen verlieren den Blick auf die berühmte Gesamtsituation und schaffen es nicht wirklich Zusammenhänge sinnhaftig und korrekt wieder zu geben. Weil sie es einfach nicht mehr können. Wie viele Menschen haben bereits aufgehört diesen Text zu lesen? Erinnert ihr euch noch daran, als Twitter völlig gegenläufig erst die Zeichenanzahl in den DMs frei gab und dann noch die Tweets von 140 auf 280 Zeichen anhob? Was haben wir darüber shitgestormt (Ich war dabei \o/).

Mein persönlicher Fatalismus hält sich dennoch erstaunlich in Grenzen. Weil ich mich auf die Dinge konzentriere, die ich kann. Ich kann BDSM. Meinen BDSM. Und, ich werde immer besser darin. Punktuierter. Gesteuerter. Vertrauter mit mir selber. Ich lerne nie aus. Lerne von Doms, lerne von Subs. Ich bin fest verwoben in diesem Element des Lebens, welcher an mir klebt wie Pattex. Nicht mehr weg zu denken.

Ich habe den #KaminabendBDSM ins Leben gerufen, welcher einen Nachfolger nach sich zieht und es wird schon an 3.0 und 4.0 gedacht. Die #SecretNight zieht an. Ich mag es einfach Licht ins Dunkle zu bringen. Aufklärerisch tätig zu sein in den Dingen, die ich kenne. Meine gewerkschaftlichen Dinge gehen ebenfalls ihren geregelten Gang, wenn auch nicht mehr ganz so ausgeprägt.

Was will ich noch mehr?

Besser als Geld ist eben mehr Geld ;-), aber dafür braucht es halt einen Arbeitsplatz, es sei denn, ich kann mit BDSM für meine Butter auf dem Brot sorgen. Ich wäre dazu bereit 🙂

Das Kleid der „O“


Irgendwann kommt es im Leben einer „O“ zu genau dem Punkt, an welchem es um angemessene Bekleidung geht. Viele Kleider der „O“ sind inspiriert vom Buchcover (es existieren diverseste Ausgaben, Formen, Farben und Varianten), aber ich picke mir mal dieses hier raus.

In diversen Foren bin ich zT recht „fanatischen“ Menschen begegnet, die ganz genau darauf schwören, dass eine „echte ‚O'“ nur ein solch inspiriertes Kleid zu tragen hat. Fanatisch in dem Sinne, dass diese Doktrin zu 100% verteidigt wird und ich frage mich dann allen Ernstes, ob diese Menschen irgendwie schlechten Mist geraucht haben.

In meinen Augen ist es das eine, dem Stil zu folgen und es einfach so nah an der Vorlage wie möglich gern zu haben, aber das andere wäre dann doch auch, dass alle „O“’s irgendwie gleich aussähen. Also als eine Art Uniform eben. Ich verteufele es nicht, wenn Paare das exakt so wollen. Aber für mich ist dieses Stringente irgendwie nichts.



Die „O“ hat Kleidung zu tragen, welche angemessen ist. Was bedeutet, dass sie sich frei zugänglich sein muss. Also ohne Unterwäsche zu tragen darf es durchaus so bedeckt wie notwendig zu sein. Brüste, Scham und Po müssen ohne Anstrengung gezeigt werden können. Und ich denke, dass hier eine gewisse Erotik durchaus angebracht sein sollte. Das hier gezeigte Kleid wäre durchaus angemessen meiner Meinung nach.



Mir geht es vor allem darum, dass eine „O“ ihr Dasein so verinnerlicht hat, dass sie in der allgemeinen Öffentlichkeit nicht unbedingt als Sexsklavin zu erkennen ist, jedoch stets ein angenehmes Äußeres zur Schau stellt. So halte ich beispielsweise ein Kleid, welches vorne mit Knöpfen oder einem Reißverschluss geschlossen ist, durchaus für stilvoll.



Geht es mit der Herrschaft jedoch auf Veranstaltungen spezieller geselliger Art, so wäre diese Erscheinung durchaus angebracht, weil sie alle Anweisungen befolgt und die „O“ nicht entkleidet werden muss.



Am Ende des Tages spielt es jedoch nicht wirklich eine Rolle, welche Kleidung eine „O“ trägt. Wichtig ist, dass sie sich ihrer Rolle bewusst ist, ihren Platz und ihre Aufgabe kennt und sich selbst Gedanken darum macht, wie sie den Anforderungen gerecht werden kann. Schließlich soll sie sich nicht nur in ihrer Haut, sondern auch in der Kleidung wohl fühlen.