So … Du bist also dominant, was …? #MeeToo

„Mach‘ mal was Dominantes!“ – Tara, #CircleOfFalbalus


Aus einer Scherzsituation heraus entstand eine Unterhaltung, die schon ein paar Monate her ist. Es ging dabei um die Tatsache, dass es gefühlt 3*X^5 Männer gibt, die sich dominant nennen. Und die davon ausgehen, dass nur starkes Auftreten gepaart mit Lauten im Dezibelbereich eines Brüllaffen ausreichen, um eine Frau zum Schmelzen zu bringen.

Und dass man diese Männer mit der einfachen Nachfrage (siehe oben) ziemlich leicht aus dem Konzept kriegen wird. Und damit auch entlarven. Eine kluge Frau, die sich anschickt submissives Gedankengut in der Realität auszuüben, in welcher Form auch immer, wird immer gegenfeuern, wenn die Art des Gegenübers nicht passt.

Und ich rede hierbei nicht von gespielter Gegenwehr aka gewolltem „Ich will nicht!“. Zu diesem Zeitpunkt ist es überhaupt nicht soweit, dass ein Mann einfach mal anfassen kann. Und ich denke, dass auch im BDSM so ziemlich sehr viele #MeeToo – Dinge geschehen sind (und wohl leider noch immer geschehen), weil Männer diese Nachfragen falsch deuten und eben nicht als ablehnendes Signal wahr nehmen.


Ich frage mich dann immer wieder, wie ich mich dominant schimpfen kann, wenn mir dieses Selbstbewusstsein fehlt, schon in der Anbahnungsphase (also die Dame weiß nur noch nicht, dass sie angebahnt wird!) gleich mal die Grenze des Anstands und des Respektes zu überwinden? Und auch, warum bei mir dann immer das Gefühl der ultimativen Fremdscham für meine Gattung einsetzt?

Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich eine Erziehung genossen habe und eventuell ein wenig länger auf der Schule war?

Ich weiß es nicht.


Wie an anderer Stelle schon mal geschrieben empfinden Frauen grundsätzlich Dominanz höchst unterschiedlich. Deswegen passt, wie in anders normalen Bindungen, eben nicht jeder Dom zu jeder Sub. Eines ist Dominanz jedoch ganz sicher nicht: Bedrohlich.

Wenn Doms den Subs gleich zu Beginn das Gefühl geben, dass man Angst vor ihnen haben muss, wieso sollte sich eine Sub auch nur annäherungsweise diesem Dom hingeben? Zumal sie diesen Mann ganz sicher nicht als Dom sieht, sondern als gefährlich und bereits auf dem Fluchtweg befindlich ist?


Natürlich kann es innerhalb einer BDSM-Beziehung mal zu einer Situation kommen, in welcher ein Dom seine Sub mal herausfordert. Augen verbinden und einfach irgendwo mal festbinden kann jedoch nur dann funktionieren, wenn die Sub absolutes Vertrauen zu ihrem Dom hat. Selbst dann, wenn sie sowas garantiert niemals nicht haben wollte.

Egal, welches „Bedrohungsszenario“ im Spiel aufgebaut wird, das Grundgefühl der Sicherheit muss bei der Sub existieren. Vielleicht Unsicherheit, aber gepaart mit Herzklopfen. Vielleicht Verwirrung, aber gepaart mit dem Wissen, dass über sie gewacht wird. Stets und ständig und immer.


Liebe Frauen, die ihr euch der Submissivität hingeben wollt.

Seid bitte wachsam, wer da vor euch beim Kaffee sitzt. Achtet auf euch. Denn es geht ganz alleine um euch und nicht um den Mann mit dem Flogger. Wahrhaft dominante Menschen nehmen sich selbst aus dem Fokus und stellen die Frau in den Mittelpunkt. Und machen euch und eure Wünsche nicht klein oder behandeln euch geringschätzig.

Sie wissen nämlich genau, wer oder was sie sind. Dafür brauchen sie keine Bestätigung seitens der Sub. Sie sind in ihrem Leben insgesamt gefestigt und wenn das aufgrund persönlicher Belange mal nicht so sein sollte, dann würden sie lieber auf BDSM verzichten, als auf Teufel komm‘ raus einer Seele hinterher zu jagen.

Dominante Menschen jagen nicht. Jedenfalls nicht so vordergründig, dass man das Bedürfnis nach dominantem Sex gleich schon riechen kann. Sie sind sich ihrer selbst bewusst. Sie machen Angebote, Andeutungen und entweder diese werden angenommen oder eben nicht. Und wenn nicht, dann ist das eben so.

Sie sind sicherlich Menschen aus Fleisch und Blut und haben Sorgen und Nöte und jahaaaa, manchmal auch #MiMiMi ^^ – Aber sie sind verlässliche Gestalten und stellen das Wohl anderer über ihr eigenes. Denn nur so kann eine Sub sich in der Nähe dieses Doms sicher und geborgen fühlen.

Und irgendwie macht dies Doms zu recht submissiven Wesen. Will halt nur kein Dom so hören. Also … jedenfalls die, die mal „was Dominantes“ machen sollen.

#TheTrainingOfO – Regeln X.5

„Nichts ist beständiger als der Wandel“


Diese Weisheit, mal dem Griechen Heraklit (ca. 500 J. v. Christus), mal dem Engländer Charles Darwin (*1809 – 1882) zugeschrieben, passt wie die Faust aufs Auge für eine weitere Folge über Regeln im BDSM generell, BDSM-Verträge allgemein, im #CircleOfFalbalus speziell und erst recht für das #TheTrainingOfO.


Wenn ich mir meine verschiedenen Regelwerke so betrachte, ob nun so als generelle Vorlage für Viele oder spezielle Dinge für mich so, dann komme ich immer wieder auf den Punkt, dass Regelwerke sich schlicht und ergreifend dauernd verändern.

Von all jenen Dingen, die mir mal ganz extrem wichtig gewesen sind, sind nicht mehr so viele übrig geblieben. Aus Einsicht der Untragbarkeit, der Realität wegen und vor allem der Person wegen, die mir da gegenübersteht.

Submissive Fachkräfte benötigen jedoch Regeln, an die sie sich halten können. Grenzen, die es zu beachten gilt, Dinge, die es zu tun gibt und Sachen, die zu unterlassen sind. Also irgendwie muss es ja losgehen. Dynamik kommt später.


Eine der merkwürdigsten Dinge, die ich jemals auf dem Zettel hatte, waren Benimmregeln. Unter lautem Kruschtelgeräusch lese ich davon, dass die Sub nicht spricht, sondern nur dann, wenn sie etwas gefragt wird. Also stets und ständig. Es sollte „Kammern der Kommunikation“ geben, in welchem man auf Augenhöhe den Status der Beziehung bespricht.

Es schüttelt mich bei dem Gedanken, dass ich die offene Kommunikation so tief beschnitten habe. Wahrscheinlich war ich einfach viel zu unsicher damals und wollte mein Ding einfach durchziehen.

Heute ist daraus geworden, dass während der privaten Sessions „dazwischen“ immer offen geredet werden soll. Ständige Qualitätskontrolle sozusagen. Für Außentermine jedoch gebe ich das gerne vor, wenn Art und Umstand des Spielens schweigende Subs erfordern.


Oder das hier: „Du hast Dich mir exklusiv hinzugeben, auch wenn ich mich nicht exklusiv an Dich binden werde.“ – Was für ein Schwachsinn 😉 Das war zu einer Zeit, wo ich die totale Kontrolle haben wollte und wirklich glaubte, dass EPE dies einfach beinhalten muss.

Heute denke ich, dass eine Sub sich exklusiv an mich binden kann, wenn sie dies möchte. Dann jedoch auch nicht „mal so“/“mal so“. Da ich mich zwar emotional, aber nicht exklusiv binde, muss die Sub jedoch mit den Nebenerscheinungen meiner Polygamie klar kommen. Und dies ohne MiMiMi.


Ich denke, dass es tatsächlich nur vier Regeln gibt, die stets und ständig Bestand haben und die ich allen Subs aufdiktiere (beim Spielen – nicht im RL!). Wobei es mir schmeichelt, wenn diese Regeln auch (ab und an) im RL gelebt werden.

  1. 3H-Regel

    (Mein!) Halsband, Halterlose, High Heels (oder Pumps mit minimalem Absatz!)

  2. Schwarze Kleidung, keine Rüschen, Federn, Schleifchen, nichts Buntes, höchstens gedeckte Farben.
  3. Keine Dessous (also weder BH noch Slip).
  4. Lange Haare stets offen tragen.

Und dann sind da noch die Dinge, die jeder Sub früher oder später begegnen werden, weil diese Vorstellung einfach in mir haftet.

  1. Du wirst geschlagen, weil ich Lust habe, Dich zu schlagen.
  2. Blowjobs sind Pflicht.
  3. Teile Deiner Ausbildung finden in der Öffentlichkeit statt.
  4. Du wirst gefickt, jedoch nicht zwangsweise von mir.

Alles andere ist pure Geschmacksache. Ich tendiere dazu, keine Zeitvorgaben zu machen. Aber wenn ich der Meinung bin, dass es soweit ist, dann ist es soweit und ich dulde dann keinen Widerspruch. Die eine Sub will schnell viel, dann soll sie es bekommen, wenn ich der Meinung bin, sie ist soweit. Ansonsten trete ich für sie auf die Bremse. Die andere Sub will in Tippelschritten nach vorne geleitet werden, aber auch für sie gilt, dass irgendwann der Zeitpunkt gekommen ist, gesetzte Dinge anzugehen. Und diesen Zeitpunkt bestimme ich.

 

D/s … Ein weiterer Definitionsversuch

BDSM ist Vielfalt. BDSM ist somit Alles oder Nichts.


D(ominance)/s(ubmission), ein nicht unwichtiger Teilaspekt im großen Farbenspiel des BDSM. Nimmt man diese vier Buchstaben, so steht er eingerahmt in der Mitte und jeder Buchstabe hat dann noch eine andere Bedeutung.

B ondage & D iscipline
D ominance & S ubmission
S adism & M asochism

Oftmals wird vermutet, dass es im BDSM immer einen dominanten und einen submissiven Part gibt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ich muss nicht devot sein, wenn ich erlaube, dass eine Frau mich fesselt. Ebenso kann ich als Masochist ziemlich dominant von einer submissiven Sadistin etwas verlangen.

Es ist nicht alles so einfach zu definieren und viele gekrönte Häupter haben schon versucht Worte zu finden, die die Dynamik zwischen Menschen auch nur ansatzweise beschreibt.

Deswegen möchte ich darauf hinweisen, dass es im Endeffekt nur darauf ankommt, dass es allen Beteiligten Spaß macht und sich niemand ungewollt unsicher dabei fühlt. Und es völlig Schnurz ist, wie man es nennt und ob man die Dinge überhaupt beim Namen nennen muss.

BDSM ist, was ihr daraus macht.


Ich bin ein Wanderer zwischen den Welten. So spiele ich ziemlich erfolgreich auf der Klaviatur des D/s und finde mich auch im Bereich des SM gut zurecht. Das eine ist ohne das andere für mich absolut undenkbar. SM muss bei mir immer einen erotischen Touch haben und D/s geht nicht ohne den Lustschmerz.

Wie also kann ich D/s vom SM trennen? Und damit eine Definition wagen?


Über Dominanz und Submission ist viel gesagt und geschrieben worden. Diverse Fernsehformate haben versucht aufzuklären (mit Null Erfolg!), es wurden Bücher geschrieben, welche Techniken beschrieben haben, aber wenig von Emotionen sprechen, Romane zum Thema sind auch nur eine von X Sichtweisen auf die Sache und helfen bei der Orientierung nur mäßig.

Dominanz ist für mich der absolute Wille meine sehr geschätzte Partnerin sexuell zu unterwerfen. Wenn ich mich in eine Frau vergucke, dann kommt in mir das innere Gefühl hoch, sie irgendwie mir Untertan zu machen. Submission ist für mich der absolute Wille mich meinem sehr geschätzten Partner sexuell zu unterwerfen und mich als Werkzeug für seine/ihre Lust anzubieten. Wenn ich mich also in so einen Mann vergucke, dann kommt in mir das innere Gefühl auf, mich ihm sexuell zu unterwerfen.

Es ist also keine Technik, die hier beschrieben wird, sondern es geht viel mehr um Charaktereigenschaften beim Gegenüber, die bei mir etwas bewirken. Und die mich so zu einem dominanten Liebhaber machen oder zu einem unterwürfigen Sklaven. In jedem Fall, ob Dom oder Sub, möchte ich meinem Partner genügen, ihn/sie befriedigen. Und diese Befriedigung gibt dann auch mir Befriedigung. Auch egal, ob Dom oder Sub.

Der Spruch „Dom und Sub bedingen einander“ ist mehr als wahr.

Wenn ich eine Frau vor mir habe, die ich gerne als Dom lieben möchte, diese das aber gar nicht will, dann habe ich ziemlich schlechte Karten. Und anders herum haben sich manche Doms/Dominas an mir die Zähne ausgebissen, weil ihr z.T. affektiertes Gehabe mich zu beeindrucken, in mir eher das Gefühl des Desinteresses erzeugten.

Es muss also die sogenannte Chemie zwischen zwei Menschen stimmen, so das der eine hat, was der andere will.


Die Doms/Dominas, die ich persönlich kenne, sind eher so wie ich. Leise, nicht laut, nicht fordernd, nicht drückend, nicht ziehend. Sie beherrschen eine ganz subtile Klaviatur der Bindung und diese muss auch so von der submissiven Seite gewollt sein. Es geht darum eine Bindung zu formen, die nicht klammernd ist. Und wenn es passt, dann haben diese dominanten Menschen Subs, die eben nicht klammern, ihr eigenes Leben leben, sich jedoch stets bewusst sind: Das ist meine Herrschaft und wo ist das Klavier, welches ich tragen darf.

Dominante Menschen haben Stil und Niveau. Und dies fordern sie auch ein. Sie haben ein bestimmtes Bild von einer Sub und sie wünschen, dass die Sub dieses Bild so exakt wie nur möglich repräsentiert. Und weil es immer die Sub ist, die sich die Herrschaft wählt, sind Doms Begleiter auf deren Weg.


Submissive Menschen haben den Wunsch sich unter zu ordnen. Sie müssen grundsätzlich von diesem Gefühl beseelt sein. Und sie können im übrigen Leben recht dominant sein. Ihre Submission kommt halt nur einem Menschen zu gute. Ihrer Herrschaft.

Es ist ganz exakt diese Herrschaft, die in ihnen den Schalter umlegt, wie es eben kein anderer kann. Sie sind für diese Herrschaft bereit Grenzen innerhalb der Erotik zu sprengen, weil sie das tiefe Vertrauen haben, dass alles seine Richtigkeit hat und ihnen bei der Auslebung dieser Art von Sexualität kein Leid geschieht.

Oftmals werden submissive Menschen als schwach bezeichnet. Ganz exakt das Gegenteil ist der Fall. Denn es gehört schon eine Menge dazu den Regeln eines dominanten Menschen zu folgen, gegen diese sie als selbst-bestimmter Mensch ansonsten rebellieren würden.


Nehmen wir mal als Beispiel meine „3H-Regel“.

Wie schon oft betont, lege ich darauf einfach wert. Eine Sub ist mit Halsband, Halterlosen und High Heels ausreichend gekleidet. Andere Dessous lehne ich ab. In meiner Gegenwart sind BH und Slip völlig nebensächlich und das ist etwas, wo eine Sub sich erst mal gedanklich einschaukeln muss. Das #TrainingOfO zielt genau auf diese Möglichkeit der steten Übung ab.

Was also bei anders normalen Männern einen Ständer hervorrufen würde, bleibt bei mir ohne Wirkung. Wenn also eine Sub in den #CircleOfFalbalus möchte, so wird sie sich mit diesem Gedanken der „3H-Regel“ arrangieren müssen. Auch wenn sie selber keine High Heels mag oder sich ohne BH und Slip pummelig fühlt. D/s ist auch eine Form von Charakterformung, ganz genau als Sexobjekt gesehen zu werden und so eine Wertschätzung „Du bist okay, so wie du bist!“ zu erhalten.

(Und keine Sub wird mir glaubhaft versichern können, dass sie keine High Heels tragen kann. Ein wenig Absatz geht immer. Es müssen nicht 12cm sein.)


Dominanz und Submission denken nicht zwangsläufig polygam. Ich glaube zudem, dass die meisten D/s-Bindungen existieren, ohne dass die Beteiligten wissen, was sie da genau tun. Eben, weil es einfach funktioniert und jeder den anderen für seine Sache wertschätzt.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit polygamen Handelns nicht so weit weg zu schieben. Das Kopfkino der Beteiligten in Richtung 3er als FFM oder MMF ist sicherlich ebenso vorhanden, wie auch anders normale Menschen auch mal an Sex zu Dritt denken.

Bei mir ist es so, dass jede meiner Subs früher oder später in einem Pornokino vorgeführt wird. Zumindest das Entblößen der Sub vor anderen Menschen zwecks sexueller Interaktion an mir, steht auf der Liste. Ebenso wird meine Sub sich früher oder später auch von ihr fremden Menschen anfassen lassen müssen. Und am Ende des Weges steht auch die sexuelle Interaktion mit Menschen, die sie sich eben nicht selber ausgesucht hat.


Natürlich ist Fremdnutzung oder gar Überlassung nur ein kleiner Teilaspekt meines D/s. Es geht mir darum, dass eine Sub begreift, dass es nicht ihre Wahl ist, wann sie mir wo genau zu Willen zu sein hat. Und das sie über den Schatten der heimischen Isolation hinaus meine devote Gespielin bleibt.

Das ist nicht für jede Sub etwas. Manche möchten gerne monogam sein und daheim bleiben. Aber sie verstehen dennoch, dass alles, was wie außer Haus zu leisten haben, sie insgesamt nur für ihre Herrschaft tun. Und die fremden Männer sind nur Spielzeuge in diesen Szenarien. Und bleiben Fremde. Anonym und bedeutungslos.


Submission erstreckt sich jedoch neben sexuellen Dingen unter Umständen noch viel weiter. Submission kann auch bedeuten, dass es ihr völlig logisch erscheint der Herrschaft zusätzlich zu Diensten zu sein. Nicht aus Zwang, sondern aus dem Wunsch heraus zu dienen.

Das kann von der Übernahme des Haushalts der Herrschaft gehen, bis hin zu kleineren Botengängen. Es ist der Wunsch zu gefallen und angenommen zu werden. Vielleicht entwickelt sich daraus auch eine 24/7-Beziehung. Vieles ist denkbar. Und wenn es realistisch ist, dann ist es auch machbar.

Gedankenaustausch

Ich will mit Dir reden.

Ich will mit Dir sprechen.

Ich will mit Dir da sein.

Ich will mit Dir dort sein.

Ich will mit Dir kämpfen.

Ich will mit Dir streiten.

Ich will mit Dir lieben.

Ich will mit Dir schlafen.

Ich will mit Dir lachen.

Ich will mit Dir weinen.

Ich will mit Dir grinsen.

Ich will mit Dir ernst sein.

Ich will mit Dir betrunken sein.

Ich will mit Dir müde sein.

Ich will mit Dir wach sein.

Ich will mit Dir geil sein.

Ich will mit Dir einsam sein.

Ich will mit Dir unter Menschen sein.

Ich will mit Dir zusammen sein.

Ich will mit Dir beisammen sein.

Ich will mit Dir ganz oben sein.

Ich will mit Dir ganz unten sein.

Ich will mit Dir herunterfallen.

Ich will mit Dir aufsteigen.

Ich will gegen Dich sein.

Ich will für Dich sein.

Ich will …

… mit Dir …

sein.

Der Dom als Hure …

Manchmal reizt mich dieser Gedanke ja immer noch. Dinge für oder gegen Geld zu tun.


Wer mich kennt, der weiß, dass ich vor so ziemlich überhaupt nichts halt mache. Und auch wenn ich meine Präsenz bei peppr.it aufgegeben habe, da Hetero-Escort einfach nichts bringt, so umschleicht mich dieser Gedanke im BDSM-Bereich immer wieder mal.

Und bevor der Aufschrei durch die Gemeinde geht, so gilt ja auch für mich, dass über Dinge nachdenken nicht identisch ist mit Dinge tatsächlich zu tun. Obwohl … bei mir, nun ja. Also nicht immer identisch.

Die Tatsache eine Partnerin zu akzeptieren, die man nur wenig bis gar nicht kennt und diese dann befriedigen zu müssen und ihr nach Möglichkeit ganz exakt das geben zu können, was sie gerade braucht – im Sinne des BDSM, ich rede nicht vom plumpen Vögeln -, kommt immer wieder mal hoch. Und diese Hochkommen ist nicht im Sinne von kotzen gemeint.


Ich denke nicht, dass dies ein romantischer Ansatz ist. Aber es ist mindestens ein sehr emotionaler. Jedenfalls in meinen Gedanken. Eine gewisse Menge Geld führt zwei Menschen zusammen, die sich sonst niemals begegnen würden. Und es ist nicht der Mann, der sich eine Bizarr-Escort-Dame leistet, sondern eben anders herum. Ein Anruf, eine eMail, ein Treffpunkt, kurzes Gespräch, ein offener Umschlag, das Spiel … und dann gehen. Und den Umschlag nicht vergessen.

Sich für das, was man gerne macht, bezahlen lassen.

So heißt es doch immer, dass man das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet.


Aufgrund meiner Erfahrung insgesamt denke ich, dass ich durchaus in der Lage bin, eine Frau aus dem Stand zu bespielen und „dabei“ ihren Weg zu finden, den sie gehen möchte. Hindern würde mich auch an der Umsetzung nichts. Und Angst davor hätte ich wohl auch nicht. Die Manschetten, die ich mir dabei anlege, sind jedoch immer die gleichen:

Was geschieht mit mir – hinterher.

Wenn ich die Dame dann verlasse und es keinen weiteren Kontakt geben wird, den man ausbauen könnte? Weil ich eben in genau dem Augenblick eine Möglichkeit war, ein Spielzeug? Und nach geleisteter Schuldigkeit für diesen Moment in die Vergessenheit gerate? Wird das nicht an meinem Ego kratzen?


Fragen über Fragen, aber eine Antwort darauf … ich würde es darauf ankommen lassen.

Userstory: Das Hotel …

Selbstbewusst durchschreitet Sie die Lobby. Ihre hohen Schuhe hinterlassen klare akustische Signale. Ihr schwarzes Kleid endet kurz über den Knien. Gewinnendes Lächeln. Smalltalk mit dem Rezeptionisten. Das Wetter. Baldige Events. Der Fahrstuhl.

Sie verabschiedet sich mit einem Lächeln und schreitet zum Lift. Die Tür schließt sich. Prüfender Griff der Finger unter das Kleid. Kein Höschen. Warme, feuchte Haut. Sie kostet Ihre Lust. Grinst in die Kamera.

Schritt wird wackliger. Atem hörbar. Endlich die Nummer des Zimmers vor ihrer Nase. Ihr Puls in den Ohren parallel zum Klopfen an der Tür. Durchatmen.

Klopfen.

Die Tür öffnet sich.

Er: „Knie‘ Dich hin!“

Ihr ganzer Körper schreit: <<endlich>>

Ihre Augen fixieren ihn als sie auf die Knie geht.

Als die Hose sich öffnet…

Vor ihren erwartungsvollen Lippen …

… fällt die Tür hinter ihr ins Schloss.


Rubrik: Unverlangt eingesandt. Auf Wunsch ohne Nennung des Autors.

#SecretNight goes #TheTrainingOfO … oder so.

Kleine Zwischenmeldung …

in der kommenden Woche werde ich mein Veranstalterprofil im JoyClub zu stehen bekommen und auch das angedachte Regelwerk für eine „O“-Veranstaltung im Sinne der #SecretNight überarbeiten und sowohl hier, als auch da präsentieren. So werde ich es extrem entschlacken, um die Herren der „O“’s nicht zu brüskieren.


Der 05.01.2018 ist die erste #SecretNight im kommenden Jahr und da auch gleichzeitig mein Luftballontag ist, trifft es sich gut einfach mal zu starten.

Da die #SecretNight eine Anfänger-Veranstaltung ist, bitte ich jetzt schon um Verzeihung, falls meine Spielideen nicht ganz „O“-lastig sind. Also ich gehe sicherlich nicht gleich auf 100%. Ich denke jedoch auch über eine 100%-„O“-Party nach.


Viele Paare sind schon länger im D/s-SM daheim und tippeln sich auf der gemeinsamen Erfahrung in Richtung „O“ hin. Insofern muss ich annehmen, dass sehr viele Paare schon extrem gut aufeinander eingespielt sein müssten. Diese Paare sind natürlich auch willkommen.

Mir geht es jedoch im kommenden Januar um beteiligungsorientiertes Spielen im Sinne der „O“, wo Anfänger nicht nur daneben stehen und den „Profis“ zuschauen und ständig „Oh Gott, Oh Gott, Oh Gott!“ rufen, sondern um eine Veranstaltung wo Anfänger im Vordergrund stehen, und Fehler geschehen dürfen.

Dafür bietet die #SecretNight einfach einen sehr speziellen Rahmen und ihr Charakter des menschlichen Umgangs miteinander bietet sich einfach dazu an.

… more to come.

Was ganz was Anderes … In eigener Sache

Ich: Du wirst doch nicht etwa?
Ich: Doch ich werde!


Einige wissen es schon, Andere noch nicht und bevor nun das Rätselraten beginnt warum der alte Mann so viel Zeit hat: Er hat einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet und gehört per 01.11.2017 dem Heer der Arbeitslosen an.

Der Grund ist nicht ganz so wichtig und gehört nicht wirklich hier her, aber es ist eine gute und runde Sache. Und ich rede nicht von den Euronen, die damit einher gehen. Nur soviel: Man hat mich gebeten zu gehen #AusGruenden, die nicht in meiner Person liegen.

Nachdem ich nun ein paar Dinge geregelt habe (Arbeitssuchend gemeldet, Lebenslauf aktualisiert zB) werde ich den Rest des Monates Oktober (bin bei vollen Bezügen unwiderruflich freigestellt) wie Urlaub verbringen. Dieser wird dann gekrönt von einer kleinen, aber dringend benötigten Auszeit für und mit meiner Frau, bevor ich am 02.11.2017 persönlich auf dem Amt vorsprechen muss.


Ich: Und was machst Du dann?
Ich: Es öffnen sich Türen, mein Bester!


Ich habe viele Ideen und Gedanken, die sich um diese Zeit ranken.

Auf der einen Seite kann ich Vollzeit auf die Akademie der Arbeit nach Frankfurt gehen und ein Grundstudium für Arbeitsrecht absolvieren. Das könnte mir Türen in die IG Metall öffnen.

Auf der anderen Seite kann ich mir in der ersten Zeit die Jobs raussuchen, die mich wirklich faszinieren und ich meine 3rd-Level-Expertise im IT-Bereich als Problemlöser vollständig einbringen kann. Garantiert gehe ich nicht mehr in die First Line of Defense mit direktem Kundenkontakt, wo ich Office- und Druckerprobleme lösen soll. Ich würde am Bore-Out-Syndrom sterben.

Des Weiteren möchte ich als Selbstständiger auch ein paar Kontakte knüpfen und im BDSM-Bereich „Dinge“ tun. So werde ich die #SecretNight in Dortmund ab Januar kreativ übernehmen und kann mich ein Jahr mindestens dort austoben. WorkShops, Vorträge … und einfach Menschen kennen lernen, die sich mit BDSM nicht nur privat auseinander setzen und lernen und denken und erschaffen.

Auch eine Tätigkeit im Bereich Sozialer Medien käme mir nicht schlecht daher. Als ausgebildeter Betriebsrat bin ich sogar so kühn zu behaupten in einer Personalabteilung arbeiten zu können.

Privat habe ich die Möglichkeit, dass ich auch mal entfernte Ziele unter der Woche ansteuern kann, wenn es die Zeit erlaubt. Ein #Kaffeedate mit Svea Kerling zB in Wien (#TeamSacher). Oder nach Berlin zum Strafbock und vielleicht mal vor die Kamera treten oder oder oder.

In jedem Fall werde ich mich mal um ein paar neue Anzüge kümmern und der Werkzeugkoffer wird ein wenig zusätzlich bestückt werden. Ein neues Notebook eventuell.


Natürlich ist die Abfindungssumme endlich. Und ich muss mich davon ja auch finanzieren, weil ich kein Arbeitslosengeld erhalten werde (glaubt es mir einfach!). Ich könnte mir sagen, dass je früher ich eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit finde, desto mehr bleibt von der Abfindung über. Aber damit hätte ich dann auch einfach weniger Zeit

… für mich.

 

The First Avengress 2.0 ;-) #TheTrainingOfO

Es gab da mal einen Blogbeitrag:
https://tarasropes.wordpress.com/2017/10/05/nicht-nur-sub/

Um die Aufmerksamkeit der werten Leserschaft jedoch gleich mal in das richtige Lot zu lenken. Und wie ich es auch schon mehrfach betont habe … Beziehungen ändern sich, weil sich Menschen ändern. Und Beziehungen bleiben beständig, wenn Menschen sich mit ihrer Beziehung auseinandersetzen und daran rumbasteln. Darüber nachdenken, ob diese Beziehung noch gut ist, was doof ist und wie sie besser werden kann.

Auch wenn es sich vordergründig zwischen Tara und mir um eine reine D/s-Geschichte handelt, so geht es doch viel tiefer zwischen uns her. Der eine oder die andere mag das nicht verstehen, für die eigene D/s-Beziehung nicht wollen, oder oder oder …

Im Film „Der Aufstand“ aus dem Star Trek Franchise äußerte sich Commander Data dahingehend, dass er 0,76 Sekunden darüber nachgedacht habe, ob er sich der Borgkönigin anschließen mag und das Geschenk von Emotionen und Gefühlen annehmen solle. Ähnlich ging es auch mir, als Tara mir diesen Beitrag vorgelegt hatte. Tatsächlich habe ich ein wenig mehr als Data gebraucht um ihn zu verstehen. Mehrfach musste ich ihn lesen.

Und gestern stand dann noch das erste O-Date für Tara auf dem Plan und nach so langer Zeit des Sich-Nicht-So-Haben-Könnens war mir durchaus danach eine neue Ebene einzuziehen, aber ich wollte ihr auch persönlich begegnen, um ihr meinen ganz persönlichen Eindruck von ihrem Text mit auf den Weg zu geben.

Also teilte ich ihr mit, dass sie bitte festes Schuhwerk mitbringen möge und ich würde sie an diesem Abend nur für mich alleine haben wollen und nicht mit anderen teilen. Und ich fuhr dann mit ihr in einen nahen Wald um im diesen Nieselregen eine kleine Outdoor-Session mit Betonung auf Waldhäuschen zu haben. Das war schon länger auf dem Plan und ich wollte das machen, bevor das Wetter echt zu doof dafür wird. Während wir noch auf dem Hinweg zu Fuß über dies und das philosophierten und auch während der Brustbehandlung die üblichen Spaziergänger vorbei kamen, so fanden wir das Gespräch über diesen Beitrag danach auf dem Weg zum Auto.

Das Ergebnis war ein sehr Positives für uns beide.

Wenn man sich als Dom in der Rolle eines Lehrers sieht, der die anwesende submissive Fachkraft dazu ermuntern will ihre eigene Libido völlig neu zu erfahren und auszuleben, der wird dann sicherlich auch irgendwann mal damit konfrontiert, dass es soweit ist und das Vögelchen langsam das Nest verlassen mag um sich selbst auszuprobieren. Die sexuelle Befreiung der Tara war mir immer sehr wichtig und ich habe das stets gefördert und zT auch gefordert. Aber um sich wirklich sexuell zu befreien, muss man auch loslassen können. Man muss als Dom in der Lage sein zu begreifen, dass man seine „Aufgabe“ erfüllt hat und sich ein wenig zurückziehen muss.

Man erhält also Lob und Anerkennung durch das Begreifen der D/s-Beziehung als „endliche“ Beziehung. Tatsächlich steht dies sowohl für Tara als auch für mich überhaupt nicht zur Debatte. Wir haben uns sehr intensiv in die Augen geschaut und festgestellt, dass sich auch durch neue Freiheiten zwischen uns gar nichts ändern wird.

So fuhr ich dann noch mit ihr ins „Goldene M“ und später im Liebesnest kam dann Teil Zwei des „O“-Dates und ich servierte ihr meine Gedanken zur weiteren Entwicklung direkt auf die Brüste. Ich ließ sie sich vollständig entkleiden, sie sollte sich Hand- und Beinmanschetten anlegen und aus dem Kleinen Schwarzen schlüpfen. Ihre Nippel verband ich mit japanischen Klemmen nebst Kette.

So saß sie auf einem Stuhl vor mir und ich teilte ihr mit, dass sie es „Schuld“ sei, dass ich mich verändern kann. Und dass ich längst vergessen geglaubte Wege des Sadismus/Masochismus bereit bin mit ihr zu gehen. Und das „Kleine Schwarze“ als äußerliches Merkmal unseres D/s nun der Nackthaltung weichen könne und solle, wie es sich für eine Sklavin gehört.

Über das, was danach folgte hülle ich mich in bekanntes Schweigen.

 

ps // Nein, diese Änderung des Planes war vorhersehbar. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird dies bereits vor Wochen gewusst haben, weswegen ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen werde. Der Zeitpunkt konnte jedoch nicht besser gewesen sein.

Danke Tara <3

 

Wer dient eigentlich wem?

Wie kann Devotion funktionieren?

Ich bin ich. Und ich habe eigene Vorstellungen, einen eigenen Willen, ein eigenes Wollen. Und ich begegne Menschen. Mag man einander, ist interessiert, die Vorstellungen des anderen zu erfahren und dessen Wollen kennen zu lernen. So auch im BDSM. Potentieller Dom trifft potentielle Sub. Beide sind darauf angewiesen, dass der andere sagt was er will. Z.B.: Was für einen Partner? Welches Ziel? Worauf steht er/sie? Wann und wo treffen? Wiedersehen ja oder nein? Beide müssen also etwas wollen und es auch sagen bzw. benennen. Nun die Frage: Wo fängt Devotion an? Ab wann beugt sich Sub dem Dom? Müssen nicht beide wollen, beide Entscheidungen treffen, beide sagen, was sie wünschen? Beide haben Erwartungen. Sagen also beide: „Ich erwarte von dir xyz.“ Und wenn also beide Erwartungen haben und beide sie auch kundtun, weil sie ja sonst nicht wüssten, was der andere will – wie kann dann der eine Teil devot und der andere dominant sein? Beide erfüllen ihre Erwartungen (oder eben nicht, dann gehen sie auseinander), also bekommen beide ihren Willen.

Keiner hat sich dem Willen des anderen unterworfen.

Ist ein Herr nicht eigentlich derjenige, welcher unterwürfig ist?


Diese Frage wurde mir von @InAusbildung gestellt und sie hat mich ziemlich lange beschäftigt. Seit fast einer Woche arbeite ich offline an einer Antwort darauf und wir haben vereinbart, dass ich das hier mache …


Tatsächlich ist es so, dass diese literarische Vorlage, also das eine Frau einem Mann begegnet, der irgendwie so ist, dass sie sich ihm einfach ergeben muss und dann geht es eben ohne weitere Absprachen los, ziemlich selten, wenn nicht sogar pure Fiktion darstellt.

Dieses Ding der Ur-Submission, die einfach auf einem Gefühl beruht, dieses tiefe Gefühl des Vertrauens klingt verlockend ist jedoch ähnlich selten, wie dieses Ding der Ur-Dominanz. Denn was als Submission oder Dominanz wahr genommen wird ist zum Einen höchst unterschiedlich und zum Anderen auch noch höchst komplex.

Frau und Mann werden sich also irgendwie kennen lernen müssen. Mit Hirnventrikel und Tara habe ich sehr viel kommuniziert, viele Dinge besprochen, weil es einfach notwendig war. Mit der momentanen Anwärterin habe ich dies nicht getan, weil es nicht notwendig gewesen ist. Durch das Blog hier kann Frau sich sicherlich ziemlich viel Info anlesen, um zu verstehen, wie der Zirkel und auch ich als Solo-Mann zu nehmen bin.

In dieser Zeit der Kommunikation wird sich eine Frau ein möglichst umfassendes Bild vom vielleicht Dom gemacht haben, um für sich zu entscheiden, dass er es vielleicht werden kann, wenn das Erste Date funktioniert hat und er auch wirklich so daher kommt, wie durch Schriftverkehr erahnt.

Gleiches gilt auch für den Mann, der aufgrund der Reaktion der vielleicht Sub sich Ähnliches denkt, aber nur aufgrund körperlicher Reaktion der Frau auf seine Gesten wirklich entscheiden kann, ob sich hier eine Paarung von Relevanz ergibt, oder nicht.

Da findet sicherlich noch nicht wirklich Unterwerfung oder Dominanz statt, sondern Frau und Mann schlawänzeln unter Annahme dieser Begriffe in einer Art Tanz umeinander herum und prüfen dabei sich und ihre Emotionen, Werte, Grenzen und $WhatEver …


Meiner bescheidenen Meinung nach beginnt tatsächliche Unterwerfung und Submission erst dann, wenn Frau und Mann wirklich bereit sind, den anderen als Sub oder Dom anzunehmen. Wenn anfänglicher Mut einem tiefen Vertrauen gewichen ist, der es erst möglich macht sich als Sub oder Dom gegenüber dem Gegenüber zu empfinden.

Nach einem langen Telefonat mit Tara ist mir hierzu erneut aufgefallen, dass es mir mittlerweile sehr wichtig ist, dass bestimmte Dinge nicht angeordnet werden können. So mag ich es, wenn eine Sub mir zur Begrüßung den Ring an meinem Finger küsst. Ich möchte jedoch, dass die Sub sich dazu entscheidet, es zu wollen und dass sie es nicht tut, weil ich es so möchte. Denn nur dann kann ich dieses äußere Zeichen innerer Verbundenheit als das annehmen, was es wirklich ist: Die Akzeptanz einer Sub, die mich als ihren Herrn anerkennt. So muss die Sub nur wissen, dass ich diese Geste sehr zu schätzen weiß.

Ähnlich ist echte Submission auch dann vorhanden, wenn meine Sub mich als „Mein Herr“ anspricht. Ich ordne das nicht an. Ich will, dass sie weiß, dass ich das als äußerst positiv empfinde. Aber ob sie es macht, muss ganz alleine bei ihr liegen.

Wenn eine Sub also sich zur Begrüßung vor mir verbeugt, meine Hand nimmt, den Ring küsst und dann „Guten Abend, mein Herr“ zu mir sagt, dann geht mir altem Mann das Herz auf. Aber ob und wie dies passiert, ist alleine die Sache der Sub. Ich will ihre Submission spüren und fühlen können.


Echte Dominanz beginnt für mich in dem Augenblick, wo ein Dom eine Sub „einfach so“ in neue Bereiche des BDSM führen kann, ohne dies lang und breit mit ihr besprechen zu müssen. Weil die Sub mir dahingehend vertraut, dass ich sie niemals überfordern würde und einfach denke, dass es soweit ist, dass sie dieses und jenes kennen lernen sollte. Es muss sich leicht anfühlen und ich darf kein schlechtes Gewissen dabei haben. Ich muss meiner Sub eben vertrauen können, dass sie mich als ihren Herrn ansieht und es für sie völlig selbstverständlich ist, dass sie mir gehorcht. Ohne zu Zögern. Ohne weitere Fragen.

Erst wenn das eintritt, kann ich mich wirklich dominant fühlen. Und das geschieht ganz sicherlich nicht beim Ersten Date.

Da gibt es einige Beispiele an welchen ich das festmachen kann. Wenn es keinen größeren Kommunikationsbedarf über bestimmte Themen mehr gibt wäre dies sicherlich gegeben. Wenn es der Sub völlig selbstverständlich erscheint, dass ich meine Launen an ihr auslassen kann. Submission geht dorthin, wo es auch mal richtig weh tut. Wo Lust eventuell seitens der Sub nicht aufkommt. Sie gibt mir ihren Körper und ihre Seele und ist stark genug, in vollem Vertrauen zu mir und in voller Hingabe, dass ihr Hintern auch mal wirklich rot wird. Und vielleicht auch mehr als rot.


Wenn ich also ihren Körper als ein Ventil missbrauchen kann, ohne das hier wirklich von Missbrauch gesprochen werden kann. In Ihrem Wesen gibt sie dem Dom die Möglichkeit Dinge mit ihr zu machen, die sie mehr als andere bereit ist zu ertragen. Dann beginnt Submission.

Dominanz beginnt in dem Augenblick, wo ich sicher sein kann, dass meine Sub dies aber auch wirklich so will. Wenn ich spüre, dass es völlig selbstverständlich ist, dass ich sie z.B. ohrfeigen kann, wenn mir danach ist. Dass ich sie strafen kann, wenn sie einen Fehler macht. Ein Dom muss sich immer vor Augen halten, dass er einen Menschen vor sich hat und kein Möbelstück. Und dieser Mensch hat sich freiwillig, der eigenen Lust folgend, dazu bereit erklärt, es dem Dom auf allen Ebenen Recht machen zu wollen.

Submission ist aber auch, gegen den eigenen Willen zu handeln. In meiner eigenen Zeit als Sub habe ich sehr gerne Schwänze gelutscht, aber nicht so gerne, wenn ich Halsschmerzen hatte. Submission muss sich darüber im Klaren sein, dass sie auch dann Schwänze lutschen „muss“, wenn es unangenehm ist. Submission entspringt zwar dem eigenen Willen und Wunsch zur Submission gegenüber einer Herrschaft, aber sie beinhaltet das Dienen mehr als das Erhalten. Die Lust die Herrschaft zu befriedigen befriedigt die Lust der Submission.

Ich habe immer darauf vertrauen können nicht oral herhalten zu müssen, wenn es mir körperlich nicht so dolle ging. Aber ich habe den Wunsch der Herrschaft immer über mich selbst gestellt und irgendwie ging es mir danach besser, obgleich ich mich vorher nicht so dolle gefühlt habe.


Das soll natürlich keine Blaupause sein. Jede D/s-Beziehung funktioniert mehr oder weniger strikt. Und darüber hinaus auch noch völlig anders. Es gibt jedoch einen ganz definierten Satz, der es tatsächlich und wahrhaft darstellt: Dom und Sub bedingen einander.

Der Dom braucht jemand mit dem er Dinge tun kann. Die Sub braucht jemand, der mit ihr Dinge tut. Es sind zwei starke Persönlichkeiten, die sich einander vertrauen. Keiner von beiden ist schwach. Beide dienen einander. Eben nur jeder auf seine ganz eigene Weise.