Die Furcht vor dem Ersten Mal

Gemessen an dem, was so über das Erste Mal „BDSM“ geschrieben wird, scheine ich nach reiflicher Überlegung irgendwie eine Sonderlocke zu haben. Denn ich fürchte mich nicht vor einer neuen Sub, ich freue mich auf sie. Sicherlich habe ich Respekt vor der ersten Berührung, dem ersten Kuss.

Aber es kann mir keiner sagen, dass sich in diesen Dingen letztlich nicht auch eine Art Finale einstellt. Ein Finale der Annäherung vorher. Das Schreiben, das Antworten, das Reden, das Zuhören, DM, WhatsApp, Telefon, Kaffeedate … das ist doch eine Kette glücklicher Umstände, die im Finale des Ersten Males ihr Ende finden. Um im besten Fall mit dem Ersten Mal den Beginn von etwas Neuem, dem gemeinsamen Ausleben von BDSM einzuleiten.

Mein eigenes Erstes Mal hat es als Dom so nicht gegeben, ich war schon immer „drauf“ und habe mich eben nur gesteigert, ausprobiert und letztlich im „D/s mit Schmerzzulage“ gefunden. An mein Erstes Mal als Sub kann ich mich jedoch recht intensiv erinnern.

Ich hatte mich ja als Hete bewusst einem Mann unterworfen und bevor er mich noch irgendwie schlagen wollte, wurde ich erstmal 2Loch-entjungfert. „Damit das erledigt ist“, sehe ich noch heute sein Grinsen. Irgendwie erinnert mich das an Mr. Grey, welche Mrs. Steele ja auch erstmal entjungfern musste. Das war es dann aber auch schon mit Gemeinsamkeiten 😉

Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen einer langsamen Annäherung zu einer Sub und der Fremdüberlassung einer Sub durch einen anderen Dom. Weil ich eben die Frau vorher nicht wirklich habe kennen lernen können und weil ich von deren Dom nur eine Liste mit Ja’s und Nein’s erhalten habe. Aber es ist extrem reizvoll auch mit einer völlig fremden Sub zu spielen und sie quasi „on the job“ einschätzen zu lernen.

Mittlerweile kenne ich mich ziemlich genau und weiß, was ich will und eine Sub, die sich mir nähert oder die mir angeboten wird, bekommt ziemlich zügig genau das Bild von mir, was sie zu erwarten hat. Und Sex gehört da weniger zu. Ich habe am üblichen Rein und Raus wenig Interesse. Dabei bin ich ja kein wirklicher Sadist, obwohl das in Grundzügen sicherlich angelegt ist und vielleicht auch bald Entfaltung findet.

Es ist dann immer nett, die Reaktionen von Männern zu erleben. Die meisten gehen davon aus, dass ein Dom eine Sub hat, damit er ständig und überall Sex haben kann. Das mag bei anderen auch so sein, bei mir ist das nicht so. Sex kann Sub sich bei mir auf keinem Weg erdienen. Entweder ich will oder es gibt nichts.

Und bevor ich abschweife, schließe ich diesen Blogbeitrag 🙂

One thought on “Die Furcht vor dem Ersten Mal

  1. Also vor meinem ersten mal BDSM, hatte ich keine Furcht, ich war nur ein wenig nervös.
    Was aber mitunter auch an der 3 Loch Entjungferung lag, die dann auch kam 🙈

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