Was bisher geschah … // Geschichten aus der Gruft.

Es wurde um ein echtes Erlebnis gebeten, also eine Geschichte aus der Gruft 😉 … weil ich bin halt schon alt 😀


Das ist jetzt schon ziemlich lange her, aber ich erinnere mich daran wie mein Dom mir aufgetragen hatte, dass ich eine Woche lang spĂ€rlich bekleidet (als DamenwĂ€schetrĂ€ger – DWT) jede Nacht mindestens fĂŒr zwei Stunden auf einem „gewissen“ Parkplatz fĂŒr ihn anzuschaffen habe. Das Spiel mit der Sexarbeit hat mich ja schon immer fasziniert und es ging gar nicht mal um DemĂŒtigung. Mein Dom wusste das und wollte auch nicht, dass ich es fĂŒr Geld mache (diese Dates vermittelte mir mein Dom von sich aus), sondern dass ich „auf Quote“ arbeite.

„Am ersten Tag wirst Du mindestens einen Kerl aufreissen, am zweiten mindestens zwei bis es dann am fĂŒnften Tag halt fĂŒnf sind. Und weil Du keine weiteren Fragen mehr hast, darfst Du davon auch Fotos und Videos erzeugen. Also möchte ich Dich mindestens mit drei MĂ€nnern beschĂ€ftigt sehen. Alles klar?“

„Ja, mein Herr!“

So sah ich mich dann in einem schwarzen T-Shirt-Kleid mit nichts drunter, schwarzer PerĂŒcke und High Heels auf einem DWT-Strich in der NĂ€he Kölns parlieren.

Ich mochte solche Sachen. Sehr sogar. Und vor allem, weil die nicht wirklich ausformulierte Aufgabe mir kreative Möglichkeiten gab darĂŒber zu bestimmen, welche Serviceleistung ich mit wem zu erbringen gedenke und auch wo. Selbst die Plots zu Fotos und Videos fielen unter meine Regie.

WĂ€hrend ich bis zum Tag Drei alle Forderungen habe erfĂŒllen können, also das Bedienen von sechs unterschiedlichen MĂ€nnern per Blowjob und/oder Analverkehr, hatte ich kein GlĂŒck, was Fotos anging. Niemand wollte seinen Schwanz in die Kamera halten, so als ob man jene am Schwanz erkennen wĂŒrde. Aber mit Tag Vier durfte ich auch nicht mehr wirklich wĂ€hlerisch sein, aber es bereitete mir keine Probleme auch die „B-MĂ€nner“ in den Autos anzusprechen.

Bis ich dann faszinierend herausfand, dass einer Natursekt wollte. Also er wollte nur das. Ich sollte neben dem Auto knien und einfach den Mund aufmachen. Allerdings nicht nackt, sondern bekleidet. Da ich eh Wechselsachen dabei hatte, war das fĂŒr mich okay. Er sollte der letzte Kunde an diesem Abend werden. Fataler Irrtum.

WÀhrend ich also die Kamera und dann mich positionierte und die ersten Strahlen seines Natursektes in meinen Mund regneten, kamen auch andere MÀnner hinzu. Ich konnte das nur aus den Augenwinkeln heraus sehen, aber da standen so drei MÀnner, die ihre SchwÀnze wichsten. Offensichtlich gefiel ihnen also dieser Live-Porno. Und einer nach dem anderen stimmte in den Regen mit ein und ich glaube, dass ich insgesamt 5 Minuten lang beregnet und mit Facials versorgt wurde. Und alles auf Kamera.

Somit hatte ich am Tag Vier ein Video mit vier MĂ€nnern und mir und zusammen mit den Vortagen insgesamt 10 Sexualkontakte. Und ich hatte echt keine Ahnung, wie ich das noch an Tag FĂŒnf steigern sollte. Also ich brauchte ja noch fĂŒnf MĂ€nner am Tag FĂŒnf.

Doch leider konnte ich meine Quote nicht leisten, denn die MĂ€nner vom Vortag waren wieder da. Ich hatte zwar fĂŒnf Sexualkontakte am Tag FĂŒnf, aber halt nur einen neuen dabei.

Dennoch konnte ich mit zwei Videos dienen (immerhin) und ich gab meine Arbeit am Tag Sechs ab.

Mein Herr schmunzelte mich an: „Ich bin sehr stolz auf Dich. Weißt Du das eigentlich? Es geht nicht darum alles zu erfĂŒllen, sondern alleine das BemĂŒhen darum ist wichtig. Das hast Du getan. Und das macht nicht jeder einfach mal so. Du hast es wirklich drauf.“

Hachja <3

Lange her. Bitte Gerne Danke.

SSC vs RACK … oder so?

Was bisher geschah: Thinking RACK?


Auf diversen Ebenen wird immer mal wieder gerne besprochen, was denn nun der wahre Unterschied zwischen SSC (Safe Sane Consensual) und diesem RACK (Risk Aware Consensual Kink) sei und wie man möglicherweise auch das CNC (Consensual Non-Concent) dazu sehen darf.


Und auch andere Menschen haben sich bereits ausfĂŒhrlich hierzu geĂ€ußert:

SSC oder RACK? WTF? // SSC, RACK ODER DOCH LIEBER PRICK? // THE HISTORY OF SSC (SAFE SANE CONSENSUAL) VS RACK (RISK-AWARE CONSENSUAL KINK)


Vielleicht ist es dann doch mal wieder Zeit ein paar Dinge aus meinem eigenen und persönlichem Universum darzulegen 😉

Wenn es um #Sexarbeit geht (als Dominus) spiele ich grundsĂ€tzlich und ausschließlich SSC. Vor allem dann, wenn es um die Dienstleistung geht muss ich mich rechtlich noch viel mehr absichern. So habe ich dies auch zuletzt in meinen BeitrĂ€gen zur #OExperience dargelegt (Teil Eins / Teil Zwei). Das möchte ich gar nicht weiter ausbreiten.

Jedoch gibt es ja noch einen privaten und vielleicht auch noch einen geheimen Spieltrieb.


Alle meine Bindungen beginnen immer im SSC. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Es geht auch einfach nicht anders und vor allem von mir als Dom ist das zu erwarten. Viel Kommunikation. Viele GesprĂ€che. Softlimits, Hardlimits. Wenn ich als Dom mir nicht gemeinsam mit der „Upcoming Submissive“ Gedanken um die AusprĂ€gung des Spieles mache, dann machen wir beide grundsĂ€tzlich was verkehrt.

Ebenso bin ich der Meinung, dass eine 25 jÀhrige Erfahrung vielleicht meine handwerklichen FÀhigkeiten verbessert hat und auch wenn emphatische Dinge darunter zu finden sind; jeder Dom muss sich auf jede Sub immer wieder neu einstellen. Und anders herum. Zumindest ich könnte mir keine private Beziehung vor stellen, welche gleich auf RACK anlÀuft.

Vielleicht geht es im Privaten schneller von SSC zu RACK, das möchte ich nicht ausschließen, aber RACK ist fĂŒr keine Bindung ein Ziel, welches unbedingt und dringend erreicht werden muss. Außer eben dann, wenn eine Sub zur „O“ berufen werden möchte. In diesem Augenblick finden zwar immer noch GesprĂ€che auf Augenhöhe statt, damit die „Upcoming ‚O'“ die Konsequenzen ihrer Entscheidung auch wirklich absehen kann. Da ich jedoch mit ihr im SSC gestartet bin, sind wahrscheinlich schon vorher viele GesprĂ€che in diese Richtung erfolgt, so dass der Schritt zu mehr RACK statt SSC eben bereits geebnet wurde.


NatĂŒrlich ist es auch im Rahmen meiner #Sexarbeit denkbar RACK gleich von Beginn an auszuleben. Jedoch mache ich dies eher mit Paaren, die einen dominanten Anteil haben und welche halt als Paar bereits eingespielt sind und meine Anwesenheit nur als SahnehĂ€ubchen auf ihre eh funktionierende D/s-Beziehung sehen. Mit rein devoten Paaren spiele ich nur SSC.


Und dieses CNC? Ähnlich wie SSC -> RACK muss es auch hierbei in meinen Augen eine lange Zeit geben, bevor es von RACK zu CNC gehen kann. Das Ausmaß von Verbundenheit und Vertrauen sehe ich in der #Sexarbeit als nicht erreichbar an. Stammkundinnen mĂŒssten dann schon mindestens ein bis zwei mal die Woche buchen und bereits eine gewisse eindeutige PrĂ€ferenz mitbringen.

Auch wenn meine Dienstleistung grundsÀtzlich Menschen mit körperlichen und geistigen BeeintrÀchtigungen umfasst (dazu kommt ein eigener Blogbeitrag!), so ist auch hier maximal SSC in der #Sexarbeit denkbar.

CNC kann fĂŒr eine „O“ durchaus in Frage kommen, der Metakonsens eignet sich hervorragend dafĂŒr. Jedoch denke ich, dass die meisten „O“’s maximal RACK leben, auch wenn sie es fĂŒr CNC halten. Persönlich habe ich CNC als Dom nicht wirklich erlebt. Phasenweise ist es mal angeklungen, aber es beruhte auf gemeinsamer Absprache fĂŒr einen Abend. Meiner Meinung nach ist CNC nichts fĂŒr Fernbeziehungen. HierfĂŒr sollte man schon gemeinsam wohnen, vielleicht Nachbarn sein, aber mindestens fest liiert in einer Stadt leben.


Ich persönlich als mSub bin ziemlich schnell auf den Trichter gekommen, dass RACK mein absolutes Ding ist. Tendentiell phasenweise auch CNC, aber das kam immer auf den Partner an. Derzeit habe ich keinerlei Tendenzen meine mSub-Seite außer in der #Sexarbeit auszuleben.

Was kĂŒmmert mich das GewĂ€sch von gestern?

Konrad Adenauer hĂ€tte es nicht besser formulieren können: „Es kann mich niemand daran hindern klĂŒger zu werden!“


Und genau das geschieht mir jeden Tag. Bei so manchen Mitmenschen habe ich da meine Zweifel, aber tatsĂ€chlich sind diese recht selten. Offene und erwachsene GesprĂ€che unter Menschen, die sich mögen, fĂŒhren bei mir zu etwas. Sie bereichern mich und das jeden Tag aufs Neue.

Wenn es um BDSM geht, dann erst recht und wenn man sich dieses Blog ganz genau von vorne bis hinten durchliest, so wird man erkennen, dass ich mich in steter VerÀnderung befinde.

Sollte ein Dom(inus), denn nicht eine feste Haltung zu den Dingen haben?

Ja, und nein wĂŒrde ich sagen. Habe ich mich frĂŒher darĂŒber ausgelassen, was jede Sub in meinen Diensten machen muss, sehe ich das mittlerweile viel viel diverser. Ich bin heute wesentlich weicher als noch vor ein paar Jahren, weil ich erkannt habe, dass ich nicht alle meine Vorstellungen einfach so auf jede Sub anwenden kann. Jede einzelne ist einzig, wenn auch nicht immer artig ;-), und schon von daher muss ich jede Dame auch einzeln verfrĂŒhstĂŒcken.

Sie kommen mit ihren eigenen WĂŒnschen und BedĂŒrfnissen daher und ich muss diese immer wieder mit meinen eigenen abgleichen und oftmals korrigiere ich mich dabei mehr, als die Sub sich in meine Richtung verĂ€ndern muss. Ich sehe mittlerweile einfach keinen Sinn darin, dass alles so laufen muss, wie ich das gerade so will.

Wo bleibt denn da der gestrenge Herr?

Oh, der ist durchaus vorhanden. Denn wenn ich die BedĂŒrfnisse und WĂŒnsche der Sub aufnehmen und mich mehr und mehr in ihren Grenzen bewege, statt sie in meine zu zwingen, so muss ich dann doch auch streng daran erinnern, dass die Sub mit eigenen Grenzen ankam und sie diese nun selbst vernachlĂ€ssigen wĂŒrde. Ich versuche die Sub also mehr in ihrer eigenen sich selbst auferlegten Spur zu halten, als sie auf meine zu bringen. Denn um auf meine Spur zu wechseln ist immer noch Zeit genug.

Und da kann ich durchaus ziemlich direkt und uneinfĂŒhlsam werden, wenn eine Sub ihre eigenen Ziele nicht verfolgt, obgleich sie dieses stets propagiert. Jedoch bin ich davon ab eine Sub ĂŒber das Internet zu bestrafen. Wenn ich strafe, dann unmittelbar. Gespielt wird auf dem Platz 1:1. Mein Online-Schlafzimmer ist ziemlich verwaist 😉

Meinst Du, dass Deine Subs dies eventuell anders brauchen?

Schon möglich, dass ich mal jemandem begegne, der dies so will. Aber durch intensive Kommunikation zu den Damen ist hinreichend gesichert, dass sie eine Ohrfeige „vor Ort“ direkter wahrnehmen, als die SelbstzĂŒchtigung ĂŒber WhatsApp. Ich denke, dass eine Sub sich schon selbst genug bestraft, wenn sie mir mitteilen muss, dass sie was vergessen hat. Viele knabbern da durchaus ein paar Tage drauf rum. Und da ich fĂŒr dieses GefĂŒhl nur indirekt verantwortlich bin, reicht mir das mitgeteilte schlechte Gewissen völlig aus. Meine FĂŒhrung ist eher belohnend, als strafend. Mittlerweile.

Wie kommt es zu diesen VerÀnderungen?

Ich glaube, dass grundlegende Erfahrungswerte gepaart mit einer sensitiven Offenheit, also die sogenannte Lebenserfahrung, fĂŒr diese VerĂ€nderungen verantwortlich sind. Kein Mensch bleibt wie er ist. Irgendwelche Begebenheiten verĂ€ndern einen Menschen immer. Meine persönliche Zufriedenheit, die ich erst so mit 40 wirklich gefunden habe ist das eine. Drei Ehen, langjĂ€hrige Beziehungen, Familie, Kinder, Geburten und Tod machen was mit einem. Meine Herzgeschichte, die mich Mitte des Jahres 2020 zarte drei Jahre alt werden lĂ€sst. Aber vor allem auch das viele Vertrauen, dass Menschen in mich setzen, die mich nicht mal persönlich kennen, sondern sich eben nur aus meinem Blog und meinen Tweets heraus ein Bild von mir malen und dann per WhatsApp oder eMail um die Ecke kommen.

Eine meiner Damen meinte neulich, dass ich ein „ErzĂ€hl‘ es mir“-Mensch sei. Ich finde, dass ist ein großes Lob. Und ich spĂŒre durchaus die Verantwortung dahinter. Sie erfĂŒllt mich mit Freude, weil man mir Dinge anvertraut (nicht nur, aber vermehrt wegen BDSM, neuerdings auch mit Depression gepaart), welche man im ĂŒblichen Leben eben nicht los wird. Oder eben nur sehr schwer. Keine Ahnung, warum ich das Lob erhalte. Tatsache ist, dass ich einfach so bin, wie ich bin. Und offensichtlich ist das alles eine positive Eigenschaft, weswegen ich mir eine Prise „Faul und gefrĂ€ĂŸig sein“ gönnen darf 😉

Lust auf #Fuffzig?

Aber ja <3

Im November 2019 wird es wirklich ungeplant ein ganzes Wochenende mit dem #CircleOfFalbalus geben (#SecretNight am 07.11. und Theaterbesuch am 08.11.). Hier werden wir dann auch ĂŒber den exakten Termin im Juni 2020 reden und ĂŒber das Wann, Wie und Wo und Wer macht was und so. Ein SaveTheDate wird wahrscheinlich per 04.01.2020 rausgehen. Also dem Tag, an dem ich per Datum fĂŒnfzig werde.


Das GesprĂ€ch mit Master Falbalus fĂŒhrte Martin Mewes

GreysexualitÀt

Ich hatte ja keine Ahnung,, was es alles so gibt oder nicht gibt.

HeterosexualitÀt. HomosexualitÀt. BisexualitÀt. Und nun das? GreysexualitÀt. Ich bin schon, ohne angriffig zu sein, bei PansexualitÀt ausgestiegen.

Also …


Als Grundlage existiert immer die Liebe. Das ist wichtig zu wissen, denn GreysexualitÀt hat nichts mit dem Fehlen von Liebe zu tun.

Jeder Mensch hat eine Libido und diese ist mehr oder weniger ausgeprÀgt.

Auf der einen Seite existiert die AsexualitĂ€t. Ist vielleicht Ă€hnlich auch unter dem Namen „Platonische Liebe“ bekannt. Was aber einen Tacken mehr ist als Freunde fĂŒr alle Zeit. Jedenfalls liebt man diesen einen Menschen und will auch mit ihm zusammen sein, Tisch und auch Bett teilen, aber es fehlt der Wille auch sexuell mit diesem Menschen zu verkehren.

Das muss nicht ungesund sein. Das denken nur die Menschen, die das andere Extrem darstellen.

Bei den Allosexuellen (nicht fragen, googlen!) sieht das ganz anders aus. Der offensichtliche „Normalzustand“ ist nĂ€mlich gar keiner. Diese Form der Zuneigung zueinander setzt vorraus, dass beide Menschen ihre Liebe nur durch SexualitĂ€t manifestieren können.

Und das Seil, dass beide Dinge verbindet … Tada \o/ … das sind die Graustufen. Somit sind wir dann alle … dieses …. greysexuell. Meiner Meinung nach unabhĂ€ngig von Liebe, weil Sex fĂŒr mich auch ohne Liebe existiert, aber wenn wir jemanden lieben, dann ganz gewiss.

FemDom vs MaleDom

Wenn wir von weiblicher Dominanz (FemDom) oder mĂ€nnlicher Dominanz (MaleDom) sprechen, dann sagt das noch nichts darĂŒber aus, ob ein mĂ€nnlicher Sub (mSub) oder ein weiblicher Sub (fSub) dominiert wird.

Um es zu vereinfachen (Quasi als Legende) werde ich folgende Abk. nutzen.

  • Fm – Weiblicher (Female) Dom -> mĂ€nnlicher Sub
  • Ff – Weiblicher Dom -> weibliche Sub
  • Mm – MĂ€nnlicher (Male) Dom -> mĂ€nnliche Sub
  • Mf – MĂ€nnlicher Dom -> weibliche Sub
  • Domina -> Gewerbliche FemDom (Kollegin des Domins)
  • Dommse -> Private FemDom
  • Dominus -> Gewerblicher MaleDom (Kollege der Domina)
  • Dom -> Privater MaleDom

Los geht’s


Basierend auf eigener Erfahrung gibt es einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen FemDom und MaleDom. Und das ist nicht nicht nur das Geschlecht.

WĂ€hrend ich als mSub selbst bei einem MaleDom mehr sexuell und weniger sadistisch genutzt wurde (VerfĂŒgbarkeit in der sexuellen Unterwerfung inklusive Vermietung, Verpachtung und Verkauf) konnte ich bei den FemDoms feststellen, dass sie mehr auf sadistischen Dingen als auf die Nutzung als Sexobjekt aus waren.

Und ja, das hat auch seinen Sinn.

Auf mich selbst bezogen spielte mein Kopfkino bei FemDoms nicht wirklich eine Rolle. Es ging mehr oder weniger nur um deren eigene BedĂŒrfnisse. Was prinzipiell ja auch in Ordnung ist, aber da ich mich zu jenem Zeitpunkt eher als Sub, denn als Sklave betrachtete, ging mir dieses Anbeten der FemDom zu ganz gewissen Gelegenheiten irgendwie gegen den Strich.

Wenn ich also in der Anbahnung immer andeutete, dass ich sexuell unbedingt geteilt werden wolle und solange das stimmig ist, ginge auch alles andere, habe ich halt selten FemDoms erlebt, die ihren Sub mehrheitlich anderen MĂ€nnern oder Frauen zur VerfĂŒgung stellen wollten. Offensichtlich gehört dies nicht wirklich in das Kopfkino der FemDoms, denen ich diente.

Was ich bei FemDoms gelernt habe ist, wie viel Schmerz ich auszuhalten bereit bin, wobei alle eines immer beherzigt haben. Mein Penis als NoGo-Area (Da ich nur einen Hoden habe, war und ist mein Penis fĂŒr dominante Menschen an mir stets und stĂ€ndig nicht berĂŒhrbar). DarĂŒber gab es vielleicht verwunderte Blicke, aber das wurde respektiert. Neben dem Schmerz lernte ich dann aber auch, wie sich das anfĂŒhlt, wenn der Penis in einem KĂ€fig eingeschlossen wird. Und es war sinnig zu wissen, dass „wenn ich ihn nicht anfassen soll, dann Du aber auch nicht.“

Ich hatte in meinem Leben drei FemDoms, weil ich als Hete eben auch im BDSM Hete bleiben wollte. Und ich wĂŒrde das gerne mal wieder ausprobieren wollen, dass muss ich zugeben (Ich bloggte darĂŒber), aber bisher ist mir halt im unverbindlichen GesprĂ€ch noch keine FemDom begegnet, die mich derartig anspricht. Die Kopfkino halt zu weit auseinander. Monogame Beziehungen zu dominanten Menschen lehne ich halt ab. Irgendwann muss ich als mSub regelmĂ€ĂŸig fĂŒr Fremde hinhalten, sonst langweile ich mich einfach.

Wusstet ihr nicht oder? Das mit den FemDoms? Nun ja. Jetzt wisst ihr es.
Jetzt wo ich mich mehr als Extrem-Switcher mit Hang zur Dominanz sehe, kann ich das gerne zugeben.

Bei meinem einzigen Herrn, den ich mir fast aus purem Frust aussuchte, wurde ich dann seinen Worten nach zu einer mĂ€nnlichen „O“. Ich wurde in Schmerz gebadet und ich hatte darauf auf das Leben bezogen wohl mehr Sexualkontakte zu MĂ€nnern als jemals zu Frauen insgesamt. Seine Vorstellung von „O“ ist die, die mich bis heute als Dom (und als Dominus) prĂ€gt.

„Der Herr muss nicht laut werden. Er muss niemals herrisch sein. Seinen Worten ist Folge zu leisten, ohne Wenn und Aber. In vollem Wissen, dass er alles machen kann, aber im Vertrauen, dass er meine Grenzen respektiert. Ich kenne mein Safeword und nutze es weise, wenn ĂŒberhaupt. Mein Herr will nicht, dass ich mich ĂŒberfordere. Ich bin ihm genug.“

Da ich nur einen MaleDom gehabt habe, kann ich nichts GrundsĂ€tzliches sagen. Und auch wenn ich drei FemDoms hatte, so ist das ebenso wenig reprĂ€sentativ. Wenn ich jedoch ins Internet horche (und das ist ja auch nicht wirklich reprĂ€sentativ), dann scheinen FemDoms eher sadistisch und auf sich bezogen zu sein und MaleDoms eher sexuell ausgerichtet und der Sub mehr verpflichtet. Ausnahmen bestĂ€tigen natĂŒrlich die Regel.

Da jede Beziehung anders ist und kein MaleDom einem anderen gleicht und genauso wenig eine FemDom wie die andere ist, scheint zumindest das sexuelle Teilen eher bei den MaleDoms verankert als bei den FemDoms. Ihr mĂŒsst halt ansprechen, was ihr wollt und euch dann entscheiden, ob es passt.

Questions, Comments, Side-Remarks?

Covern, aber richtig

In einer Gesellschaft lebend, in welcher der schnelle Spaß getriggert durch diverse Online-Portale nur einen Klick weit entfernt ist und immer mehr Menschen in diesen Teil des Lebens vordringen und auch immer mehr neue Menschen hinzukommen, steht auch immer wieder die Frage im Raum:

Wie schĂŒtze ich mich, wenn ich mich zum Zwecke des BDSM mit einem mir fremden Menschen treffe? Dieses „Covern“ … kann ich das mal sehen?


Ich möchte aus meiner persönlichen Perspektive berichten, also wie ich die Dinge selbst handhabe und ich möchte nicht viele Worte verlieren, sondern einfach eine Stichwortliste zum Abhaken erzeugen.

Dabei gehe ich davon aus, dass dem Date nichts im Wege steht, also Datum und Uhrzeit sind bekannt und es handelt sich nicht mehr um ein Kaffeetrinken. Es geht nun zur Sache.

Du bist im Besitz der bestĂ€tigten Existenz Deines GegenĂŒbers. Du hast also Vorder- und RĂŒckseite eines Personalausweises. Weil ohne das, wĂŒrdest Du ja nicht daten, richtig? RICHTIG?


  1. Du wendest Dich offen an einen Menschen, der Dein Vertrauen hat.
  2. Dein GegenĂŒber hat EinverstĂ€ndnis gegeben, dass Du die persönlichen Daten Deines GegenĂŒbers an einen Menschen zu 1. weitergeben kannst.
    (Wenn das nicht vorliegt gibt es ja auch kein Date, nicht wahr?).
  3. Du teilst der Person zu 1. alle Daten mit: Ort, Datum, Uhrzeit, Zimmernummer des Hotels oder Adresse einer Dir unbekannten Spelunke. Und immer, wenn sich daran irgendwie was Àndert, teilst Du das der Person zu 1. mit. Und vielleicht hast Du noch eine andere Person zu 1. jetzt als Backup? Kann ja nicht schaden.
    (Dass Du keinen Fremden in Deine eigene Wohnung lÀsst versteht sich von selbst!)
  4. Du verabredest mit der/den Person(en) zu 1. wann und mit welchen Worten Du Dich von Dir aus telefonisch meldest. Nein … Du wirst keine WhatsApp schreiben, auch keine Sprachnachricht. Du möchtest, dass die anderen Deine liebliche Stimme hören.
    (Dein Date möchte nicht gestört werden? Pech fĂŒr das Date, denn dann darf das Date es sich selbst machen und Du fĂ€hrst erst gar nicht los, klar oder?)
  5. Sich alle 60 Minuten zu melden ist natĂŒrlich vollkommen albern, aber vielleicht so, bevor Du den Partner triffst („Ich gehe nun da mal rein!“) und vielleicht vereinbart drei bis vier Stunden spĂ€ter („Es geht mir gut, es ist toll … ja, Du kannst jetzt auflegen. Melde mich morgen. <3“)
  6. FĂŒr den Fall, dass eben nicht alles okay ist, solltest Du mit den Personen zu 1. ein Stichwort vereinbaren, welches kontextuell in den Rahmen passt, aber von dem GegenĂŒber nicht als solches erkannt wird.

    Meine Frau hat bei unserem ersten Mal das Wort „Fabelhaft“ gewĂ€hlt. Ein Wort, dass im Satz „Danke, es geht mir fabelhaft <3“ mir nicht aufgefallen wĂ€re, wohl aber ihrer Besten, die am Telefon saß.

    (Wir sind nun im Jahre FĂŒnf, also ist davon auszugehen, dass es damals nicht fabelhaft gewesen ist.)

  7. Ganz wichtig. Wenn Du mehrere Personen zu 1. hast, dann lege fĂŒr Dich fest, wen Du zuerst anrufst. Und wenn alles okay ist, dann soll die erste Person es der zweiten sagen, diese der dritten. Wie so eine Kette. Wenn es aber total aus dem Ruder lĂ€uft, dann lass es nicht ewig und drei Tage bei der ersten Person klingeln, sondern wĂ€hle dann gleich die 110! und erst danach kannst Du es wieder bei der ersten Person versuchen.

Ich hoffe, dass ich mit diesem kurzen Abriss helfen kann.

Gerne könnt ihr mir eure Erfahrungen in den Kommentaren mit auf den Weg geben.

Das Safeword … Fluch und Segen zugleich

TatsĂ€chlich ist nun viel geschrieben worden, aber es ist immer wieder notwendig ĂŒber wesentliche Grundlagen im Verhalten von Menschen im BDSM zu informieren.


Schauen wir uns einfach mal §228 StGB an:

Wer eine Körperverletzung mit Einwilligung der verletzten Person vornimmt, handelt nur dann rechtswidrig, wenn die Tat trotz der Einwilligung gegen die guten Sitten verstĂ¶ĂŸt.

Denn was bitte ist BDSM am Ende des Tages, wenn nicht die Erlaubnis des/der Einen etwas Strafbewehrtes an sich vornehmen zu lassen zum Zwecke des gemeinsamen Lustgewinns.

Davon deutlich abzugrenzen ist ĂŒbrigens §177 StGB (1):

Wer gegen den erkennbaren Willen einer anderen Person sexuelle Handlungen an dieser Person vornimmt oder von ihr vornehmen lĂ€sst oder diese Person zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen an oder von einem Dritten bestimmt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fĂŒnf Jahren bestraft.

Beide Paragrafen habe ich natĂŒrlich auch verlinkt.


Ich bin ein absoluter Verfechter des Safewords. Ende der Nachricht.

Und das in absolut jedweder Hinsicht. Ich lege gar nicht soviel Wert auf irgendeinen GefĂŒhlsdusel, sondern einfach auf die Tatsache, dass ich eine aktive Erlaubnis fĂŒr meine Handlungen benötige, damit ich das Vertrauen gewinnen kann fĂŒr meine Handlungen nicht strafrechtlich belangt zu werden.

Denn im Gegenteil zum Zivilrecht (§185 BGB), welches eine unerlaubte Handlung in bestimmten FĂ€llen nachtrĂ€glich heilen kann, ist dies im Strafrecht nicht möglich. Denn egal, ob Safe, Sane, Consensual oder Risk-aware consensual kink (gleicher Wikipediaeintrag wie SSC) gespielt wird: Der/Die (dominant) Handelnde verĂŒbt unterm Strich eine Strafttat und verĂŒbt damit ein Offizialdelikt, welches den/die (submissiv) Handelnde zum Opfer macht. Diese Taten mĂŒssen nach Anzeige, welche nicht zwangslĂ€ufig durch das Opfer angezeigt werden muss, durch den Staatsanwalt verfolgt werden.

Das Benennen eines Safewords durch den/die Dom gibt dem/der Sub somit eine Möglichkeit das Spiel jederzeit zu beenden. Wird das Safeword genutzt, wird der Tatbestand nach §228 StGB verlassen (Die Freiwilligkeit respektive die Einwilligung) und in jedem Fall der Sachbereich nach §177 StGB betreten.


Es ist mir persönlich wichtig alle Beteiligten im BDSM auf diese Dinge hinzuweisen. Stets und stÀndig und ohne Ausnahme. Es soll nicht die Freude am Spiel mindern, nur weil jetzt bekannt sein mag, dass man als (dominant) Handelnder irgendwie immer mit einem Bein im Knast steht. Denn auch im BDSM gilt irgendwie das Prinzip, dass wo kein KlÀger sich einfindet, so kann sich kein Richter finden.

Mir geht es darum, dass (submissiv) Handelnde erkennen, wo verantwortungsvolle Dominanz meiner Meinung stattfindet. Nur Arschlöcher manipulieren in die Richtung, dass kein Safeword nötig sei, weil man ja so erfahren sei und jede submissive Fachkraft einfach von Zeitpunkt Null an lesen kann und „Wenn Du mich wirklich liebst, wenn DU mir wirklich dienen willst, dann darfst Du kein Safeword besitzen. Denn mit Safeword, kannst Du niemals wirklich frei sein und fliegen.“

In diesem Sinne verweise ich gerne auf meine Backlinks.


Backlinks:

https://herzinfucked634830523.wordpress.com/2019/08/05/meine-gedanken-zum-safeword/

https://neediesblog.wordpress.com/2019/08/03/das-safewort/

SubmissivitÀt am Rande der Selbstaufgabe

Heute mal als Spracheintrag zum Anhören 🙂

Sollte klappen … (weil zu faul zum schreiben) 😀


„Selbstaufgabe“ dauert 17 Minuten und 52 Sekunden und kommt in zwei Formaten

-> m4a

-> mp3

Wunschzettelsub

Des Dommes Sicht auf die Dinge -> https://neediesblog.wordpress.com/2019/08/01/wunschzettelsub/


Der Begriff ist negativ belastet und auch das aus gutem Grund.

Auch wenn D/s grundsĂ€tzlich betrachtet nur zwei Menschen zusammen bringt, die sich wechselseitig ihre BedĂŒrfnisse befriedigen, so steht das D fĂŒr den bestimmenden Teil und s eben fĂŒr den submissiven Teil.

Wenn D + s also fĂŒr sich erstmal geklĂ€rt haben, wo der Hammer hĂ€ngt, wie und mit welcher IntensitĂ€t er zu nutzen ist, kann es danach auch schon losgehen und man wird sehen wohin die Reise fĂŒhrt. Dass beide Partner WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse in eine solche Bindung einbringen, hat nichts mit Wunschzettel zu tun.

Die Wunschzettelsub kommt jedoch mit einer Liste, von welcher sie fordert, dass wenn der Dom nicht dies und dies auf so und so eine Art macht oder nicht macht und von dieser Liste vielleicht mindestens sechs Dinge pro Session abarbeiten muss, dann ist das im besten Falle ErlebnissexualitĂ€t, hat aber mit Submission nichts zu tun. Denn die Wunschzettelsub versucht „von unten“ zu fĂŒhren, stellt Bedingungen und Forderungen auf. Ganz so, als ob sie der bestimmende Teil der Beziehung sei.

Nun … ich als Dom nehme natĂŒrlich gerne auf, was eine Sub sich wĂŒnscht oder welche BedĂŒrfnisse vorliegen. Und ich nehme eine Frau nicht als meine Sub an, wenn die gemeinsamen Ideen und Gedanken nicht einen Mindestgrad von 85% (gefĂŒhlt) haben. Denn dann mĂŒsste ich zuviele Kompromisse eingehen.

Wenn die Wunschzettelsub jedoch nur WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse deklariert, diese aber nicht einfordert, dann ist das weniger negativ zu sehen. Submission fordert grundsĂ€tzlich nicht, jedenfalls nicht immer, stets und stĂ€ndig. Und vor allem nicht laut. (Laute Subs sind nicht meine Subs, sie sind fĂŒr mich langweilig). Sie fragen höflich und warten im Vertrauen darauf, dass ihre WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse wahrgenommen werden und zur rechten Zeit von mir bedient werden.

Es kann nicht Sinn von Submission sein, dass eine Sub ihre eigenen Dinge so sehr in den Vordergrund rĂŒckt, dass die Dinge der Dominanz darunter leise werden. Submission stellt die BedĂŒrfnisse der Dominanz ĂŒber ihre eigenen und findet in der Befriedigung der WĂŒnsche der Dominanz ihre eigene Befriedigung.

Aber, wie schon eingangs erwĂ€hnt, die Kommunikation ĂŒber WĂŒnsche und BedĂŒrfnisse grundlegender Art gerade zu Beginn einer D/s-Bindung hat nichts mit Wunschzettelsub (und auch nichts mit Wunschzetteldom!) zu tun.

Ich darf alles. Sie darf nichts.

Und weiter geht es aus der Sicht, meiner Sicht, eines Doms -> https://neediesblog.wordpress.com/2019/07/31/er-darf-alles-ich-darf-nichts/


Ich habe mir das nun ein paar mal durchgelesen und ich stelle fest, dass ich nicht wirklich viel hinzuzufĂŒgen habe. Vielleicht aber ist es interessant ein paar grundlegende Gedanken zu Ă€ußern? Los geht’s 🙂


D/s innerhalb des BDSM ist die AusprÀgung, dass jemand bestimmt und der andere pariert. Diese AusprÀgung kann sehr weitreichend sein und sich zwischen ErlebnissexualitÀt nur im Schlafzimmer bis hin zur Total Power Exchange auswirken.

Eines haben die reine Schlafzimmer-Sub und die Sklavin innerhalb einer TPE-Bindung hoffentlich gemeinsam: Viva la Communication <3

Nur weil ich als Dom Dinge machen darf bedeutet das nicht, dass ich sie auch mache.
Dominanz entscheidet sich dadurch auf Dinge zu verzichten, die Sub nicht mag.
Nur weil eine Sub Dinge nicht machen will, bedeutet das nicht, dass sie sich verweigert.
Submission entscheidet sich dadurch Dinge auch zuzulassen, die Sub nicht mag.

Wenn also 95% Kopfkino gemeinsam vorliegt, dann ergeben sich gewisse Sachen ganz automatisch und die restlichen 5% fallen in aller Regel komplett weg.


Unterm Strich geht es darum, dass Sub und Dom sich einfach blind vertrauen und in den Regeln gemeinsam existieren wollen, die sie sich beide ausgedacht haben.

Fragen? Einfach kommentieren 🙂